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Berichtsheft als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft gehören die Tätigkeiten, die Sie im Betrieb, in der Berufsschule und in Lehrgängen ausgeführt haben: etwa das Zuschneiden und Montieren von Rollladenpanzern, das Anbringen von Raffstores, Markisen und Jalousien, das Einbauen und Programmieren von Antrieben und Steuerungen sowie Wartung und Reparatur beim Kunden. Pro Woche genügen kurze, konkrete Einträge mit Ihrem Anteil an der Arbeit.

Stand: 21.10.2026

Was als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerausbildungsverordnung (RSMAusbV) vom 3. Mai 2016. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Fachrichtungen oder Schwerpunkte gibt es nicht, alle Auszubildenden durchlaufen dieselben Inhalte.

Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagWerkstatt eingerichtet, Rollladenstäbe aus Aluminiumprofil auf Maß abgelängt und entgratet, Endstäbe und Gleitstücke aufgesteckt8
DienstagRollladenpanzer für ein Wohnzimmerfenster zusammengesetzt, Kastenmaße geprüft und Welle samt Wellenlager vorbereitet8
MittwochBerufsschule: Fachrechnen, Werkstoffkunde Aluminium und Kunststoff, Arbeitssicherheit in der Werkstatt8
DonnerstagMit dem Monteur zum Kunden gefahren, alten Rollladen demontiert, Führungsschienen ausgerichtet und gedübelt8
FreitagWerkzeug und Fahrzeug aufgeräumt, Reststücke sortiert, Gurtwickler getauscht und Gängigkeit geprüft8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagAufmaß für 4 Raffstores an einer Fassade genommen, Montageart festgelegt und Materialliste erstellt8
DienstagRaffstores samt Elektroantrieben montiert, Anschlüsse nach Schaltplan verdrahtet, Endlagen eingestellt8
MittwochBerufsschule: Steuerungstechnik, Funk- und Bussysteme, Kalkulation eines Kundenauftrags8
DonnerstagZentrale Steuerung mit Wind- und Sonnensensor programmiert, Szenen angelegt, Funktion mit dem Kunden durchgesprochen8
FreitagStörung an einem Rollladenantrieb eingegrenzt, Motor getauscht, Arbeit dokumentiert und Anlage übergeben8

Berufsschule im Berichtsheft des Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikers

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, Funktionsweise von Rohrmotoren oder Berechnung von Materialbedarf. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.

Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.

Formulierungen für den Beruf Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker

StattBesser
Rollladen gemachtRollladenpanzer aus 40 Stäben zusammengesetzt und in den Kasten eingezogen
Bei der Montage geholfenFührungsschienen ausgerichtet, gebohrt und verschraubt, Lot und Abstand kontrolliert
Motor angeschlossenRohrmotor nach Schaltplan verdrahtet und Endlagen eingestellt
KundengesprächFunktion der Markise erklärt, Bedienung gezeigt und Übergabe protokolliert
ReparaturGurt gerissen: Gurtwickler getauscht, Gurt eingezogen, Leichtgängigkeit geprüft

Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle

Ausgebildet wird in Handwerksbetrieben des Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerks; zuständige Stelle ist die Handwerkskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.

Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.

Gesellenprüfung und Zulassung

Die Gesellenprüfung besteht aus zwei Teilen. Teil 1 findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt: Sie stellen ein Werkstück her und beantworten schriftliche Aufgaben. Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung mit dem Kundenauftrag samt situativem Fachgespräch von höchstens 20 Minuten sowie schriftlichen Prüfungen zu Antriebs- und Steuerungstechnik, zu Fertigungs-, Montage- und Servicetechnik und zu Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zur Gesellenprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 36 Absatz 1 Nummer 2 HwO). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker und zur Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerin (RSMAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten13 Positionen

1 Arbeitsschritte vorbereiten4 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)Arbeitsaufträge und Kundenanforderungen erfassen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen
  • b)Arbeitsschritte festlegen sowie Arbeitsmittel auswählen und bereitstellen
  • c)Skizzen, Pläne und Zeichnungen anfertigen, lesen und anwenden
  • d)Materialbedarfe ermitteln
  • e)Messungen durchführen
  • f)Informationen und technische Unterlagen, insbesondere Merkblätter, Materiallisten, Betriebsanleitungen, Herstellerangaben, Normen, Sicherheitsregeln und Arbeitsanweisungen, beschaffen und auswerten sowie Dokumentationen erstellen
2 Arbeitsabläufe kundenorientiert gestalten4 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen lösen, dabei branchenspezifische Software anwenden, Vorschriften des Datenschutzes beachten und Daten pflegen und sichern
  • b)berufsspezifische Richtlinien und gesetzliche Regelungen, insbesondere zur Energieeinsparung, Schalldämmung sowie zur Befestigungs-, Automatisierungs-, Steuerungs- und Sicherheitstechnik, anwenden
  • c)Liefertermine und -bedingungen beachten
  • d)Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer, ökologischer, wirtschaftlicher und arbeitssicherheitstechnischer Gesichtspunkte gestalten
  • e)Zeitaufwand und personelle Unterstützung abschätzen
  • f)Aufgaben im Team planen, abstimmen und umsetzen sowie Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
  • g)Abstimmungen mit anderen Gewerken und weiteren Beteiligten treffen
  • h)technische Entwicklungen feststellen und berücksichtigen
  • i)Gespräche situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen, fremdsprachige Fachbegriffe anwenden und kulturelle Identitäten beachten
  • j)Termine mit Kunden abstimmen und anpassen
3 Qualitätssichernde Maßnahmen durchführen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Ziele und Aufgaben von qualitätssichernden Maßnahmen unterscheiden
  • b)Wareneingänge auf Vollständigkeit und Unversehrtheit kontrollieren und Waren lagern sowie Lagerkriterien beachten
  • c)Zwischenkontrollen durchführen
  • d)Zusammenhänge zwischen Qualität, Kundenzufriedenheit und Betriebserfolg berücksichtigen
  • e)Endkontrollen durchführen
  • f)durchgeführte Arbeiten bewerten und dokumentieren
  • g)Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
  • h)zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit im eigenen Arbeitsbereich beitragen
4 Arbeitsplätze einrichten, sichern und räumen10 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)persönliche Schutzausrüstungen auswählen und verwenden
  • b)Verkehrs- und Transportwege auf ihre Eignung beurteilen und Maßnahmen zur Nutzung veranlassen
  • c)Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Be- und Entladung veranlassen
  • d)örtliche Gegebenheiten für den Arbeitsbeginn prüfen, insbesondere Maße und Leitungswege
  • e)Transportmittel und Transporthilfsmittel nutzen und warten sowie Maßnahmen zur Behebung von Mängeln und Störungen ergreifen
  • f)Fahrzeuge nach Anfahrfolgen und Transportgut unter Berücksichtigung der Gewichtsverteilung und Höchstladung beladen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen und Ladungen sichern
  • g)Leitern, Gerüste und Hubarbeitsbühnen auswählen, auf Verwendbarkeit und Betriebssicherheit prüfen sowie Arbeitsgerüste auf- und abbauen
  • h)Energiebereitstellung veranlassen und Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit elektrischem Strom ergreifen
  • i)Materialien, Geräte und Maschinen vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen schützen sowie gegen Diebstahl sichern und für den Abtransport vorbereiten
  • j)Abfall- und Reststoffe trennen und lagern und deren Entsorgung veranlassen
  • k)Sofortmaßnahmen zur Versorgung von verletzten Personen bei Arbeitsunfällen ergreifen und Unfallstellen sichern
5 Bauteile und Baugruppen herstellen26 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)Werkstoffe, insbesondere Hölzer, Kunststoffe, Metalle, Glas und Textilien, nach Verwendungszweck auswählen
  • b)Werk- und Hilfsstoffe sowie Halbzeuge auf Fehler prüfen und für die Be- und Verarbeitung vorbereiten
  • c)Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Anlagen auswählen
  • d)Werkzeuge und Geräte handhaben und instand halten
  • e)Geräte, Maschinen und technische Anlagen einrichten und unter Verwendung von Schutzeinrichtungen bedienen sowie Werk- und Hilfsstoffe sowie Halbzeuge manuell und maschinell be- und verarbeiten
  • f)Bauteile herstellen und zu Baugruppen fügen
  • g)Transportgeräte auswählen und bedienen
  • h)Störungen erkennen und Maßnahmen zur Störungsbeseitigung veranlassen
  • i)Geräte, Maschinen und technische Anlagen nach Wartungsvorschriften instand halten
6 Rollpanzer und Behänge aus Halbzeugen herstellen14 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)Rollpanzer und Behänge, insbesondere für Rollläden, Markisen sowie Jalousien, nach Bauarten und Konstruktionen unterscheiden und auswählen
  • b)Profile und Stäbe nach Arbeitsauftrag auswählen und ablängen
  • c)Behänge aus unterschiedlichen Materialien unter Berücksichtigung unterschiedlicher Verfahren herstellen
  • d)Schlussstäbe, Schlussprofile und Fallstangen auswählen, bearbeiten und fügen
  • e)Aufhängungen auswählen und herstellen
  • f)Beschläge auswählen und anbringen
  • g)Maßnahmen zur Oberflächenbehandlung durchführen
  • h)Rollpanzer zusammenbauen und gegen seitliches Verschieben sichern
7 Rollabschlüsse aus Halbzeugen, Bauteilen und Baugruppen herstellen und montieren14 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Rollabschlüsse, insbesondere Rollläden und Markisen, nach Bauarten und Konstruktionen unterscheiden und auswählen
  • b)Untergründe prüfen sowie Befestigungsmittel auswählen und einsetzen
  • c)Wellenteile herstellen, zusammenbauen und auf Rundlauf prüfen
  • d)Tragkonstruktionen herstellen und montieren
  • e)Antriebe nach Bauart und Verwendungszweck auswählen und einbauen
  • f)Wellen montieren
  • g)Führungsschienen anpassen und montieren
  • h)Rollabschlüsse und Behänge montieren
  • i)Dämmmaßnahmen durchführen
  • j)Verkleidungen herstellen und montieren
  • k)Bauwerksanschlüsse herstellen
  • l)Maßnahmen zur Sicherheit, insbesondere zur Einbruchhemmung, durchführen
  • m)Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen
  • n)Art der Funktionsprüfungen von Rollabschlüssen festlegen, Funktionsprüfungen vorbereiten sowie mechanische, elektronische und elektrotechnische Funktionsprüfungen durchführen
  • o)Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
  • p)Sicherheitsprüfungen durchführen
  • q)Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
8 Zusätzliche, nicht rollbare Abschlüsse montieren10 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)zusätzliche, nicht rollbare Abschlüsse, insbesondere Jalousien, nach Bauarten und Konstruktionen unterscheiden und auswählen
  • b)Untergründe prüfen sowie Befestigungsmittel auswählen und einsetzen
  • c)nicht rollbare Abschlüsse für den Einbau vorbereiten
  • d)Antriebe nach Bauarten und Verwendungszweck auswählen und einbauen
  • e)nicht rollbare Abschlüsse montieren und Bauwerksanschlüsse herstellen
  • f)Sicherheitseinrichtungen nach Herstellervorgaben montieren und Maßnahmen zur Einbruchhemmung durchführen
  • g)Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen
  • h)Art der Funktionsprüfungen von nicht rollbaren Abschlüssen festlegen, Funktionsprüfungen vorbereiten sowie mechanische, elektronische und elektrotechnische Funktionsprüfungen durchführen
  • i)Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
  • j)Sicherheitsprüfungen durchführen
  • k)Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
9 Alleinige Abschlüsse montieren14 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)alleinige Abschlüsse einer begeh- oder befahrbaren Bauwerksöffnung, insbesondere von Toren, nach Bauarten, Konstruktionen und Antrieben unterscheiden und auswählen
  • b)Untergründe prüfen und Befestigungsmittel auswählen und einsetzen
  • c)alleinige Abschlüsse für den Einbau vorbereiten
  • d)alleinige Abschlüsse nach Montageanleitung montieren, Herstellervorgaben umsetzen und Bauwerksanschlüsse herstellen
  • e)Sicherheitseinrichtungen nach Herstellervorgaben montieren und Maßnahmen zur Einbruchhemmung durchführen
  • f)Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen
  • g)Art der Funktionsprüfungen von alleinigen Abschlüssen festlegen, Funktionsprüfungen vorbereiten sowie mechanische, elektronische und elektrotechnische Funktionsprüfungen durchführen
  • h)Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
  • i)Sicherheitsprüfungen nach gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien durchführen
  • j)Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
10 Rollladen- und Fenster- kombinationen herstellen und montieren10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 8 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Rollladen- und Fensterkombinationen nach Bauarten und Konstruktionen unterscheiden und auswählen
  • b)Teile für Rollladen- und Fensterkombinationen herstellen und zusammenbauen
  • c)Untergründe prüfen sowie Befestigungsmittel auswählen und einsetzen
  • d)Fertigelemente und Bauteilkombinationen für die Montage vorbereiten und systembezogen einbauen
  • e)Beschläge und Funktionsteile montieren
  • f)Bauwerksanschlüsse herstellen
  • g)Maßnahmen zur Sicherheit, insbesondere zur Einbruchhemmung, durchführen
  • h)Art der Funktionsprüfungen von Rollladen- und Fensterkombinationen festlegen, Funktionsprüfungen vorbereiten sowie mechanische, elektronische und elektrotechnische Funktionsprüfungen durchführen
  • i)Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
  • j)Sicherheitsprüfungen durchführen
  • k)Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
11 Automatisierungs- und Steuerungskomponenten montieren und programmieren16 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Komponenten und Systeme zur Ansteuerung von Antrieben und zur Steuerung von automatischen Abläufen nach Bauarten und Funktionen unterscheiden, auswählen und prüfen
  • b)Regeln für Arbeiten an elektrischen Anlagen für Antriebe und Steuerungen von Rollladen- und Sonnenschutzsystemen anwenden und Unfallverhütungsvorschriften beachten
  • c)elektrische Anschlüsse auf mechanische Beschädigungen sichtprüfen
  • d)Steuerungskomponenten, insbesondere elektrische Antriebe, und Systeme für die Montage vorbereiten und nach Herstellerangaben einbauen
  • e)elektrische Anschlüsse an vorhandene, sicherheitsgeprüfte und freigegebene Einspeisepunkte herstellen sowie Sicherheitsregeln zur Vermeidung von Gefahren durch elektrischen Strom beachten und anwenden
  • f)Steuerungskomponenten und Systeme einstellen und in Betrieb nehmen
  • g)Steuerungskomponenten und Systeme nach Anforderungen zur Automatisierung programmieren und Programmierungen dokumentieren
  • h)Programmierungen mit dem Kunden abstimmen sowie Programmierungen durchführen, dem Kunden erläutern und ihn in die Steuerungen einweisen
  • i)System- und Funktionsprüfungen durchführen sowie Ergebnisse dokumentieren und bewerten
  • j)Sicherheitsprüfungen bei alleinigen Abschlüssen durchführen sowie Ergebnisse dokumentieren und bewerten
  • k)Ursachen von Funktionsstörungen ermitteln und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
12 Wartungs- und Instand- setzungsarbeiten durchführen8 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Wartungsarbeiten entsprechend den Wartungsintervallen vorbereiten, durchführen und protokollieren
  • b)Schäden und deren Ursachen ermitteln und dokumentieren
  • c)Instandsetzungsarbeiten vorbereiten, durchführen und dokumentieren
  • d)Sicherungsmaßnahmen durchführen
  • e)regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchführen, gesetzliche Bestimmungen und Richtlinien beachten sowie Ergebnisse dokumentieren und bewerten
13 Leistungen übergeben und Kundengespräche führen8 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Kundengespräche führen, insbesondere zur Übergabe von fertiggestellten Arbeiten, zur Erläuterung von Pflege- und Bedienungsanleitungen sowie zu Wartungsintervallen
  • b)Abnahmen durchführen und Abnahmeprotokolle erstellen
  • c)Reklamationen entgegennehmen, bearbeiten und weiterleiten
  • d)Tätigkeitsnachweise erstellen sowie Zeitaufwand und Materialverbrauch erfassen und dokumentieren
  • e)weitere Kundenbedarfe feststellen
  • f)Kunden über das betriebliche Leistungsspektrum und Dienstleistungen, insbesondere zur Energieeinsparung, informieren, Kundenanforderungen erfassen und Kundenbedarfe auf Umsetzbarkeit prüfen
  • g)durch das eigene Verhalten zur Kundenzufriedenheit beitragen
  • h)Aufmaße erstellen und weiterleiten

Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten4 Positionen

während der gesamten Ausbildung

1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung
  • b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
  • c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
  • d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
  • e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
  • c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
  • d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen

Häufige Fragen

Wie oft muss ich als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker das Berichtsheft führen?

Die Auszubildenden führen den Nachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG), die Ausbildenden sehen ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Üblich ist ein Eintrag pro Woche; wie oft Ihr Ausbilder ihn sehen will, klären Sie mit ihm.

Was schreibe ich bei Montagen auf der Baustelle ins Berichtsheft?

Nennen Sie Art der Arbeit, Produkt und Ihren eigenen Anteil, etwa Führungsschienen ausgerichtet oder Raffstore eingehängt. Kundennamen und Adresse lassen Sie weg.

Gibt es Fachrichtungen im Beruf?

Nein. Die Ausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker dauert 3 Jahre und kennt keine Fachrichtungen. Alle Berufsbildpositionen gelten für jeden Auszubildenden.

Wird das Berichtsheft in der Gesellenprüfung bewertet?

Nein, nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis nicht bewertet. Er ist aber Voraussetzung für die Zulassung (§ 36 Absatz 1 Nummer 2 HwO), deshalb sollten die Einträge vollständig und gegengezeichnet sein.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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