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Berichtsheft als Fleischer: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft des Fleischers gehören die Arbeiten in der Fleischerei und die Themen der Berufsschule: Schlachttierkörper beurteilen, zerlegen und zurichten, Wurst und Pökelware herstellen, küchenfertige Erzeugnisse zubereiten, Hygiene, Lebensmittelrecht, Kontrolle, Lagerung und Kundenorientierung. Die Beispielwochen zeigen, wie solche Einträge aussehen.

Stand: 15.10.2026

Was ins Berichtsheft des Fleischers gehört

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Ausbildungsverordnung nennt Pflichtqualifikationen und zwei Wahlqualifikationseinheiten, die der Betrieb auswählt. Zu den Pflichtqualifikationen gehören:

Wahlqualifikationen sind zum Beispiel Schlachten, besondere Fleisch- und Wurstwaren, Herstellung von Gerichten, Veranstaltungsservice oder Kundenberatung und Verkauf.

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus.

TagTätigkeitenStunden
MontagWare angenommen, Kühltemperatur kontrolliert, Lieferschein abgeglichen, Kühlraum geordnet8
DienstagSchweinefleisch nach Anleitung zerlegt, Fleisch pariert und nach Teilstücken sortiert8
MittwochBerufsschule: Unterricht nach Stundenplan, zum Beispiel Warenkunde und Hygiene7
DonnerstagBrät für Brühwurst nach Rezept hergestellt, Wurst abgefüllt und gebrüht8
FreitagArbeitsflächen und Maschinen nach Hygieneplan gereinigt, Verkaufstheke bestückt8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagSchlachttierkörper beurteilt, Zerlegung geplant, Teilstücke nach Verwendungszweck zugeschnitten8
DienstagRohwurst angesetzt, Reifung kontrolliert, Schinken zum Pökeln vorbereitet8
MittwochBerufsschule: Fleischtechnologie und Prüfungsvorbereitung7
DonnerstagRollbraten und küchenfertige Erzeugnisse hergestellt, Ware verpackt und gekennzeichnet8
FreitagPlatten für eine Bestellung zusammengestellt, Kunden beraten, Preise kalkuliert8

Berufsschule im Berichtsheft des Fleischers

Notieren Sie je Schultag Fach und Thema, zum Beispiel „Fleischtechnologie: Wurstherstellung“ oder „Hygiene: Lebensmittelrecht“. Die Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses rät, die Themen des Berufsschulunterrichts aufzunehmen. Welche Lernfelder der Rahmenlehrplan vorgibt, steht im Lehrplan Ihrer Schule.

Formulierungen für das Berichtsheft in der Fleischerei

StattBesser
Fleisch zerlegtSchweinehälfte nach Anleitung zerlegt, Teilstücke pariert und sortiert
Wurst gemachtBrät nach Rezept hergestellt, Wurst abgefüllt und gebrüht
Sauber gemachtArbeitsflächen und Maschinen nach Hygieneplan gereinigt und desinfiziert
Ware kontrolliertKühltemperatur geprüft und Lieferschein mit der Ware abgeglichen
VerkaufKunden beraten, Fleischwaren portioniert, verpackt und abgerechnet

Handwerkskammer und Innung

Der Beruf ist im Handwerk und in Industrie und Handel anerkannt. Zuständige Stelle ist die Handwerkskammer, in Betrieben außerhalb des Handwerks die Industrie- und Handelskammer. Ob sie oder Ihre Innung ein eigenes Formular für den Ausbildungsnachweis vorgibt, regeln Kammer und Innung; maßgeblich ist Ihre zuständige Kammer. Die Ausbildungsverordnung verlangt ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises. Ihr Betrieb gibt Ihnen Gelegenheit, es in der Ausbildungszeit zu führen, und sieht es regelmäßig durch.

Gesellenprüfung und Berichtsheft

Die Ausbildungsverordnung sieht eine Zwischenprüfung und eine Gesellen- oder Abschlussprüfung vor. Die Gesellenprüfung hat einen praktischen Teil mit fünf Aufgaben und Fachgespräch und einen schriftlichen Teil mit den Bereichen Warenwirtschaft und Produktion, betriebswirtschaftliches Handeln sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zur Gesellenprüfung wird zugelassen, wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen und einen Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 36 Absatz 1 Nummer 2 HwO). Für die Abschlussprüfung außerhalb des Handwerks gilt dasselbe nach § 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG. Dass Sie den Nachweis führen müssen, steht in § 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG.

Häufige Fragen

Was schreibe ich als Fleischer ins Berichtsheft?

Die Arbeiten der Woche in Stichworten: Zerlegen, Wurst- und Pökelwarenherstellung, küchenfertige Erzeugnisse, Hygiene, Kontrolle, Verkauf, dazu die Themen der Berufsschule. Schreiben Sie auf, was Sie selbst getan haben.

Wie viel muss ich als Fleischer pro Woche schreiben?

Das Gesetz legt keinen Umfang fest. Die Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses nennt etwa eine DIN-A4-Seite je Woche in Stichworten. Vorgaben von Handwerkskammer oder Innung gehen vor.

Welche Wahlqualifikationen gibt es in der Fleischerausbildung?

Die Ausbildungsverordnung nennt eine Auswahlliste: Schlachten, besondere Fleisch- und Wurstwaren, Herstellung von Gerichten, Veranstaltungsservice, Kundenberatung und Verkauf sowie Verpacken von Produkten. Zwei Einheiten wählt der Betrieb aus.

Wird das Berichtsheft zur Gesellenprüfung der Fleischer gebraucht?

Ja, zur Zulassung. Nach § 36 Absatz 1 Nummer 2 HwO wird zur Gesellenprüfung zugelassen, wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen und einen Ausbildungsnachweis vorgelegt hat. Bewertet wird er nach der BIBB-Empfehlung Nr. 156 nicht.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

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