Berichtsheft als Zerspanungsmechaniker: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft eines Zerspanungsmechanikers gehören die Arbeiten der Woche an Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen, etwa Programmieren, Einrichten, Fertigen, Messen und Warten, sowie die Themen der Berufsschule und von Lehrgängen. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Zwei Beispielwochen aus dem ersten und dem dritten Ausbildungsjahr zeigen, wie solche Einträge aussehen.
Stand: 21.10.2026
Was als Zerspanungsmechaniker ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (IndMetAusbV), in der auch der Zerspanungsmechaniker und die Zerspanungsmechanikerin geregelt sind. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Wahlqualifikationen gibt es nicht. Die Qualifikationen werden aber in mindestens einem Einsatzgebiet angewendet und vertieft: Drehautomatensysteme, Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme oder Schleifmaschinensysteme. Welches das ist, legt Ihr Ausbildungsbetrieb fest.
Das Ausbildungsberufsbild nennt unter anderem diese Qualifikationen. Ihre Einträge lassen sich ihnen zuordnen:
- Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen
- Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
- Warten von Betriebsmitteln
- Steuerungstechnik
- Anschlagen, Sichern und Transportieren
- Planen des Fertigungsprozesses
- Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen
- Einrichten von Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen
- Herstellen von Werkstücken
- Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen
- Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme im Einsatzgebiet
- Dazu Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau des Betriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Digitalisierung der Arbeit und Datenschutz, betriebliche und technische Kommunikation, Planen und Organisieren der Arbeit, Kundenorientierung
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Unterweisung zu Arbeitssicherheit und Maschinenschutz, Werkstattrundgang, Rohteil aus Stahl nach Zeichnung anreißen, Maße mit Messschieber prüfen | 8 |
| Dienstag | Werkstück feilen, sägen und entgraten, Bohrungen anreißen und bohren, Gewinde schneiden, Maßprüfung mit Messschieber und Bügelmessschraube | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Technisches Zeichnen, Werkstoffkunde, Fachrechnen | 8 |
| Donnerstag | Konventionelle Drehmaschine: Werkstück spannen, Plandrehen und Längsdrehen nach Arbeitsplan, Schnittwerte aus der Tabelle gewählt, Kühlschmierstoff kontrolliert | 8 |
| Freitag | Fräsen einer Nut an der Universalfräsmaschine unter Aufsicht, Werkstück vermessen und Messwerte protokolliert, Maschine und Arbeitsplatz gereinigt | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Fertigungsauftrag gelesen, Zeichnung und Arbeitsplan geprüft, Spannmittel und Werkzeuge ausgewählt, Bearbeitungsfolge für ein Frästeil festgelegt | 8 |
| Dienstag | CNC-Programm für das Frästeil erstellt, in der Simulation getestet und optimiert, Werkzeugdaten eingegeben, Nullpunkt an der Maschine festgelegt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: CNC-Technik, Fertigungsplanung, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Erstteil gefertigt, Maße mit Messmitteln geprüft, Werkzeugkorrektur eingegeben, Serie angefahren, Verschleiß der Schneidplatten kontrolliert und Platten gewechselt | 8 |
| Freitag | Prüfprotokoll für die Serie geführt, Stichproben gemessen, Schmier- und Kühlmittelstand geprüft, Späneförderer gereinigt, Wartungsplan der Maschine abgehakt | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Zerspanungsmechanikers
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Schnittgeschwindigkeit und Vorschub berechnen“ oder „Toleranzen und Passungen“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon in welchem Jahr dran sind, legt Ihre Berufsschule fest. Bei Blockunterricht notieren Sie für die Schulwochen die Unterrichtsthemen statt der Arbeit im Betrieb.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Zerspanungsmechaniker
| Statt | Besser |
|---|---|
| An der Maschine gearbeitet | Frästeil nach Zeichnung gefertigt, Werkzeugkorrektur eingegeben, Maße mit Messschraube geprüft |
| Programmiert | CNC-Programm erstellt, in der Simulation getestet und Bearbeitungsfolge optimiert |
| Maschine eingerichtet | Werkstück gespannt, Werkzeuge vermessen und eingegeben, Nullpunkt festgelegt |
| Teile gemessen | Stichproben der Serie mit Messschieber und Grenzlehrdorn geprüft, Messwerte im Prüfprotokoll eingetragen |
| Maschine gewartet | Kühlschmierstoff kontrolliert, Späneförderer gereinigt, Schmierstellen nach Wartungsplan abgeschmiert |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Zerspanungsmechaniker werden überwiegend in Industriebetrieben ausgebildet. Zuständige Stelle ist die IHK. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte, etwa in einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum, tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen, Auftragsnummern und Zeichnungsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht. Konstruktionsdaten von Kunden können Betriebsgeheimnisse sein, über die Sie Stillschweigen wahren müssen (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung besteht aus zwei zeitlich getrennten Teilen. Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden; geprüft wird ein kombinierter Fertigungsauftrag, etwa aus Dreh- und Frästechnik, mit praktischer Aufgabe, Gesprächsphasen und schriftlichen Aufgaben. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und hat die Prüfungsbereiche Arbeitsauftrag, Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (IndMetAusbV 2007), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Gemeinsame Kernqualifikationen13 Positionen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Bestimmungen und Sicherheitsregeln beim Arbeiten an elektrischen Anlagen, Geräten und Betriebsmitteln beachten
- e)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit
- a)auftragsbezogene und technische Unterlagen unter Zuhilfenahme von Standardsoftware erstellen
- b)Daten und Dokumente pflegen, austauschen, sichern und archivieren
- c)Daten eingeben, verarbeiten, übermitteln, empfangen und analysieren
- d)Vorschriften zum Datenschutz anwenden
- e)informationstechnische Systeme (IT-Systeme) zur Auftragsplanung, Auftragsabwicklung und Terminverfolgung anwenden
- f)Informationsquellen und Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen bewerten
- g)digitale Lernmedien nutzen
- h)die informationstechnischen Schutzziele Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität berücksichtigen
- i)betriebliche Richtlinien zur Nutzung von Datenträgern, elektronischer Post, IT-Systemen und Internetseiten einhalten
- j)Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten in IT-Systemen erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
- k)Assistenz-, Simulations-, Diagnose- oder Visualisierungssysteme nutzen
- l)in interdisziplinären Teams kommunizieren, planen und zusammenarbeiten
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Stücklisten auswerten und anwenden sowie Skizzen anfertigen
- b)Dokumente sowie technische Unterlagen und berufsbezogene Vorschriften zusammenstellen, ergänzen, auswerten und anwenden
- c)Gespräche mit Kunden, Vorgesetzten und im Team situationsgerecht und zielorientiert auch mit digitalen Kommunikationsmitteln führen und dabei kulturelle Identitäten berücksichtigen
- d)Sachverhalte darstellen, Protokolle anfertigen; englische Fachbegriffe in der Kommunikation anwenden
- e)Informationen auch aus englischsprachigen technischen Unterlagen oder Dateien entnehmen und verwenden
- f)Besprechungen organisieren und moderieren, Ergebnisse dokumentieren und präsentieren
- g)Konflikte im Team lösen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- a)Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben einrichten
- b)Werkzeuge und Materialien auswählen, termingerecht anfordern, prüfen, transportieren und bereitstellen
- c)Arbeitsabläufe und Teilaufgaben unter Beachtung wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben planen und durchführen
- d)Instrumente zur Auftragsabwicklung sowie der Terminverfolgung anwenden
- e)betriebswirtschaftlich relevante Daten erfassen und bewerten
- f)Lösungsvarianten prüfen, darstellen und deren Wirtschaftlichkeit vergleichen
- g)im eigenen Arbeitsbereich zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beitragen
- h)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen
- i)unterschiedliche Lerntechniken anwenden
- j)Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen
- k)Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und dokumentieren
- l)Aufgaben im Team planen und durchführen
8 Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen
- a)Werkstoffeigenschaften und deren Veränderungen beurteilen und Werkstoffe nach ihrer Verwendung auswählen und handhaben
- b)Hilfsstoffe ihrer Verwendung nach zuordnen, einsetzen und entsorgen
9 Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
- a)Betriebsbereitschaft von Werkzeugmaschinen einschließlich der Werkzeuge sicherstellen
- b)Werkzeuge und Spannzeuge auswählen, Werkstücke ausrichten und spannen
- c)Werkstücke durch manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren herstellen
- d)Bauteile durch Trennen und Umformen herstellen
- e)Bauteile, auch aus unterschiedlichen Werkstoffen, zu Baugruppen fügen
10 Warten von Betriebsmitteln
- a)Betriebsmittel inspizieren, pflegen, warten und die Durchführung dokumentieren
- b)mechanische und elektrische Bauteile und Verbindungen auf mechanische Beschädigungen sichtprüfen, instand setzen oder die Instandsetzung veranlassen
- c)Betriebsstoffe auswählen, anwenden und entsorgen
11 Steuerungstechnik
- a)steuerungstechnische Unterlagen auswerten
- b)Steuerungstechnik anwenden
12 Anschlagen, Sichern und Transportieren
- a)Transport-, Anschlagmittel und Hebezeuge auswählen, deren Betriebssicherheit beurteilen, unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften anwenden oder deren Einsatz veranlassen
- b)Transportgut absetzen, lagern und sichern
13 Kundenorientierung
- a)auftragsspezifische Anforderungen und Informationen beschaffen, prüfen, umsetzen oder an die Beteiligten weiterleiten
- b)Kunden auf auftragsspezifische Besonderheiten und Sicherheitsvorschriften hinweisen
Teil A: Sachliche Gliederung der berufsspezifischen Fachqualifikationen6 Positionen
14 Planen des Fertigungsprozesses
- a)auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen
- b)Fertigungsauftrag analysieren und die technische Umsetzbarkeit beurteilen
- c)Fertigungsverfahren und Prozessschritte festlegen
- d)Werkzeugmaschine nach Werkstückanforderung auswählen
- e)Werkzeuge und Schneidstoffe unter Beachtung der Fertigungsverfahren, des zu bearbeitenden Werkstoffes, der Bearbeitungsstabilität und der Werkstückgeometrie festlegen
- f)Fertigungsparameter in Abhängigkeit von Werkstück, Werkstoff, Werkzeug und Schneidstoff festlegen
15 Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen
- a)Dateneingabegeräte und Datenausgabegeräte sowie Datenträger handhaben
- b)Programme erstellen
- c)Programme eingeben, testen, ändern und optimieren
- d)Datensicherung unter Berücksichtigung betrieblicher Bestimmungen durchführen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungssystemen
- a)Werkstückspannmittel vorbereiten, montieren und ausrichten
- b)Werkzeugspannmittel vorbereiten und Werkzeuge spannen
- c)Werkzeugkorrekturdaten ermitteln und abspeichern
- d)Fertigungsparameter einstellen und eingeben
- e)Einrichtungen für Hilfs- und Betriebsstoffe vorbereiten
- f)Schutzeinrichtungen montieren und Funktionsfähigkeit überprüfen
- g)Testlauf durchführen
17 Herstellen von Werkstücken
- a)Werkstücke unter Berücksichtigung der Form und der Werkstoffeigenschaften ausrichten und spannen
- b)Werkstücke aus verschiedenen Werkstoffen mit spanabhebenden Fertigungsverfahren nach technischen Unterlagen fertigen
- c)Zerspanbarkeit von Werkstücken unter Berücksichtigung der stofflichen Zusammensetzung, des Anlieferungszustandes und des Wärmebehandlungszustandes beurteilen
- d)Zerspanungsprozess unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften durchführen
- e)Werkstücke unter Beachtung wirtschaftlicher Faktoren fertigen
18 Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen
- a)Fertigungsprozess überwachen und optimieren
- b)Fehler im Fertigungsablauf erkennen und analysieren, Ursachen ermitteln und beheben
- c)maschinenbedingte Störungen beheben oder Beseitigung veranlassen
- d)Sicherheitseinrichtungen kontrollieren und deren Funktion sicherstellen
- e)Qualität und Quantität durch Optimieren der Prozessparameter lenken
19 Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme im Einsatzgebiet
- a)Art und Umfang von Aufträgen klären, spezifische Leistungen feststellen, Besonderheiten und Termine mit Kunden absprechen
- b)Informationen für die Auftragsabwicklung beschaffen, auswerten und nutzen, technische Entwicklungen berücksichtigen, sicherheitsrelevante Vorgaben beachten
- c)Auftragsabwicklungen unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer, betriebswirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte planen sowie mit vor- und nachgelagerten Bereichen abstimmen, Planungsunterlagen erstellen
- d)Teilaufträge veranlassen, Ergebnisse prüfen
- e)Aufträge, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Terminvorgaben, durchführen
- f)betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwenden; Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch suchen, beseitigen und dokumentieren
- g)Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen, Prüfpläne und betriebliche Prüfvorschriften anwenden, Ergebnisse dokumentieren
- h)Auftragsabwicklung, Leistungen und Verbrauch dokumentieren
- i)technische Systeme oder Produkte an Kunden übergeben und erläutern, Abnahmeprotokolle erstellen
- j)Arbeitsergebnisse und -durchführung bewerten sowie zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im Betriebsablauf beitragen
- k)Optimierung von Vorgaben, insbesondere von Dokumentationen, veranlassen
- l)Lebenszyklusdaten von Aufträgen, Dienstleistungen, Produkten und Betriebsmitteln auswerten und Vorschläge zur Optimierung von Abläufen und Prozessen erarbeiten
Teil B: Zeitliche Gliederung
Abschnitt I:5 Positionen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesund- heitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Bestimmungen und Sicherheitsregeln beim Arbeiten an elektrischen Anlagen, Geräten und Betriebsmitteln beachten
- e)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit
- a)auftragsbezogene und technische Unterlagen unter Zuhilfenahme von Standardsoftware erstellen
- b)Daten und Dokumente pflegen, austauschen, sichern und archivieren
- c)Daten eingeben, verarbeiten, übermitteln, empfangen und analysieren
- d)Vorschriften zum Datenschutz anwenden
- e)informationstechnische Systeme (IT-Systeme) zur Auftragsplanung, Auftragsabwicklung und Terminverfolgung anwenden
- f)Informationsquellen und Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen bewerten
- g)digitale Lernmedien nutzen
- h)die informationstechnischen Schutzziele Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität berücksichtigen
- i)betriebliche Richtlinien zur Nutzung von Datenträgern, elektronischer Post, IT-Systemen und Internetseiten einhalten
- j)Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten in IT-Systemen erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
- k)Assistenz-, Simulations-, Diagnose- oder Visualisierungssysteme nutzen
- l)in interdisziplinären Teams kommunizieren, planen und zusammenarbeiten
Abschnitt II:
Zeitrahmen 1 (1. Ausbildungsjahr, 4 bis 6 Monate)5 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Stücklisten auswerten und anwenden sowie Skizzen anfertigen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- a)Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben einrichten
- b)Werkzeuge und Materialien auswählen, termingerecht anfordern, prüfen, transportieren und bereitstellen
- f)Lösungsvarianten prüfen, darstellen und deren Wirtschaftlichkeit vergleichen
- h)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen
- i)unterschiedliche Lerntechniken anwenden
- j)Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen
8 Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen
- b)Hilfsstoffe ihrer Verwendung nach zuordnen, einsetzen und entsorgen
9 Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
- a)Betriebsbereitschaft von Werkzeugmaschinen einschließlich der Werkzeuge sicherstellen
- b)Werkzeuge und Spannzeuge auswählen, Werkstücke ausrichten und spannen
- c)Werkstücke durch manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren herstellen
- d)Bauteile durch Trennen und Umformen herstellen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungs- systemen
- f)Schutzeinrichtungen montieren und Funktionsfähigkeit überprüfen
Zeitrahmen 2 (3 bis 5 Monate)7 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Stücklisten auswerten und anwenden, sowie Skizzen anfertigen
- b)Dokumente sowie technische Unterlagen und berufsbezogene Vorschriften zusammenstellen, ergänzen, auswerten und anwenden
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- e)betriebswirtschaftlich relevante Daten erfassen und bewerten
- j)Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen
8 Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen
- a)Werkstoffeigenschaften und deren Veränderungen beurteilen und Werkstoffe nach ihrer Verwendung auswählen und handhaben
9 Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
- b)Werkzeuge und Spannzeuge auswählen, Werkstücke ausrichten und spannen
- c)Werkstücke durch manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren herstellen
- e)Bauteile, auch aus unterschiedlichen Werkstoffen, zu Baugruppen fügen
10 Warten von Betriebsmitteln
- a)Betriebsmittel inspizieren, pflegen, warten und die Durchführung dokumentieren
14 Planen des Fertigungs- prozesses
- b)Fertigungsauftrag analysieren und die technische Umsetzbarkeit beurteilen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungs- systemen
- f)Schutzeinrichtungen montieren und Funktionsfähigkeit überprüfen
Zeitrahmen 3 (1 bis 2 Monate)4 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- d)Sachverhalte darstellen, Protokolle anfertigen; englische Fachbegriffe in der Kommunikation anwenden
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- a)Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben einrichten
- b)Werkzeuge und Materialien auswählen, termingerecht anfordern, prüfen, transportieren und bereitstellen
- f)Lösungsvarianten prüfen, darstellen und deren Wirtschaftlichkeit vergleichen
9 Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
- e)Bauteile, auch aus unterschiedlichen Werkstoffen, zu Baugruppen fügen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungs- systemen
- a)Werkstückspannmittel vorbereiten, montieren und ausrichten
- b)Werkzeugspannmittel vorbereiten und Werkzeuge spannen
Zeitrahmen 43 Positionen
8 Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen
- b)Hilfsstoffe ihrer Verwendung nach zuordnen, einsetzen und entsorgen
10 Warten von Betriebsmitteln
- a)Betriebsmittel inspizieren, pflegen, warten und die Durchführung dokumentieren
- b)mechanische und elektrische Bauteile und Verbindungen auf mechanische Beschädigungen sichtprüfen, instand setzen oder die Instandsetzung veranlassen
- c)Betriebsstoffe auswählen, anwenden und entsorgen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungs- systemen
- e)Einrichtungen für Hilfs- und Betriebsstoffe vorbereiten
Zeitrahmen 5 (2. Ausbildungsjahr, 1. Halbjahr, 4 bis 5 Monate)5 Positionen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- g)im eigenen Arbeitsbereich zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beitragen
- h)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen
- i)unterschiedliche Lerntechniken anwenden
- j)Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen
12 Anschlagen, Sichern und Transportieren
- a)Transport-, Anschlagmittel und Hebezeuge auswählen, deren Betriebssicherheit beurteilen, unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften anwenden oder deren Einsatz veranlassen
- b)Transportgut absetzen, lagern und sichern
13 Kundenorientierung
- a)auftragsspezifische Anforderungen und Informationen beschaffen, prüfen, umsetzen oder an die Beteiligten weiterleiten
14 Planen des Fertigungs- prozesses
- a)auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen
- b)Fertigungsauftrag analysieren und die technische Umsetzbarkeit beurteilen
- c)Fertigungsverfahren und Prozessschritte festlegen
- d)Werkzeugmaschine nach Werkstückanforderung auswählen
- e)Werkzeuge und Schneidstoffe unter Beachtung der Fertigungsverfahren, des zu bearbeitenden Werkstoffes, der Bearbeitungsstabilität und der Werkstückgeometrie festlegen
- f)Fertigungsparameter in Abhängigkeit von Werkstück, Werkstoff, Werkzeug und Schneidstoff festlegen
17 Herstellen von Werkstücken
- a)Werkstücke unter Berücksichtigung der Form und der Werkstoffeigenschaften ausrichten und spannen
- b)Werkstücke aus verschiedenen Werkstoffen mit spanabhebenden Fertigungsverfahren nach technischen Unterlagen fertigen
- c)Zerspanbarkeit von Werkstücken unter Berücksichtigung der stofflichen Zusammensetzung, des Anlieferungszustandes und des Wärmebehandlungszustandes beurteilen
Zeitrahmen 64 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- b)Dokumente sowie technische Unterlagen und berufsbezogene Vorschriften zusammenstellen, ergänzen, auswerten und anwenden
- d)Sachverhalte darstellen, Protokolle anfertigen; englische Fachbegriffe in der Kommunikation anwenden
- e)Informationen auch aus englischsprachigen technischen Unterlagen oder Dateien entnehmen und verwenden
10 Warten von Betriebsmitteln
- a)Betriebsmittel inspizieren, pflegen, warten und die Durchführung dokumentieren
- b)mechanische und elektrische Bauteile und Verbindungen auf mechanische Beschädigungen sichtprüfen, instand setzen oder die Instandsetzung veranlassen
- c)Betriebsstoffe auswählen, anwenden und entsorgen
12 Anschlagen, Sichern und Transportieren
- a)Transport-, Anschlagmittel und Hebezeuge auswählen, deren Betriebssicherheit beurteilen, unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften anwenden oder deren Einsatz veranlassen
18 Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen
- c)maschinenbedingte Störungen beheben oder Beseitigung veranlassen
- d)Sicherheitseinrichtungen kontrollieren und deren Funktion sicherstellen
Zeitrahmen 7 (2. Ausbildungsjahr, 2. Halbjahr, 3. und 4. Ausbildungsjahr)3 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- e)Informationen auch aus englischsprachigen technischen Unterlagen oder Dateien entnehmen und verwenden
11 Steuerungstechnik
- a)steuerungstechnische Unterlagen auswerten
- b)Steuerungstechnik anwenden
18 Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen
- a)Fertigungsprozess überwachen und optimieren
- b)Fehler im Fertigungsablauf erkennen und analysieren, Ursache ermitteln und beheben
- c)maschinenbedingte Störungen beheben oder Beseitigung veranlassen
Zeitrahmen 8 (3 bis 4 Monate)5 Positionen
9 Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
- a)Betriebsbereitschaft von Werkzeugmaschinen einschließlich der Werkzeuge sicherstellen
14 Planen des Fertigungs- prozesses
- a)auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen
- b)Fertigungsauftrag analysieren und die technische Umsetzbarkeit beurteilen
- d)Werkzeugmaschine nach Werkstückanforderung auswählen
- e)Werkzeuge und Schneidstoffe unter Beachtung der Fertigungsverfahren, des zu bearbeitenden Werkstoffes, der Bearbeitungsstabilität und der Werkstückgeometrie festlegen
- f)Fertigungsparameter in Abhängigkeit von Werkstück, Werkstoff, Werkzeug und Schneidstoff festlegen
15 Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen
- a)Dateneingabegeräte und Datenausgabegeräte sowie Datenträger handhaben
- b)Programme erstellen
- c)Programme eingeben, testen, ändern und optimieren
- d)Datensicherung unter Berücksichtigung betrieblicher Bestimmungen durchführen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungs- systemen
- a)Werkstückspannmittel vorbereiten, montieren und ausrichten
- b)Werkzeugspannmittel vorbereiten und Werkzeuge spannen
- c)Werkzeugkorrekturdaten ermitteln und abspeichern
- d)Fertigungsparameter einstellen und eingeben
- e)Einrichtungen für Hilfs- und Betriebsstoffe vorbereiten
- g)Testlauf durchführen
17 Herstellen von Werkstücken
- c)Zerspanbarkeit von Werkstücken unter Berücksichtigung der stofflichen Zusammensetzung, des Anlieferungszustandes und des Wärmebehandlungszustandes beurteilen
Zeitrahmen 9 (1 bis 3 Monate)7 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- c)Gespräche mit Kunden, Vorgesetzten und im Team situationsgerecht und zielorientiert auch mit digitalen Kommunikationsmitteln führen und dabei kulturelle Identitäten berücksichtigen
- f)Besprechungen organisieren und moderieren, Ergebnisse dokumentieren und präsentieren
- g)Konflikte im Team lösen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- c)Arbeitsabläufe und Teilaufgaben unter Beachtung wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben planen und durchführen
- d)Instrumente zur Auftragsabwicklung sowie der Terminverfolgung anwenden
- g)im eigenen Arbeitsbereich zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beitragen
- l)Aufgaben im Team planen und durchführen
13 Kundenorientierung
- a)auftragsspezifische Anforderungen und Informationen beschaffen, prüfen, umsetzen oder an die Beteiligten weiterleiten
- b)Kunden auf auftragsspezifische Besonderheiten und Sicherheitsvorschriften hinweisen
14 Planen des Fertigungs- prozesses
- a)auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen
- b)Fertigungsauftrag analysieren und die technische Umsetzbarkeit beurteilen
- c)Fertigungsverfahren und Prozessschritte festlegen
- d)Werkzeugmaschine nach Werkstückanforderung auswählen
- e)Werkzeuge und Schneidstoffe unter Beachtung der Fertigungsverfahren, des zu bearbeitenden Werkstoffes, der Bearbeitungsstabilität und der Werkstückgeometrie festlegen
- f)Fertigungsparameter in Abhängigkeit von Werkstück, Werkstoff, Werkzeug und Schneidstoff festlegen
15 Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungs- systemen
- a)Dateneingabegeräte und Datenausgabegeräte sowie Datenträger handhaben
- b)Programme erstellen
- c)Programme eingeben, testen, ändern und optimieren
- d)Datensicherung unter Berücksichtigung betrieblicher Bestimmungen durchführen
16 Einrichten von Werkzeug- maschinen oder Fertigungs- systemen
- a)Werkstückspannmittel vorbereiten, montieren und ausrichten
- b)Werkzeugspannmittel vorbereiten und Werkzeuge spannen
- c)Werkzeugkorrekturdaten ermitteln und abspeichern
- d)Fertigungsparameter einstellen und eingeben
- e)Einrichtungen für Hilfs- und Betriebsstoffe vorbereiten
- g)Testlauf durchführen
17 Herstellen von Werkstücken
- a)Werkstücke unter Berücksichtigung der Form und der Werkstoffeigenschaften ausrichten und spannen
- c)Zerspanbarkeit von Werkstücken unter Berücksichtigung der stofflichen Zusammensetzung, des Anlieferungszustandes und des Wärmebehandlungszustandes beurteilen
Zeitrahmen 10 (4 bis 6 Monate)4 Positionen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- k)Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und dokumentieren
12 Anschlagen, Sichern und Transportieren
- a)Transport-, Anschlagmittel und Hebezeuge auswählen, deren Betriebssicherheit beurteilen, unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften anwenden oder deren Einsatz veranlassen
- b)Transportgut absetzen, lagern und sichern
17 Herstellen von Werkstücken
- b)Werkstücke aus verschiedenen Werkstoffen mit spanabhebenden Fertigungsverfahren nach technischen Unterlagen fertigen
- d)Zerspanungsprozess unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften durchführen
- e)Werkstücke unter Beachtung wirtschaftlicher Faktoren fertigen
18 Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen
- a)Fertigungsprozess überwachen und optimieren
- b)Fehler im Fertigungsablauf erkennen und analysieren, Ursachen ermitteln und beheben
- c)maschinenbedingte Störungen beheben oder Beseitigung veranlassen
- d)Sicherheitseinrichtungen kontrollieren und deren Funktion sicherstellen
- e)Qualität und Quantität durch Optimieren der Prozessparameter lenken
Zeitrahmen 11 (10 bis 12 Monate)1 Position
19 Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme im Einsatzgebiet
- a)Art und Umfang von Aufträgen klären, spezifische Leistungen feststellen, Besonderheiten und Termine mit Kunden absprechen
- b)Informationen für die Auftragsabwicklung beschaffen, auswerten und nutzen, technische Entwicklungen berücksichtigen, sicherheitsrelevante Vorgaben beachten
- c)Auftragsabwicklungen unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer, betriebswirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte planen sowie mit vor- und nachgelagerten Bereichen abstimmen, Planungsunterlagen erstellen
- d)Teilaufträge veranlassen, Ergebnisse prüfen
- e)Aufträge, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Terminvorgaben, durchführen
- f)betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwenden; Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch suchen, beseitigen und dokumentieren
- g)Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen, Prüfpläne und betriebliche Prüfvorschriften anwenden, Ergebnisse dokumentieren
- h)Auftragsabwicklung, Leistungen und Verbrauch dokumentieren
- i)technische Systeme oder Produkte an Kunden übergeben und erläutern, Abnahmeprotokolle erstellen
- j)Arbeitsergebnisse und -durchführung bewerten sowie zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im Betriebsablauf beitragen
- k)Optimierung von Vorgaben, insbesondere von Dokumentationen, veranlassen
- l)Lebenszyklusdaten von Aufträgen, Dienstleistungen, Produkten und Betriebsmitteln auswerten und Vorschläge zur Optimierung von Abläufen und Prozessen erarbeiten
Häufige Fragen
Was schreibe ich als Zerspanungsmechaniker ins Berichtsheft?
Die Arbeiten der Woche an Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen, etwa Programmieren, Einrichten, Fertigen, Messen und Warten, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte genügen, zum Beispiel „Nullpunkt festgelegt, Erstteil gefertigt und geprüft“.
Gibt es beim Zerspanungsmechaniker Schwerpunkte?
Nicht als Fachrichtung mit eigener Prüfung. Die Verordnung nennt aber vier Einsatzgebiete: Drehautomatensysteme, Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme und Schleifmaschinensysteme. Mindestens in einem davon werden die Qualifikationen angewendet und vertieft. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
Darf ich Zeichnungen und Kundenaufträge ins Berichtsheft schreiben?
Das ist nicht nötig. Beschreiben Sie die Tätigkeit ohne Kundennamen, Auftrags- und Zeichnungsnummern. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung gebraucht?
Ja, als Voraussetzung für die Zulassung. Zugelassen wird, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird er in der Prüfung nicht bewertet.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (IndMetAusbV), Teil 6 Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin, abgerufen am 21.10.2026
- BIBB-Berufesuche: Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin (Ausbildung), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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