Berichtsheft als Fachinformatiker: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft eines Fachinformatikers gehören die Aufgaben der Woche aus Ihrer Fachrichtung, etwa Arbeitsplätze einrichten, Netzwerke betreuen, Software entwickeln oder Daten auswerten, sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Die Beispiele zeigen eine Woche in der Systemintegration und Formulierungen für die Anwendungsentwicklung.
Stand: 15.10.2026
Was als Fachinformatiker ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin, in Kraft seit dem 1. August 2020. Die Ausbildung dauert drei Jahre und führt in vier Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung. Ihre Fachrichtung steht im Ausbildungsvertrag.
Fachrichtungsübergreifend nennt die Ausbildungsordnung unter anderem diese Berufsbildpositionen:
- Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Kundenberatung
- IT-Lösungen entwickeln, Qualitätssicherung
- IT-Sicherheit und Datenschutz
- IT-Systeme betreiben, Speicherlösungen
- Programmierung
- Dazu je nach Fachrichtung eigene Positionen, etwa Software konzipieren und umsetzen, Netzwerke installieren oder Datenquellen analysieren
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Neuen Arbeitsplatzrechner ausgepackt, Betriebssystem installiert, Benutzerkonto angelegt, Inventarliste ergänzt | 8 |
| Dienstag | Drucker im Netzwerk eingerichtet, Treiber installiert, Testseite gedruckt, Support-Anfrage der Buchhaltung bearbeitet | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Netzwerkgrundlagen, Binärsystem, Aufbau eines Computers | 8 |
| Donnerstag | Defekten Arbeitsplatz untersucht: Netzteil getauscht, Arbeitsspeicher geprüft, Ergebnis im Ticket dokumentiert | 8 |
| Freitag | Datensicherung auf Vollständigkeit geprüft, Dokumentation der Arbeitsplatzeinrichtung überarbeitet | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr in der Systemintegration
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Projekt Serverumzug: Anforderungen mit der Fachabteilung geklärt, Zeitplan und Wartungsfenster festgelegt | 8 |
| Dienstag | Virtuelle Maschine bereitgestellt, Netzwerkanbindung konfiguriert, Zugriffsrechte nach Rollenkonzept gesetzt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: IT-Sicherheit, Netzwerkdienste, Projektmanagement | 8 |
| Donnerstag | Wiederherstellungstest der Datensicherung durchgeführt, Protokoll geschrieben, Ergebnis dem Ausbilder vorgestellt | 8 |
| Freitag | Projektdokumentation fortgeführt: Ist-Analyse und Soll-Konzept beschrieben, Kosten gegenübergestellt | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Subnetting und Adressierung“ oder „Datenbankabfragen mit SQL“. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder. Ihre Berufsschule legt fest, welche Lernfelder in welchem Halbjahr behandelt werden.
Formulierungen für die IT
| Statt | Besser |
|---|---|
| Am Rechner gearbeitet | Benutzerkonten angelegt, Gruppenrichtlinien geprüft, Zugriffsrechte dokumentiert |
| Programmiert | Funktion zur Rechnungsberechnung implementiert, Randfälle mit Tests abgedeckt, Änderungen in die Versionsverwaltung eingecheckt |
| Fehler gesucht | Ursache für Netzwerkausfall eingegrenzt: Switch-Port geprüft, Kabel getauscht, Verbindung getestet |
| Support gemacht | Fünf Tickets bearbeitet: zwei Passwortrücksetzungen, ein Druckerproblem, zwei Softwareinstallationen |
| Datenbank angeschaut | Tabellenstruktur analysiert, Abfrage zur Kundenauswertung geschrieben und optimiert |
Betriebliche Projektarbeit und Sicherheitsangaben
In Teil 2 der Abschlussprüfung steht ein Projekt aus Ihrer Fachrichtung, das Sie dokumentieren und präsentieren. Tragen Sie die Zeit für Projektarbeit im Berichtsheft ein, damit Sie später sehen, wann Sie woran gearbeitet haben. Das Projekt selbst wird getrennt vom Berichtsheft dokumentiert.
Schreiben Sie keine Passwörter, Zugangsdaten, interne IP-Adressen oder Kundendaten ins Berichtsheft. Zuständige Stelle ist in der Regel die IHK.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Ausbildungsordnung sieht keine Zwischenprüfung vor. Die Abschlussprüfung hat zwei Teile. Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr und betrifft das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und richtet sich nach der Fachrichtung, mit dem Projekt als größtem Bereich.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG).
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin (FIAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten10 Positionen
1 Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen12 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden
- b)Auftragsunterlagen und Durchführbarkeit des Auftrags prüfen, insbesondere in Hinblick auf rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben, und den Auftrag mit den betrieblichen Prozessen und Möglichkeiten abstimmen
- c)Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte für den eigenen Arbeitsbereich festlegen
- d)Termine planen und abstimmen sowie Terminüberwachung durchführen
- e)Probleme analysieren und als Aufgabe definieren sowie Lösungsalternativen entwickeln und beurteilen
- f)Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und der Budgetvorgaben einsetzen
- g)Aufgaben im Team sowie mit internen und externen Kunden und Kundinnen planen und abstimmen
- h)betriebswirtschaftlich relevante Daten erheben und bewerten und dabei Geschäfts- und Leistungsprozesse berücksichtigen
- i)eigene Vorgehensweise sowie die Aufgabendurchführung im Team reflektieren und bei der Verbesserung der Arbeitsprozesse mitwirken
2 Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen3 Wochen im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)im Rahmen der Marktbeobachtung Preise, Leistungen und Konditionen von Wettbewerbern vergleichen
- b)Bedarfe von Kunden und Kundinnen feststellen sowie Zielgruppen unterscheiden
- c)Kunden und Kundinnen unter Beachtung von Kommunikationsregeln informieren sowie Sachverhalte präsentieren und dabei deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
- d)Maßnahmen für Marketing und Vertrieb unterstützen
- e)Informationsquellen auch in englischer Sprache aufgabenbezogen auswerten und für die Kundeninformation nutzen
- f)Gespräche situationsgerecht führen und Kunden und Kundinnen unter Berücksichtigung der Kundeninteressen beraten
- g)Kundenbeziehungen unter Beachtung rechtlicher Regelungen und betrieblicher Grundsätze gestalten
- h)Daten und Sachverhalte interpretieren, multimedial aufbereiten und situationsgerecht unter Nutzung digitaler Werkzeuge und unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorgaben präsentieren
3 Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 5 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)marktgängige IT-Systeme für unterschiedliche Einsatzbereiche hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Barrierefreiheit beurteilen
- b)Angebote zu IT-Komponenten, IT-Produkten und IT-Dienstleistungen einholen und bewerten sowie Spezifikationen und Konditionen vergleichen
- c)technologische Entwicklungstrends von IT-Systemen feststellen sowie ihre wirtschaftlichen, sozialen und beruflichen Auswirkungen aufzeigen
- d)Veränderungen von Einsatzfeldern für IT-Systeme aufgrund technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen feststellen
4 Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 7 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)IT-Systeme zur Bearbeitung betrieblicher Fachaufgaben analysieren sowie unter Beachtung insbesondere von Lizenzmodellen, Urheberrechten und Barrierefreiheit konzeptionieren, konfigurieren, testen und dokumentieren
- b)Programmiersprachen, insbesondere prozedurale und objektorientierte Programmiersprachen, unterscheiden
- c)systematisch Fehler erkennen, analysieren und beheben
- d)Algorithmen formulieren und Anwendungen in einer Programmiersprache erstellen
- e)Datenbankmodelle unterscheiden, Daten organisieren und speichern sowie Abfragen erstellen
5 Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 8 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwenden und Qualitätssicherungsmaßnahmen projektbegleitend durchführen und dokumentieren
- b)Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch feststellen, beseitigen und dokumentieren
- c)im Rahmen eines Verbesserungsprozesses die Zielerreichung kontrollieren, insbesondere einen Soll-Ist-Vergleich durchführen
6 Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Vorgaben und rechtliche Regelungen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz einhalten
- b)Sicherheitsanforderungen von IT-Systemen analysieren und Maßnahmen zur IT-Sicherheit ableiten, abstimmen, umsetzen und evaluieren
- c)Bedrohungsszenarien erkennen und Schadenspotenziale unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Kriterien einschätzen
- d)Kunden und Kundinnen im Hinblick auf Anforderungen an die IT-Sicherheit und an den Datenschutz beraten
- e)Wirksamkeit und Effizienz der umgesetzten Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz prüfen
7 Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss7 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Leistungen nach betrieblichen und vertraglichen Vorgaben dokumentieren
- b)Leistungserbringung unter Berücksichtigung der organisatorischen und terminlichen Vorgaben mit Kunden und Kundinnen abstimmen und kontrollieren
- c)Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen
- d)Kunden und Kundinnen in die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen einweisen
- e)Leistungen und Dokumentationen an Kunden und Kundinnen übergeben sowie Abnahmeprotokolle anfertigen
- f)Kosten für erbrachte Leistungen erfassen sowie im Zeitvergleich und im Soll-Ist-Vergleich bewerten
8 Betreiben von IT-Systemen3 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Netzwerkkonzepte für unterschiedliche Anwendungsgebiete unterscheiden
- b)Datenaustausch von vernetzten Systemen realisieren
- c)Verfügbarkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten analysieren und Lösungsvorschläge unterbreiten
- d)Maßnahmen zur präventiven Wartung und zur Störungsvermeidung einleiten und durchführen
- e)Störungsmeldungen aufnehmen und analysieren sowie Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen
- f)Dokumentationen zielgruppengerecht und barrierefrei anfertigen, bereitstellen und pflegen, insbesondere technische Dokumentationen, System- sowie Benutzerdokumentationen
9 Inbetriebnehmen von Speicherlösungen5 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Sicherheitsmechanismen, insbesondere Zugriffsmöglichkeiten und -rechte, festlegen und implementieren
- b)Speicherlösungen, insbesondere Datenbanksysteme, integrieren
10 Programmieren von Softwarelösungen5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 10 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Programmspezifikationen festlegen, Datenmodelle und Strukturen aus fachlichen Anforderungen ableiten sowie Schnittstellen festlegen
- b)Programmiersprachen auswählen und unterschiedliche Programmiersprachen anwenden
- c)Teilaufgaben von IT-Systemen automatisieren
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung2 Positionen
1 Konzipieren und Umsetzen von kundenspezifischen Softwareanwendungen15 Wochen im 1. bis 18. Monat, 25 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Vorgehensmodelle und -methoden sowie Entwicklungsumgebungen und -bibliotheken auswählen und einsetzen
- b)Analyse- und Designverfahren anwenden
- c)Benutzerschnittstellen ergonomisch gestalten und an Kundenanforderungen anpassen
- d)Anwendungslösungen unter Berücksichtigung der bestehenden Systemarchitektur entwerfen und realisieren
- e)bestehende Anwendungslösungen anpassen
- f)Datenaustausch zwischen Systemen realisieren und unterschiedliche Datenquellen nutzen
- g)komplexe Abfragen aus unterschiedlichen Datenquellen durchführen und Datenbestandsberichte erstellen
2 Sicherstellen der Qualität von Softwareanwendungen5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 7 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Sicherheitsaspekte bei der Entwicklung von Softwareanwendungen berücksichtigen
- b)Datenintegrität mithilfe von Werkzeugen sicherstellen
- c)Modultests erstellen und durchführen
- d)Werkzeuge zur Versionsverwaltung einsetzen
- e)Testkonzepte erstellen und Tests durchführen sowie Testergebnisse bewerten und dokumentieren
- f)Daten und Sachverhalte aus Tests multimedial aufbereiten und situationsgerecht unter Nutzung digitaler Werkzeuge und unter Beachtung der betrieblichen Vorgaben präsentieren
Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemintegration3 Positionen
1 Konzipieren und Realisieren von IT-Systemen8 Wochen im 1. bis 18. Monat, 12 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Systemlösungen entsprechend den kundenspezifischen Anforderungen unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten konzipieren
- b)IT-Systeme auswählen, installieren und konfigurieren
- c)externe IT-Ressourcen bewerten, auswählen und in ein IT-System integrieren
- d)Kompatibilitätsprobleme von IT-Systemen und Systemkomponenten beurteilen und lösen
- e)Testkonzepte erstellen sowie Tests durchführen und dokumentieren
- f)Systemübergabe planen und mit den beteiligten Organisationseinheiten sowie Kunden und Kundinnen abstimmen und durchführen
- g)Datenübernahmen planen und durchführen
2 Installieren und Konfigurieren von Netzwerken5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Netzwerkprotokolle und -schnittstellen für unterschiedliche Anwendungsbereiche bewerten und auswählen
- b)Netzwerkkomponenten auswählen, installieren und konfigurieren
- c)Systeme zur IT-Sicherheit in Netzwerken implementieren und dokumentieren
3 Administrieren von IT-Systemen7 Wochen im 1. bis 18. Monat, 14 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Richtlinien zur Nutzung von IT-Systemen erstellen und einführen
- b)Lizenzrechte verwalten und die Einhaltung von Lizenzbestimmungen überwachen
- c)Berechtigungskonzepte entwerfen, abstimmen und umsetzen
- d)Systemaktualisierungen evaluieren und durchführen
- e)Konzepte zur Datensicherung und -archivierung erstellen und umsetzen
- f)Konzepte zur Daten- und Systemwiederherstellung erstellen und umsetzen
- g)Systemauslastung überwachen und Ressourcen verwalten
- h)Systemverhalten überwachen, bewerten und Maßnahmen ergreifen
- i)Benutzeranfragen aufnehmen, analysieren und bearbeiten
Abschnitt D: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse4 Positionen
1 Analysieren von Arbeits- und Geschäftsprozessen8 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)betriebs- und produktionswirtschaftliche Geschäftsprozesse und ihr Zusammenwirken im Unternehmen analysieren
- b)Anforderungen in einer Prozessdarstellung abbilden
- c)Werkzeuge der Prozessoptimierung vergleichen und vorschlagen
2 Analysieren von Datenquellen und Bereitstellen von Daten5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 5 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Daten aus heterogenen Datenquellen identifizieren und klassifizieren
- b)Berechtigung zur Nutzung und zur Verknüpfung von Daten prüfen sowie entsprechende Maßnahmen ableiten
- c)technische Voraussetzungen zur Übernahme von Daten sicherstellen und Daten bereitstellen
3 Nutzen der Daten zur Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie zur Optimierung digitaler Geschäftsmodelle6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 21 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Daten auf Qualität, insbesondere auf Plausibilität, Quantität, Redundanz, Vollständigkeit und Validität prüfen, Ergebnisse dokumentieren und bei Abweichungen vom Sollzustand Maßnahmen, insbesondere zur Verbesserung der Datenqualität, vorschlagen
- b)Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität, Wiederverwendbarkeit von Daten sicherstellen
- c)analytische und statistische Verfahren anwenden
- d)Programmiersprachen mit integrierten Auswertungsverfahren und Visualisierungswerkzeugen nutzen
- e)Ergebnisse der Analyse für unterschiedliche Zielgruppen aufbereiten
- f)mathematische Vorhersagemodelle anwenden
- g)Werkzeuge zur Mustererkennung und zur Modellgenerierung nutzen
- h)Analyseergebnisse zur Optimierung der betriebs- und produktionswirtschaftlichen Geschäftsprozesse nutzen
- i)Kennzahlen ableiten und für ein Monitoringsystem vorschlagen
4 Umsetzen des Datenschutzes und der Schutzziele der Datensicherheit1 Woche im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)mit für Datenschutz zuständigen Personen und Einrichtungen kooperieren
- b)Benutzer-, Zugriffs- und Datenhaltungs- sowie Datensicherungskonzepte erstellen und dabei die verschiedenen Datenklassifizierungen berücksichtigen
- c)beim Umgang mit Daten und bei der Erstellung der Konzepte Datensparsamkeit und Datensorgfalt beachten
- d)Verfahren zur Datenverschlüsselung auswählen und nutzen
Abschnitt E: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Digitale Vernetzung3 Positionen
1 Analysieren und Planen von Systemen zur Vernetzung von Prozessen und Produkten12 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)das Zusammenwirken der Komponenten cyber-physischer Systeme erfassen und visualisieren
- b)bestehende Vernetzung eingesetzter Software und technischer Schnittstellen analysieren, insbesondere unter Berücksichtigung der bestehenden Netztopologien
- c)bei der Planung Aspekte der IT-Sicherheit und technische Rahmenbedingungen, insbesondere Netzwerkanforderungen, berücksichtigen
- d)Netzwerkkomponenten auswählen, technische Unterlagen erstellen und Kosten kalkulieren
- e)die Lösung zur Vernetzung und zu Änderungen am System kundenbezogen abstimmen
- f)Daten auswerten und Vorschläge zur Optimierung der Interaktion von Systemen entwickeln
2 Errichten, Ändern und Prüfen von vernetzten Systemen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 13 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Systemkomponenten und Netzwerkbetriebssysteme installieren, anpassen und konfigurieren
- b)Softwarelösungen zur Visualisierung und Optimierung von Prozessabläufen anwenden
- c)Programme erstellen und anpassen sowie Signal- und Datenübertragungseinrichtungen konfigurieren
- d)Sicherheits- und Datensicherungssysteme berücksichtigen, Gefahrenpotenziale identifizieren und Zugangsberechtigungen festlegen
- e)Testkonzepte erstellen, Tests durchführen, Fehler beseitigen sowie Ergebnisse und Änderungen dokumentieren
- f)Systeme in Betrieb nehmen, Inbetriebnahmeprotokolle erstellen und Systeme übergeben
3 Betreiben von vernetzten Systemen und Sicherstellung der Systemverfügbarkeit4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 15 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Systemauslastung überwachen und Systemstatus dokumentieren
- b)Systemdaten erfassen und im Hinblick auf Vorgabeparameter auswerten und Systemstörungen feststellen und beheben
- c)Daten auswerten, um Wartungsintervalle und Prozessabläufe zu optimieren
- d)System-, Diagnose- und Prozessdaten auswerten, Schwachstellen identifizieren und Maßnahmen ableiten
- e)Angriffsszenarien in cyber-physischen Systemen unterscheiden und antizipieren
- f)Anomalien in vernetzten Systemen feststellen und Schutzmaßnahmen einleiten
- g)bereichsspezifische Sicherheitslösungen implementieren
- h)Systemaktualisierungen vornehmen und Optimierungen vorschlagen
Abschnitt F: fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten5 Positionen
1 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
- a)wesentliche Inhalte und Bestandteile des Ausbildungsvertrages darstellen, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
- b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
- c)arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Arbeitsbereich geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
- d)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
- e)Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen und die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln
- f)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden und beruflich relevante Informationsquellen nutzen
- g)berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
- a)die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Zusammenhänge zwischen den Geschäftsprozessen erläutern
- b)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- c)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien3 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)gegenseitige Wertschätzung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt bei betrieblichen Abläufen praktizieren
- b)Strategien zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien anwenden und im virtuellen Raum unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte Dritter zusammenarbeiten
- c)insbesondere bei der Speicherung, Darstellung und Weitergabe digitaler Inhalte die Auswirkungen des eigenen Kommunikations- und Informationsverhaltens berücksichtigen
- d)bei der Beurteilung, Entwicklung, Umsetzung und Betreuung von IT-Lösungen ethische Aspekte reflektieren
Häufige Fragen
Was schreibe ich als Fachinformatiker ins Berichtsheft?
Die Aufgaben der Woche aus Ihrer Fachrichtung, zum Beispiel Arbeitsplätze einrichten, Netzwerke konfigurieren oder Software entwickeln, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Konkrete Handlungen sind besser als „am Rechner gearbeitet“.
Wie trage ich die Zeit für die Projektarbeit ein?
Wie jede andere Arbeitszeit, mit Datum, Stichworten zum Projektschritt und Stunden. Die Projektdokumentation für die Prüfung ist ein eigenes Dokument und ersetzt das Berichtsheft nicht.
Darf ich Zugangsdaten und Kundendaten im Berichtsheft nennen?
Nein. Passwörter, Zugangsdaten, interne Adressen und Kundendaten gehören nicht ins Berichtsheft. Beschreiben Sie die Tätigkeit allgemein, zum Beispiel „Benutzerkonto angelegt“.
Zählt das Berichtsheft zur Prüfung der Fachinformatiker?
Es ist Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin (FIAusbV), abgerufen am 15.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 15.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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