Berichtsheft als Kaufmann für IT-System-Management: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft gehört, was Sie in der Woche im Betrieb und in der Berufsschule gemacht haben: Arbeitsplätze und IT-Systeme einrichten, Kunden beraten, Angebote erstellen, Hard- und Software beschaffen, Störungen aufnehmen und beheben, Lösungen einführen und die kaufmännische Seite der Aufträge begleiten. Als Kaufmann oder Kauffrau für IT-System-Management verbinden Sie Technik mit Vertrieb, Einkauf und Abrechnung. Beides darf im Nachweis vorkommen, jeweils in knappen, konkreten Sätzen.
Stand: 21.10.2026
Was als Kaufmann für IT-System-Management ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für IT-System-Management und zur Kauffrau für IT-System-Management (ITSManKflAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Schwerpunkte oder Fachrichtungen gibt es nicht; der Betrieb legt aber ein Einsatzgebiet fest, zum Beispiel technischer IT-Service, IT-System-Betreuung, Vertrieb, Marketing oder Produkt- und Programmentwicklung.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
- Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
- Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
- Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
- Analysieren von Anforderungen an IT-Systeme
- Erstellen von Angeboten und Abschließen von Verträgen
- Anwenden von Instrumenten aus dem Absatzmarketing und aus dem Vertrieb
- Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle
- Beschaffen von Hard- und Software sowie von Dienstleistungen
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Neuen Büroarbeitsplatz eingerichtet: PC aufgebaut, Betriebssystem und Standardsoftware installiert, Benutzerkonto angelegt und Übergabe protokolliert | 8 |
| Dienstag | Im Service-Desk Störungsmeldungen aufgenommen, Tickets kategorisiert und zwei Druckerprobleme gemeinsam mit dem Techniker behoben | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Geschäftsprozesse im Unternehmen, Grundlagen der Netzwerktechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Bestellung von fünf Monitoren vorbereitet: drei Lieferantenangebote verglichen und die Übersicht an den Einkauf übergeben | 8 |
| Freitag | Kunden-Rückruf zu einer Lizenzfrage vorbereitet, Lagerbestand an Zubehör geprüft und Wochenbericht mit dem Ausbilder besprochen | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Kundenanforderungen für die Ablösung eines Servers aufgenommen und in einem Anforderungsdokument festgehalten | 8 |
| Dienstag | Angebot für Arbeitsplatzausstattung und Wartungsvertrag kalkuliert, Marge geprüft und zur Freigabe vorgelegt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Einführung einer IT-Systemlösung, Kosten- und Leistungsrechnung, Datenschutz und IT-Sicherheit | 8 |
| Donnerstag | Projektdokumentation für die Abschlussprüfung weitergeschrieben, Zeitplan und Kostenübersicht aktualisiert | 8 |
| Freitag | Neue Lösung beim Kunden eingeführt: Mitarbeiter eingewiesen, Abnahmeprotokoll erstellt und Rechnung angestoßen | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Kaufmanns für IT-System-Management
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Netzwerkgrundlagen, Angebotskalkulation oder Datenschutz. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Kaufmann für IT-System-Management
| Statt | Besser |
|---|---|
| Kundenanfrage bearbeitet | Anfrage zu zehn Notebooks aufgenommen, Bedarf geklärt und Angebot mit zwei Varianten erstellt |
| Am Rechner geholfen | Benutzerkonto zurückgesetzt und Kollegin die Anmeldung mit neuem Passwort erklärt |
| Bestellung gemacht | Bestellung für Switches ausgelöst, Lieferzeit und Preis bei drei Anbietern verglichen |
| Dokumentation geschrieben | Einrichtung des Arbeitsplatzes dokumentiert: Hardware, Software, Lizenzen und Zugriffsrechte |
| Im Vertrieb mitgearbeitet | Telefonat mit Bestandskunde vorbereitet und Wartungsverlängerung im CRM-System erfasst |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Ausgebildet wird in IT-Dienstleistern, Systemhäusern, Handelsunternehmen und IT-Abteilungen anderer Betriebe. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt und prüft das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes in einer schriftlichen Aufgabe von 90 Minuten; er geht mit 20 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Teil 2 folgt zum Ende der Ausbildung mit den Bereichen Abwicklung eines Kundenauftrags (betriebliches Projekt mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch), Einführen einer IT-Systemlösung, Kaufmännische Unterstützungsprozesse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für IT-System-Management und zur Kauffrau für IT-System-Management (ITSManKflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten14 Positionen
1 Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen12 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Grundsätze und Methoden des Projektmanagements anwenden
- b)Auftragsunterlagen und Durchführbarkeit des Auftrags prüfen, insbesondere in Hinblick auf rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Vorgaben, und den Auftrag mit den betrieblichen Prozessen und Möglichkeiten abstimmen
- c)Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte für den eigenen Arbeitsbereich festlegen
- d)Termine planen und abstimmen sowie Terminüberwachung durchführen
- e)Probleme analysieren und als Aufgabe definieren sowie Lösungsalternativen entwickeln und beurteilen
- f)Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und der Budgetvorgaben einsetzen
- g)Aufgaben im Team sowie mit internen und externen Kunden und Kundinnen planen und abstimmen
- h)betriebswirtschaftlich relevante Daten erheben und bewerten und dabei Geschäfts- und Leistungsprozesse berücksichtigen
- i)eigene Vorgehensweise sowie die Aufgabendurchführung im Team reflektieren und bei der Verbesserung der Arbeitsprozesse mitwirken
2 Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen3 Wochen im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)im Rahmen der Marktbeobachtung Preise, Leistungen und Konditionen von Wettbewerbern vergleichen
- b)Bedarfe von Kunden und Kundinnen feststellen sowie Zielgruppen unterscheiden
- c)Kunden und Kundinnen unter Beachtung von Kommunikationsregeln informieren und Sachverhalte präsentieren und dabei deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
- d)Maßnahmen für Marketing und Vertrieb unterstützen
- e)Informationsquellen auch in englischer Sprache aufgabenbezogen auswerten und für die Kundeninformation nutzen
- f)Gespräche situationsgerecht führen und Kunden und Kundinnen unter Berücksichtigung der Kundeninteressen beraten
- g)Kundenbeziehungen unter Beachtung rechtlicher Regelungen und betrieblicher Grundsätze gestalten
- h)Daten und Sachverhalte interpretieren, multimedial aufbereiten und situationsgerecht unter Nutzung digitaler Werkzeuge und unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorgaben präsentieren
3 Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 5 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)marktgängige IT-Systeme für unterschiedliche Einsatzbereiche hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Barrierefreiheit beurteilen
- b)Angebote zu IT-Komponenten, IT-Produkten und IT-Dienstleistungen einholen und bewerten sowie Spezifikationen und Konditionen vergleichen
- c)technologische Entwicklungstrends von IT-Systemen feststellen sowie ihre wirtschaftlichen, sozialen und beruflichen Auswirkungen aufzeigen
- d)Veränderungen von Einsatzfeldern für IT-Systeme aufgrund technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen feststellen
4 Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen5 Wochen im 1. bis 18. Monat, 7 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)IT-Systeme zur Bearbeitung betrieblicher Fachaufgaben analysieren sowie unter Beachtung insbesondere von Lizenzmodellen, Urheberrechten und Barrierefreiheit konzeptionieren, konfigurieren, testen und dokumentieren
- b)Programmiersprachen, insbesondere prozedurale und objektorientierte Programmiersprachen, unterscheiden
- c)systematisch Fehler erkennen, analysieren und beheben
- d)Algorithmen formulieren und Anwendungen in einer Programmiersprache erstellen
- e)Datenbankmodelle unterscheiden, Daten organisieren und speichern sowie Abfragen erstellen
5 Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 8 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwenden und Qualitätssicherungsmaßnahmen projektbegleitend durchführen und dokumentieren
- b)Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch feststellen, beseitigen und dokumentieren
- c)im Rahmen eines Verbesserungsprozesses die Zielerreichung kontrollieren, insbesondere einen Soll-Ist-Vergleich durchführen
6 Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)betriebliche Vorgaben und rechtliche Regelungen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz einhalten
- b)Sicherheitsanforderungen von IT-Systemen analysieren und Maßnahmen zur IT-Sicherheit ableiten, abstimmen, umsetzen und evaluieren
- c)Bedrohungsszenarien erkennen und Schadenspotenziale unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Kriterien einschätzen
- d)Kunden und Kundinnen im Hinblick auf Anforderungen an die IT-Sicherheit und den Datenschutz beraten
- e)Wirksamkeit und Effizienz der umgesetzten Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz prüfen
7 Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss7 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Leistungen nach betrieblichen und vertraglichen Vorgaben dokumentieren
- b)Leistungserbringung unter Berücksichtigung der organisatorischen und terminlichen Vorgaben mit Kunden und Kundinnen abstimmen und kontrollieren
- c)Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen
- d)Kunden und Kundinnen in die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen einweisen
- e)Leistungen und Dokumentationen an Kunden und Kundinnen übergeben sowie Abnahmeprotokolle anfertigen
- f)Kosten für erbrachte Leistungen erfassen sowie im Zeitvergleich und im Soll-Ist-Vergleich bewerten
8 Analysieren von Anforderungen an IT-Systeme6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 12 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Geschäftsprozesse von Kunden und Kundinnen im Hinblick auf die Anforderungen an IT-Systeme analysieren
- b)Organisationsstruktur, Informationswege und -verarbeitung sowie Schnittstellen zwischen verschiedenen Funktionsbereichen des Kundenunternehmens auftragsbezogen analysieren
- c)IT-Systeme erfassen und nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Erweiterbarkeit der IT-Systeme bewerten
- d)Schnittstellen und Datenbestände analysieren sowie Hilfsmittel zur Datenanalyse bereitstellen
- e)Realisierungsmöglichkeiten der Kundenanforderungen in Absprache mit den beteiligten Organisationseinheiten abschätzen und dabei Kapazitäten, Ressourcen und Termine berücksichtigen
9 Entwickeln und Umsetzen von Beratungsstrategien8 Wochen im 1. bis 18. Monat, 10 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Kundenpotenzial analysieren und Kundenbeziehungen gestalten
- b)Kundenwünsche und -erwartungen mit dem eigenen Leistungsangebot vergleichen und daraus Vorgehensweisen für die Kundenberatung ableiten
- c)Produkte und Dienstleistungen aus technischer und kaufmännischer Sicht präsentieren sowie Kunden und Kundinnen bei der Auswahl beraten
- d)Strategien der Konfliktvermeidung und im Bedarfsfall des Konfliktmanagements anwenden
- e)Kundenreklamationen im Bedarfsfall bearbeiten
- f)Kunden und Kundinnen nach Leistungserbringung beraten und unterstützen
10 Entwickeln von Konzepten für IT-Lösungen und Koordinieren von deren Umsetzung4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 10 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Lösungsvarianten unter Berücksichtigung fachlicher, wirtschaftlicher, arbeitsorganisatorischer, IT-sicherheitsrelevanter und rechtlicher Aspekte entwickeln und bewerten
- b)Kosten-Nutzen-Analyse für Kunden und Kundinnen erstellen
- c)Kunden und Kundinnen hinsichtlich Lösungsmöglichkeiten unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit, Erweiterbarkeit und des Wartungsaufwandes beraten
- d)Abstimmungsprozesse gestalten
- e)Umsetzung der Lösung veranlassen und koordinieren oder selbständig realisieren
- f)Systeme und Serviceleistungen bereitstellen
- g)Produktschulungen planen und durchführen
11 Erstellen von Angeboten und Abschließen von Verträgen2 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Vertragsarten und ihre rechtliche und kaufmännische Bedeutung erläutern
- b)Kosten für Eigen- und Fremdleistungen sowie Angebotspreis ermitteln
- c)Serviceleistungen mit Kunden und Kundinnen abstimmen und kalkulieren
- d)Angebote gemäß Kundenanforderung unter Berücksichtigung von technischen Spezifikationen, Leistungsbeschreibung und interner Vorgaben erstellen
- e)rechtliche Regelungen, insbesondere zum Datenschutz und zu allgemeinen Geschäftsbedingungen, einhalten
- f)Finanzierungsarten unterscheiden und Kunden und Kundinnen über Finanzierungsmöglichkeiten beraten
- g)Vertragsverhandlungen führen und Verträge unterschriftsreif vorbereiten
- h)Ergebnisse für die nachhaltige Gestaltung der Kundenbeziehungen aufbereiten
12 Anwenden von Instrumenten aus dem Absatzmarketing und aus dem Vertrieb6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Mitbewerber sowie Marktentwicklungen beobachten und dabei Instrumente der Marktanalyse nutzen
- b)an der Entwicklung und Durchführung von Absatzmarketingmaßnahmen mitwirken
- c)Vertriebswege für unterschiedliche Produkt- und Zielgruppen sowie die damit verbundenen Kosten ermitteln und beurteilen
- d)Kundendaten systematisch auswerten und für die Durchführung von vertrieblichen Maßnahmen nutzen
13 Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle6 Wochen im 1. bis 18. Monat
- a)Informationen des externen Rechnungswesens für Steuerungs- und Kontrollprozesse nutzen
- b)Ergebnisse der Kosten-und-Leistungs-Rechnung unter Nutzung von branchenüblichen Kennzahlen analysieren und Schlussfolgerungen ableiten
- c)Daten für das Rechnungswesen beschaffen und aufbereiten sowie betriebliche Kennzahlen ermitteln
- d)Kosten für Eigen- und Fremdleistungen kalkulieren
- e)Instrumente des Forderungs- und Verbindlichkeits-Managements anwenden
14 Beschaffen von Hard- und Software sowie von Dienstleistungen2 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedarf an IT-Produkten und an Dienstleistungen ermitteln
- b)Produktinformationen einholen und unter wirtschaftlichen und fachlichen Gesichtspunkten auswerten
- c)Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen, vergleichen und bewerten
- d)Vertragsarten, insbesondere Lizenzmodelle, unterscheiden und auswählen
- e)Vertragsverhandlungen unter Berücksichtigung von Vollmachten führen
- f)Bestellvorgänge planen und durchführen sowie Lieferungen und Leistungen kontrollieren
- g)Maßnahmen bei Vertragsstörungen unter Einhaltung der rechtlichen Regelungen und betrieblichen Vorgaben ergreifen
Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten5 Positionen
1 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht,
- a)wesentliche Inhalte und Bestandteile des Ausbildungsvertrages darstellen, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
- b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
- c)arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Arbeitsbereich geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
- d)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
- e)Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen und die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln
- f)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden und beruflich relevante Informationsquellen nutzen
- g)berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
- a)die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Zusammenhänge zwischen den Geschäftsprozessen erläutern
- b)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- c)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien3 Wochen im 1. bis 15. Monat
- a)gegenseitige Wertschätzung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt bei betrieblichen Abläufen praktizieren
- b)Strategien zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien anwenden und im virtuellen Raum unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte Dritter zusammenarbeiten
- c)insbesondere bei der Speicherung, Darstellung und Weitergabe digitaler Inhalte die Auswirkungen des eigenen Kommunikations- und Informationsverhaltens berücksichtigen
- d)bei der Beurteilung, Entwicklung, Umsetzung und Betreuung von IT-Lösungen ethische Aspekte reflektieren
Häufige Fragen
Muss ich als Kaufmann für IT-System-Management auch technische Arbeiten eintragen?
Ja, wenn Sie sie ausgeführt haben. Der Beruf verbindet Technik und Kaufmännisches, etwa das Einrichten von Arbeitsplätzen und das Erstellen von Angeboten. Tragen Sie beides so ein, wie es in Ihrer Woche vorkam.
Wer führt das Berichtsheft und wer sieht es durch?
Sie führen den Nachweis selbst (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG). Ihr Ausbildender sieht ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Üblich ist eine regelmäßige Unterschrift von Ausbilder und, wenn verlangt, Ihnen.
Zählt das Berichtsheft für die Abschlussprüfung?
Es ist Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG), wird aber nicht bewertet. Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses fließt der Nachweis nicht in die Note ein.
Wie ausführlich müssen die Einträge sein?
Kurz und konkret genügt. Nennen Sie Tätigkeit, Zweck und Ergebnis in ein bis zwei Sätzen, zum Beispiel welches System Sie eingerichtet oder welches Angebot Sie erstellt haben. Klären Sie Umfang und Form mit Ihrem Ausbilder und Ihrer Kammer.
Quellen
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
Demo ansehenDem Betrieb zeigen