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Berichtsheft als Immobilienkaufmann: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft einer Immobilienkauffrau oder eines Immobilienkaufmanns gehören die Aufgaben aus Vermietung, Verwaltung, Verkauf und Vermittlung, Bauvorhaben und kaufmännischer Steuerung sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Angaben zu Mietern, Eigentümern und Interessenten haben im Nachweis nichts verloren. Zwei Beispielwochen zeigen den Aufbau für das erste und das dritte Ausbildungsjahr.

Stand: 21.10.2026

Was als Immobilienkaufmann ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann und zur Immobilienkauffrau (ImmobKfmAusbV), in Kraft seit dem 1. August 2006. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Neben den gemeinsamen Inhalten werden zwei Wahlqualifikationseinheiten im Ausbildungsvertrag festgelegt. Zur Auswahl stehen Steuerung und Kontrolle im Unternehmen, Gebäudemanagement, Maklergeschäfte, Bauprojektmanagement und Wohnungseigentumsverwaltung.

Das Ausbildungsberufsbild nennt diese Positionen; Ihre Einträge lassen sich ihnen zuordnen:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagUnterweisung zu Datenschutz und Arbeitssicherheit, Aufbau des Unternehmens kennengelernt, Posteingang sortiert und den Abteilungen zugeordnet8
DienstagVermietung: Exposé für eine Wohnung nach Vorgabe aktualisiert, Anfragen im Postfach gesichtet und an den Sachbearbeiter weitergeleitet, Besichtigungstermine in den Kalender eingetragen8
MittwochBerufsschule: Grundlagen des Mietrechts, Buchführung, Wirtschafts- und Sozialkunde8
DonnerstagBestandsverwaltung: Objektakten nach Ablageplan geordnet, Stammdaten im Verwaltungsprogramm geprüft, Wohnungsübergabe mit einer Kollegin begleitet und Protokoll mitgeführt8
FreitagEingangsrechnungen von Handwerksbetrieben auf Vollständigkeit geprüft, Belege für die Buchhaltung vorbereitet, Schadensmeldungen in die Liste eingetragen8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagVerkauf: Unterlagen für ein Verkaufsobjekt zusammengestellt, Grundbuchauszug und Energieausweis auf Vollständigkeit geprüft, Exposé erstellt und mit dem Ausbilder abgestimmt8
DienstagBesichtigungstermin mit einem Interessenten durchgeführt, Objektmerkmale erläutert, Rückfragen notiert, Gesprächsnotiz angefertigt8
MittwochBerufsschule: Investitionsrechnung, Kaufvertrag und Grundbuch, Finanzierung8
DonnerstagWohnungseigentumsverwaltung: Einladung zur Eigentümerversammlung vorbereitet, Tagesordnung nach Vorgabe zusammengestellt, Wirtschaftsplan mit dem Sachbearbeiter durchgesehen8
FreitagSanierung begleitet: Angebote von drei Betrieben in einer Tabelle gegenübergestellt, Terminplan der Maßnahme aktualisiert, Kosten mit dem Budget abgeglichen8

Berufsschule im Berichtsheft

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Mietvertrag: Pflichten von Vermieter und Mieter“ oder „Wirtschaftlichkeitsrechnung“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; die Reihenfolge legt Ihre Berufsschule fest. Bei Blockunterricht notieren Sie für die Schulwochen die Unterrichtsthemen statt der Arbeit im Betrieb.

Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis. Für den Berufsschulunterricht stellt der Betrieb Sie frei (§ 15 BBiG).

Formulierungen für den Beruf Immobilienkaufmann

StattBesser
Mit Mietern telefoniertAnfragen zur Wohnung entgegengenommen, Sachverhalt notiert, an den zuständigen Sachbearbeiter weitergegeben
Wohnung vermietetExposé aktualisiert, Besichtigungstermine koordiniert, Unterlagen für den Mietvertrag nach Vorgabe vorbereitet
Bei der Verwaltung geholfenObjektakten geordnet, Stammdaten im Verwaltungsprogramm geprüft, Betriebskostenbelege für die Abrechnung sortiert
Verkauf unterstütztVerkaufsunterlagen auf Vollständigkeit geprüft, Exposé erstellt, Gesprächsnotiz zum Besichtigungstermin angefertigt
Bauprojekt begleitetAngebote verglichen, Terminplan der Sanierung aktualisiert, Kosten mit dem Budget abgeglichen

Datenschutz, Fachberichte und zuständige Stelle

In der Immobilienwirtschaft arbeiten Sie mit Daten von Mietern, Eigentümern und Interessenten. Im Berichtsheft steht nichts Personenbezogenes: keine Namen, keine Anschriften einzelner Mieter, keine Vertragsdetails, keine Angaben, an denen sich eine Person oder ein Objekt erkennen lässt. Schreiben Sie „Besichtigung durchgeführt“ oder „Unterlagen für den Mietvertrag vorbereitet“, ohne den Fall zu beschreiben. Auszubildende müssen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Das Heft kann von Ausbilder, Berufsschule und Prüfungsausschuss gelesen werden.

Zuständige Stelle ist in der Regel die IHK. Ob zusätzlich Fachberichte verlangt werden, bestimmt Ihr Betrieb oder die IHK; fragen Sie Ihren Ausbilder. Die Verordnung sieht einen schriftlichen Ausbildungsnachweis vor, den der Ausbildende regelmäßig prüft.

Zwischenprüfung, Abschlussprüfung und Zulassung

Die Verordnung sieht eine Zwischenprüfung möglichst in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres vor. Sie ist schriftlich und behandelt Ausbildungsbetrieb und Immobilienmarkt, Mietobjekte und Immobilienvermittlung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung hat vier Bereiche: Immobilienwirtschaft, kaufmännische Steuerung und Dokumentation, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie ein mündliches Kundengespräch mit Teambesprechung, das sich auf eine Ihrer gewählten Wahlqualifikationseinheiten bezieht.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau (ImmobKfmAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt I: Gemeinsame Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 127 Positionen

1 Der Ausbildungsbetrieb
1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur
  • a)Aufgaben, Aufbau und Entscheidungsstrukturen des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • b)Kapitalausstattung von immobilienwirtschaftlichen Unternehmen in Abhängigkeit von der Rechtsform beschreiben
  • c)die Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Behörden beschreiben
  • d)Zielsetzung und Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes und seine Stellung am Markt erläutern
  • e)Geschäftsausübung in eigenem Namen von der Geschäftsausübung im Auftrag Dritter unterscheiden
1.2 Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften
  • a)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis beachten
  • b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit dem Ausbildungsrahmenplan vergleichen
  • c)arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen, für das Unternehmen wichtige tarifvertragliche Regelungen, Dienst- und Betriebsvereinbarungen sowie Mitbestimmungsrechte beachten
  • d)wesentliche Inhalte des Arbeitsvertrages nennen
  • e)lebensbegleitendes Lernen als Voraussetzung für berufliche und persönliche Entwicklung nutzen, berufsbezogene Fortbildungsmöglichkeiten ermitteln
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • a)Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
1.4 Umweltschutz

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
1.5 Personalwirtschaft
  • a)Personalbedarf feststellen, Personalprofile erstellen
  • b)Aufgaben der Personalbetreuung wahrnehmen, insbesondere Auskünfte über Entgeltabrechnungen erteilen
  • c)Beginn und Beendigung von Arbeitsverhältnissen vorbereiten
2 Organisation, Information und Kommunikation
2.1 Arbeitsorganisation
  • a)die eigene Arbeit in Geschäftsprozesse einordnen, systematisch und qualitätsbewusst planen, durchführen und kontrollieren
  • b)Arbeitsprozesse dokumentieren
  • c)Möglichkeiten funktionaler und ergonomischer Arbeitsplatz- und Arbeitsraumgestaltung nutzen
  • d)Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation vorschlagen
  • e)unternehmerisches Denken entwickeln, rechtliche Regelungen zur Aufnahme selbstständiger Tätigkeit erläutern
2.2 Informations- und Kommunikationssysteme
  • a)Informations- und Kommunikationssysteme zur Umsetzung von Geschäftsprozessen fachbezogen anwenden
  • b)bei technischen Störungen Maßnahmen zu ihrer Behebung veranlassen
  • c)Daten pflegen und sichern
  • d)Vorschriften zum Datenschutz und zum Urheberrecht beachten
2.3 Teamarbeit und Kooperation
  • a)Auswirkungen von Information, Kommunikation und Kooperation auf Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg beachten
  • b)Aufgaben im Team planen und bearbeiten, Ergebnisse abstimmen und auswerten
  • c)zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen und Möglichkeiten der Konfliktlösung anwenden
2.4 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
  • a)fremdsprachige Fachbegriffe verwenden
  • b)fremdsprachige Informationen auswerten
  • c)fremdsprachige Auskünfte erteilen und einholen
3 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
3.1 Betriebliches Rechnungswesen
  • a)das Rechnungswesen als Instrument kaufmännischer Planung, Steuerung und Kontrolle erläutern
  • b)Rechnungen prüfen, Zahlungen vorbereiten und veranlassen
  • c)Rechnungen erstellen, Zahlungseingänge kontrollieren und Zahlungsrückstände anmahnen
  • d)Belegbuchungen vorbereiten und Buchungen gemäß Kontenplan und Buchungsprogrammen ausführen
  • e)geschäftsbereichsbezogene Monats- oder Quartalsabschlüsse erstellen
  • f)Statistiken und Berichte zur Vorbereitung von Entscheidungen erstellen
3.2 Controlling
  • a)Notwendigkeit einer laufenden Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von betrieblichen Leistungen begründen
  • b)Soll-Ist-Vergleiche erstellen und Budgets vorbereiten
  • c)an kaufmännischen Steuerungs- und Kontrollaufgaben mitwirken, insbesondere Statistiken und Berichte zur Vorbereitung von Entscheidungen auswerten und zusammenfassen
3.3 Steuern und Versicherungen
  • a)Steuern und Abschreibungen berechnen
  • b)Steuerarten für Immobilien erläutern
  • c)Versicherungsrisiken für Immobilien unterscheiden, Versicherungsangebote einholen und bewerten
4 Marktorientierung
4.1 Kundenorientierte Kommunikation
  • a)Wirkungen kundenorientierten Verhaltens für den Geschäftserfolg beachten
  • b)Gesprächsführungstechniken bei Informations-, Beratungs- und Verkaufsgesprächen anwenden
  • c)Themen und Unterlagen situations- und adressatengerecht aufbereiten und präsentieren
4.2 Entwicklungsstrategien, Marketing
  • a)Veränderungen von Angebot und Nachfrage feststellen, deren Ursachen und Auswirkungen bewerten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen
  • b)Marktaktivitäten des Ausbildungsbetriebes und der Wettbewerber vergleichen
  • c)Werbeaktionen unter Beachtung rechtlicher Bestimmungen umsetzen
  • d)Zielgruppen analysieren
  • e)Marketingmaßnahmen vorschlagen
  • f)Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit vorschlagen
5 Immobilienbewirtschaftung
5.1 Vermietung
  • a)Mietpreise kalkulieren, Mietpreisveränderungen planen und umsetzen
  • b)Kundengespräche und Wohnungsbesichtigungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Erwartungen von Mietern und Mietinteressenten planen und durchführen
  • c)Mietverträge unterschriftsreif vorbereiten
  • d)Wohnungen abnehmen, übergeben und Protokolle anfertigen
  • e)Mietvertragskündigungen bearbeiten, deren Abwicklung koordinieren und Endabrechnungen erstellen
  • f)Heiz- und Betriebskosten abrechnen
  • g)Mieter adressaten- und situationsgerecht informieren
  • h)auf Mieterstreitigkeiten mit Methoden des Konfliktmanagements reagieren sowie die Einhaltung der Hausordnung sicherstellen
  • i)Vertragsstörungen mit sozialem Management entgegenwirken
  • j)Mieter in besonderen Lebenslagen über Hilfsangebote beraten
  • k)Mietrückstände feststellen, gerichtliche und außergerichtliche Mahnverfahren, Zahlungs- und Räumungsklagen sowie Zwangsvollstreckungen veranlassen
5.2 Pflege des Immobilienbestandes
  • a)Bedarf an Instandhaltungen, Instandsetzungen, Modernisierungen und Sanierungen ermitteln sowie deren Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten prüfen
  • b)Produkte und Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt des nachhaltigen Wirtschaftens beurteilen und deren Einsatzmöglichkeiten prüfen
  • c)Kosten schätzen, Budgets erarbeiten
  • d)Aufträge erteilen und abwickeln
  • e)Mieteranträge zur Wohnwertverbesserung bearbeiten
  • f)Schadensfälle unter Berücksichtigung der im Ausbildungsbetrieb bestehenden Versicherungen bearbeiten
5.3 Grundlagen des Wohnungseigentums
  • a)rechtliche Bedingungen und Verfahren der Begründung von Wohnungs- und Teileigentum erläutern
  • b)Bestimmungen von Teilungserklärungen und Gemeinschaftsordnungen anwenden sowie ihre Auswirkungen auf die Wohnungseigentumsverwaltung und Wirtschaftspläne erläutern
  • c)Recht und Pflichten der Wohnungseigentümer und der Verwaltung erläutern
  • d)Wohnungseigentümerversammlungen vor- und nachbereiten
5.4 Verwaltung gewerblicher Objekte
  • a)Lebenszyklen gewerblicher Objekte beschreiben
  • b)Flächenbewirtschaftung steuern
  • c)Objektbuchhaltung durchführen
  • d)gewerbliche Mietverträge gestalten und optimieren
  • e)Nebenkosten und Serviceleistungen abrechnen
6 Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien
  • a)Leistungsarten und Leistungsbereiche eines Maklerunternehmens beschreiben
  • b)Exposes erstellen und auswerten
  • c)Immobilien nach Lage, Beschaffenheit und Nutzungsmöglichkeiten beurteilen
  • d)Grundstücksrechte und -belastungen innerhalb und außerhalb des Grundbuchs feststellen, Risiken prüfen
  • e)Kaufpreise ermitteln und Erwerbsnebenkosten feststellen
  • f)Inhalt und Abwicklung von Grundstückskauf- und Erbbaurechtsverträgen erläutern
  • g)Kaufobjekte übergeben, Kaufpreise abrechnen
  • h)Maklervertragsbedingungen und Provisionsansprüche erläutern
7 Begleitung von Bauvorhaben
7.1 Baumaßnahmen
  • a)baurechtliche Anforderungen einschließlich Erschließung und städtebaulicher Vorgaben bei Planungen berücksichtigen
  • b)Bauteile, Materialien und Produkte und ihre Anwendungsbereiche unterscheiden
  • c)Bauzeichnungen erläutern
  • d)Unterlagen für Bauanträge zusammenstellen
7.2 Finanzierung
  • a)Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführen
  • b)Darlehensangebote anfordern, Konditionen vergleichen und alternative Finanzierungspläne entwerfen
  • c)Liquiditäts- und Belastungspläne aufstellen
  • d)Möglichkeiten einer Umfinanzierung prüfen
  • e)Voraussetzungen für eine Förderung prüfen und Anträge auf Gewährung von Fördermitteln vorbereiten
  • f)Rentabilität beim Erwerb und bei der Erstellung von Mietwohnungs- und Gewerbeobjekten ermitteln
  • g)Finanzierungsinstrumente und Sicherungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Bedeutung einschätzen

Abschnitt II: Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationseinheiten gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 25 Positionen

1 Steuerung und Kontrolle im Unternehmen
  • a)Portfoliomethode anwenden und Vorschläge für Unternehmensentscheidungen erarbeiten
  • b)Aufbau und Gliederung von Ertragsbereichen erläutern
  • c)Deckungsbeitrags- und Betriebsergebnisrechnungen unter Berücksichtigung der Auswirkungen von Steuern und Abgaben durchführen
  • d)die Erstellung von Jahresabschlüssen und Wirtschaftsplänen vorbereiten, dabei handelsrechtliche und steuerrechtliche Bilanzierungsgrundsätze anwenden
  • e)Steuerunterlagen zusammenstellen und Steuererklärungen vorbereiten
  • f)Anforderungen interner und externer Revisionen und Prüfungen beachten
2 Gebäudemanagement
  • a)Maßnahmen der technischen Gebäudebetreuung, insbesondere in den Bereichen Gebäudeleittechnik, Gebäudeautomation, Sanitär-, Klima- und Heizungstechnik, Netzwerktechnik und Lichtsysteme, koordinieren
  • b)Reinigung, Entsorgung und Hausmeisterdienste organisieren
  • c)Pflege von Außenanlagen veranlassen und kontrollieren
  • d)Fuhrparkmanagement betreiben
  • e)Maßnahmen der Gebäudeüberwachung und Sicherheitstechnik organisieren und deren Einhaltung überprüfen
  • f)Personaleinsatzpläne erstellen
  • g)Betriebskosten optimieren
3 Maklergeschäfte
  • a)Vermittlungsobjekte suchen und in Informationssystemen verwalten
  • b)Kunden akquirieren
  • c)in Fragen der Wertermittlung beraten
  • d)Maklervertragsbedingungen festlegen, Verträge erstellen
  • e)Anzeigen und Exposes gestalten und in Medien veröffentlichen
  • f)Sonderaktionen und Veranstaltungen planen und durchführen
  • g)Werbemaßnahmen entwickeln und ihre Wirksamkeit beurteilen
  • h)Objektbesichtigungen organisieren und durchführen
  • i)Interessenten bei baulichen Gestaltungsfragen und Finanzierungsmöglichkeiten beraten
  • j)notarielle Beurkundung und Übergabe des Kaufobjektes vorbereiten und begleiten
  • k)Makler- und Bauträgerverordnung anwenden
  • l)rechtliche Regelungen bei der Beratung von Kunden beachten, Haftungsrisiken feststellen und Versicherungsschutz prüfen
  • m)Provisionsansprüche sichern
4 Bauprojektmanagement
  • a)Baumaßnahmen planen, Leistungsumfang festlegen und Bauleistungen unter Beachtung technischer Vorgaben beschreiben
  • b)Angebote einholen, Ausschreibungen und Submissionen sowie Bauverträge unter rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorbereiten
  • c)Baumaßnahmen veranlassen, organisieren und kontrollieren, bei Vertragsstörungen geeignete Maßnahmen einleiten
  • d)Baumaßnahmen abrechnen
  • e)Kaufinteressenten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Vorstellungen bei Fragen zur baulichen Gestaltung und Ausstattung beraten
5 Wohnungseigentumsverwaltung
  • a)Wirtschaftspläne, Jahresabrechnungen und Rechnungslegungen erstellen
  • b)Eigentümerversammlungen durchführen
  • c)Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren herbeiführen
  • d)Konflikte erkennen und analysieren, Lösungsstrategien entwickeln und umsetzen
  • e)Maßnahmen zur Durchsetzung von Hausgeldansprüchen einleiten
  • f)rechtliche Regelungen zum Wohnungseigentum anwenden, das gerichtliche Verfahren in Wohnungseigentumsangelegenheiten erläutern

Zeitliche Gliederung

      • Erstes Ausbildungsjahr

(1) In einem Zeitraum von insgesamt ein bis zwei Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 1.1Stellung, Rechtsform und Struktur,
  • 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele a bis c,
  • 1.3Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

zu vermitteln.

(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 1.4Umweltschutz,
  • 2.4Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben, Lernziel a,
  • 3.1Betriebliches Rechnungswesen, Lernziele a bis d,
  • 3.2Controlling, Lernziel a,
  • 4.1Kundenorientierte Kommunikation, Lernziel a,
  • 5.1Vermietung, Lernziele a bis f,

zu vermitteln.

(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 4.2Entwicklungsstrategien, Marketing, Lernziele a bis c,
  • 6.Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien, Lernziele a und b,

zu vermitteln.

(4) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis drei Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziel d,
  • 1.5Personalwirtschaft,
  • 2.1Arbeitsorganisation, Lernziele a bis c,
  • 2.2Informations- und Kommunikationssysteme,
  • 2.3Teamarbeit und Kooperation, Lernziel a,

zu vermitteln.

      • Zweites Ausbildungsjahr

(1) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 2.3Teamarbeit und Kooperation, Lernziele b und c,
  • 4.1Kundenorientierte Kommunikation, Lernziele b und c,
  • 5.1Vermietung, Lernziele g bis k,
  • 5.3Grundlagen des Wohnungseigentums

zu vermitteln.

(2) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 2.4Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben, Lernziele b und c,
  • 3.3Steuern und Versicherungen, Lernziel c,
  • 5.2Pflege des Immobilienbestandes,
  • 5.4Verwaltung gewerblicher Objekte

zu vermitteln.

(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziel e,
  • 2.1Arbeitsorganisation, Lernziele d und e,
  • 3.1Betriebliches Rechnungswesen, Lernziele e und f,
  • 3.2Controlling, Lernziele b und c,
  • 4.2Entwicklungsstrategien, Marketing, Lernziele d bis f,
  • 6.Erwerb, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien, Lernziele c bis h,

zu vermitteln.

      • Drittes Ausbildungsjahr

(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 1 Abschnitt I der Berufsbildpositionen

  • 3.3Steuern und Versicherungen, Lernziele a und b,
  • 7.1Baumaßnahmen,
  • 7.2Finanzierung

zu vermitteln.

(2) In einem Zeitraum von jeweils vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der zwei ausgewählten Wahlqualifikationseinheiten gemäß Anlage 1 Abschnitt II der Berufsbildpositionen

  • 1.Steuerung und Kontrolle im Unternehmen,
  • 2.Gebäudemanagement,
  • 3.Maklergeschäfte,
  • 4.Bauprojektmanagement,
  • 5.Wohnungseigentumsverwaltung

zu vermitteln.

Häufige Fragen

Was schreibe ich als Immobilienkaufmann ins Berichtsheft?

Die Aufgaben der Woche, zum Beispiel Vermietung, Objektverwaltung, Verkaufsunterlagen, Besichtigungen, Eigentümerversammlungen und Bauvorhaben, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte mit konkreter Handlung sind besser als „Büroarbeit“.

Darf ich Namen von Mietern oder Eigentümern ins Berichtsheft schreiben?

Nein, das ist nicht nötig und sollte unterbleiben. Beschreiben Sie die Tätigkeit ohne Namen, Anschriften und Vertragsdetails. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).

Welche Wahlqualifikationen gibt es beim Immobilienkaufmann?

Zwei Wahlqualifikationseinheiten werden im Ausbildungsvertrag festgelegt. Zur Auswahl stehen Steuerung und Kontrolle im Unternehmen, Gebäudemanagement, Maklergeschäfte, Bauprojektmanagement und Wohnungseigentumsverwaltung. Ihr Ausbildungsplan zeigt, wann welche Inhalte im Betrieb dran sind.

Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung gebraucht?

Ja, als Voraussetzung für die Zulassung. Zugelassen wird, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird er in der Prüfung nicht bewertet.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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