Berichtsheft als Hauswirtschafter: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft als Hauswirtschafter gehören die Tätigkeiten, die Sie in Ihrer Ausbildung tatsächlich ausgeführt haben: Speisen zubereiten und servieren, Räume und Textilien reinigen und pflegen, Menschen im Alltag betreuen, Einkauf und Lagerhaltung, Hygiene sowie Planung und Abrechnung hauswirtschaftlicher Leistungen. Dazu kommen die Themen des Berufsschulunterrichts. Auf dieser Seite finden Sie zwei Beispielwochen, Formulierungshilfen und Hinweise zu Prüfung und Zulassung.
Stand: 21.10.2026
Was als Hauswirtschafter ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Hauswirtschafter und zur Hauswirtschafterin (HaWiAusbV). Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Es gibt drei Schwerpunkte: personenbetreuende, serviceorientierte oder ländlich-agrarische Dienstleistungen. Welchen Schwerpunkt Sie haben, steht in Ihrem Ausbildungsvertrag.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Hauswirtschaftliche Betreuungsbedarfe ermitteln und Betreuungsleistungen erbringen
- Verpflegung planen sowie Speisen und Getränke zubereiten und servieren
- Räume und Wohnumfeld reinigen, pflegen und gestalten
- Textilien einsetzen, reinigen und pflegen
- Hauswirtschaftliche Arbeitsprozesse planen, durchführen und bewerten
- Gebrauchs- und Verbrauchsgüter sowie Geräte und Maschinen beschaffen, lagern und einsetzen
- Hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen kalkulieren, erstellen und vermarkten
- Qualitätssichernde Maßnahmen und Hygienemaßnahmen durchführen
- Im Team arbeiten, Personen anleiten und bei der Personaleinsatzplanung mitwirken
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Frühstück für 24 Bewohner vorbereitet und angerichtet, Geschirr in der Spülstraße gespült, Wochenspeiseplan mit der Hauswirtschaftsleitung durchgesprochen | 8 |
| Dienstag | Zimmer nach Reinigungsplan gereinigt, Reinigungsmittel nach Dosiertabelle angesetzt, Bettwäsche gewechselt und Wäsche nach Temperaturen sortiert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Hygiene in der Küche, Nährstoffe und Lebensmittelkunde, Arbeitsplanung | 8 |
| Donnerstag | Mittagessen mitgekocht (Kartoffeln, Gemüse, Soße), Temperaturen der Speisen im HACCP-Protokoll eingetragen, Wareneingang kontrolliert und eingelagert | 8 |
| Freitag | Wäsche gebügelt und gefaltet, Gemeinschaftsraum für die Kaffeerunde eingedeckt, Kühlschrank-Temperaturen kontrolliert, Wochenbericht besprochen | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Dienstplan für die Hauswirtschaft der Woche mitgeplant, Auszubildende im ersten Jahr bei der Reinigung angeleitet, Bestellung für den Wochenbedarf erstellt | 8 |
| Dienstag | Betrieblichen Auftrag vorbereitet: Buffet für eine Feier mit 40 Gästen geplant, Rezepte auf die Gästezahl umgerechnet, Kosten pro Portion kalkuliert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Kalkulation von Dienstleistungen, Wirtschafts- und Sozialkunde, Prüfungsvorbereitung | 8 |
| Donnerstag | Buffet zubereitet und serviert, Gäste betreut, Nachkalkulation erstellt und mit der Vorkalkulation verglichen | 8 |
| Freitag | Betreuungsbedarf einer Bewohnerin im Gespräch ermittelt, Tagesangebot angepasst, Inventur der Vorräte durchgeführt, Auftrag für die Präsentation ausgewertet | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Hauswirtschafters
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Speiseplanung, Textilpflege, Reinigungsverfahren oder Kalkulation. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Hauswirtschafter
| Statt | Besser |
|---|---|
| Küche geholfen | Mittagessen für 30 Personen mitgekocht, Gemüse geputzt und geschnitten, Kerntemperatur im Protokoll eingetragen |
| Zimmer geputzt | Bewohnerzimmer nach Reinigungsplan gereinigt, Oberflächen desinfiziert, Wischmethode und Dosierung beachtet |
| Wäsche gemacht | Wäsche nach Material und Temperatur sortiert, Programm gewählt, Textilien gebügelt und zusammengelegt |
| Eingekauft | Wochenbedarf anhand der Bestandsliste ermittelt, Lieferung geprüft und nach dem Prinzip first in, first out eingelagert |
| Mit Bewohnern gearbeitet | Beschäftigungsangebot vorbereitet, drei Bewohner beim Backen angeleitet, Wünsche zur Verpflegung aufgenommen |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Hauswirtschafter werden in Einrichtungen wie Seniorenheimen, Kliniken, Kitas, Hotels, Tagungshäusern, Jugendhilfeeinrichtungen und landwirtschaftlichen Betrieben ausgebildet. Zuständige Stelle ist je nach Bundesland in der Regel die Landwirtschaftskammer oder eine vom Land bestimmte Stelle. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Namen von Bewohnern, Gästen oder Kunden brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Ausbildung enthält eine Zwischenprüfung im vierten Ausbildungshalbjahr. Die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung besteht aus fünf Prüfungsbereichen: Versorgungs- und Betreuungsleistungen planen und umsetzen, Produkte und Dienstleistungen erstellen und vermarkten (nach Ihrem Schwerpunkt, mit einem betrieblichen Auftrag und Präsentation), Verpflegung planen, Textilien, Räume und Wohnumfeld beurteilen, reinigen und pflegen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Hauswirtschafter und zur Hauswirtschafterin (HaWiAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: schwerpunktübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten13 Positionen
1 Hauswirtschaftliche Betreuungsbedarfe personen-, zielgruppen- und situationsorientiert ermitteln4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung von hauswirtschaftlichen Betreuungsleistungen für die Lebensqualität, insbesondere zur selbstbestimmten Lebensführung und gesellschaftlichen Teilhabe, erläutern
- b)individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten sowie Interessen und Erwartungen, auch unter Bezugnahme auf kulturelle Identitäten, ermitteln
- c)Methoden der Bedarfsermittlung personen-, zielgruppen- und situationsorientiert auswählen und anwenden
- d)Kommunikationstechniken zur Bedarfsermittlung personen-, zielgruppen- und situationsorientiert anwenden
- e)Ressourcen und individuelle Voraussetzungen zur Deckung von Bedarfen identifizieren
- f)Bedarfe und Ressourcen dokumentieren sowie Ziele ableiten
2 Hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen erbringen10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)hauswirtschaftliche Betreuungsmaßnahmen anbieten, mit Kunden und Kundinnen abstimmen und durchführen
- b)hauswirtschaftliche Versorgungsmaßnahmen zur Aktivierung und Motivation zu betreuender Personen einsetzen
- c)Wertschätzung, Respekt und Vertrauen als Grundlage des Handelns berücksichtigen
- d)Kommunikationstechniken personen-, zielgruppen- und situationsorientiert anwenden
- e)berufsbezogene Regelungen bei der Durchführung von Betreuungsmaßnahmen berücksichtigen
- f)hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen planen, insbesondere unter Berücksichtigung von Biographie, Lebens- und Gesundheitssituation und sozialem Umfeld sowie von Haushalts- und Wohnform
- g)personenunterstützende und -fördernde hauswirtschaftliche Betreuungsmaßnahmen zum Erhalt und Aufbau von Kompetenzen zur selbstbestimmten Lebensführung auswählen und durchführen
- h)hauswirtschaftliche Betreuungsmaßnahmen in ihrer Wirkung überprüfen und dokumentieren
- i)Konflikte erkennen und Möglichkeiten der Konfliktlösung anwenden
- j)Notfälle erkennen und Maßnahmen einleiten
3 Hauswirtschaftliche Versorgungsbedarfe personen-, zielgruppen- und situationsorientiert ermitteln4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung und Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung erläutern
- b)individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten sowie Interessen und Erwartungen, auch unter Bezugnahme auf kulturelle Identitäten, ermitteln
- c)Methoden der Bedarfsermittlung personen-, zielgruppen- und situationsorientiert auswählen und anwenden
- d)Kommunikationstechniken zur Bedarfsermittlung personen-, zielgruppen- und situationsorientiert anwenden
- e)Ressourcen und individuelle Voraussetzungen zur Deckung von Bedarfen identifizieren
- f)Bedarfe und Ressourcen dokumentieren sowie Ziele ableiten
4 Verpflegung planen sowie Speisen und Getränke zubereiten und servieren10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 8 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung von Ernährung und Mahlzeiten für Gesundheit, Wohlbefinden und Zusammenleben erläutern
- b)Zubereitungsverfahren in Abhängigkeit vom Verarbeitungsgrad auswählen
- c)Rohprodukte und vorgefertigte Produkte auf qualitative Beschaffenheit und Verwendbarkeit prüfen
- d)Lebensmittel nährstoffschonend vorbereiten, verarbeiten, haltbar machen und lagern und dabei lebensmittelrechtliche Regelungen beachten
- e)Speisen und Getränke unter Berücksichtigung von Rezepturen zubereiten
- f)Tische anlassbezogen eindecken und gestalten
- g)Speisen und Getränke anrichten und servieren
- h)Speisen und Getränke personen- und anlassorientiert auswählen und dabei insbesondere Ernährungsbedürfnisse und -gewohnheiten, Ernährungstrends sowie ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen
- i)Nährwertgehalt von Speisen berechnen und anhand von Referenzwerten beurteilen
- j)Speisepläne personenorientiert und zielgruppenorientiert erstellen und dabei regionale und saisonale Aspekte sowie Ernährungsbedarfe berücksichtigen
- k)Verpflegungssysteme und Speisenverteilsysteme im Hinblick auf Personenorientierung und Funktionalität sowie auf Schonung von Ressourcen beurteilen und einsetzen
5 Räume und Wohnumfeld reinigen, pflegen und gestalten8 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung der Gestaltung, Pflege und Reinigung von Räumen und des Wohnumfeldes für die Lebensqualität erläutern
- b)Einrichtung von Räumen und Gestaltung des Wohnumfeldes unter Nutzungsgesichtspunkten beurteilen
- c)Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemaßnahmen unter Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten durchführen
- d)Ergebnisse von Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemaßnahmen bewerten und dokumentieren
- e)Räume und Wohnumfeld anlassbezogen gestalten und dekorieren
- f)Reinigung und Pflege von Räumen sowie Wohnumfeld anforderungsbezogen planen
- g)Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegeverfahren auswählen
- h)bei der Planung der Ausstattung und Einrichtung von Räumen und des Wohnumfeldes mitwirken
6 Textilien einsetzen, reinigen und pflegen6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung der Art und Pflege von Textilien für Gebrauch und Wohlbefinden erläutern
- b)Eigenschaften von Fasern und Geweben bewerten
- c)Textilien in Abhängigkeit von Verwendungszwecken einsetzen
- d)Maßnahmen zur Textilreinigung, -desinfektion und -pflege durchführen
- e)Ergebnisse von Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemaßnahmen bewerten und dokumentieren
- f)Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegeverfahren auswählen und dabei insbesondere Werterhaltung, Hygiene und Ressourcenschonung berücksichtigen
- g)Ausbesserung und Instandsetzung von Textilien nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten durchführen
7 Hauswirtschaftliche Arbeitsprozesse planen, durchführen und bewerten6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Handlungsbedarfe ermitteln sowie Arbeitsaufträge entgegennehmen und prüfen
- b)Arbeitsabläufe, -verfahren und -techniken unter Berücksichtigung betrieblicher Standards aufgaben- und kundenorientiert auswählen
- c)Arbeitsprozesse und Arbeitsschritte unter Berücksichtigung von Betriebsstrukturen und Zeitmanagement planen
- d)Arbeitsplätze, insbesondere unter Berücksichtigung ergonomischer und funktionaler Aspekte, einrichten
- e)Arbeitsaufgaben unter Berücksichtigung betrieblicher Gegebenheiten sowie ökonomischer und ökologischer Aspekte durchführen und Arbeitsabläufe steuern
- f)Arbeitsergebnisse kontrollieren, bewerten und dokumentieren
- g)Möglichkeiten zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und -ergebnissen identifizieren und Arbeitsabläufe optimieren
- h)nachhaltiges Handeln für den eigenen Arbeitsbereich weiterentwickeln
- i)bei der Beurteilung und Planung von Betriebseinrichtungen mitwirken
8 Gebrauchs- und Verbrauchsgüter sowie Geräte und Maschinen beschaffen, lagern und einsetzen6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Gebrauchs- und Verbrauchsgüter sowie Geräte und Maschinen auftragsbezogen sowie unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten auswählen und ihren Einsatz planen
- b)Geräte und Maschinen vorbereiten, einsetzen, reinigen und pflegen und dabei Betriebsanleitungen beachten
- c)Störungen an Geräten und Maschinen erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung der Störungen ergreifen
- d)Gebrauchs- und Verbrauchsgüter annehmen und kontrollieren, Lieferbelege prüfen und Annahme dokumentieren
- e)Gebrauchs- und Verbrauchsgüter lagern sowie Lagerbedingungen kontrollieren, steuern und dokumentieren
- f)Verbrauchsdaten erheben und bewerten
- g)Bedarf an Gebrauchs- und Verbrauchsgütern ermitteln sowie Bestellungen durchführen
- h)Gebrauchs- und Verbrauchsgüter insbesondere unter Berücksichtigung von Herkunft, Herstellung und langfristiger Nutzbarkeit beschaffen
- i)Rest- und Wertstoffe entsorgen
- j)Warenwirtschaftssysteme anwenden
9 Hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen kalkulieren, erstellen und vermarkten4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 5 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Entwicklungen am Markt beobachten und bewerten
- b)betriebliche Leistungsangebote mit Angeboten auf dem Markt vergleichen
- c)Produkte und Dienstleistungen präsentieren
- d)Dienstleistungen erbringen und Produkte herstellen und dabei rechtliche Grundlagen, insbesondere des Verbraucherschutzes und der Haftung, einhalten
- e)Abrechnungssysteme anwenden
- f)die Wirkungen des eigenen Erscheinungsbildes und Auftretens einschätzen und beim Umgang mit Kunden und Kundinnen berücksichtigen
- g)Angebote zielgruppen- und adressatengerecht entwickeln
- h)Kosten und Kostenstrukturen ermitteln
- i)bei der Vergabe von Dienstleistungen mitwirken
- j)über hauswirtschaftliche Leistungsangebote informieren und beraten
- k)Finanzierungsmöglichkeiten hauswirtschaftlicher Produkte und Dienstleistungen aufzeigen
- l)Reklamationen entgegennehmen und bearbeiten sowie Lösungen aufzeigen
10 Qualitätssichernde Maßnahmen durchführen6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung des Qualitätsmanagements für die Planung, Durchführung und Verbesserung von Arbeitsprozessen erläutern
- b)betriebliches Qualitätssicherungssystem anwenden, insbesondere qualitätssichernde Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen einleiten und durchführen
- c)Qualität von hauswirtschaftlichen Leistungen beurteilen und dokumentieren
- d)bei betrieblichen Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität mitwirken
11 Hygienemaßnahmen durchführen6 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Bedeutung von Hygiene, insbesondere Personal-, Produkt- und Betriebshygiene, für die Erhaltung der Gesundheit erläutern
- b)Gefährdungen erkennen und bewerten
- c)Hygienemaßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben und unter Beachtung rechtlicher Regelungen durchführen
- d)Ergebnisse bewerten und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Verbesserung ableiten
- e)Maßnahmen der Personal-, Produkt- und Betriebshygiene unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben und unter Beachtung rechtlicher Regelungen planen
12 Im Team arbeiten, Personen anleiten und bei der Personaleinsatzplanung mitwirken2 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)im Team wertschätzend arbeiten und dabei individuelle Ressourcen und kulturelle Identitäten berücksichtigen
- b)Personalbedarfe auftragsbezogen feststellen
- c)bei der Erstellung von Personaleinsatzplänen mitwirken
- d)Arbeitsaufgaben entsprechend den Qualifikationen und Kompetenzen übertragen
- e)Durchführung von Arbeitsleistungen koordinieren
- f)Personen aufgabenbezogen und teamorientiert anleiten
- g)mit angeleiteten Personen die durchgeführten Arbeiten reflektieren
- h)Konflikte erkennen und Möglichkeiten der Konfliktlösung anwenden
13 Mit angrenzenden Zuständigkeitsbereichen kooperieren4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)angrenzende Zuständigkeitsbereiche fall- und situationsbezogen identifizieren
- b)mit angrenzenden Zuständigkeitsbereichen als Team zusammenarbeiten
- c)Informationen unter Anwendung von Fachbegriffen austauschen
- d)Kooperationsbeziehungen entwickeln und pflegen
- e)Vorgehen interdisziplinär planen und abstimmen und dabei eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung berücksichtigen
- f)hauswirtschaftliche Dienstleistungen koordinieren
- g)Wirkungen hauswirtschaftlicher Dienstleistungen interdisziplinär überprüfen, hauswirtschaftliche Dienstleistungen anpassen und Anpassungen dokumentieren
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten im Schwerpunkt
1. Personenbetreuende Dienstleistungen1 Position
1 Hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen kalkulieren, erstellen und vermarkten16 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Produkte und Betreuungsangebote sowie Pläne zu deren Umsetzung auf der Grundlage von Betreuungsbedarfen, Ressourcen und Erwartungen projektförmig entwickeln
- b)Produkte und personenorientierte Dienstleistungen unter Berücksichtigung von Kosten, Kostenstrukturen und Kriterien zur Preisgestaltung kalkulieren
- c)Produkte herstellen und Dienstleistungen erbringen und dabei individuelle Besonderheiten von zu betreuenden Personen und Gruppen berücksichtigen
- d)zu betreuende Personen und Gruppen in hauswirtschaftliche Versorgungstätigkeiten einbeziehen und anleiten
- e)Wirkungen umgesetzter Angebote auf das Handeln, das Verhalten und die Zufriedenheit der zu betreuenden Personen und Gruppen erfassen und dokumentieren sowie hauswirtschaftliche Betreuungsmaßnahmen anpassen und steuern
- f)Produkte und Dienstleistungen präsentieren und vermarkten
- g)Kommunikationsprozesse personen-, zielgruppen- sowie situations- und lösungsorientiert gestalten
2. Serviceorientierte Dienstleistungen1 Position
1 Hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen kalkulieren, erstellen und vermarkten16 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Produkte und Versorgungsangebote sowie Pläne zu deren Umsetzung auf der Grundlage von Versorgungsbedarfen, Erwartungen, Wünschen und Ressourcen von Personen und Gruppen projektförmig entwickeln
- b)Angebote mit Kunden und Kundinnen abstimmen
- c)Produkte und serviceorientierte Dienstleistungen unter Berücksichtigung von Kosten, Kostenstrukturen und Kriterien zur Preisgestaltung kalkulieren
- d)Produkte herstellen und Dienstleistungen erbringen und dabei betriebliche und regionale Besonderheiten berücksichtigen
- e)Maßnahmen zur Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen entwickeln
- f)Produkte und Dienstleistungen präsentieren und vermarkten
- g)Kundenzufriedenheit erfassen und hauswirtschaftliche Versorgungsmaßnahmen anpassen und steuern
- h)Marktfähigkeit von Produkten und Dienstleistungen erfassen und bewerten
- i)Kommunikationsprozesse personen-, zielgruppen- sowie situations- und lösungsorientiert gestalten
3. Ländlich-agrarische Dienstleistungen1 Position
1 Hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen kalkulieren, erstellen und vermarkten16 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)ländlich-agrarische Produkte und Betreuungsangebote auf Grundlage von Erwartungen und Wünschen von Kunden und Kundinnen projektförmig entwickeln und dabei landwirtschaftliche Traditionen und das landwirtschaftliche Umfeld berücksichtigen
- b)ländlich-agrarische Produkte und Dienstleistungen unter Berücksichtigung von Kosten, Kostenstrukturen und Kriterien zur Preisgestaltung kalkulieren
- c)Produkte unter Berücksichtigung betriebseigener und regionaler Erzeugnisse herstellen und Dienstleistungen erbringen
- d)den betrieblichen Erzeuger-Verbraucher-Dialog im Zusammenhang mit der Entwicklung und Vermarktung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen mitgestalten
- e)Produkte und Dienstleistungen präsentieren und vermarkten
- f)Kundenzufriedenheit erfassen und ländlich-agrarische Produkte und Dienstleistungen anpassen und steuern
- g)Marktfähigkeit von ländlich-agrarischen Produkten und Dienstleistungen erfassen und bewerten
- h)Kommunikationsprozesse personen-, zielgruppen- und situationsorientiert gestalten
Abschnitt C: schwerpunktübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten5 Positionen
1 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Vermarktung und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgabe und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- und personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit2 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
- a)Informationen aus digitalen Netzen beschaffen und bewerten
- b)Vorschriften und betriebliche Richtlinien zum Datenschutz und zur Datensicherheit anwenden
- c)betriebliche IT-Systeme nutzen
- d)Daten eingeben, verarbeiten, übermitteln und empfangen
- e)Daten und Dokumente pflegen, sichern und archivieren sowie Daten analysieren
- f)Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten digital gesteuerter Systeme erkennen und Maßnahmen einleiten
- g)Einsatzmöglichkeiten und Eignung von digitalisierten Unterstützungssystemen beurteilen und diese einsetzen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Hauswirtschafter?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie wählen einen von drei Schwerpunkten: personenbetreuende, serviceorientierte oder ländlich-agrarische Dienstleistungen. Der Schwerpunkt bestimmt unter anderem den Inhalt des betrieblichen Auftrags in der Abschlussprüfung.
Was schreibe ich ins Berichtsheft, wenn ich nur Reinigung und Wäsche mache?
Tragen Sie genau das ein, mit Räumen, Verfahren und Mengen, zum Beispiel Reinigung nach Plan, Dosierung der Mittel oder Sortieren der Wäsche nach Temperatur. Der Ausbildungsrahmenplan verlangt auch Küche und Betreuung. Sprechen Sie mit Ihrem Ausbilder, wenn bestimmte Bereiche in Ihrem Betrieb fehlen.
Muss ich Namen von Bewohnern oder Gästen angeben?
Nein. Für den Nachweis genügt die Tätigkeit, zum Beispiel Beschäftigungsangebot für eine Gruppe vorbereitet. Namen und persönliche Angaben gehören aus Datenschutzgründen nicht hinein.
Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung bewertet?
Nein, nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis nicht bewertet. Er ist aber Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Führen Sie ihn deshalb regelmäßig und lassen Sie ihn von Ihrem Ausbilder durchsehen (§ 14 Absatz 2 BBiG).
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Hauswirtschafter und zur Hauswirtschafterin (HaWiAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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