Berichtsheft als Elektroniker für Geräte und Systeme: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft eines Elektronikers für Geräte und Systeme gehören die Arbeiten der Woche an Baugruppen, Geräten und Prüfeinrichtungen, etwa Bestücken, Löten, Messen, Inbetriebnehmen, Fehlersuche und Service, sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Zwei Beispielwochen aus dem ersten und dem dritten Ausbildungsjahr zeigen, wie solche Einträge aussehen.
Stand: 21.10.2026
Was als Elektroniker für Geräte und Systeme ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen (IndElAusbV 2007). Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Statt Schwerpunkten gibt es Einsatzgebiete, die der Ausbildungsbetrieb festlegt, zum Beispiel informations- und kommunikationstechnische Geräte, medizinische Geräte, Automotive-Systeme, Systemkomponenten, Sensoren, Aktoren und Mikrosysteme, Electronic Manufacturing Services (EMS) oder Mess- und Prüftechnik. Auf Wunsch lassen sich Zusatzqualifikationen wie Digitale Vernetzung, Programmierung oder IT-Sicherheit ergänzen.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Neben den gemeinsamen Inhalten der industriellen Elektroberufe, etwa Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel, Messen und Analysieren elektrischer Funktionen oder Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen, gelten für diesen Beruf folgende Positionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung
- Fertigen von Komponenten und Geräten
- Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen
- Einrichten, Überwachen und Instandhalten von Fertigungs- und Prüfeinrichtungen
- Technischer Service und Produktsupport
- Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement im Einsatzgebiet
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Unterweisung zu Arbeitssicherheit und Schutz vor elektrostatischer Entladung, Rundgang durch die Fertigung, Bauteile nach Stückliste sortieren und Widerstandswerte ablesen | 8 |
| Dienstag | Bedrahtete Bauteile auf einer Lernplatine löten, Lötstellen mit der Lupe prüfen, Fehlstellen nacharbeiten | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Elektrotechnische Grundgrößen, Ohmsches Gesetz, Fachrechnen | 8 |
| Donnerstag | Reihen- und Parallelschaltung auf dem Steckbrett aufbauen, Spannung und Strom mit dem Multimeter messen, Messwerte protokollieren | 8 |
| Freitag | Kabel ablängen, abisolieren und konfektionieren, Steckverbinder crimpen, Sichtprüfung, Arbeitsplatz aufräumen | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Fehlersuche an einer Baugruppe aus der Rücklaufprüfung: Spannungsversorgung messen, defekten Spannungsregler ersetzen, Funktionstest | 8 |
| Dienstag | Prüfadapter für eine Baugruppe vorbereiten, Prüfprogramm laden, Testlauf mit zehn Baugruppen durchführen und Ergebnisse dokumentieren | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Digitaltechnik, Mikrocontroller, Programmierung | 8 |
| Donnerstag | Firmware auf Geräte der Kleinserie übertragen, Schnittstelle prüfen, Abweichungen im Prüfprotokoll vermerken | 8 |
| Freitag | Gerät aus dem Service analysieren, Fehlerursache eingrenzen, Reparatur durchführen, Abschlusstest und Reparaturbericht ausfüllen | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Elektronikers für Geräte und Systeme
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Digitale Grundschaltungen: Gatter und Wahrheitstabellen“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon in welchem Jahr dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Elektroniker für Geräte und Systeme
| Statt | Besser |
|---|---|
| An Platinen gearbeitet | Bedrahtete Bauteile auf einer Lernplatine gelötet, Lötstellen unter der Lupe geprüft |
| Fehler gesucht | Spannungsversorgung der Baugruppe gemessen, defekten Spannungsregler ersetzt, Funktionstest durchgeführt |
| Geräte getestet | Prüfprogramm geladen, zehn Baugruppen am Prüfadapter getestet, Ergebnisse protokolliert |
| Kabel gemacht | Kabel abgelängt und abisoliert, Steckverbinder gecrimpt, Sichtprüfung durchgeführt |
| Programmiert | Firmware auf Geräte der Kleinserie übertragen, Schnittstelle getestet |
Fachberichte, Einsatzgebiet und zuständige Stelle
Elektroniker für Geräte und Systeme werden überwiegend in Industriebetrieben ausgebildet. Zuständige Stelle ist die IHK. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Was Sie eintragen, hängt auch vom Einsatzgebiet Ihres Betriebs ab: In der Mess- und Prüftechnik stehen andere Arbeiten im Heft als in der Medizintechnik oder bei einem Fertigungsdienstleister. Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen, Auftragsnummern und Seriennummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Ausbildungsordnung sieht eine Abschlussprüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen vor. Teil 1 findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und zählt 40 Prozent des Gesamtergebnisses. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und zählt 60 Prozent. Er umfasst die Prüfungsbereiche Arbeitsauftrag, Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen (IndElAusbV 2007), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Gemeinsame Kernqualifikationen12 Positionen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Bestimmungen und Sicherheitsregeln beim Arbeiten an elektrischen Anlagen, Geräten und Betriebsmitteln beachten
- e)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit
- a)auftragsbezogene und technische Unterlagen unter Zuhilfenahme von Standardsoftware erstellen
- b)Daten und Dokumente pflegen, austauschen, sichern und archivieren
- c)Daten eingeben, verarbeiten, übermitteln, empfangen und analysieren
- d)Vorschriften zum Datenschutz anwenden
- e)informationstechnische Systeme (IT-Systeme) zur Auftragsplanung, Auftragsabwicklung und Terminverfolgung anwenden
- f)Informationsquellen und Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen bewerten
- g)digitale Lernmedien nutzen
- h)die informationstechnischen Schutzziele Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität berücksichtigen
- i)betriebliche Richtlinien zur Nutzung von Datenträgern, elektronischer Post, IT-Systemen und Internetseiten einhalten
- j)Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten in IT-Systemen erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
- k)Assistenz-, Simulations-, Diagnose- oder Visualisierungssysteme nutzen
- l)in interdisziplinären Teams kommunizieren, planen und zusammenarbeiten
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten, anwenden und erstellen sowie Skizzen anfertigen
- b)Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch in Englisch, recherchieren, auswerten und anwenden
- c)im virtuellen Raum zusammenarbeiten, Produkt- und Prozessdaten sowie Handlungsanweisungen und Funktionsbeschreibungen austauschen
- d)Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht und zielorientiert führen
- e)Sachverhalte darstellen, Protokolle anfertigen, deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
- f)Dokumentationen in deutscher und englischer Sprache zusammenstellen und ergänzen
- g)Arbeitssitzungen organisieren und moderieren, Entscheidungen im Team erarbeiten, Gesprächsergebnisse schriftlich fixieren
- h)Daten und Sachverhalte sowie Lösungsvarianten präsentieren
- i)Konflikte im Team lösen
- j)schriftliche Kommunikation in Deutsch und Englisch durchführen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- a)Arbeitsplatz oder Montagestelle unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben einrichten
- b)erforderliche Werkzeuge, Geräte, Diagnosesysteme und sonstige Materialien für den Arbeitsablauf feststellen und auswählen, termingerecht anfordern, prüfen, transportieren, lagern und bereitstellen
- c)Arbeitsabläufe und Teilaufgaben planen und dabei sowohl rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben und betriebliche Prozesse beachten als auch vor- und nachgelagerte Bereiche berücksichtigen sowie bei Abweichungen von der Planung Prioritäten setzen
- d)Aufgaben im Team planen und abstimmen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
- e)Kalkulationen nach betrieblichen Vorgaben durchführen, Lösungsvarianten aufzeigen, Kosten vergleichen
- f)Rechnerarbeitsplatz unter ergonomischen Gesichtspunkten einrichten, grafische Benutzeroberflächen einrichten
- g)Auftragsunterlagen sowie technische Durchführbarkeit des Auftrags prüfen und mit den betrieblichen Möglichkeiten abstimmen
- h)betriebswirtschaftlich relevante Daten erfassen und bewerten
- i)qualitätssteigernde Einflüsse von Arbeitssituationen, Arbeitsumgebung und Arbeitsverhalten im Team auf die Arbeitsergebnisse erkennen und anwenden
- j)interne und externe Leistungserbringung vergleichen
- k)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen sowie unterschiedliche Lerntechniken anwenden
- l)Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und dokumentieren
8 Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel
- a)Baugruppen demontieren und montieren sowie Teile durch mechanische Bearbeitung anpassen
- b)Leitungen auswählen und zurichten sowie Baugruppen und Geräte mit unterschiedlichen Anschlusstechniken verbinden
- c)Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung der elektromagnetischen Verträglichkeit festlegen
- d)elektrische Betriebsmittel und Leitungsverlegesysteme auswählen und montieren
- e)Leitungen installieren
- f)elektrische Geräte herstellen oder elektrische Anlagen errichten, Geräte oder Anlagen in Betrieb nehmen
- g)beim Errichten, Ändern, Instandhalten und Betreiben elektrischer Anlagen und Betriebsmittel die elektrotechnischen Regeln beachten
- h)Abfälle vermeiden sowie Abfallstoffe, nicht verbrauchte Betriebsstoffe und Bauteile hinsichtlich der Entsorgung bewerten, umweltgerecht lagern und für die Entsorgung bereitstellen
9 Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen
- a)Messverfahren und Messgeräte auswählen
- b)elektrische Größen messen, bewerten und berechnen
- c)Kenndaten und Funktion von Baugruppen prüfen
- d)Steuerschaltungen analysieren
- e)Signale verfolgen und an Schnittstellen prüfen
- f)systematische Fehlersuche durchführen
- g)Sensoren und Aktoren prüfen und einstellen
- h)Steuerungen und Regelungen hinsichtlich ihrer Funktion prüfen und bewerten
- i)Funktionsfähigkeit von Systemen und Komponenten prüfen, Datenprotokolle interpretieren
10 Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
- a)Funktion von Schutz- und Potentialausgleichsleitern prüfen und beurteilen
- b)Isolationswiderstände messen und beurteilen
- c)Basisschutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag beurteilen
- d)Leitungen und deren Schutzeinrichtungen sowie sonstige Betriebsmittel, insbesondere hinsichtlich Strombelastbarkeit, beurteilen
- e)Schutzarten von elektrischen Geräten oder Anlagen hinsichtlich der Umgebungsbedingungen und der Zusatzfestlegungen für Räume besonderer Art beurteilen
- f)Gefahren, die sich aus dem Betreiben elektrischer Geräte, Betriebsmittel und Anlagen ergeben, beurteilen und durch Schutzmaßnahmen die sichere Nutzung gewährleisten
- g)Wirksamkeit von Maßnahmen gegen elektrischen Schlag unter Fehlerbedingungen, insbesondere durch Abschaltung mit Überstromschutzorganen und Fehlerstromschutzeinrichtungen, beurteilen
- h)elektrische Sicherheit ortsveränderlicher Betriebsmittel beurteilen
- i)Brandschutzbestimmungen beim Errichten und Betreiben elektrischer Geräte und Anlagen beurteilen
11 Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen
- a)Hard- und Softwarekomponenten auswählen
- b)Betriebssysteme und Anwendungsprogramme installieren und konfigurieren
- c)IT-Systeme in Netzwerke einbinden
- d)Tools und Testprogramme einsetzen
12 Beraten und Betreuen von Kunden, Erbringen von Serviceleistungen
- a)Vorstellungen und Bedarf von Kunden ermitteln, Lösungsansätze entwickeln und Realisierungsvarianten anbieten
- b)auf Wartungsarbeiten und -intervalle hinweisen
- c)Störungsmeldungen aufnehmen
- d)Einzelheiten der Auftragsabwicklung vereinbaren, bei Störungen der Auftragsabwicklung Lösungsvarianten aufzeigen
- e)Leistungsmerkmale erläutern, in die Bedienung einweisen, auf Gefahren sowie auf Sicherheitsregeln und Vorschriften hinweisen
- f)technische Unterstützung leisten
- g)Informationsaustausch zu den Kunden organisieren
Teil A: Sachliche Gliederung der berufsspezifischen Fachqualifikationen6 Positionen
13 Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung
- a)Auftragsanforderungen, insbesondere geforderte Funktionalitäten und technische Umgebungsbedingungen, analysieren
- b)bei der Entwicklung von Lösungskonzepten für Schaltungen und konstruktiven Aufbau mitwirken
- c)mechanische, elektrische und elektronische Komponenten auswählen
- d)die für die Fertigungs- und Prüfprozesse typischen Abläufe und Verfahren im Hinblick auf die Anforderungen der Aufgabe analysieren
- e)Prozessschritte unter Beachtung arbeitsorganisatorischer, technologischer, wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Gesichtspunkte planen
14 Fertigen von Komponenten und Geräten
- a)Entwürfe und Layouts erstellen
- b)Fertigungsunterlagen erstellen
- c)Bauteile und Baugruppen beschaffen
- d)Leiterplatten erstellen und bestücken
- e)Baugruppen anpassen und in Gehäuse einbauen
- f)komponentenspezifische Software installieren, konfigurieren und anpassen
- g)Komponenten prüfen und in Betrieb nehmen
- h)Produktdokumentationen erstellen
15 Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen
- a)konstruktiven Aufbau erstellen
- b)Hardwarekomponenten montieren und anschließen
- c)Leitungen konfektionieren sowie Komponenten verbinden
- d)Baugruppen hard- und softwareseitig einstellen, prüfen und in Betrieb nehmen
- e)Hardware- und Softwarekomponenten kundenspezifisch anpassen
- f)geräte- und systemspezifische Software installieren und konfigurieren
- g)komplexe Geräte und Systeme prüfen
- h)Leistungsumfang und Einhaltung der Spezifikationen dokumentieren, Abnahmeprotokolle erstellen
16 Einrichten, Überwachen und Instandhalten von Fertigungs- und Prüfeinrichtungen
- a)Fertigungsanlagen und Prüfsysteme einrichten, Fertigungs- und Prüfprozesse überwachen
- b)Betriebsmittel und Material unter Berücksichtigung der Termin-, Personal- und Kostenvorgaben einsteuern
- c)Leistungsmerkmale und Fertigungsprozesse auf Wirtschaftlichkeit prüfen, beurteilen und optimieren
- d)Mess- und Prüfverfahren sowie Diagnosesysteme auswählen, elektrische Größen und Signale messen, prüfen und protokollieren
- e)Prüf- und Kalibrierarbeiten sowie deren Dokumentation überwachen und durchführen
- f)Funktionsfähigkeit von technischen Übertragungssystemen unter betriebsspezifischen Rahmenbedingungen prüfen und beurteilen
- g)Störungsmeldungen entgegennehmen, Fehler beseitigen oder deren Beseitigung veranlassen, insbesondere Hardwarekomponenten austauschen und einstellen sowie Software installieren und konfigurieren
- h)Wartungsmaßnahmen planen, kalkulieren und durchführen
- i)vorbeugende Instandhaltung durchführen
17 Technischer Service und Produktsupport
- a)Reparatur- und Serviceleistung planen, kalkulieren, anbieten, durchführen und abrechnen
- b)bei der Erstellung von Angeboten und Kostenvoranschlägen unter Beachtung der betrieblichen Vorgaben mitwirken
- c)Fehlermeldungen, auch in englischer Sprache, entgegennehmen, Fehler durch Kundenbefragung eingrenzen, Vorschläge zur Störungsbeseitigung unterbreiten, Störungsbeseitigung durchführen
- d)Geräte und Systeme warten und instand setzen
- e)Produkteinweisungen planen und durchführen
- f)Kundenberatungen durchführen
- g)Störungsursachen und Kundenhinweise analysieren, Vorschläge für die Verbesserung der Produkt-, Fertigungs- und Servicequalität erarbeiten
18 Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement im Einsatzgebiet
- a)Aufträge annehmen
- b)Informationen beschaffen und bewerten, Dokumentationen, auch in englischer Sprache, nutzen und bearbeiten, technologische Entwicklungen feststellen, sicherheitsrelevante Unterlagen berücksichtigen
- c)Ausgangszustand analysieren, technische und organisatorische Schnittstellen klären, Schnittstellen dokumentieren, Auftragsziele festlegen, Teilaufgaben definieren, technische Unterlagen erstellen und an der Kostenplanung mitwirken
- d)Angebote und Kostenvoranschläge unter Beachtung der betrieblichen Vorgaben einholen, prüfen und bewerten
- e)Fremdleistungen veranlassen, prüfen und überwachen
- f)Auftragsabwicklung planen und mit vor- und nachgelagerten Bereichen abstimmen, Planungsunterlagen erstellen
- g)Aufträge, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz, durchführen, Einhaltung von Terminen verfolgen
- h)Normen und Spezifikationen zur Qualität und Sicherheit der Produkte und Prozesse beachten, Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch suchen, beseitigen und dokumentieren
- i)Auftragsablauf dokumentieren, Leistungen abrechnen, Abrechnungsdaten erstellen, Nachkalkulation durchführen
- j)technische Einrichtungen für die Benutzung frei- und übergeben, Abnahmeprotokolle anfertigen, Produkte und Dienstleistungen erläutern, Fachauskünfte, auch in englischer Sprache, erteilen
- k)Geräte- und Systemdokumentation und Bedienungsanleitungen, auch in Englisch, zusammenstellen und modifizieren
- l)Soll-Ist-Vergleich mit den Planungsdaten durchführen, Arbeitsergebnisse und -durchführung bewerten
- m)zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im Betriebsablauf und im eigenen Arbeitsbereich beitragen
- n)Lebenszyklusdaten von Aufträgen, Dienstleistungen, Produkten und Betriebsmitteln auswerten und Vorschläge zur Optimierung von Abläufen und Prozessen erarbeiten
Teil B: Zeitliche Gliederung
Abschnitt 15 Positionen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Bestimmungen und Sicherheitsregeln beim Arbeiten an elektrischen Anlagen, Geräten und Betriebsmitteln beachten
- e)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit
- a)auftragsbezogene und technische Unterlagen unter Zuhilfenahme von Standardsoftware erstellen
- b)Daten und Dokumente pflegen, austauschen, sichern und archivieren
- c)Daten eingeben, verarbeiten, übermitteln, empfangen und analysieren
- d)Vorschriften zum Datenschutz anwenden
- e)informationstechnische Systeme (IT-Systeme) zur Auftragsplanung, Auftragsabwicklung und Terminverfolgung anwenden
- f)Informationsquellen und Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen bewerten
- g)digitale Lernmedien nutzen
- h)die informationstechnischen Schutzziele Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität berücksichtigen
- i)betriebliche Richtlinien zur Nutzung von Datenträgern, elektronischer Post, IT-Systemen und Internetseiten einhalten
- j)Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten in IT-Systemen erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
- k)Assistenz-, Simulations-, Diagnose- oder Visualisierungssysteme nutzen
- l)in interdisziplinären Teams kommunizieren, planen und zusammenarbeiten
Abschnitt 2
1. Ausbildungsjahr
Zeitrahmen 15 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten, anwenden und erstellen sowie Skizzen anfertigen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse2 bis 4 Wochen
- a)Arbeitsplatz oder Montagestelle unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben einrichten
- b)erforderliche Werkzeuge, Geräte, Diagnosesysteme und sonstige Materialien für den Arbeitsablauf feststellen und auswählen, termingerecht anfordern, prüfen, transportieren, lagern und bereitstellen
- l)Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und dokumentieren
8 Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel
- a)Baugruppen demontieren und montieren sowie Teile durch mechanische Bearbeitung anpassen
9 Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen
- a)Messverfahren und Messgeräte auswählen
- b)elektrische Größen messen, bewerten und berechnen
13 Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung
- b)bei der Entwicklung von Lösungskonzepten für Schaltungen und konstruktiven Aufbau mitwirken
Zeitrahmen 26 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten, anwenden und erstellen sowie Skizzen anfertigen
- b)Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch in Englisch, auswerten und anwenden
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- a)Arbeitsplatz oder Montagestelle unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorgaben einrichten
- c)Arbeitsabläufe und Teilaufgaben planen und dabei sowohl rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben und betriebliche Prozesse beachten als auch vor- und nachgelagerte Bereiche berücksichtigen sowie bei Abweichungen von der Planung Prioritäten setzen
8 Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel1 bis 3 Wochen
- b)Leitungen auswählen und zurichten sowie Baugruppen und Geräte mit unterschiedlichen Anschlusstechniken verbinden
- c)Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung der elektromagnetischen Verträglichkeit festlegen
- d)elektrische Betriebsmittel und Leitungsverlegesysteme auswählen und montieren
- e)Leitungen installieren
10 Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
- c)Basisschutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag beurteilen
- d)Leitungen und deren Schutzeinrichtungen sowie sonstige Betriebsmittel, insbesondere hinsichtlich Strombelastbarkeit, beurteilen
13 Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung
- c)mechanische, elektrische und elektronische Komponenten auswählen
15 Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen
- c)Leitungen konfektionieren sowie Komponenten verbinden
Zeitrahmen 36 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- a)technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten, anwenden und erstellen sowie Skizzen anfertigen
8 Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel
- b)Leitungen auswählen und zurichten sowie Baugruppen und Geräte mit unterschiedlichen Anschlusstechniken verbinden
- f)elektrische Geräte herstellen oder elektrische Anlagen errichten, Geräte oder Anlagen in Betrieb nehmen
9 Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen3 bis 5 Wochen
- c)Kenndaten und Funktion von Baugruppen prüfen
- d)Steuerschaltungen analysieren
- e)Signale verfolgen und an Schnittstellen prüfen
- f)systematische Fehlersuche durchführen
13 Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung
- c)mechanische, elektrische und elektronische Komponenten auswählen
14 Fertigen von Komponenten und Geräten
- c)Bauteile und Baugruppen beschaffen
- d)Leiterplatten erstellen und bestücken
15 Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen
- c)Leitungen konfektionieren sowie Komponenten verbinden
Zeitrahmen 42 Positionen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- f)Rechnerarbeitsplatz unter ergonomischen Gesichtspunkten einrichten, grafische Benutzeroberflächen einrichten
11 Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen
- a)Hard- und Softwarekomponenten auswählen
- b)Betriebssysteme und Anwendungsprogramme installieren und konfigurieren
- c)IT-Systeme in Netzwerke einbinden
- d)Tools und Testprogramme einsetzen
Lfd. Nr. 7, 11 zusammen: 2 bis 4 Wochen
2. Ausbildungsjahr, 1. Halbjahr
Zeitrahmen 52 Positionen
8 Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel
- g)beim Errichten, Ändern, Instandhalten und Betreiben elektrischer Anlagen und Betriebsmittel die elektrotechnischen Regeln beachten
10 Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln1 bis 3 Wochen
- a)Funktion von Schutz- und Potentialausgleichsleitern prüfen und beurteilen
- b)Isolationswiderstände messen und beurteilen
- e)Schutzarten von elektrischen Geräten oder Anlagen hinsichtlich der Umgebungsbedingungen und der Zusatzfestlegungen für Räume besonderer Art beurteilen
- f)Gefahren, die sich aus dem Betreiben elektrischer Geräte, Betriebsmittel und Anlagen ergeben, beurteilen und durch Schutzmaßnahmen die sichere Nutzung gewährleisten
- g)Wirksamkeit von Maßnahmen gegen elektrischen Schlag unter Fehlerbedingungen, insbesondere durch Abschaltung mit Überstromschutzorganen und Fehlerstromschutzeinrichtungen, beurteilen
- h)elektrische Sicherheit ortsveränderlicher Betriebsmittel beurteilen
Zeitrahmen 64 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- b)Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch in Englisch, auswerten und anwenden
- e)Sachverhalte darstellen, Protokolle anfertigen, deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
- f)Dokumentationen in deutscher und englischer Sprache zusammenstellen und ergänzen
8 Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel
- h)Abfälle vermeiden sowie Abfallstoffe, nicht verbrauchte Betriebsstoffe und Bauteile hinsichtlich der Entsorgung bewerten, umweltgerecht lagern und für die Entsorgung bereitstellen
9 Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen3 bis 5 Wochen
- g)Sensoren und Aktoren prüfen und einstellen
- h)Steuerungen und Regelungen hinsichtlich ihrer Funktion prüfen und bewerten
14 Fertigen von Komponenten und Geräten
- a)Entwürfe und Layouts erstellen
- b)Fertigungsunterlagen erstellen
- c)Bauteile und Baugruppen beschaffen
- d)Leiterplatten erstellen und bestücken
- e)Baugruppen anpassen und in Gehäuse einbauen
- f)komponentenspezifische Software installieren, konfigurieren und anpassen
- g)Komponenten prüfen und in Betrieb nehmen
- h)Produktdokumentationen erstellen
2. Ausbildungsjahr, 2. Halbjahr
Zeitrahmen 73 Positionen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- g)Auftragsunterlagen sowie technische Durchführbarkeit des Auftrags prüfen und mit den betrieblichen Möglichkeiten abstimmen
12 Beraten und Betreuen von Kunden, Erbringen von Serviceleistungen
- a)Vorstellungen und Bedarf von Kunden ermitteln, Lösungsansätze entwickeln und Realisierungsvarianten anbieten
15 Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen3 bis 4 Wochen
- a)konstruktiven Aufbau erstellen
- b)Hardwarekomponenten montieren und anschließen
- d)Baugruppen hard- und softwareseitig einstellen, prüfen und in Betrieb nehmen
- f)geräte- und systemspezifische Software installieren und konfigurieren
- g)komplexe Geräte und Systeme prüfen
Zeitrahmen 85 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- h)Daten und Sachverhalte sowie Lösungsvarianten präsentieren
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- e)Kalkulationen nach betrieblichen Vorgaben durchführen, Lösungsvarianten aufzeigen, Kosten vergleichen
- h)betriebswirtschaftlich relevante Daten erfassen und bewerten
13 Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung2 bis 3 Wochen
- a)Auftragsanforderungen, insbesondere geforderte Funktionalitäten und technische Umgebungsbedingungen, analysieren
- b)bei der Entwicklung von Lösungskonzepten für Schaltungen und konstruktiven Aufbau mitwirken
- d)die für die Fertigungs- und Prüfprozesse typischen Abläufe und Verfahren im Hinblick auf die Anforderungen der Aufgabe analysieren
15 Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen
- e)Hardware- und Softwarekomponenten kundenspezifisch anpassen
- f)geräte- und systemspezifische Software installieren und konfigurieren
- h)Leistungsumfang und Einhaltung der Spezifikationen dokumentieren, Abnahmeprotokolle erstellen
17 Technischer Service und Produktsupport
- g)Störungsursachen und Kundenhinweise analysieren, Vorschläge für die Verbesserung der Produkt-, Fertigungs- und Servicequalität erarbeiten
3. und 4. Ausbildungsjahr
Zeitrahmen 96 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- b)Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch in Englisch, auswerten und anwenden
- c)im virtuellen Raum zusammenarbeiten, Produkt- und Prozessdaten sowie Handlungsanweisungen und Funktionsbeschreibungen austauschen
- d)Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht und zielorientiert führen
- g)Arbeitssitzungen organisieren und moderieren, Entscheidungen im Team erarbeiten, Gesprächsergebnisse schriftlich fixieren
- i)Konflikte im Team lösen
7 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
- d)Aufgaben im Team planen und abstimmen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
- i)qualitätssteigernde Einflüsse von Arbeitssituationen, Arbeitsumgebung und Arbeitsverhalten im Team auf die Arbeitsergebnisse erkennen und anwenden
- j)interne und externe Leistungserbringung vergleichen
- k)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen sowie unterschiedliche Lerntechniken anwenden
10 Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
- i)Brandschutzbestimmungen beim Errichten und Betreiben elektrischer Geräte und Anlagen beurteilen
12 Beraten und Betreuen von Kunden, Erbringen von Serviceleistungen
- d)Einzelheiten der Auftragsabwicklung vereinbaren, bei Störungen der Auftragsabwicklung Lösungsvarianten aufzeigen
13 Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung3 bis 4 Wochen
- d)die für die Fertigungs- und Prüfprozesse typischen Abläufe und Verfahren im Hinblick auf die Anforderungen der Aufgabe analysieren
- e)Prozessschritte unter Beachtung arbeitsorganisatorischer, technologischer, wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Gesichtspunkte planen
16 Einrichten, Überwachen und Instandhalten von Fertigungs- und Prüfeinrichtungen
- a)Fertigungsanlagen und Prüfsysteme einrichten, Fertigungs- und Prüfprozesse überwachen
- b)Betriebsmittel und Material unter Berücksichtigung der Termin-, Personal- und Kostenvorgaben einsteuern
- c)Leistungsmerkmale und Fertigungsprozesse auf Wirtschaftlichkeit prüfen, beurteilen und optimieren
- d)Mess- und Prüfverfahren sowie Diagnosesysteme auswählen, elektrische Größen und Signale messen, prüfen und protokollieren
- e)Prüf- und Kalibrierarbeiten sowie deren Dokumentation überwachen und durchführen
- f)Funktionsfähigkeit von technischen Übertragungssystemen unter betriebsspezifischen Rahmenbedingungen prüfen und beurteilen
- g)Störungsmeldungen entgegennehmen, Fehler beseitigen oder deren Beseitigung veranlassen, insbesondere Hardwarekomponenten austauschen und einstellen sowie Software installieren und konfigurieren
- h)Wartungsmaßnahmen planen, kalkulieren und durchführen
- i)vorbeugende Instandhaltung durchführen
Zeitrahmen 105 Positionen
6 Betriebliche und technische Kommunikation
- j)schriftliche Kommunikation in Deutsch und Englisch durchführen
9 Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen
- i)Funktionsfähigkeit von Systemen und Komponenten prüfen, Datenprotokolle interpretieren
12 Beraten und Betreuen von Kunden, Erbringen von Serviceleistungen
- b)auf Wartungsarbeiten und -intervalle hinweisen
- c)Störungsmeldungen aufnehmen
- e)Leistungsmerkmale erläutern, in die Bedienung einweisen, auf Gefahren sowie auf Sicherheitsregeln und Vorschriften hinweisen
- f)technische Unterstützung leisten
- g)Informationsaustausch zu den Kunden organisieren
16 Einrichten, Überwachen und Instandhalten von Fertigungs- und Prüfeinrichtungen3 bis 4 Wochen
- h)Wartungsmaßnahmen planen, kalkulieren und durchführen
- i)vorbeugende Instandhaltung durchführen
17 Technischer Service und Produktsupport
- a)Reparatur- und Serviceleistung planen, kalkulieren, anbieten, durchführen und abrechnen
- b)bei der Erstellung von Angeboten und Kostenvoranschlägen unter Beachtung der betrieblichen Vorgaben mitwirken
- c)Fehlermeldungen, auch in englischer Sprache, entgegennehmen, Fehler durch Kundenbefragung eingrenzen, Vorschläge zur Störungsbeseitigung unterbreiten, Störungsbeseitigung durchführen
- d)Geräte und Systeme warten und instand setzen
- e)Produkteinweisungen planen und durchführen
- f)Kundenberatungen durchführen
- g)Störungsursachen und Kundenhinweise analysieren, Vorschläge für die Verbesserung der Produkt-, Fertigungs- und Servicequalität erarbeiten
Zeitrahmen 111 Position
18 Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement im Einsatzgebiet10 bis 12 Wochen
- a)Aufträge annehmen
- b)Informationen beschaffen und bewerten, Dokumentationen, auch in englischer Sprache, nutzen und bearbeiten, technologische Entwicklungen feststellen, sicherheitsrelevante Unterlagen berücksichtigen
- c)Ausgangszustand analysieren, technische und organisatorische Schnittstellen klären, Schnittstellen dokumentieren, Auftragsziele festlegen, Teilaufgaben definieren, technische Unterlagen erstellen und an der Kostenplanung mitwirken
- d)Angebote und Kostenvoranschläge unter Beachtung der betrieblichen Vorgaben einholen, prüfen und bewerten
- e)Fremdleistungen veranlassen, prüfen und überwachen
- f)Auftragsabwicklung planen und mit vor- und nachgelagerten Bereichen abstimmen, Planungsunterlagen erstellen
- g)Aufträge, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz, durchführen, Einhaltung von Terminen verfolgen
- h)Normen und Spezifikationen zur Qualität und Sicherheit der Produkte und Prozesse beachten, Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch suchen, beseitigen und dokumentieren
- i)Auftragsablauf dokumentieren, Leistungen abrechnen, Abrechnungsdaten erstellen, Nachkalkulation durchführen
- j)technische Einrichtungen für die Benutzung frei- und übergeben, Abnahmeprotokolle anfertigen, Produkte und Dienstleistungen erläutern, Fachauskünfte, auch in englischer Sprache, erteilen
- k)Geräte- und Systemdokumentation und Bedienungsanleitungen, auch in Englisch, zusammenstellen und modifizieren
- l)Soll-Ist-Vergleich mit den Planungsdaten durchführen, Arbeitsergebnisse und -durchführung bewerten
- m)zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im Betriebsablauf und im eigenen Arbeitsbereich beitragen
- n)Lebenszyklusdaten von Aufträgen, Dienstleistungen, Produkten und Betriebsmitteln auswerten und Vorschläge zur Optimierung von Abläufen und Prozessen erarbeiten
Häufige Fragen
Was schreibe ich als Elektroniker für Geräte und Systeme ins Berichtsheft?
Die Arbeiten der Woche an Baugruppen, Geräten und Prüfeinrichtungen, etwa Löten, Messen, Fertigen, Inbetriebnehmen, Fehlersuche und Service, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte genügen, zum Beispiel „Spannungsregler ersetzt, Funktionstest durchgeführt“. Kundennamen und Seriennummern sind nicht nötig.
Gibt es beim Elektroniker für Geräte und Systeme Schwerpunkte?
Nein, aber Einsatzgebiete. Der Ausbildungsbetrieb legt eines fest, zum Beispiel Mess- und Prüftechnik oder medizinische Geräte. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Auf Wunsch können Zusatzqualifikationen wie Digitale Vernetzung, Programmierung oder IT-Sicherheit ergänzt werden.
Gehören Skizzen und Fotos ins Berichtsheft?
Das bestimmen Ihre Kammer und Ihr Betrieb, nicht das Gesetz. Fragen Sie Ihren Ausbilder, ob Skizzen, Fachberichte oder Fotos vorgeschrieben sind. Das Gesetz verlangt nur einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG).
Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung gebraucht?
Ja, als Voraussetzung für die Zulassung. Zugelassen wird, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird er in der Prüfung nicht bewertet.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen (IndElAusbV 2007), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
Demo ansehenDem Betrieb zeigen