Berichtsheft als Kaufmann im E-Commerce: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft einer Kauffrau oder eines Kaufmanns im E-Commerce gehören die Aufgaben aus Sortimentspflege, Onlineshop, Beschaffung, Auftragsabwicklung, Kundenkommunikation und Online-Marketing sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Personenbezogene Angaben von Kunden haben im Nachweis nichts verloren. Zwei Beispielwochen zeigen den Aufbau für das erste und das dritte Ausbildungsjahr.
Stand: 21.10.2026
Was als Kaufmann im E-Commerce ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im E-Commerce und zur Kauffrau im E-Commerce (E-Commerce-Kaufleute-Ausbildungsverordnung), in Kraft seit dem 1. August 2018. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wahlqualifikationen sieht die Verordnung nicht vor; alle Auszubildenden lernen dieselben Inhalte.
Der Ausbildungsrahmenplan nennt berufsprofilgebende und integrativ vermittelte Berufsbildpositionen. Berufsprofilgebend sind:
- Online-Vertriebskanal auswählen und einsetzen
- Waren- oder Dienstleistungssortiment mitgestalten und online bewirtschaften
- Beschaffung unterstützen
- Vertragsanbahnung im Online-Vertrieb gestalten
- Verträge aus dem Online-Vertrieb abwickeln
- Kundenkommunikation gestalten
- Online-Marketing entwickeln und umsetzen
- Kaufmännische Steuerung und Kontrolle nutzen
- Dazu integrativ: Berufsbildung sowie arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Bedeutung und Struktur des E-Commerce, Kommunikation und Kooperation, projektorientierte Arbeitsweisen im E-Commerce
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Kennenlernen des Onlineshops: Aufbau von Kategorien, Artikelseiten und Warenkorb durchgegangen, Unterweisung zu Datenschutz und Arbeitssicherheit | 8 |
| Dienstag | Sortimentspflege: Artikeldaten nach Vorgabe im Shopsystem angelegt, Produkttexte auf Rechtschreibung und Vollständigkeit geprüft, Produktbilder zugeordnet | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Geschäftsprozesse im Betrieb, Grundlagen des Kaufvertrags, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Auftragsbearbeitung unter Anleitung: eingegangene Bestellungen auf Vollständigkeit kontrolliert, Zahlungseingänge abgeglichen, Versandaufträge an das Lager weitergegeben | 8 |
| Freitag | Kundenservice mit der Kollegin: Anfragen im Postfach nach Vorlage beantwortet, Retourenmeldungen erfasst, Lagerbestand einzelner Artikel mit dem Shopsystem abgeglichen | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Online-Marketing: Kennzahlen der letzten Kampagne ausgewertet, Newsletter für eine Aktion geplant, Betreffzeilen und Ablauf mit der Abteilungsleitung abgestimmt | 8 |
| Dienstag | Beschaffung: Angebote von Lieferanten für ein neues Produktsegment verglichen, Bestellvorschlag mit Mengen und Terminen erstellt, Rückfragen mit dem Einkauf geklärt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Online-Marketing, Kosten- und Leistungsrechnung, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Sortimentsbewirtschaftung: Preise und Lagerbestände ausgewertet, Artikel mit niedriger Nachfrage gesichtet, Vorschlag zur Aktualisierung der Artikelseiten vorbereitet | 8 |
| Freitag | Projektarbeit: Einführung eines weiteren Verkaufskanals geplant, Aufgaben und Zeitplan beschrieben, Zwischenstand vorgestellt, Kennzahlen zu Umsatz und Retourenquote ausgewertet | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Zustandekommen eines Kaufvertrags im Fernabsatz“ oder „Kennzahlen im Online-Marketing“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; die Reihenfolge legt Ihre Berufsschule fest. Bei Blockunterricht notieren Sie für die Schulwochen die Unterrichtsthemen statt der Arbeit im Betrieb.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis. Für den Berufsschulunterricht stellt der Betrieb Sie frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG).
Formulierungen im Onlinehandel
| Statt | Besser |
|---|---|
| Im Shop gearbeitet | Artikeldaten im Shopsystem gepflegt, Beschreibungen, Preise und Bilder auf Vollständigkeit geprüft |
| Bestellungen gemacht | Eingegangene Bestellungen kontrolliert, Zahlungsstatus abgeglichen, Versandaufträge ausgelöst |
| Mit Kunden geschrieben | Kundenanfragen nach Vorlage beantwortet, Retourenfälle erfasst und an die zuständige Kollegin weitergegeben |
| Marketing gemacht | Newsletter für eine Aktion vorbereitet, Zielgruppe und Zeitplan abgestimmt, Ergebnisse der letzten Kampagne ausgewertet |
| Einkauf geholfen | Lieferantenangebote nach Preis und Lieferzeit verglichen, Bestellvorschlag erstellt |
Kundendaten, Fachberichte und zuständige Stelle
Im Onlinehandel arbeiten Sie mit Bestell-, Adress- und Zahlungsdaten. Im Berichtsheft steht nichts Personenbezogenes: keine Kundennamen, keine Anschriften, keine Bestellnummern einzelner Kunden. Schreiben Sie „Bestellungen kontrolliert“ oder „Retoure erfasst“, ohne den Fall zu beschreiben. Auszubildende müssen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Das gilt auch für interne Zahlen wie Umsätze, Einkaufspreise und Lieferkonditionen. Das Heft kann von Ausbilder, Berufsschule und Prüfungsausschuss gelesen werden.
Zuständige Stelle ist die IHK. Ob zusätzlich Fachberichte verlangt werden, bestimmt Ihr Betrieb oder die IHK; fragen Sie Ihren Ausbilder.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung hat nach der Ausbildungsordnung zwei Teile. Eine Zwischenprüfung nennt die Verordnung nicht. Teil 1 findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt und prüft schriftlich „Sortimentsbewirtschaftung und Vertragsanbahnung“. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und hat die Prüfungsbereiche „Geschäftsprozesse im E-Commerce“, „Kundenkommunikation im E-Commerce“, „Wirtschafts- und Sozialkunde“ sowie ein Fachgespräch zu einem projektbezogenen Prozess im E-Commerce.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im E-Commerce und zur Kauffrau im E-Commerce (EComKflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten8 Positionen
1 Online-Vertriebskanal auswählen und einsetzen16 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)Online-Vertriebskanäle nach Leistungsumfang, Leistungsfähigkeit, Einsatzbereichen und Wirtschaftlichkeit unterscheiden und auswählen
- b)Nutzerverhalten auswerten und Verbesserungsvorschläge für den Online-Vertrieb ableiten
- c)Prozessabläufe analysieren und Konzept für anwenderfreundliche Benutzeroberfläche weiterentwickeln
- d)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben, insbesondere zu Informationspflichten, Wettbewerbsrecht, Markenschutz, Urheberrecht und Datenschutz, beim Einsatz des Online-Vertriebskanals einhalten
- e)technische und organisatorische Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz neuer Online-Vertriebskanäle im Zusammenhang mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen einschätzen und Maßnahmen ableiten
- f)bei der Weiterentwicklung und Optimierung der Systeme des Online-Vertriebs mit internen und externen Dienstleistern kooperieren, Dienstleistungsumfang definieren und Leistungserbringung kontrollieren
2 Waren- oder Dienstleistungssortiment mitgestalten und online bewirtschaften16 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)Produktdaten zu Waren oder Dienstleistungen beschaffen, ergänzen und aufbereiten
- b)Produkte kategorisieren, einstellen und verkaufsfördernd präsentieren
- c)rechtliche Regelungen, insbesondere zu Informationspflichten, Wettbewerbsrecht, Markenschutz, Urheberrecht und Datenschutz, bei der Gestaltung des Sortiments einhalten
- d)Serviceleistungen und Zusatzangebote im Online-Vertriebssystem hinterlegen und Angebotsregeln festlegen
- e)Bezahlsysteme auswählen und einsetzen
- f)Potenziale anderer Vertriebskanäle beurteilen und Möglichkeiten der Nutzung prüfen
- g)Testmethoden zur laufenden Optimierung des Nutzungsprozesses einsetzen und Ergebnisse auswerten
- h)qualitätssichernde Maßnahmen anwenden
- i)bei Preiskalkulationen mitwirken
- j)Vorschläge für die kunden- und ertragsorientierte Weiterentwicklung des Sortiments erarbeiten
3 Beschaffung unterstützen10 Wochen im 1. bis 15. Monat
- a)Nachfrage nach Waren oder Dienstleistungen im Online-Vertriebskanal ermitteln und Schlussfolgerungen für Beschaffung ableiten
- b)für den Online-Vertrieb relevante Produktdaten festlegen und deren Bereitstellung sicherstellen
- c)Waren- oder Datenfluss als Händler oder Vermittler sicherstellen, Bestandsführung unterstützen, Schwachstellen analysieren und Prozesse optimieren
- d)Absatzzahlen für die Beschaffung aufbereiten
4 Vertragsanbahnung im Online-Vertrieb gestalten17 Wochen im 1. bis 15. Monat
- a)Übersicht der ausgewählten Waren oder Dienstleistungen dem Kunden oder der Kundin bereitstellen
- b)Kundendaten- und Zahlungsdatenerfassung benutzerfreundlich gestalten
- c)Kundendaten und Zahlungsdaten erheben und im System verarbeiten
- d)Maßnahmen zur Verhinderung von Zahlungsausfällen einsetzen
- e)Bezahlverfahren kundenbezogen bereitstellen
- f)Wege der Übermittlung und Bereitstellung von Waren oder Dienstleistungen auswählen und dem Kunden oder der Kundin anbieten
- g)rechtliche Regelungen, insbesondere zum Datenschutz, zu allgemeinen Geschäftsbedingungen und zum Fernabsatz, einhalten
- h)Vertragsangebot des Kunden oder der Kundin erfassen und Bedingungen der Vertragserfüllung prüfen
- i)Auftragsdaten für den Kunden oder die Kundin verständlich darstellen und für nachfolgende Prozesse bereitstellen
5 Verträge aus dem Online- Vertrieb abwickeln4 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)sicherstellen, dass der Kunde oder die Kundin über das Zustandekommen des Vertrags informiert wird
- b)bei Störungen der Datenübermittlung für die Vertragserfüllung Maßnahmen ergreifen
- c)bei der Vertragserfüllung entstehende Störungen bearbeiten und dabei die rechtlichen und betrieblichen Vorgaben einhalten
- d)waren- oder dienstleistungsbezogene Rückabwicklungsprozesse organisieren
6 Kundenkommunikation gestalten13 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)Kommunikationskanäle auswählen, einsetzen und die Auswahl auf Grundlage des Kundenverhaltens anpassen
- b)Kundenanliegen aufnehmen und bearbeiten
- c)rechtliche Regelungen, insbesondere zum Datenschutz, bei der Kundenkommunikation und bei deren Auswertung einhalten
- d)Schnittstellen von Kommunikationskanälen berücksichtigen
- e)Kommunikation zielgruppenorientiert, verkaufsfördernd und situationsgerecht gestalten, unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben auswerten und diese Auswertung bei der Gestaltung und Optimierung des Sortiments berücksichtigen
7 Online-Marketing entwickeln und umsetzen18 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)zielgruppen- und produktgruppengerechte Online-Marketingmaßnahmen entwickeln und dabei insbesondere Neukundengewinnung, Bestandskundenbindung und Kundenreaktivierung berücksichtigen
- b)Nutzungs- und Kundendaten zum Zweck der zielgerichteten Werbeansprache über Online-Werbekanäle erheben und verarbeiten sowie Handlungsvorschläge entwickeln
- c)Inhalt für verschiedene Online-Werbekanäle und -formate auswählen und bereitstellen sowie Umsetzungsvarianten testen und auswerten
- d)Instrumente des Online-Marketings einsetzen, die Erstellung und Ausspielung von Werbung organisieren sowie die Platzierung der Online-Werbung prüfen
- e)die Ausgestaltung der Kontaktstrecke von der Werbung bis zum Kauf (Customer Journey) im Online-Vertriebskanal planen und optimieren
- f)den Werbeerfolg unter Kosten-Nutzen-Aspekten messen und Maßnahmen ableiten
- g)rechtliche Regelungen des Online-Marketings einhalten, insbesondere zu Informationspflichten, Wettbewerbsrecht, Markenschutz, Urheberrecht und Datenschutz
- h)Marketingmaßnahmen von Wettbewerbern beobachten und auswerten sowie Verbesserungsvorschläge für den Betrieb ableiten
8 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle nutzen16 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)Ergebnisse der Kosten-und-Leistungs-Rechnung analysieren und Schlussfolgerungen ableiten
- b)Informationen des externen Rechnungswesens für Steuerungs- und Kontrollprozesse nutzen
- c)betriebliche, insbesondere nutzungs- und sortimentsbezogene Kennzahlen zum Online-Vertrieb ermitteln und bewerten sowie Schlussfolgerungen ableiten
- d)Statistiken erstellen und auswerten
- e)Kundenwertanalysen durchführen und Schlussfolgerungen ableiten
- f)betriebliche Prozesse, insbesondere bei Online-Vertriebs- und Kommunikationskanälen sowie bei der Vertragsabwicklung, analysieren, Schlussfolgerungen ableiten, Maßnahmen vorschlagen und an deren Umsetzung mitwirken
- g)Kennzahlen der waren- oder dienstleistungsbezogenen Reklamationen, Widerrufe, Rücktritte, Retouren oder Stornierungen sowie daraus folgende Rückabwicklungen analysieren und Schlussfolgerungen ableiten
Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten7 Positionen
1 Berufsbildung sowie arbeits- und sozialrechtliche Vorschriftenwährend der gesamten Ausbildung
- a)wesentliche Inhalte und Bestandteile des Ausbildungsvertrages darstellen, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
- b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
- c)arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Arbeitsbereich geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
- d)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
- e)Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen und die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln
- f)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden und beruflich relevante Informationsquellen nutzen
- g)berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
- a)die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Zusammenhänge zwischen den Geschäftsprozessen erläutern
- b)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- c)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Bedeutung und Struktur des E-Commerce4 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)die Funktion des E-Commerce für die Gesamtwirtschaft und für die Gesellschaft erläutern
- b)Einflüsse der digitalen Infrastruktur, des Geschäftsmodells, der Vertriebswege und Kommunikationskanäle, der Sortiments- und Preisgestaltung sowie des Standortes auf die Stellung des Ausbildungsbetriebes am Markt einschätzen
- c)rechtliche und technische Entwicklungen verfolgen und Auswirkungen auf Systeme und Prozesse des Online-Vertriebs ableiten
- d)bei der Entwicklung neuer Geschäftsideen mitwirken
6 Kommunikation und Kooperation4 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)situationsgerecht und zielorientiert kommunizieren sowie Ergebnisse dokumentieren
- b)Wertschätzung, Respekt und Vertrauen als Grundlage erfolgreichen Handelns berücksichtigen
- c)soziokulturelle Unterschiede im Arbeitsprozess berücksichtigen
- d)Ursachen von Konflikten und Kommunikationsstörungen erkennen und zu deren Lösung beitragen
- e)deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
- f)im Ausbildungsbetrieb übliche englischsprachige Informationen auswerten
- g)Informationen einholen und Auskünfte erteilen, auch in englischer Sprache
7 Projektorientierte Arbeitsweisen im E-Commerce14 Wochen im 1. bis 15. Monat
- a)Projekte planen, strukturieren, koordinieren, umsetzen und auswerten
- b)Informations- und Kommunikationsstrukturen für die Projektarbeit einrichten und nutzen
- c)Projektabläufe an veränderte Anforderungen anpassen
- d)Projektabläufe und -ergebnisse dokumentieren und präsentieren sowie Schlussfolgerungen ableiten
Häufige Fragen
Was schreibe ich als Kaufmann im E-Commerce ins Berichtsheft?
Die Aufgaben der Woche, zum Beispiel Sortimentspflege, Auftragsabwicklung, Kundenanfragen, Beschaffung und Online-Marketing, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte mit konkreter Handlung sind besser als „Shop betreut“.
Darf ich Kundennamen oder Bestellnummern ins Berichtsheft schreiben?
Nein, das ist nicht nötig und sollte unterbleiben. Beschreiben Sie die Tätigkeit ohne Namen, Anschriften und Bestellnummern einzelner Kunden. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Gibt es bei Kaufleuten im E-Commerce Wahlqualifikationen?
Nein. Die Verordnung nennt berufsprofilgebende und integrativ vermittelte Inhalte, aber keine Wahlqualifikationen. Ihr individueller Ausbildungsplan zeigt, wann welche Inhalte im Betrieb dran sind.
Muss ich das Berichtsheft schon zu Teil 1 der Abschlussprüfung vorlegen?
Ja, die Zulassungsvoraussetzungen gelten nach § 44 Absatz 2 BBiG auch für Teil 1. Dazu gehört der Ausbildungsnachweis nach § 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG. Teil 1 liegt in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im E-Commerce und zur Kauffrau im E-Commerce (EComKflAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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