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Berichtsheft als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement

Ins Berichtsheft eines Kaufmanns für Groß- und Außenhandelsmanagement gehören die Aufgaben aus Einkauf, Lager, Vertrieb und kaufmännischer Steuerung sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Zwei Beispielwochen zeigen, wie das im ersten und im dritten Ausbildungsjahr aussehen kann.

Stand: 15.10.2026

Was als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement und zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement, in Kraft seit dem 1. August 2020. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie wählen eine von zwei Fachrichtungen: Großhandel oder Außenhandel.

Fachrichtungsübergreifend nennt die Ausbildungsordnung unter anderem:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagWareneingang: Lieferung mit Bestellung und Lieferschein verglichen, Menge und Zustand geprüft, Ware eingebucht8
DienstagEinkauf: Bedarfsmeldungen gesammelt, Anfragen an Lieferanten vorbereitet, Angebote in Tabelle erfasst8
MittwochBerufsschule: Großhandel im Wirtschaftsgefüge, Kaufvertrag, Rechnungswesen8
DonnerstagLager: Bestand mit dem System abgeglichen, Ware umgelagert, Artikelstammdaten korrigiert8
FreitagVertrieb: Kundenanfragen im Postfach sortiert, Preisliste aktualisiert, Angebot nach Vorlage erstellt8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagLieferantenauswahl: Angebote verglichen, Konditionen und Lieferzeiten bewertet, Bestellvorschlag erstellt8
DienstagKundenauftrag bearbeitet: Auftrag erfasst, Lieferfähigkeit geprüft, Versand veranlasst, Rechnung vorbereitet8
MittwochBerufsschule: Controlling, Marketing, Absatzwege8
DonnerstagAußenhandel: Ausfuhrdokumente für eine Sendung vorbereitet, Lieferbedingung geklärt, Spediteur beauftragt8
FreitagKennzahlen: Umsatz je Kunde ausgewertet, Deckungsbeitrag berechnet, Ergebnis dem Abteilungsleiter vorgestellt8

Berufsschule im Berichtsheft

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Kalkulation im Großhandel“ oder „Zahlungs- und Lieferbedingungen“. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder. Ihre Berufsschule legt fest, welche Lernfelder wann behandelt werden.

Formulierungen für den Groß- und Außenhandel

StattBesser
Im Einkauf gearbeitetAngebote von drei Lieferanten verglichen, Preise und Lieferzeiten gegenübergestellt, Bestellvorschlag erstellt
Waren bearbeitetWareneingang geprüft, Lieferschein mit Bestellung abgeglichen, Ware eingebucht
Kunden betreutKundenanfrage beantwortet, Angebot kalkuliert, Lieferzeit mit dem Lager abgestimmt
Statistik gemachtUmsatz nach Kunden ausgewertet, Ergebnis in einer Tabelle dargestellt und erläutert
Export gemachtVersandpapiere für eine Auslandssendung vorbereitet, Lieferbedingung und Zahlungsart geprüft

Geschäftsgeheimnisse, Auslandsbezug und zuständige Stelle

Preise, Konditionen und Kundennamen gehören nicht ins Berichtsheft. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Schreiben Sie „Angebot kalkuliert“ statt der Zahlen. Zuständige Stelle ist die IHK.

Abschlussprüfung in zwei Teilen und Zulassung

Die Abschlussprüfung hat zwei Teile, eine Zwischenprüfung nennt die Ausbildungsordnung nicht. Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr: Organisieren des Warensortiments und von Dienstleistungen. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung: kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen, prozessorientierte Organisation von Groß- oder Außenhandelsgeschäften, ein fallbezogenes Fachgespräch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG).

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement und zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement (GuAMKflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt A: fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten8 Positionen

1 Warensortiment zusammenstellen und Dienstleistungen anbieten16 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Bedarf an Artikeln, Warengruppen und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Absatzchancen ermitteln und dabei Kern- und Randsortimente differenziert betrachten
  • b)Informationen über Warensortimente und Dienstleistungen einholen, auch unter Nutzung elektronischer Medien
  • c)Vorschläge für die Zusammenstellung marktorientierter Warensortimente entwickeln
  • d)Verpackungen nach technischen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten auswählen
  • e)Vorschläge für waren- und kundenbezogene Dienstleistungsangebote entwickeln
  • f)branchenübliche Fachbegriffe, Maß-, Mengen- und Gewichtseinheiten verwenden
  • g)waren- und dienstleistungsbezogene Normen und rechtliche Regelungen einhalten
2 Handelsspezifische Beschaffungslogistik planen und steuern10 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Ziele der handelsspezifischen Beschaffungslogistik reflektieren, Konzepte bewerten und daraus geeignete Transportmittel und Lagerstätten für Logistikketten ableiten
  • b)logistische Dienstleistungen nach ökonomischen und ökologischen Kriterien sowie nach betrieblichen Vorgaben auswählen, Verträge abschließen und die Vertragserfüllung kontrollieren
  • c)rechtliche Regelungen für das Transportwesen einhalten sowie Transportrisiken beurteilen und absichern
  • d)Schnittstellen zu Herstellern, Lieferanten und Wiederverkäufern sowie Schwachstellen in der Wertschöpfungskette analysieren, Fehlerquellen erkennen und Vorschläge zur Fehlerbeseitigung und zur Prozessoptimierung machen
  • e)für die Warenbeschaffung branchenbezogene Markt- und Börsenberichte, Fachpublikationen, Bezugsquellenverzeichnisse und Lieferanteninformationen, einschließlich elektronischer Informationsquellen, auswählen, nutzen und auswerten
  • f)ökonomische, ökologische, soziale und ethische Aspekte der Nachhaltigkeit in nationalen und internationalen Lieferketten bei der Beschaffung berücksichtigen
3 Einkauf von Waren und Dienstleistungen marktorientiert planen, organisieren und durchführen12 Wochen im 1. bis 15. Monat, 4 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)unter Beachtung von Beschaffungsrichtlinien Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen
  • b)Durchführung von Ausschreibungsverfahren prüfen, an Ausschreibungsverfahren mitwirken und elektronische Plattformen für die Beschaffung nutzen
  • c)Angebote vergleichen hinsichtlich Art, Beschaffenheit, Qualität, Menge und Preis von Waren, Verpackungskosten, Lieferzeit sowie Liefer- und Zahlungsbedingungen
  • d)Dienstleistungsangebote, insbesondere im Hinblick auf Umfang, Qualität, Verfügbarkeit und Preise, vergleichen
  • e)Waren bestellen, Dienstleistungen beauftragen und Auftragsbestätigungen prüfen
  • f)Verhandlungen mit Lieferanten und Dienstleistern führen, Vertragsbedingungen festlegen und dokumentieren und dabei Risiken und Besonderheiten beim Einkauf im Ausland beachten
  • g)Vertragserfüllung, insbesondere Liefer- und Leistungstermine, überwachen, bei Verzug mahnen sowie Rechnungen und Lieferdokumente prüfen
  • h)Reklamationen unter Berücksichtigung der vertraglichen Verpflichtungen bearbeiten
4 Marketingmaßnahmen planen, durchführen, kontrollieren und steuern8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Informationen zu Zielgruppen, Absatzgebieten und Vertriebskanälen anforderungsorientiert beschaffen und bewerten
  • b)Marktbeobachtung durchführen, Ergebnisse auswerten und Vorschläge für den Einsatz von Marketinginstrumenten auch unter Berücksichtigung von Instrumenten des Onlinemarketings ableiten
  • c)Marktaktivitäten des Unternehmens mit denen von Wettbewerbern vergleichen
  • d)verkaufsfördernde Maßnahmen für alle unternehmensspezifischen Vertriebskanäle planen, durchführen, kontrollieren und steuern und dabei Budgetvorgaben berücksichtigen
  • e)ergänzende waren- und kundenbezogene Dienstleistungen anbieten und ihre Wirkung als Marketinginstrument bewerten
  • f)Marketingmaßnahmen hinsichtlich ihrer Zielsetzung reflektieren und Verbesserungsvorschläge ableiten
  • g)die Weiterentwicklung und Optimierung des Onlineauftrittes unterstützen
  • h)kundenorientiert handeln, insbesondere Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern pflegen und Maßnahmen der Kundenbindung durchführen
5 Verkauf kundenorientiert planen und durchführen14 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Anfragen bearbeiten, Preise ermitteln und angebotsspezifische Kalkulationen durchführen
  • b)Aufträge bearbeiten und bestätigen sowie Rechnungen erstellen
  • c)durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und Kundenbindung beitragen
  • d)Angebote unter Berücksichtigung von Geschäfts-, Liefer- und Zahlungsbedingungen erstellen
  • e)Zusammensetzung der Kundenstruktur ermitteln, Kundenkontakte herstellen und pflegen
  • f)betriebliche Vertriebskanäle kundenspezifisch nutzen
  • g)Möglichkeiten von Onlinevertriebskanälen prüfen sowie Verknüpfungen und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Vertriebskanälen darstellen
  • h)dem Kunden Handlungsmöglichkeiten bei auftragsbezogenen Änderungen, insbesondere bei Preisänderungen, aufzeigen
  • i)Beratungs- und Verkaufsgespräche kunden- und ergebnisorientiert unter Berücksichtigung verkaufspsychologischer Aspekte planen, durchführen und nachbereiten
  • j)Verträge abschließen
  • k)Kundenreklamationen erfassen und nach rechtlichen Regelungen und betrieblichen Vorgaben bearbeiten sowie Kulanzregelungen anwenden
6 Distribution planen und steuern6 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)betrieblich genutzte Beförderungs- und Frachtarten auftragsbezogen auswählen sowie Transportkosten ermitteln
  • b)versandspezifische Anforderungen erfüllen, Aufträge abwickeln sowie Versand- und Begleitdokumente erstellen
  • c)Liefertermine vereinbaren, Warenversand planen und veranlassen
  • d)Liefertermine kontrollieren und Möglichkeiten der Sendungsverfolgung nutzen
7 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle durchführen12 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Geschäftsvorgänge unter Einhaltung betrieblicher und rechtlicher Regelungen buchhalterisch einordnen, Belege erfassen und buchen
  • b)Zahlungsvorgänge im Zusammenwirken mit Kreditinstituten, Dienstleistern, Lieferanten und Kunden bearbeiten
  • c)Auskünfte über Kunden, Lieferanten und Dienstleister einholen und bewerten
  • d)aus dem Kauf- und Zahlungsverhalten Maßnahmen ableiten
  • e)betriebliche Grundsätze der Kreditgewährung anwenden und Möglichkeiten der Risikoabsicherung nutzen
  • f)betriebliche Kosten-und-Leistungs-Rechnung anwenden, Kosten erfassen und überwachen sowie betriebliche Leistungen bewerten und verrechnen
  • g)betriebliches Controlling als Informations- und Steuerungsinstrument nutzen, Kennzahlen ermitteln und analysieren sowie Handlungsoptionen ableiten
8 Arbeitsorganisation projekt- und teamorientiert planen und steuern6 Wochen im 1. bis 15. Monat, 4 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)eigene Arbeit unter Einsatz betrieblicher Arbeits- und Organisationsmittel systematisch planen, durchführen und kontrollieren
  • b)Arbeitsprozesse im eigenen Arbeitsbereich reflektieren und Maßnahmen zur Optimierung vorschlagen
  • c)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden und elektronische Lernmedien nutzen
  • d)Aufgaben im Team planen und bearbeiten sowie Ergebnisse abstimmen und auswerten
  • e)Präsentationstechniken anwenden
  • f)Vorbereitung, Planung, Überwachung, Steuerung, Abschluss und Dokumentation betrieblicher Projekte unterstützen
  • g)bei der Umsetzung und Durchführung von betrieblichen Projekten mitarbeiten

Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Großhandel2 Positionen

1 Lagerlogistik planen, steuern und abwickeln24 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Anliefertermine überwachen, Waren annehmen, Waren und Frachtdokumente prüfen und Abweichungen dokumentieren
  • b)Wareneingangskontrollen durchführen und Wareneingänge erfassen, Abweichungen dokumentieren und Korrekturmaßnahmen einleiten
  • c)Waren nach betrieblichen Vorgaben einlagern und pflegen
  • d)betriebliche Lagerhaltung und deren Arbeitsabläufe im Hinblick auf die Zielsetzung der Lagerhaltung organisieren, auch unter Nutzung elektronischer Lagerverwaltungssysteme
  • e)Lagerbestände überwachen, Bestandsveränderungen und -abweichungen erfassen und erforderliche Korrekturen durchführen
  • f)Istbestände gemäß betrieblicher Inventurmethode aufnehmen und mit den Sollbeständen abgleichen
  • g)Waren auftragsbezogen auslagern, kommissionieren und versandfertig machen sowie Versand veranlassen
  • h)rechtliche und betriebliche Regelungen für die Lagerlogistik einhalten
2 Warenbezogene Rückabwicklungsprozesse organisieren und durchführen4 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Retourenprozesse aus Kundenreklamationen gemäß betrieblichen Regelungen einleiten
  • b)Waren aus Kundenretouren annehmen, prüfen und ihre weitere Verwendung klären
  • c)Retourengründe analysieren und Maßnahmen ableiten
  • d)Gründe für Lieferantenretouren unterscheiden, weitere Verwendung der Retourware und Rücksendemöglichkeiten prüfen
  • e)Waren für die Rücksendung prüfen und versandfähig bereitstellen
  • f)warenbezogene Rückabwicklungsprozesse kaufmännisch umsetzen und dokumentieren

Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Außenhandel2 Positionen

1 Außenhandelsgeschäfte abwickeln und Auslandsmärkte bedienen20 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)zur Vorbereitung von Außenhandelsgeschäften die Absatz- und Beschaffungschancen ermitteln und dokumentieren sowie die staatenspezifischen Import- oder Exportbestimmungen einhalten
  • b)Außenhandelsrisiken berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zum Risikomanagement für die abzuschließenden Verträge auswählen
  • c)außenhandelsspezifische Zahlungsbedingungen und -instrumente, insbesondere Akkreditive, auswählen und anwenden
  • d)international gebräuchliche Handelsklauseln, insbesondere die Incoterms, bei Handelsgeschäften anwenden
  • e)Möglichkeiten der Außenhandelsfinanzierung erläutern und Kreditabsicherung vorbereiten
  • f)Transportmittel und -wege im internationalen Warenverkehr bestimmen und dabei ökologische und ökonomische Kriterien sowie die Transportfähigkeit, Transportrisiken, Lagerfähigkeit, Pflege, Behandlung und Verpackung von Waren berücksichtigen
  • g)Fracht-, Speditions-, Lager- und Logistikverträge abschließen
  • h)Notwendigkeiten von Transportversicherungen prüfen und Maßnahmen vorschlagen
  • i)geeignetes Zollverfahren auswählen, bei Importgeschäften die anfallenden Abgaben, insbesondere Zölle und Einfuhrumsatzsteuer, errechnen und bei Einkaufs- und Verkaufskalkulationen einbeziehen sowie am elektronischen Zollverfahren mitwirken
  • j)für den internationalen Handel übliche Warendokumente prüfen, beschaffen und erstellen
2 Internationale Berufskompetenzen anwenden8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)im Rahmen der internationalen Kommunikation, Kooperation und Geschäftsanbahnung staatenspezifische Rahmenbedingungen und rechtliche Anforderungen beachten
  • b)Gespräche situations- und adressatengerecht führen und dabei kulturelle Identitäten und Verhaltensweisen berücksichtigen
  • c)bei Anbahnungen, Verhandlungen, Abschlüssen und Erfüllung von Außenhandelsverträgen mündlich und schriftlich in einer Fremdsprache kommunizieren, insbesondere Informationen einholen
  • d)Angebote, Annahmen, Auftragsbestätigungen und Handelsrechnungen staatenspezifisch erstellen, bearbeiten und prüfen
  • e)Waren- und Frachtdokumente in einer Fremdsprache bearbeiten, prüfen und erstellen

Abschnitt D: fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten6 Positionen

1 Berufsbildung sowie arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriftenwährend der gesamten Ausbildung
  • a)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
  • b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen und zu seiner Umsetzung beitragen
  • c)betriebliche und tarifliche Regelungen sowie arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen erläutern, insbesondere wesentliche Inhalte und Bestandteile eines Arbeitsvertrages darstellen
  • d)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
  • e)Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte betriebsverfassungsrechtlicher Organe des Ausbildungsbetriebes erklären
  • f)Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen und die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln
  • g)Ziele und Grundsätze des betrieblichen Personalwesens beschreiben
  • h)Sinn und Zweck der Prävention und einer Präventionskultur auf der Grundlage der gesetzlichen Unfallversicherung beschreiben und diese Präventionskultur auf die betriebliche Praxis übertragen
2 Bedeutung des Groß- und Außenhandels sowie Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
  • a)Aufgaben und Funktionen des Groß- und Außenhandels entlang der Wertschöpfungskette im Rahmen der Gesamtwirtschaft beschreiben
  • b)Zielsetzung und Tätigkeitsfelder des Ausbildungsbetriebes sowie seine Stellung am Markt erläutern
  • c)Geschäftsbeziehungen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union darstellen
  • d)Art und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes darstellen
  • e)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • f)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Behörden, Wirtschaftsorganisationen und Gewerkschaften erläutern
  • g)Compliance, insbesondere Maßnahmen, Strukturen und Prozesse zur Einhaltung rechtlicher Regelungen und betrieblicher Richtlinien beachten und Abweichungen melden
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung
  • a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Kommunikation6 Wochen im 1. bis 15. Monat, 4 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)in der internen und externen Zusammenarbeit situations- und zielorientiert unter Berücksichtigung von Wertschätzung, Vertrauen, Respekt und gesellschaftlicher Vielfalt kommunizieren
  • b)effizient, ressourcenschonend und adressatengerecht, auch unter Nutzung digitaler Medien, kommunizieren sowie Ergebnisse dokumentieren
  • c)fremdsprachige Fachbegriffe verwenden
  • d)fremdsprachige Informationen nutzen
  • e)Auskünfte in einer Fremdsprache erteilen
  • f)Ursachen von Konflikten und Kommunikationsstörungen erkennen und Möglichkeiten der Konfliktlösung anwenden
6 Elektronische Geschäftsprozesse (E-Business)10 Wochen im 1. bis 15. Monat, 8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)E-Business-Systeme zur Ressourcenplanung und Verwaltung von Kundenbeziehungen in den Geschäftsprozessen anwenden und Ziele, Funktionen und Schnittstellen dieser Systeme darstellen
  • b)Zusammenhänge zwischen Daten- und Warenfluss bei betrieblichen Prozessen herstellen und berücksichtigen
  • c)externe und interne elektronische Informations- und Kommunikationsquellen aus E-Business-Systemen für die Informationsbeschaffung auswählen und bei betrieblichen Prozessen nutzen sowie Standardsoftware und betriebsspezifische Software anwenden
  • d)Daten und Informationen, insbesondere im Zusammenhang mit Stammdatenmanagement, beschaffen, erfassen, vervollständigen, sichern und pflegen
  • e)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit einhalten
  • f)Daten aus dem Warenwirtschaftssystem analysieren und Ergebnisse zur Steuerung des Warenflusses nutzen
  • g)Kennzahlen mit elektronischen Anwendungen ermitteln

Häufige Fragen

Was schreibe ich als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement ins Berichtsheft?

Die Aufgaben der Woche in Einkauf, Lager, Vertrieb und Steuerung, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Beschreiben Sie Handlungen, zum Beispiel „Angebote verglichen“, statt „Büroarbeit“.

Muss ich meine Fachrichtung im Berichtsheft angeben?

Nein, aber die Einträge sollten sie erkennen lassen. In der Fachrichtung Außenhandel kommen Tätigkeiten wie Ausfuhrdokumente und Auslandsmärkte dazu, im Großhandel Lagerlogistik und Rückabwicklung.

Darf ich Konditionen und Kundennamen ins Berichtsheft schreiben?

Nein, das ist nicht nötig. Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse müssen Auszubildende wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Schreiben Sie die Tätigkeit ohne Zahlen und Namen.

Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung des Groß- und Außenhandels gebraucht?

Ja, als Voraussetzung der Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird es in der Prüfung nicht bewertet.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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