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Berichtsheft als Naturwerksteinmechaniker: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft gehören als Naturwerksteinmechaniker die Arbeiten, die Sie in Werkstatt, Steinbruch oder auf der Baustelle ausführen: Zuschnitt von Rohblöcken und Platten, Bearbeitung von Oberflächen, Schleifen und Polieren, Fräsen und Bohren an der CNC-Maschine, Herstellen von Treppen, Fensterbänken und Arbeitsplatten sowie Verlegen und Montieren von Naturstein. Dazu kommen Themen aus der Berufsschule und Lehrgänge. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie diese Inhalte Woche für Woche knapp und nachvollziehbar festhalten.

Stand: 21.10.2026

Was als Naturwerksteinmechaniker ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Naturwerksteinmechaniker und zur Naturwerksteinmechanikerin (NaturwMechAusbV 2003). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie wählen eine von drei Fachrichtungen: Maschinenbearbeitungstechnik, Schleiftechnik oder Steinmetztechnik.

Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagArbeitsplatz an der Brückensäge eingerichtet, Granitplatten nach Zeichnung angerissen und auf Maß gesägt, Schnittkanten mit Messschieber kontrolliert8
DienstagKanten an Muschelkalkplatten mit der Handschleifmaschine gebrochen, Wasserzufuhr und Absaugung geprüft, Arbeitsschutzausrüstung angelegt8
MittwochBerufsschule: Werkstoffkunde Naturstein, technische Zeichnung, Arbeitsschutz im Betrieb8
DonnerstagWerkzeuge für die Steinbearbeitung gepflegt, Meißel und Spitzeisen nachgeschliffen, Rohblöcke im Lager nach Gesteinsart sortiert8
FreitagFensterbank aus Sandstein mit dem Gehilfen bearbeitet, Oberfläche gestockt, Maße geprüft, Arbeitsplatz gereinigt8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagArbeitsablauf für eine Treppenanlage aus Granit geplant, Stückliste erstellt, Zuschnitt und Fräsprogramm an der CNC-Maschine vorbereitet8
DienstagTrittstufen gefräst, Kanten profiliert, Oberflächen geflammt und anschließend auf Maßhaltigkeit und Ebenheit kontrolliert8
MittwochBerufsschule: Arbeitsplanung, Fertigungstechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde, Prüfungsaufgaben besprochen8
DonnerstagAuf der Baustelle hinterlüftete Fassadenplatten mit Ankern montiert, Fugenbild eingemessen, Plattenlage mit Wasserwaage und Laser ausgerichtet8
FreitagSchadhafte Marmorplatte aufgenommen, Aufmaß für Ersatz genommen, Fertigungsunterlagen ergänzt, Wochenabschluss mit dem Ausbilder besprochen8

Berufsschule im Berichtsheft des Naturwerksteinmechanikers

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Gesteinskunde, Oberflächenbearbeitung, Zeichnungslesen oder Berechnungen von Flächen und Massen. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.

Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.

Formulierungen für den Beruf Naturwerksteinmechaniker

StattBesser
Stein bearbeitetGranitplatte 600 x 400 mm an der Brückensäge zugeschnitten und Kanten geschliffen
In der Werkstatt geholfenTreppenstufe nach Zeichnung angerissen und mit dem Fräskopf profiliert
Maschine benutztCNC-Fräse mit Programm für Fensterbankprofil eingerichtet und Probestück geprüft
Auf der Baustelle gewesenFassadenplatten aus Sandstein mit Ankern befestigt und Fugenbreite von 5 mm eingehalten
Qualität geprüftEbenheit und Maßhaltigkeit mit Richtscheit und Messschieber kontrolliert, Abweichung notiert

Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle

Naturwerksteinmechaniker werden in Steinmetz- und Natursteinbetrieben, in der Natursteinindustrie und im Fassadenbau ausgebildet. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.

Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.

Abschlussprüfung und Zulassung

Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Im praktischen Teil führen Sie je nach Fachrichtung eine Arbeitsaufgabe aus und dokumentieren sie, dafür stehen bis zu 7 Stunden zur Verfügung. Schriftlich werden die Bereiche Arbeitsplanung, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Ergänzend kann eine mündliche Prüfung hinzukommen.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Naturwerksteinmechaniker/zur Naturwerksteinmechanikerin (NaturwMechAusbV 2003), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

I. Gemeinsame Fertigkeiten und Kenntnisse12 Positionen

1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrechtwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
  • a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
  • b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
  • c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
  • d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
  • e)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
  • a)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
  • b)Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Angebot, Beschaffung, Fertigung und Verwaltung erklären
  • c)Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
  • d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
  • a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken3 Wochen* im 1. bis 18. Monat
  • a)Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationssystemen unter Einschluss des Internets für den Ausbildungsbetrieb erläutern
  • b)Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen lösen
  • c)Vorschriften zum Datenschutz beachten
  • d)Daten pflegen und sichern
6 Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Auswerten von Informationen, Arbeiten im Team4 Wochen* im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen* im 19. bis 24. Monat
  • a)Arbeitsauftrag erfassen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen
  • b)Informationen beschaffen und nutzen, insbesondere technische Merkblätter und Gebrauchsanleitungen
  • c)Arbeitsschritte unter Berücksichtigung ergonomischer, konstruktiver, fertigungstechnischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte festlegen und vorbereiten
  • d)Materialien und Hilfsstoffe ermitteln und zusammenstellen
  • e)Einsatz von Arbeitsmitteln unter Beachtung der Vorschriften planen und Sicherungsmaßnahmen anwenden
  • f)Zeitaufwand und personelle Unterstützung abschätzen, Zeitaufwand dokumentieren
  • g)Aufgaben im Team planen und umsetzen, Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
  • h)Abstimmungen mit anderen Gewerken und weiteren Beteiligten treffen
  • i)Gespräche situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen
7 Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen, Durchführen von Messungen3 Wochen* im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen* im 19. bis 24. Monat
  • a)Skizzen anfertigen und anwenden
  • b)Bau- und Werkzeichnungen unter Beachtung von branchentypische Zeichen lesen und anwenden
  • c)technische Unterlagen anwenden, insbesondere Steinlisten, Materiallisten, Betriebsanleitungen, Herstellerangaben, Normen, Sicherheitsregeln und Arbeitsanweisungen
  • d)Messverfahren auswählen, Messgeräte auf Funktion prüfen sowie lagern, Messungen durchführen, Ergebnisse protokollieren
  • e)Leistungsverzeichnisse anwenden
  • f)Aufmaße anfertigen, Leistungen abrechnen
8 Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen6 Wochen* im 1. bis 18. Monat
  • a)Arbeitsplatz einrichten, sichern, unterhalten und auflösen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
  • b)Verkehrs- und Transportwege auf ihre Eignung beurteilen, Maßnahmen zur Nutzung veranlassen
  • c)Leitern und Gerüste auswählen, auf Verwendbarkeit prüfen sowie auf- und abbauen
  • d)Bereitstellung der Energieversorgung veranlassen, Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit elektrischem Strom ergreifen
  • e)Materialien, Geräte und Maschinen am Arbeitsplatz vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen schützen sowie vor Diebstahl sichern und für den Abtransport vorbereiten
  • f)persönliche Schutzausrüstung verwenden
9 Vorbereiten von Naturwerksteinarbeiten22 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)Natursteine nach Arten und Eigenschaften unterscheiden und dem Arbeitsauftrag zuordnen
  • b)Rohblöcke, Tranchen und Rohplatten für die Bearbeitung auswählen und auf Fehler prüfen
  • c)Naturwerksteine material- und maschinengerecht auf- und abbänken
  • d)Maße übertragen, Schablonen handhaben
  • e)Naturwerksteine transportieren und lagern
  • f)Werkzeuge, Mess- und Prüfgeräte auswählen und bereitstellen
  • g)Rohblöcke, Tranchen, Rohplatten und Werkstücke für die Bearbeitung am Arbeitsplatz bereitstellen und zwischenlagern
  • h)Hilfsstoffe, insbesondere Spachtelmassen, Poliermittel, Klebstoffe sowie Reinigungs- und Imprägniermittel auswählen, umweltgerecht lagern, bereitstellen und Entsorgung veranlassen
10 Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen14 Wochen im 1. bis 18. Monat, 17 Wochen im 19. bis 24. Monat
  • a)Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technischen Einrichtungen auswählen
  • b)Handwerkzeuge handhaben und in Stand halten
  • c)Hebe- und Transportgeräte auswählen und bedienen
  • d)Geräte und Maschinen einrichten und unter Verwendung der Schutzeinrichtungen bedienen, technische Einrichtungen anwenden
  • e)Störungen an Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen erkennen, Störungsbeseitigung veranlassen
  • f)Maschinensteuerungen und Regelungsanlagen einstellen und bedienen
  • g)Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen warten
11 Bearbeiten von Naturwerksteinen24 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)Naturwerksteine manuell bearbeiten, insbesondere Flächen strukturieren
  • b)Naturwerksteine mit handgeführten Maschinen bearbeiten, insbesondere durch Schleifen, Polieren, Trennen und Bohren
  • c)Naturwerksteine mit automatischen Maschinen bearbeiten
  • d)Klebstoffe, Spachtelmassen und Oberflächenschutzmittel verarbeiten, Naturwerksteine reinigen
  • e)Natursteinabfälle und andere Stoffe lagern, wiederverwerten und entsorgen
  • f)Gehrungs- und Schrägschnitte mit Maschinen herstellen
  • g)Werkstücke kennzeichnen und zwischenlagern
12 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen, Kundenorientierung2 Wochen* im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen* im 19. bis 24. Monat
  • a)Aufgaben und Ziele von qualitätssichernden Maßnahmen anhand betrieblicher Beispiele erläutern
  • b)qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich anwenden, dabei zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beitragen
  • c)Arbeiten kundenorientiert durchführen
  • d)Endkontrolle anhand des Arbeitsauftrages durchführen und Arbeitsergebnisse dokumentieren
  • e)Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen und Fehlerbeseitigung veranlassen
  • f)Produkte für den Versand vorbereiten, insbesondere kennzeichnen, verpacken und lagern
  • g)Kunden beraten, insbesondere Gebrauchs- und Pflegeanleitungen erläutern
  • *)Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Ausbildungsinhalten zu vermitteln.

II. Fertigkeiten und Kenntnisse in den Fachrichtungen

A. Fachrichtung Maschinenbearbeitungstechnik2 Positionen

1 maschinentechnische Bearbeitung von Naturwerksteinen28 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
  • a)programmierbare Säge- und Fräsmaschinen bedienen, insbesondere zur Flächen-, Kanten- und Konturenbearbeitung
  • b)Flächen durch maschinelle Bearbeitung gestalten
  • c)Sonderbearbeitungstechniken durchführen, insbesondere Ausklinkungen, Aussparungen und Bohrungen herstellen
  • d)Produktionsdaten erfassen und auswerten
  • e)Fehleranalyse an Maschinenbauteilen und Baugruppen sowie Steuerungssystemen durchführen und Fehlerbeseitigung veranlassen
  • f)Ursachen von Produktionsfehlern feststellen und beheben
  • g)Maßtoleranzen prüfen
2 Bearbeitung von Naturwerksteinen mit handgeführten Maschinen6 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
  • a)Werkstücke endbearbeiten, insbesondere durch Kalibrieren, Fasen und Anarbeiten von Rundungen
  • b)Bauteile montieren sowie verschiedene Verbindungen herstellen, insbesondere durch Kleben, Klammern, Schienen, Dübeln

B. Fachrichtung Schleiftechnik2 Positionen

1 manuelle Schleif- und Bearbeitungstechniken28 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
  • a)Handschleif- und Poliertechniken bei unterschiedlichen Gesteinsarten anwenden
  • b)profilierte Werkstücke herstellen
  • c)Schriften, Symbole, Zeichen, Ornamente und figürlichen Schmuck schleifen
  • d)Einlegearbeiten ausführen
  • e)eingesetzte Flächen herstellen
  • f)Ausbesserungen an Werkstücken und Platten durchführen, insbesondere durch Kitten, Vierungen einsetzen und Oberflächenanpassung
  • g)mehrteilige Werkstücke und Platten zusammensetzen, anpassen, nachschleifen und polieren
2 maschinelle Schleiftechniken5 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
  • a)Sonderprofile schleifen und polieren
  • b)programmierbare Maschinen bedienen, insbesondere zum Schleifen von Flächen, Kanten und Konturen sowie Schriften, Symbolen, Zeichen, Ornamenten und figürlichem Schmuck
  • c)Schleifmittel auswählen und anwenden

C. Fachrichtung Steinmetztechnik2 Positionen

1 Herstellen und Bearbeiten von Naturwerksteinobjekten38 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
  • a)Naturwerksteinplatten und Naturwerksteinfliesen bearbeiten, insbesondere für Beläge und Bekleidungen
  • b)Werkstücke maschinell herstellen und bearbeiten, insbesondere massive Stufen, Bekleidungen, Abdeckungen, Arbeitsplatten und Naturwerksteinfassadenplatten
  • c)Werkstücke zur Werterhaltung von Naturwerksteinobjekten herstellen und bearbeiten
  • d)Grabmale, Grabmalanlagen und Denkmale nach Vorgaben und gestalterischen Merkmalen maschinell herstellen und bearbeiten
  • e)Säulen herstellen
  • f)gebogene Flächen maschinell herstellen und bearbeiten
  • g)Profile maschinell herstellen und bearbeiten
  • h)ein- und mehrhäuptige Steine maschinell herstellen und bearbeiten
  • i)Einlegearbeiten, ein- und zurückgesetzte Flächen nach Zeichnungsangaben herstellen
  • k)Arbeiten zur Behebung von Beschädigungen an Naturwerksteinfliesen, -platten und -werkstücken ausführen
  • l)Reinigungs- und Oberflächenschutzsysteme für Naturwerksteinobjekte auswählen und Arbeiten durchführen
2 Montage von Naturwerksteinfassaden, Naturwerksteinbelägen und massiven Bauelementen14 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
  • a)Montagesituation, Bauteile und Befestigungsmittel prüfen
  • b)Montagepläne prüfen und umsetzen
  • c)Untergründe beurteilen und vorbereiten, insbesondere Ausgleichsschichten herstellen
  • d)Messpunkte anlegen, übertragen und Kontrollmessungen durchführen
  • e)Unterkonstruktionen, Verankerungs-, Verbindungs- und Befestigungsmittel auswählen und montieren
  • f)Dämmstoffe vorbereiten und anbringen
  • g)Montage- und Demontagearbeiten durchführen, insbesondere nach technischen Vorschriften und Richtlinien
  • h)Fugen anlegen und schließen
  • i)Fassadenplatten austauschen
  • k)angrenzende Bauteile und ausgeführte Arbeiten vor Beschädigungen schützen
  • l)bei Arbeitsunfällen Sofortmaßnahmen zur Versorgung von verletzten Personen ergreifen, Unfallstelle sichern

Häufige Fragen

Muss ich als Naturwerksteinmechaniker ein Berichtsheft führen?

Ja. Auszubildende führen den Ausbildungsnachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG), die Ausbildenden sehen ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Ob Sie ihn schriftlich oder elektronisch führen, legt Ihr Betrieb fest.

Welche Fachrichtung steht im Berichtsheft?

Tragen Sie die Arbeiten ein, die zu Ihrer gewählten Fachrichtung gehören: Maschinenbearbeitungstechnik, Schleiftechnik oder Steinmetztechnik. Das Grundlagenwissen aller Fachrichtungen, etwa Arbeitsschutz oder Gesteinskunde, gehört ebenfalls hinein.

Wie ausführlich müssen die Einträge sein?

Ein bis drei knappe Sätze pro Tag mit Tätigkeit, Material und Maschine genügen meist. Nennen Sie Gesteinsart, Werkzeug und Arbeitsschritt, damit Ihr Ausbilder die Inhalte der Berufsbildpositionen zuordnen kann.

Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung bewertet?

Nein. Der Nachweis ist Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG), wird aber nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses in der Prüfung nicht bewertet. Führen Sie es trotzdem regelmäßig, es hilft bei der Vorbereitung auf die Arbeitsaufgabe.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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