Berichtsheft als Automobilkaufmann: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft einer Automobilkauffrau oder eines Automobilkaufmanns gehören die Aufgaben aus Teilehandel, Werkstattannahme, Kundendienst, Marketing, Fahrzeugverkauf, Finanzdienstleistungen und Verwaltung sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Zwei Beispielwochen zeigen den Aufbau für das erste und das dritte Ausbildungsjahr.
Stand: 21.10.2026
Was als Automobilkaufmann ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Automobilkaufmann und zur Automobilkauffrau (AutoKflAusbV), in Kraft seit dem 1. August 2017. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wahlqualifikationen oder Schwerpunkte sieht die Verordnung nicht vor; alle Auszubildenden lernen dieselben Inhalte.
Der Ausbildungsrahmenplan nennt berufsprofilgebende und integrativ vermittelte Berufsbildpositionen. Berufsprofilgebend sind:
- Teile und Zubehör organisieren und verkaufen
- An Werkstattprozessen mitwirken und als Schnittstelle zwischen Handel und Werkstatt agieren
- Kundendienst organisieren und Servicebereich unterstützen
- Betriebliche Marketingaktivitäten planen und durchführen
- Fahrzeughandel und -vertrieb unterstützen
- Finanzdienstleistungsprodukte im Fahrzeughandel vorbereiten
- Personalbezogene Aufgaben bearbeiten
- Kaufmännische Steuerung und Kontrolle unterstützen
- Dazu integrativ: Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Teiledienst: Wareneingang geprüft, Lieferschein mit Bestellung abgeglichen, Teile im Warenwirtschaftssystem eingebucht und einsortiert, Unterweisung zu Arbeitssicherheit | 8 |
| Dienstag | Teileverkauf am Tresen unter Anleitung: Teilenummern über den Katalog gesucht, Verfügbarkeit geprüft, Verkaufsbeleg erstellt, Preisauszeichnung kontrolliert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Geschäftsprozesse, Kaufvertrag, Rechnungswesen | 8 |
| Donnerstag | Serviceannahme mit dem Serviceberater: Auftragsannahme beobachtet, Werkstattauftrag im System angelegt, Termine in den Werkstattplan eingetragen | 8 |
| Freitag | Inventur im Teilelager, Bestandsdifferenzen notiert, Ladenhüter für die Abteilungsleitung aufgelistet, Fahrzeugausstellung für das Wochenende vorbereitet | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Fahrzeugvertrieb: Angebotsunterlagen für einen Gebrauchtwagen zusammengestellt, Ausstattung und Preis nach Vorgabe eingetragen, Angebot dem Verkäufer zur Freigabe vorgelegt | 8 |
| Dienstag | Finanzdienstleistungen: Finanzierungs- und Leasingrate mit der Kalkulationssoftware berechnet, Unterlagen für den Finanzierungsantrag auf Vollständigkeit geprüft, Versicherungsbausteine erklärt bekommen | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Fahrzeugvertrieb, Finanzierung, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Kaufmännische Steuerung: Verkaufspreis eines Neuwagenzubehörs kalkuliert, Monatsauswertung der Werkstattumsätze erstellt, Abweichungen zum Vormonat notiert | 8 |
| Freitag | Marketing und Personal: Anzeige für die Hausausstellung mit entworfen, Einladungsliste abgestimmt, Dienstplan für die Servicewoche nach Vorgabe aktualisiert | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Kalkulation des Verkaufspreises“ oder „Aufbau eines Kaufvertrags“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; die Reihenfolge legt Ihre Berufsschule fest. Bei Blockunterricht notieren Sie für die Schulwochen die Unterrichtsthemen statt der Arbeit im Betrieb.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis. Für den Berufsschulunterricht stellt der Betrieb Sie frei (§ 15 BBiG).
Formulierungen im Autohaus
| Statt | Besser |
|---|---|
| Im Teilelager geholfen | Wareneingang geprüft, Lieferschein mit der Bestellung abgeglichen, Teile eingebucht und eingelagert |
| Teile verkauft | Teile nach Katalog gesucht, Verfügbarkeit geprüft, Verkaufsbeleg erstellt, Ware ausgegeben |
| Bei der Annahme dabei | Werkstattauftrag im System angelegt, Kundenwünsche aufgenommen, Termin im Werkstattplan eingetragen |
| Angebot gemacht | Fahrzeugangebot nach Vorgabe erstellt, Ausstattung und Preis eingetragen, zur Freigabe vorgelegt |
| Büroarbeit | Monatsauswertung der Werkstattumsätze erstellt, Abweichungen zum Vormonat notiert |
Fachberichte und zuständige Stelle
Im Autohaus kommen Sie mit Kunden- und Fahrzeugdaten in Berührung. Im Berichtsheft stehen keine Kundennamen, Kennzeichen, Fahrgestellnummern oder Preise einzelner Verträge. Schreiben Sie „Werkstattauftrag angelegt“ oder „Angebot erstellt“, ohne den Fall zu beschreiben. Auszubildende müssen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Zuständige Stelle ist die IHK. Ob zusätzlich Fachberichte verlangt werden, bestimmt Ihr Betrieb oder die IHK; fragen Sie Ihren Ausbilder.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung hat nach der Ausbildungsordnung zwei Teile. Eine Zwischenprüfung nennt die Verordnung nicht. Teil 1 liegt etwa in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres, umfasst die Inhalte der ersten 15 Ausbildungsmonate und prüft schriftlich die Warenwirtschafts- und Werkstattprozesse. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und hat die Prüfungsbereiche Fahrzeugvertriebsprozesse und Finanzdienstleistungen, Kaufmännische Unterstützungsprozesse, Kundendienstprozesse (als Fachgespräch) sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Automobilkaufmann und zur Automobilkauffrau (AutoKflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten8 Positionen
1 Teile und Zubehör organisieren und verkaufen5 Wochen im 1. bis 15. Monat
- a)rechtliche und technische Vorgaben, betriebliche Regelungen, Datenverarbeitungsprogramme und fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
- b)in Abstimmung mit anderen Geschäftsfeldern den Einkauf planen und Bestellungen durchführen
- c)Verkaufspreise mit vorgegebenen Zuschlagsätzen kalkulieren
- d)Warenlieferungen annehmen, Waren nach Art und Menge sowie auf offene Mängel prüfen und bei Beanstandungen betriebsübliche Maßnahmen einleiten
- e)Wareneingänge dokumentieren und Waren insbesondere unter Einhaltung der Regeln des Umweltschutzes einlagern
- f)Eingangsrechnungen auf Richtigkeit prüfen und Unstimmigkeiten klären
- g)Teile und Zubehörlager unter Berücksichtigung der Sortimentspolitik und der Lagerkennzahlen organisieren
- h)Liefertermine überwachen und kommunizieren und Maßnahmen bei Lieferungsverzug einleiten
- i)Material einem Auftrag zuordnen und ausgeben
- j)Kundenwünsche ermitteln, Kunden und Kundinnen unter Nutzung von Produktinformationen beraten, Teile und Zubehör verkaufen und Rechnungen erstellen
- k)Präsentation von Zubehör planen und umsetzen
- l)die eigene Vorgehensweise reflektieren und bewerten und Maßnahmen zur Optimierung ableiten
2 An Werkstattprozessen mitwirken und als Schnittstelle zwischen Handel und Werkstatt agieren2 Wochen im 1. bis 15. Monat
- a)Werkstattmitarbeiter und Werkstattmitarbeiterinnen unterstützen und dabei sowohl Arbeitsprozesse und Fahrzeugtechnologien berücksichtigen als auch technische Standards und gesetzliche Bestimmungen einhalten
- b)Sichtprüfungen zur Verkehrs- und Betriebssicherheit von Fahrzeugen durchführen
- c)mechanische, hydraulische, pneumatische sowie elektrische und elektronische Systeme in Fahrzeugen unterscheiden und ihre Funktion erläutern
- d)an Diagnose-, Wartungs-, Service- und Reparaturarbeiten mitwirken
- e)bei der Beanstandungs- und Schadensaufnahme als Grundlage für die Erstellung von Kostenvoranschlägen mitwirken
- f)die umweltgerechte Entsorgung und das Recycling von Fahrzeugen, von deren Komponenten und von deren Betriebsstoffen organisieren und dabei Hersteller- und Lieferantenvorgaben einhalten
- g)durchgeführte Reparatur- und Servicearbeiten erläutern
- h)Werkstattprozesse reflektieren und Schlussfolgerungen für die kaufmännischen Arbeitsprozesse ableiten
3 Kundendienst organisieren und Servicebereich unterstützen6 Wochen im 1. bis 15. Monat, 3 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)Qualitätsvorgaben im Kundenservice anwenden
- b)Informationssysteme unter Einhaltung des Datenschutzes nutzen
- c)Kundenwünsche, auch in einer Fremdsprache, ermitteln und die weitere Bearbeitung koordinieren
- d)Werkstatt- und Serviceleistungen sowie zeitwertgerechte Reparaturleistungen anbieten
- e)bei der Erstellung von Kostenvoranschlägen mitwirken
- f)Kunden- und Fahrzeugdaten erfassen und pflegen
- g)Werkstattaufträge unter Berücksichtigung von Daten aus technischen Unterlagen und Fahrzeugpapieren erstellen
- h)Termine planen und mit den zuständigen Bereichen koordinieren
- i)anforderungsbezogene Fremdleistungen organisieren
- j)die Prüfung der Teileverfügbarkeit bereits bei der Terminvergabe veranlassen
- k)die Kundenmobilität sicherstellen
- l)Rechnungen erstellen und erläutern und Zahlungen entgegennehmen
- m)Zahlungen verbuchen und den Kassenabschluss durchführen
- n)Reklamationsgespräche situationsgerecht führen und die weitere Bearbeitung koordinieren
- o)Gewährleistungs- und Kulanzanträge bearbeiten
- p)betriebliche Abläufe unter Berücksichtigung von Informationsflüssen, Entscheidungswegen und Schnittstellen einordnen und mitgestalten
- q)eigenes Verhalten als Beitrag zur Kundenzufriedenheit und zur Kundenbindung reflektieren und Schlussfolgerungen ziehen
4 Betriebliche Marketingaktivitäten planen und durchführen2 Wochen im 1. bis 15. Monat, 1 Woche im 16. bis 36. Monat
- a)datenschutzrechtliche Vorschriften im Umgang mit Kundendaten einhalten
- b)Kundenzufriedenheit ermitteln und auswerten sowie regionale Wettbewerber beobachten
- c)Kontaktdaten für die Kundenakquise beschaffen
- d)Kundendaten zielgerichtet aufbereiten und mit Hilfe entsprechender Programme verarbeiten und pflegen
- e)Maßnahmen zur Verkaufsförderung unter Einsatz geeigneter Werbemittel und -träger durchführen sowie bei der Erfolgskontrolle mitwirken
- f)Entwicklung von Marketingkonzepten unterstützen und dabei die Wettbewerbssituation des Betriebes einbeziehen und wettbewerbsrechtliche Vorschriften einhalten
- g)Sonderaktionen und Veranstaltungen planen, innerbetrieblich abstimmen, organisieren und durchführen
- h)Spenden- sowie Sponsoringanfragen bearbeiten und Sponsoring- und Kooperationsverträge vorbereiten und überwachen
- i)digitale Medien für Marketingmaßnahmen nutzen
- j)den Informationsaustausch zwischen den betrieblichen Geschäftsfeldern als Voraussetzung für ein erfolgreiches Marketing fördern und nutzen
- k)Marketingmaßnahmen hinsichtlich ihrer Zielsetzung reflektieren und Verbesserungsmaßnahmen ableiten
5 Fahrzeughandel und -vertrieb unterstützen7 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)bei der Unterstützung des Fahrzeughandels und -vertriebs rechtliche Vorgaben, betriebliche Regelungen und technische Normen einhalten
- b)Fahrzeuge unter Berücksichtigung verschiedener Fahrzeugtypen einkaufen und dabei Kauf- und Werkvertragsrecht einhalten sowie Finanzierungsspielräume berücksichtigen
- c)Liefertermine überwachen
- d)Einkaufs- und Verkaufskonditionen unter Einhaltung bestehender Vertriebsverträge ausschöpfen und deren Erfüllung überwachen
- e)Fahrzeugeinkauf, -ankauf und -inzahlungnahme erfassen
- f)den verkaufsfertigen Zustand von Fahrzeugen veranlassen und überprüfen
- g)Vertriebssysteme für den Fahrzeughandel unterscheiden und Vertriebswege, insbesondere Onlinehandel, nutzen
- h)Probefahrten organisieren
- i)Kundenbestellungen dokumentieren
- j)Fahrzeugzulassungen und -abmeldungen vorbereiten und durchführen
- k)Fahrzeugübergaben vorbereiten
- l)Informationen zur Kundenzufriedenheit nach Fahrzeugauslieferung erfragen und dokumentieren
- m)die eigene Vorgehensweise, insbesondere hinsichtlich der Einhaltung betrieblicher Qualitätsvorgaben, reflektieren und bewerten und Maßnahmen zur Optimierung ableiten
6 Finanzdienstleistungs- produkte im Fahrzeughandel vorbereiten3 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)bei der Vorbereitung von Finanzdienstleistungsprodukten die Finanzmarkt- und Wettbewerbssituation berücksichtigen sowie die Rechtsgrundlagen zum Vertragswesen anwenden
- b)Finanzierungsmodelle vergleichen und Finanzierungsangebote bedarfsgerecht erstellen und den Kunden und Kundinnen unterbreiten
- c)Leasingmodelle vergleichen und Leasingangebote bedarfsgerecht erstellen und den Kunden und Kundinnen unterbreiten
- d)Versicherungsprodukte vergleichen und Versicherungsangebote bedarfsgerecht erstellen und den Kunden und Kundinnen unterbreiten
- e)zusätzlich erwerbbare Garantieleistungen bedarfsgerecht anbieten
- f)Verträge unterschriftsreif vorbereiten und dokumentieren
- g)Laufzeiten der Verträge kontrollieren und Anschlussmaßnahmen einleiten
- h)die eigene Vorgehensweise, insbesondere hinsichtlich der Einhaltung betrieblicher Qualitätsvorgaben, reflektieren und bewerten und Maßnahmen zur Optimierung ableiten
7 Personalbezogene Aufgaben bearbeiten2 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)die Regelungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit bei der Bearbeitung von personenbezogenen Daten einhalten
- b)arbeits-, sozial-, mitbestimmungs- und tarifrechtliche Vorschriften bei der Bearbeitung von personalbezogenen Aufgaben einhalten
- c)Personalbedarfsermittlung unter Berücksichtigung von Anforderungsprofilen unterstützen
- d)im Personalbeschaffungsprozess mitwirken, insbesondere bei Stellenausschreibungen, Auswahlverfahren und Entscheidungsfindungen
- e)bei Einstellungen und personellen Veränderungen erforderliche Meldungen veranlassen, Verträge vorbereiten und Schriftstücke erstellen
- f)bereichsbezogene Personalstatistiken führen und auswerten
- g)nach betrieblichen Vorgaben den Personaleinsatz planen und dabei Arbeitszeitregelungen einhalten
- h)Reisekostenabrechnungen bearbeiten
- i)Prämien und Provisionen nach vorgegebenen Schemata ermitteln und Entgeltabrechnungen vorbereiten
- j)notwendige Unterlagen zum Monats- und Jahresabschluss unter Einhaltung der Fristen aufbereiten
- k)Arbeitsabläufe im Hinblick auf Personalplanung und -einsatz bewerten und reflektieren und Maßnahmen zur Optimierung vorschlagen
8 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle unterstützen5 Wochen im 16. bis 36. Monat
- a)kaufmännische Steuerung und Kontrolle unter Einhaltung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben unterstützen
- b)Einflussgrößen auf die Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Leistungserstellung berücksichtigen
- c)Buchungsvorgänge bearbeiten
- d)Kassenbücher führen
- e)Bestands- und Erfolgskonten führen
- f)Zahlungsein- und -ausgänge kontrollieren, Offene-Posten-Listen führen und Maßnahmen bei Zahlungsverzug einleiten
- g)Inventuren terminieren und durchführen und die Ergebnisse für die Vorbereitung des Jahresabschlusses nutzen
- h)am buchhalterischen Jahresabschluss mitwirken
- i)auftragsbezogene Kosten überwachen und kontrollieren
- j)Verkaufspreise kalkulieren
- k)betriebliche Kennzahlen unter Anwendung der Voll- und Teilkostenrechnung ermitteln, beurteilen und für unternehmerische Entscheidungen aufbereiten
- l)Daten zur Kalkulation für unternehmerische Entscheidungen aufbereiten
- m)die eigene Vorgehensweise hinsichtlich Genauigkeit und Korrektheit bewerten und Verbesserungsmaßnahmen ableiten
Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten4 Positionen
während der gesamten Ausbildung
1 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)den organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie deren Zusammenwirken entlang der Wertschöpfungskette erläutern
- b)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, zu Berufsvertretungen und zu Gewerkschaften nennen
- c)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
Häufige Fragen
Was schreibe ich als Automobilkaufmann ins Berichtsheft?
Die Aufgaben der Woche, zum Beispiel Teiledienst, Serviceannahme, Angebote, Finanzierungsunterlagen, Marketing und Auswertungen, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte mit konkreter Handlung sind besser als „Büro“ oder „Verkauf“.
Darf ich Kundennamen oder Fahrzeugdaten ins Berichtsheft schreiben?
Das ist nicht nötig und sollte unterbleiben. Beschreiben Sie die Tätigkeit ohne Namen, Kennzeichen, Fahrgestellnummern und Preise einzelner Verträge. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Gibt es bei Automobilkaufleuten Wahlqualifikationen?
Nein. Die Verordnung nennt berufsprofilgebende und integrativ vermittelte Inhalte, aber keine Wahlqualifikationen und keine Schwerpunkte. Ihr individueller Ausbildungsplan zeigt, wann welche Inhalte im Betrieb dran sind.
Muss ich das Berichtsheft schon zu Teil 1 der Abschlussprüfung vorlegen?
Ja, die Zulassungsvoraussetzungen gelten nach § 44 Absatz 2 BBiG auch für Teil 1. Dazu gehört der Ausbildungsnachweis nach § 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG. Teil 1 liegt etwa in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Automobilkaufmann und zur Automobilkauffrau (AutoKflAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
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