Berichtsheft als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement gehören die Tätigkeiten, die Sie im Betrieb und in der Berufsschule ausgeführt haben: Prozesse analysieren, Kunden und Fachabteilungen beraten, IT-Lösungen einrichten und testen, Daten aufbereiten, Verträge und Beschaffungen vorbereiten sowie Maßnahmen zu IT-Sicherheit und Datenschutz umsetzen. Sie halten pro Woche in Stichworten fest, was Sie getan haben und wie lange. Die Beispiele unten zeigen, wie das für diesen Beruf aussehen kann.
Stand: 21.10.2026
Was als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement und zur Kauffrau für Digitalisierungsmanagement (DigiManKflAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Es gibt keine Fachrichtungen; der Betrieb legt stattdessen ein Einsatzgebiet fest, etwa betriebliche Steuerung und Kontrolle, Organisations- und Prozessentwicklung, Produktentwicklung und Marketing oder IT-Systemlösungen.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
- Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
- Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
- Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
- Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
- Analysieren von Arbeits-, Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen
- Digitale Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen
- Anbahnen und Gestalten von Verträgen sowie Planen und Durchführen von Beschaffungen
- Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Neuen Arbeitsplatz eingerichtet: Benutzerkonto, E-Mail-Postfach und Zugriffsrechte angelegt, Software installiert und Funktion getestet | 8 |
| Dienstag | Mit der Fachabteilung Vertrieb den Ablauf der Angebotserstellung besprochen und die einzelnen Schritte in einem Ablaufdiagramm festgehalten | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Aufbau und Funktionen von Hard- und Software, Tabellenkalkulation, Grundlagen der Buchführung | 8 |
| Donnerstag | Support-Anfragen im Ticketsystem bearbeitet, Passwort-Rücksetzungen durchgeführt und zwei Anfragen mit Lösungsweg dokumentiert | 8 |
| Freitag | Kundendaten in der Datenbank auf doppelte Einträge geprüft, Auswertung erstellt und mit dem Ausbilder besprochen | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Projektarbeit: Ist-Prozess der Rechnungsfreigabe aufgenommen, Schwachstellen benannt und Anforderungen an eine digitale Lösung gesammelt | 8 |
| Dienstag | Zwei Workflow-Werkzeuge anhand eines Kriterienkatalogs verglichen und eine Entscheidungsvorlage für die Abteilungsleitung vorbereitet | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Wirtschafts- und Sozialkunde, Prüfungsvorbereitung | 8 |
| Donnerstag | Berechtigungskonzept für das neue System geprüft, Datenschutzhinweise für die Beschäftigten entworfen und Testfälle durchgeführt | 8 |
| Freitag | Präsentation der Projektzwischenergebnisse vorbereitet, Kosten- und Zeitplanung aktualisiert und Rückmeldungen der Fachabteilung eingearbeitet | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Kaufmanns für Digitalisierungsmanagement
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Netzwerkgrundlagen, Datenmodelle, Projektplanung oder Vertragsrecht. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Kaufmann für Digitalisierungsmanagement
| Statt | Besser |
|---|---|
| Am Computer gearbeitet | Kundendaten im CRM-System bereinigt und Dubletten zusammengeführt |
| Bei einem Projekt geholfen | Anforderungen für die Umstellung der Urlaubsanträge auf ein digitales Formular mit der Personalabteilung gesammelt |
| Software getestet | Neue Version der Zeiterfassung anhand von zehn Testfällen geprüft und drei Abweichungen protokolliert |
| Mit dem Kunden gesprochen | Kunden zu den Funktionen zweier Cloud-Dienste beraten und Unterschiede in einer Übersicht dargestellt |
| Datenschutz gemacht | Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten um einen neuen Prozess ergänzt |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Ausgebildet wird in Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Verwaltung, die ein Einsatzgebiet nach der Verordnung abdecken können. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt: Sie richten schriftlich einen IT-gestützten Arbeitsplatz ein (90 Minuten, 20 Prozent der Gesamtnote). Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und hat vier Prüfungsbereiche: die digitale Entwicklung von Prozessen mit betrieblicher Projektarbeit, Präsentation und Fachgespräch (50 Prozent), die Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells, kaufmännische Unterstützungsprozesse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (je 10 Prozent).
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement und zur Kauffrau für Digitalisierungsmanagement (DigiManKflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten15 Positionen
1 Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen12 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden
- b)Auftragsunterlagen und Durchführbarkeit des Auftrags prüfen, insbesondere in Hinblick auf rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben, und den Auftrag mit den betrieblichen Prozessen und Möglichkeiten abstimmen
- c)Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte für den eigenen Arbeitsbereich festlegen
- d)Termine planen und abstimmen sowie Terminüberwachung durchführen
- e)Probleme analysieren und als Aufgabe definieren sowie Lösungsalternativen entwickeln und beurteilen
- f)Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und der Budgetvorgaben einsetzen
- g)Aufgaben im Team sowie mit internen und externen Kunden und Kundinnen planen und abstimmen
- h)betriebswirtschaftlich relevante Daten erheben und bewerten und dabei Geschäfts- und Leistungsprozesse berücksichtigen
- i)eigene Vorgehensweise sowie die Aufgabendurchführung im Team reflektieren und bei der Verbesserung der Arbeitsprozesse mitwirken
2 Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen3 Wochen im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)im Rahmen der Marktbeobachtung Preise, Leistungen und Konditionen von Wettbewerbern vergleichen
- b)Bedarfe von Kunden und Kundinnen feststellen sowie Zielgruppen unterscheiden
- c)Kunden und Kundinnen unter Beachtung von Kommunikationsregeln informieren und Sachverhalte präsentieren und dabei deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
- d)Maßnahmen für Marketing und Vertrieb unterstützen
- e)Informationsquellen auch in englischer Sprache aufgabenbezogen auswerten und für die Kundeninformation nutzen
- f)Gespräche situationsgerecht führen und Kunden und Kundinnen unter Berücksichtigung der Kundeninteressen beraten
- g)Kundenbeziehungen unter Beachtung rechtlicher Regelungen und betrieblicher Grundsätze gestalten
- h)Daten und Sachverhalte interpretieren, multimedial aufbereiten und situationsgerecht unter Nutzung digitaler Werkzeuge und unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorgaben präsentieren
3 Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 5 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)marktgängige IT-Systeme für unterschiedliche Einsatzbereiche hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Barrierefreiheit beurteilen
- b)Angebote zu IT-Komponenten, IT-Produkten und IT-Dienstleistungen einholen und bewerten sowie Spezifikationen und Konditionen vergleichen
- c)technologische Entwicklungstrends von IT-Systemen feststellen sowie ihre wirtschaftlichen, sozialen und beruflichen Auswirkungen aufzeigen
- d)Veränderungen von Einsatzfeldern für IT-Systeme aufgrund technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen feststellen
4 Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 7 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)IT-Systeme zur Bearbeitung betrieblicher Fachaufgaben analysieren sowie unter Beachtung insbesondere von Lizenzmodellen, Urheberrechten und Barrierefreiheit konzeptionieren, konfigurieren, testen und dokumentieren
- b)Programmiersprachen, insbesondere prozedurale und objektorientierte Programmiersprachen, unterscheiden
- c)systematisch Fehler erkennen, analysieren und beheben
- d)Algorithmen formulieren und Anwendungen in einer Programmiersprache erstellen
- e)Datenbankmodelle unterscheiden, Daten organisieren und speichern sowie Abfragen erstellen
5 Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 8 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwenden und Qualitätssicherungsmaßnahmen projektbegleitend durchführen und dokumentieren
- b)Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch feststellen, beseitigen und dokumentieren
- c)im Rahmen eines Verbesserungsprozesses die Zielerreichung kontrollieren, insbesondere einen Soll-Ist-Vergleich durchführen
6 Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Vorgaben und rechtliche Regelungen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz einhalten
- b)Sicherheitsanforderungen von IT-Systemen analysieren und Maßnahmen zur IT-Sicherheit ableiten, abstimmen, umsetzen und evaluieren
- c)Bedrohungsszenarien erkennen und Schadenspotenziale unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Kriterien einschätzen
- d)Kunden und Kundinnen im Hinblick auf die Anforderungen an die IT-Sicherheit und den Datenschutz beraten
- e)Wirksamkeit und Effizienz der umgesetzten Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz prüfen
7 Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss7 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Leistungen nach betrieblichen und vertraglichen Vorgaben dokumentieren
- b)Leistungserbringung unter Berücksichtigung der organisatorischen und terminlichen Vorgaben mit Kunden und Kundinnen abstimmen und kontrollieren
- c)Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen
- d)Kunden und Kundinnen in die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen einweisen
- e)Leistungen und Dokumentationen an Kunden und Kundinnen übergeben sowie Abnahmeprotokolle anfertigen
- f)Kosten für erbrachte Leistungen erfassen sowie im Zeitvergleich und im Soll-Ist-Vergleich bewerten
8 Analysieren von Arbeits-, Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen16 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Organisationsformen unterscheiden, Datenmodelle verstehen sowie Datenbestände und Schnittstellen zwischen verschiedenen Funktionsbereichen analysieren
- b)Zusammenhang zwischen Datenmodellen und den betriebs- und produktionswirtschaftlichen Prozessen herstellen und analysieren
- c)visualisierte Prozessdarstellungen lesen und erstellen
- d)Werkzeuge der Prozessanalyse anwenden
- e)Arbeits- und Geschäftsprozesse im Hinblick auf Digitalisierungsgrad, Optimierungsmöglichkeiten, Kosten und Wertschöpfung untersuchen
- f)Lösungsoptionen vorschlagen und bewerten sowie an Optimierungsvorschlägen mitwirken
- g)Zielerreichung mittels Vorgaben prüfen
9 Ermitteln des Bedarfs an Informationen und Bereitstellen von Daten14 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Anforderungen von Kunden und Kundinnen durch aktive Gesprächsführung ermitteln und Vorgehensvorschläge unterbreiten
- b)Daten und Datenquellen identifizieren und vorhandene Datenstrukturen erfassen
- c)technische und rechtliche Voraussetzungen zur Übernahme von Daten klären
- d)Qualität von Daten aufgrund von Vorgaben prüfen und Maßnahmen zur Nutzung ableiten
- e)Werkzeuge zur Datenanalyse unterscheiden und beurteilen
- f)Daten über Schnittstellen zusammenführen und Auftraggebern zur Verfügung stellen
- g)Auftragserfüllung fortlaufend prüfen und mit dem Kunden oder der Kundin das weitere Vorgehen abstimmen
10 Digitale Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen18 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Kundennutzen, Kundenerwartung und Marktpotential erkennen und einschätzen
- b)Methoden zur Informationsbeschaffung und Marktanalyse anwenden
- c)Kundendaten systematisch auswerten und für die Durchführung von vertrieblichen Maßnahmen nutzen
- d)Geschäftsmodelle unterscheiden und beurteilen und dabei die Kundenperspektive einnehmen
- e)IT-Werkzeuge zur Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle auswählen und anwenden
- f)Systemlösungen für Digitalisierungsvorhaben recherchieren
- g)Machbarkeit prüfen und Kosten-Nutzen-Analyse durchführen sowie den Kundennutzen kalkulieren und bewerten
- h)bei der operativen Ausgestaltung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle mitwirken
- i)Supportleistungen anbieten
11 Anbahnen und Gestalten von Verträgen2 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Vertragsarten und deren rechtliche und kaufmännische Bedeutung erläutern
- b)rechtliche Regelungen, insbesondere zum Datenschutz, zur digitalen Vertragsgestaltung und zu allgemeinen Geschäftsbedingungen, einhalten
- c)Leistungen mit Kunden und Kundinnen abstimmen und kalkulieren
- d)Finanzierungsarten unterscheiden sowie Kunden und Kundinnen über Finanzierungsmöglichkeiten beraten
- e)Möglichkeiten der Digitalisierung bei der Vertragsgestaltung nutzen
- f)Verträge unterschriftsreif vorbereiten
12 Planen und Durchführen von Beschaffungen6 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Bedarf an IT-Produkten und Dienstleistungen ermitteln
- b)Produktinformationen einholen und unter wirtschaftlichen und fachlichen Gesichtspunkten auswerten
- c)Anschlussfähigkeit und Integrierbarkeit von digitalen Lösungen prüfen
- d)Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen, vergleichen und bewerten
- e)Vertragsarten, insbesondere Lizenzmodelle, unterscheiden und auswählen
- f)Vertragsverhandlungen unter Berücksichtigung von Vollmachten führen
- g)Bestellvorgänge planen und durchführen
- h)Leistungen insbesondere unter Berücksichtigung der Digitalisierungsanforderungen kontrollieren
- i)Maßnahmen bei Vertragsstörungen unter Einhaltung rechtlicher Regelungen und betrieblicher Vorgaben ergreifen
13 Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle6 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Informationen des externen Rechnungswesens für Steuerungs- und Kontrollprozesse nutzen
- b)Ergebnisse der Kosten-und-Leistungs-Rechnung unter Nutzung von branchenüblichen Kennzahlen analysieren und Schlussfolgerungen ableiten
- c)Daten für das Rechnungswesen beschaffen und aufbereiten sowie betriebliche Kennzahlen ermitteln
- d)Kosten für Eigen- und Fremdleistungen ermitteln
14 Umsetzen der Schutzziele der Datensicherheit6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Benutzer-, Zugriffs-, Datenhaltungs- sowie Datensicherungskonzepte erstellen, regelmäßig überprüfen und dabei sowohl die verschiedenen Datenklassifizierungen berücksichtigen als auch Normen und Zertifizierungen beachten
- b)bei der Erstellung der Konzepte betriebliche Vorgaben und Rechtsvorschriften einhalten, insbesondere zu Aufbewahrungsfristen, Änderungsprotokollen und zur Weitergabe von Daten
- c)Werkzeuge zur Datenverschlüsselung auswählen und nutzen
15 Einhalten der Bestimmungen zum Datenschutz und zu weiteren Schutzrechten4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Daten gemäß der Schutzwürdigkeit nach rechtlichen und betrieblichen Klassifizierungen zuordnen
- b)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben einhalten sowie Normen und Zertifizierungen berücksichtigen
- c)Datenhoheit feststellen, insbesondere unter Einhaltung der Schutzrechte
- d)mit für Datenschutz zuständigen Personen und Einrichtungen kooperieren
- e)beim Umgang mit Daten und bei der Erstellung von Konzepten Datensparsamkeit und Datensorgfalt beachten
Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten5 Positionen
1 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
- a)wesentliche Inhalte und Bestandteile des Ausbildungsvertrages darstellen, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
- b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
- c)arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Arbeitsbereich geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
- d)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
- e)Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen und die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln
- f)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden und beruflich relevante Informationsquellen nutzen
- g)berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
- a)die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Zusammenhänge zwischen den Geschäftsprozessen erläutern
- b)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- c)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien3 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)gegenseitige Wertschätzung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt bei betrieblichen Abläufen praktizieren
- b)Strategien zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien anwenden und im virtuellen Raum unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte Dritter zusammenarbeiten
- c)insbesondere bei der Speicherung, Darstellung und Weitergabe digitaler Inhalte die Auswirkungen des eigenen Kommunikations- und Informationsverhaltens berücksichtigen
- d)bei der Beurteilung, Entwicklung, Umsetzung und Betreuung von IT-Lösungen ethische Aspekte reflektieren
Häufige Fragen
Wie oft schreibe ich als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement das Berichtsheft?
Das legt Ihr Betrieb fest, üblich ist ein Eintrag pro Woche. Auszubildende führen den Nachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG), und Ausbildende sehen ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Planen Sie dafür feste Zeit in der Woche ein.
Wie gehe ich mit Einsatzgebieten und wechselnden Abteilungen um?
Tragen Sie ein, in welcher Abteilung und mit welchem Einsatzgebiet Sie gearbeitet haben, zum Beispiel Organisations- und Prozessentwicklung oder IT-Systemlösungen. So lassen sich Ihre Einträge später den Berufsbildpositionen zuordnen.
Gehört die Projektarbeit für die Abschlussprüfung ins Berichtsheft?
Zeiten, in denen Sie im Betrieb an Ihrem Projekt arbeiten, tragen Sie wie andere Tätigkeiten ein. Die Projektarbeit selbst, ihre Dokumentation und die Genehmigung durch den Prüfungsausschuss laufen getrennt vom Ausbildungsnachweis.
Muss ich technische Details und Kundendaten im Berichtsheft nennen?
Nein. Beschreiben Sie Tätigkeit, Ziel und Dauer in Stichworten. Kundennamen, Zugangsdaten und interne Kennzahlen gehören nicht hinein; das passt auch zu den Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit in Ihrer Ausbildung.
Quellen
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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