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Berichtsheft als Industriekaufmann: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft eines Industriekaufmanns gehören die Aufgaben aus den Abteilungen, die Sie durchlaufen, etwa Einkauf, Lager, Vertrieb, Personal und Rechnungswesen, sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Zwei Beispielwochen zeigen, wie das im ersten und im dritten Ausbildungsjahr aussehen kann.

Stand: 15.10.2026

Was als Industriekaufmann ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Industriekaufmann und zur Industriekauffrau, in Kraft seit dem 1. August 2024. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Ausbildungsordnung nennt neun berufsprofilgebende Berufsbildpositionen:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagEinkauf: Bedarfsmeldungen der Produktion gesammelt, Bestellanforderungen im Warenwirtschaftssystem erfasst8
DienstagWareneingang: Lieferschein mit Bestellung abgeglichen, Menge und Zustand geprüft, Ware eingelagert8
MittwochBerufsschule: Wertschöpfungsprozess, Betriebsorganisation, Buchführung8
DonnerstagLager: Bestandsliste mit den Regalen verglichen, Differenzen notiert, Meldebestand geprüft8
FreitagRechnungswesen: Eingangsrechnungen kontiert, Belege nach Datum sortiert, Zahlungsziele geprüft8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagVertrieb: Kundenanfrage bearbeitet, Angebot kalkuliert, Lieferzeit mit der Produktionsplanung abgestimmt8
DienstagBeschaffung: Angebote von Lieferanten verglichen, Lieferantenbewertung aktualisiert, Bestellung ausgelöst8
MittwochBerufsschule: Kosten- und Leistungsrechnung, Marketing, Personalwesen8
DonnerstagPersonal: Stellenanzeige vorbereitet, Bewerbungsunterlagen sortiert, Vorstellungsgespräche terminiert8
FreitagControlling: Abweichungsanalyse Plan zu Ist erstellt, Auswertung der Materialkosten aufbereitet8

Berufsschule im Berichtsheft

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Kalkulation: Vorwärts- und Rückwärtsrechnung“. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder, die Reihenfolge legt Ihre Berufsschule fest. Ihr Unterrichtsheft oder der Stundenplan hilft bei der Formulierung.

Formulierungen für den Industriekaufmann

StattBesser
Im Einkauf mitgearbeitetPreise von drei Lieferanten verglichen, Bestellvorschlag mit Begründung erstellt
Im Lager geholfenWareneingang geprüft, Bestand im System korrigiert, Inventurliste abgeglichen
Rechnungen gemachtEingangsrechnungen sachlich geprüft, kontiert und zur Freigabe vorbereitet
Kalkulation besprochenAngebotspreis aus Materialkosten, Fertigungskosten und Zuschlägen kalkuliert
Produktion angeschautFertigungsablauf der Baugruppe begleitet, Arbeitsschritte und Durchlaufzeiten notiert

Abteilungen, Geschäftsgeheimnisse und zuständige Stelle

Die Ausbildungsordnung sieht vor, dass die Positionen zu Lösungen und Aufgaben im Einsatzgebiet in einem von sieben Einsatzgebieten vermittelt werden, zum Beispiel Vertrieb, Marketing oder Logistik. Welches Einsatzgebiet Ihr Betrieb festlegt, steht im Ausbildungsplan. Schreiben Sie bei jedem Abteilungswechsel die Abteilung in die Kopfzeile des Eintrags.

Preise, Kundennamen und Kalkulationen aus dem Betrieb gehören nicht ins Berichtsheft. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Zuständige Stelle ist die IHK.

Abschlussprüfung und Zulassung

Die Ausbildungsordnung sieht keine Zwischenprüfung vor. Die Abschlussprüfung hat zwei Teile. Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr und umfasst Leistungserstellung, Logistik, Beschaffung und Buchhaltung. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung: Marketing, Vertrieb, Personalwesen und kaufmännische Steuerung, eine Fachaufgabe im Einsatzgebiet sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG).

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Industriekaufmann und zur Industriekauffrau (IndKflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten9 Positionen

1 Leistungserstellung planen und koordinieren18 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)wesentliche Produkte und Dienstleistungen des Ausbildungsbetriebes beschreiben
  • b)Prozesse der Leistungserstellung entlang der Wertschöpfungskette erläutern und ihre jeweiligen Schnittstellen benennen
  • c)Leistungserstellung planen und koordinieren und dabei Kunden- und Lieferanteneinflüsse beachten
  • d)Leistungserstellung dokumentieren und unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten bewerten
2 Logistik und Lagerprozesse planen und steuern14 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Ziele, Aufgaben, Objekte und Abläufe der Logistikketten erläutern
  • b)Logistik- und Lagerkonzepte analysieren und bewerten sowie Vorschläge für Maßnahmen erarbeiten
  • c)produktspezifische Lager- und Transportvorschriften bei der Planung und Steuerung berücksichtigen und anwenden
  • d)Transportträger und -mittel unter ökonomischen, ökologischen sowie sozialen Aspekten beurteilen und auswählen
  • e)Zusammenarbeit mit nationalen oder internationalen Logistikdienstleistern organisieren
  • f)Bestände erfassen, kontrollieren und bewerten
3 Beschaffung planen und steuern14 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Bedarfe für die Leistungserstellung ermitteln und Dispositionen durchführen
  • b)Bestellmengen und -termine ermitteln
  • c)Lieferantenmanagement nach ökonomischen, ökologischen, rechtlichen und sozialen Gesichtspunkten durchführen
  • d)Bestellungen durchführen, die Vertragserfüllung überwachen und Maßnahmen zu deren Sicherstellung einleiten
4 Marketingmaßnahmen planen und umsetzen12 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Leistungsspektrum des Ausbildungsbetriebes in den Markt einordnen und die Bedeutung für die Branche herausstellen
  • b)unternehmensspezifische Marketingaktivitäten erläutern
  • c)Ergebnisse der Marktbeobachtung und Marktanalyse für die Entwicklung und Planung von Marketingmaßnahmen nutzen und dabei aktuelle Trends beachten
  • d)Marketingmaßnahmen unter Einhaltung rechtlicher Vorschriften und betrieblicher Vorgaben auswählen und umsetzen und dabei ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen
  • e)Wirksamkeit von Marketingmaßnahmen überprüfen und beurteilen sowie Vorschläge für künftige Maßnahmen ableiten
5 Vertriebsprozesse umsetzen14 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Preisermittlung und angebotsspezifische Kalkulationen sowie Angebotserstellung durchführen
  • b)Auftragserfassung und für den Vertrieb relevante Terminkoordination mit internen und externen Schnittstellenpartnern durchführen und dabei Informationsfluss sowie Datenqualität sicherstellen
  • c)Rechnungen erstellen und nachverfolgen
  • d)Reklamationen zu Produkt- und Prozessqualität sowie Beschwerden entgegennehmen, erfassen und bearbeiten
  • e)Kundenbetreuung und -pflege sowie Maßnahmen zur Kundenzufriedenheit und -bindung durchführen
  • f)Service-, Kundendienst- und Garantieleistungen situations- und kundengerecht organisieren und sicherstellen
6 Personalprozesse umsetzen14 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)bei der Personalbedarfsermittlung mitwirken und Maßnahmen ableiten
  • b)Konzepte der Arbeitsorganisation unterscheiden und bei der Personaleinsatzplanung mitwirken
  • c)bei Maßnahmen zur Positionierung der Arbeitgebermarke für die Personalgewinnung mitwirken sowie den Stellenausschreibungs- und Personalauswahlprozess durchführen und dabei mit den betriebsverfassungsrechtlichen Organen zusammenarbeiten
  • d)Einführung neuer Mitarbeitender begleiten sowie bei Maßnahmen zur Personalbindung mitwirken
  • e)bei personellen Maßnahmen erforderliche Meldungen veranlassen, Verträge vorbereiten und Dokumente erstellen sowie im Personalverwaltungssystem erfassen
  • f)Entgeltbestandteile unterscheiden, wesentliche Positionen einer Entgeltabrechnung erläutern sowie Entgeltbescheinigungen und weitere entgeltrelevante Dokumente erstellen
  • g)Maßnahmen im Rahmen von Qualifikationsmöglichkeiten, insbesondere der Aus- und Weiterbildung, sowie der betrieblichen Gesundheitsförderung organisieren
  • h)bei der Bearbeitung von personalbezogenen Aufgaben betriebsinterne Schnittstellen berücksichtigen und arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen sowie betriebliche und tarifliche Regelungen einhalten
7 kaufmännische Steuerung und Kontrolle durchführen5 Wochen im 1. bis 15. Monat, 10 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Geschäftsfälle und -vorgänge entsprechend der Grundsätze der Buchführung und der Bilanzierung prüfen und bewerten sowie bei Abweichungen Maßnahmen ableiten
  • b)betriebliche Kosten- und Leistungsrechnung anwenden, insbesondere Kosten planen, erfassen und überwachen, betriebliche Leistungen bewerten und verrechnen sowie Maßnahmen zur Zielerreichung vorschlagen
  • c)betriebliches Controlling als Informations-, Planungs- und Steuerungsinstrument nutzen, Kennzahlen ermitteln und analysieren sowie Handlungsoptionen ableiten und unternehmerische Entscheidungen vorbereiten
  • d)Finanzierungsmöglichkeiten und -kosten für Aufträge, Investitionen und Projekte ermitteln und bewerten
  • e)vor- und nachbereitende Tätigkeiten für Geschäftsabschlüsse, insbesondere für den Jahresabschluss, durchführen
8 einsatzgebietsspezifische Lösungen erarbeiten13 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Informationen für einsatzgebietsspezifische Anforderungen beschaffen, auswerten und nutzen
  • b)Arbeitsmethoden und Verfahren unter Beachtung der betriebsspezifischen Lösungen anwenden
  • c)einsatzgebietsspezifische Aufgaben, Produkte, Dienstleistungen, Funktionen und Prozesse zu den Kernaufgaben des Ausbildungsbetriebes in Beziehung setzen sowie deren Bedeutung, Zusammenhänge und Wechselwirkungen darstellen und bewerten
  • d)einsatzgebietsspezifische Aufgaben kennzahlengestützt analysieren, Transfer- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten überprüfen sowie Lösungen erarbeiten
  • e)einsatzgebietsspezifische Entscheidungsvorlagen strukturieren, aufbereiten und präsentieren
9 einsatzgebietsspezifische Aufgaben und Prozesse koordinieren13 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)mit internen und externen Partnern einsatzgebietsübergreifend kooperieren und dabei die betriebliche Prozessorganisation, Terminvorgaben und Zuständigkeiten beachten
  • b)Ressourceneinsatz und Leistungen unter Beachtung wirtschaftlicher und zeitlicher Vorgaben planen, überwachen und steuern
  • c)Prozesse des Einsatzgebietes analysieren, Teilprozesse verknüpfen und zur nachhaltigen Weiterentwicklung beitragen
  • d)betriebliche Qualitätssicherungssysteme anwenden oder Qualitätssicherungsprozesse umsetzen

Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten6 Positionen

1 Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • a)den Aufbau und die grundlegenden Arbeits- und Geschäftsprozesse des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • b)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag sowie Dauer und Beendigung des Ausbildungsverhältnisses erläutern und Aufgaben der im System der dualen Berufsausbildung Beteiligten beschreiben
  • c)die Bedeutung, die Funktion und die Inhalte der Ausbildungsordnung und des betrieblichen Ausbildungsplans erläutern sowie zu deren Umsetzung beitragen
  • d)die für den Ausbildungsbetrieb geltenden arbeits-, sozial-, tarif- und mitbestimmungsrechtlichen Vorschriften erläutern
  • e)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • f)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen und Gewerkschaften erläutern
  • g)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erläutern
  • h)wesentliche Inhalte von Arbeitsverträgen erläutern
  • i)Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs und der beruflichen Weiterentwicklung erläutern
2 Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung
  • a)Rechte und Pflichten aus den berufsbezogenen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften kennen und diese Vorschriften anwenden
  • b)Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg prüfen und beurteilen
  • c)sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten erläutern
  • d)technische und organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen sowie von psychischen und physischen Belastungen für sich und andere, auch präventiv, ergreifen
  • e)ergonomische Arbeitsweisen beachten und anwenden
  • f)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben und erste Maßnahmen bei Unfällen einleiten
  • g)betriebsbezogene Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden, Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
3 Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • a)Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich erkennen und zu deren Weiterentwicklung beitragen
  • b)bei Arbeitsprozessen und im Hinblick auf Produkte, Waren oder Dienstleistungen Materialien und Energie unter wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit nutzen
  • c)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes einhalten
  • d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zuführen
  • e)Vorschläge für nachhaltiges Handeln für den eigenen Arbeitsbereich entwickeln
  • f)unter Einhaltung betrieblicher Regelungen im Sinne einer ökonomischen, ökologischen und sozial nachhaltigen Entwicklung zusammenarbeiten und adressatengerecht kommunizieren
4 digitalisierte Arbeitswelt
  • a)mit eigenen und betriebsbezogenen Daten sowie mit Daten Dritter umgehen und dabei die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
  • b)Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien und informationstechnischen Systemen einschätzen und bei deren Nutzung betriebliche Regelungen einhalten
  • c)ressourcenschonend, adressatengerecht und effizient kommunizieren sowie Kommunikationsergebnisse dokumentieren
  • d)Störungen in Kommunikationsprozessen erkennen und zu ihrer Lösung beitragen
  • e)Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen, auch fremde, prüfen, bewerten und auswählen
  • f)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden, digitale Lernmedien nutzen und Erfordernisse des lebensbegleitenden Lernens erkennen und ableiten
  • g)Aufgaben zusammen mit Beteiligten, einschließlich der Beteiligten anderer Arbeits- und Geschäftsbereiche, auch unter Nutzung digitaler Medien, planen, bearbeiten und gestalten
  • h)Wertschätzung anderer unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt praktizieren
5 digitale Geschäftsprozesse im Unternehmen gestalten5 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)betriebliche Anwendungssysteme nutzen und deren Einsatzmöglichkeiten erläutern sowie Nutzen und Risiken der Digitalisierung von Geschäftsprozessen aufzeigen und bewerten
  • b)Datenquellen nach Kriterien, insbesondere nach Aktualität, Seriosität und Verwendbarkeit, prüfen und bewerten
  • c)vorhandene Prozesse analysieren sowie Möglichkeiten zur digitalen Weiterentwicklung prüfen und dabei betriebliche Vorgaben, rechtliche Regelungen und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen
  • d)schnittstellenoptimierte, automatisierte Teilprozesse konzipieren und dabei die richtige Abfolge der Prozessschritte beachten
  • e)die Umsetzung von Digitalisierungskonzepten mit internen und externen Schnittstellen gestalten
  • f)komplexe Informationen, Informationsstrukturen und Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen und Systemen zusammenführen und auswertbar machen
6 Zusammenarbeit, Kommunikation und individuelle Arbeitsorganisation gestalten8 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Zusammenarbeit mit internen und externen Zielgruppen durch wertschätzende, vertrauensvolle und lösungsorientierte Kommunikation gestalten, auch in einer Fremdsprache
  • b)kulturelle Unterschiede im eigenen beruflichen Kontext identifizieren, mögliche Auswirkungen auf die Kommunikation reflektieren und in der Zusammenarbeit berücksichtigen
  • c)unter Berücksichtigung der Zielgruppe und des Sachverhaltes geeignete analoge oder digitale Kommunikationswege auswählen und zielführend einsetzen
  • d)Informationen recherchieren, auswerten, auch in einer Fremdsprache, und daraus Reporte, Präsentationen und Gesprächsunterlagen situations- und adressatengerecht aufbereiten
  • e)Arbeitsaufgaben strukturieren und priorisieren, die eigene Arbeitsweise reflektieren, Verbesserungspotential identifizieren und zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen im Betrieb beitragen
  • f)aufbereitete Informationen zielgruppengerecht präsentieren, Besprechungen moderieren
  • g)Methoden der Projektarbeit unterscheiden und projektorientierte Arbeitsweisen anwenden
  • h)aktiv an einer positiven Unternehmens-, Kommunikations- und Fehlerkultur mitwirken sowie zur Konfliktlösung und Teamentwicklung im eigenen Arbeitsumfeld beitragen

Häufige Fragen

Was schreibe ich als Industriekaufmann ins Berichtsheft?

Die Aufgaben der Abteilung, in der Sie gerade sind, zum Beispiel Einkauf, Lager, Vertrieb oder Rechnungswesen, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Beschreiben Sie Handlungen statt „mitgearbeitet“.

Wie trage ich einen Abteilungswechsel ein?

Nennen Sie die Abteilung im Kopf der Woche und ordnen Sie die Tätigkeiten ihr zu. Bleibt eine Woche auf zwei Abteilungen verteilt, geben Sie je Tag die Abteilung an.

Darf ich Preise und Kunden aus dem Betrieb aufschreiben?

Nein. Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse müssen Auszubildende wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Schreiben Sie „Angebot kalkuliert“ statt der Zahlen und des Kundennamens.

Ist das Berichtsheft Teil der Abschlussprüfung der Industriekaufleute?

Es ist Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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