Berichtsheft als Produktionstechnologe: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft als Produktionstechnologe gehört, was Sie in der Ausbildung tatsächlich gemacht haben: Produktionsaufträge vorbereiten und durchführen, Anlagen einrichten, umrüsten und warten, Prozessparameter konfigurieren, Anlagen anfahren sowie Produktionsabläufe analysieren und verbessern. Dazu kommen die Themen aus der Berufsschule und Lehrgänge außerhalb des Betriebs. Auf dieser Seite finden Sie zwei Beispielwochen, Formulierungshilfen und Hinweise zur Abschlussprüfung.
Stand: 21.10.2026
Was als Produktionstechnologe ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin (ProdTechAusbV). Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Schwerpunkte oder Fachrichtungen gibt es nicht; stattdessen wird der Inhalt prozessbezogen in einem Einsatzgebiet vermittelt, nämlich Produktherstellung, Produktionsmittelherstellung oder produktionsunterstützende Dienstleistung. Welches Einsatzgebiet gilt, legt Ihr Ausbildungsbetrieb fest.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Betreiben von Produktionsanlagen: Produktionsaufträge planen, durchführen und abschließen
- Einrichten und Warten von Produktionsanlagen: Umrüsten, Sicherheit beurteilen, Anlagen prüfen
- Konfigurieren von Produktionsanlagen: Prozessparameter festlegen, technische Abläufe programmieren
- Anfahren von Produktionsanlagen: Aufstellen, Logistik, Erprobung und Übergabe
- Gestalten und Sichern von Produktionsprozessen: Analyse, Simulation, Optimierung, Logistikorganisation
- Der Ausbildungsbetrieb: Berufsbildungs-, Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz, Umweltschutz
- Information, Kommunikation und Organisation: Teamarbeit, technische Unterlagen, Projektmanagement
- Produktionsmanagement: Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement, IT-Systeme, Prozessdaten
- Produktionstechnologien und -prozesse sowie Arbeitsorganisation und Produktionssysteme
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Sicherheitsunterweisung in der Fertigungshalle, Werkstücke nach Zeichnung mit Messschieber und Bügelmessschraube geprüft, Messwerte in Prüfprotokoll eingetragen | 8 |
| Dienstag | Bauteile aus Aluminium gefräst und gebohrt, Schnittwerte aus der Tabelle entnommen, Maßhaltigkeit nach dem Fertigen kontrolliert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Grundlagen der Elektrotechnik, technisches Zeichnen, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Pneumatische Schaltung nach Plan am Übungsstand aufgebaut, Zylinder angeschlossen, Funktion geprüft und Fehler in der Verschlauchung behoben | 8 |
| Freitag | Wartungsplan einer Montagelinie abgearbeitet, Schmierstellen abgeschmiert, Filter gewechselt, Durchgeführtes in der Wartungsliste abgezeichnet | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Produktionsauftrag für eine Kleinserie analysiert, Arbeitsablauf geplant, Betriebsmittel und Material disponiert | 8 |
| Dienstag | Anlage auf die neue Variante umgerüstet, Werkzeuge und Vorrichtungen getauscht, Prozessparameter ermittelt und in der Steuerung hinterlegt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Datenauswertung | 8 |
| Donnerstag | Probelauf der Anlage durchgeführt, Stichproben gezogen und Fähigkeit des Prozesses ausgewertet, Abweichung bei der Zykluszeit dokumentiert | 8 |
| Freitag | Engpass in der Materialzuführung untersucht, Verbesserungsvorschlag für den Ablauf erarbeitet und dem Schichtleiter vorgestellt | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Produktionstechnologen
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Steuerungstechnik, Fertigungsverfahren oder Qualitätssicherung. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Produktionstechnologe
| Statt | Besser |
|---|---|
| An der Anlage gearbeitet | Verschleißteile an der Zuführeinheit gewechselt und Anlage nach Wartungsplan wieder freigegeben |
| Maschine eingerichtet | Anlage auf Variante B umgerüstet, Werkzeuge getauscht und Parameter in der Steuerung angepasst |
| Qualität geprüft | Stichprobe von 20 Teilen gemessen, Werte in die Qualitätskarte eingetragen |
| Bei der Produktion geholfen | Auftrag mit 500 Stück vorbereitet, Material bereitgestellt und Schicht-Ergebnis dokumentiert |
| Störung behoben | Sensorfehler an der Förderstrecke eingegrenzt, Sensor neu justiert und Funktionsprobe durchgeführt |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Produktionstechnologen werden in Industriebetrieben ausgebildet, etwa in der Metall-, Elektro- und Kunststoffverarbeitung oder in der Automobilzulieferung. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung besteht aus zwei zeitlich getrennten Teilen. Teil 1 findet etwa zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und zählt 35 Prozent: Sie führen einen betrieblichen Auftrag durch (9 Stunden), dokumentieren ihn und führen danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Teil 2 zählt 65 Prozent und umfasst die Bereiche Produktionsprozesse (betrieblicher Auftrag mit 19 Stunden und Fachgespräch bis 30 Minuten), Produktionssysteme (240 Minuten schriftlich) sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten).
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin (ProdTechAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten21 Positionen
1 Betreiben von Produktions- anlagen
1.1 Planen und Vorbereiten von Produktionsaufträgen
- a)Informationen über technische und technologische Bedingungen sowie über Vorgaben der Produktionsplanung, insbesondere Stückzahlvorgaben, beschaffen
- b)auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen, Aktualität von Prozessvorschriften kontrollieren
- c)die Bereitstellung benötigter Werkzeuge, Prüfeinrichtungen, Vorrichtungen und Arbeitsstoffe sichern
- d)Werkzeuge, Prüfeinrichtungen und Vorrichtungen auf Einsatzfähigkeit prüfen
- e)Produktionsanlagen entsprechend den Prozessvorschriften einstellen, Prozessparameter abrufen, eingeben und sichern, Produktionsfähigkeit herstellen
1.2 Durchführen von Produktionsaufträgen
- a)Werkstoffe und Bauteile abrufen, bereitstellen und hinsichtlich Qualität beurteilen
- b)Produktionsanlagen beschicken und bedienen, Stückzahlvorgaben sicherstellen
- c)Qualität der Produkte überwachen
- d)Produkte gegen Beschädigungen schützen, transportieren und lagern
- e)überzählige und fehlerhafte Produkte sowie Reststoffe entsprechend den betrieblichen Vorgaben leiten
- f)Störungen im Prozess erkennen, Maßnahmen zur Fehlervermeidung einleiten, Anlagenverfügbarkeit sicherstellen
1.3 Abschließen von Produktionsaufträgen
- a)Produkte übergeben, Abnahmeprotokolle und Prüfprotokolle erstellen
- b)Leistungen und Aufwendungen dokumentieren
- c)IT-Systeme zur Auftragsverfolgung nutzen
2 Einrichten und Warten von Produktionsanlagen
2.1 Umrüsten und Wiederinbetrieb- nehmen von Produktionsanlagen
- a)Anlagenteile sowie Bearbeitungsprogramme an geänderte Prozessabläufe und unterschiedliche Produkte anpassen
- b)Funktionsprüfungen durchführen
- c)Änderungen und Prüfungen der Produktionsanlagen dokumentieren
2.2 Beurteilen der Sicherheit von Produktionsanlagen
- a)Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit prüfen
- b)Arbeitsmittel einschließlich elektrischer Betriebsmittel und Anlagen prüfen
- c)wiederkehrende Prüfungen nach Vorschriften und technischen Bestimmungen sowie betriebsspezifischen Vorgaben durchführen, Prüfprotokolle anfertigen
2.3 Prüfen und Inspizieren von Produktionsanlagen
- a)Produktionsanlagen nach Vorgaben inspizieren
- b)Bauteile und Signale an Schnittstellen prüfen, Test- und Diagnosesoftware einsetzen
- c)Störungen feststellen und beschreiben, Fehlersuche durchführen
- d)vorbeugende Wartung unter Berücksichtigung spezifischer Produktionsbedingungen durchführen
3 Konfigurieren von Produktionsanlagen
3.1 Ermitteln, Testen und Einstellen von Prozessparametern
- a)Produkte im Hinblick auf Produktionsprozesse analysieren
- b)Produktionsverfahren, Prozessschritte, Produktionsanlagen, Werkzeuge, Spannmittel, Vorrichtungen, Arbeitsstoffe und Fertigungsparameter auswählen
- c)Testreihen fahren, Prozessparameter anpassen, Ergebnisse dokumentieren sowie zur Erstellung und Optimierung von Prozessvorschriften nutzen
- d)Prüfverfahren und -mittel auswählen, Messungen und Prüfungen planen, Anweisungen zur Probennahme sowie Prüfpläne erstellen
3.2 Strukturieren und Programmieren von technischen Abläufen
- a)technische Abläufe analysieren, strukturieren und darstellen
- b)Steuerungsprogramme erstellen sowie eingeben, testen, ändern und optimieren
- c)Muster und Prototypen testen
4 Anfahren von Produktionsanlagen
4.1 Aufstellen von Produktionsanlagen
- a)Aufstellung von Produktionsanlagen unterstützen, vorgegebene Aufstellungsbedingungen sicherstellen
- b)technische Prüfungen veranlassen
4.2 Einrichten der Eingangs- und Ausgangslogistik
- a)Transport- und Lagersysteme einrichten
- b)Handhabungs- und Materialflusssysteme einrichten
- c)Materialfluss organisieren, Materialien, Bauteile und erstellte Produkte nach logistischen und Qualitätskriterien lagern
- d)Arbeitsstoffe für den Produktionsprozess kennzeichnen, nach logistischen, Haltbarkeits-, Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltkriterien den Vorschriften entsprechend lagern, bereitstellen und auf Einsatzfähigkeit prüfen
4.3 Erproben von Produktionsabläufen
- a)Produktionsverfahren und Prozessschritte, logistische Abläufe sowie Werkzeuge, Spannmittel, Vorrichtungen, Arbeitsstoffe und Fertigungsparameter erproben
- b)Prozesse kontrollieren, überwachen und protokollieren, prozessbegleitende Maßnahmen der Qualitätssicherung durchführen
- c)Prozessabläufe durch Nutzung von Eingriffsmöglichkeiten in die Prozesskette sichern
- d)Probebetrieb unter Nenn- und Grenzbedingungen sowie Dauertests durchführen
- e)Prozessvorschriften an die Ergebnisse der Erprobung anpassen
4.4 Übergeben oder Übernehmen von Produktionsanlagen
- a)in Pflichtenheften vereinbarte Referenzprozesse fahren
- b)Fehler und Mängel dokumentieren und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
- c)Arbeits- und Wartungsanweisungen erstellen
- d)Übernahmen dokumentieren
5 Gestalten und Sichern von Produktionsprozessen
5.1 Analysieren von Produktionsprozessen
- a)Prüfergebnisse analysieren und mit Werkzeugen der statistischen Qualitätskontrolle auswerten
- b)Produktrückläufe analysieren
- c)Produktionsprozesse anhand von Kennziffern vergleichen und beurteilen
- d)Bestände, Liege- und Transportzeiten, Rüstzeiten sowie ungerichtete Abläufe in Produktionslinien erfassen und analysieren
- e)interne und externe Leistungserbringung unter terminlichen und kalkulatorischen Gesichtspunkten vergleichen
- f)Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Produktionsanlagen feststellen, Ausfälle und Störungen von Produktionseinrichtungen analysieren
- g)Ergebnisse von Analysen dokumentieren, Ergebnisse unter Berücksichtigung vor- und nachgelagerter Prozesse und Bereiche bewerten
5.2 Simulieren von Produktionsprozessen
- a)Produktionsprozesse hinsichtlich der Ablauffolge, Vollständigkeit und Qualität überprüfen
- b)technische Abläufe modellhaft nachbilden oder rechnergestützt simulieren sowie Abläufe erproben, optimieren und dokumentieren
- c)Verhalten von Werkstoffen unter Prozessbeanspruchungen überprüfen und erproben
5.3 Optimieren von Produktionsprozessen
- a)anhand von Qualitätskennzahlen und Prüfergebnissen auf Prozessfehler und auf zu verändernde Prozessabläufe und Prozessparameter schließen
- b)Versuche zur Optimierung vorbereiten, durchführen, dokumentieren und auswerten
- c)Vorschläge zur Verbesserung der IT-Unterstützung bereichsübergreifender Prozesse erarbeiten
- d)Verbesserungsmaßnahmen mit Produkt- und Prozessentwicklern, mit Produktionsmittelzulieferern und dem Produktionsteam besprechen und umsetzen
- e)Bedienpersonal über Prozessänderungen unterrichten und einweisen
- f)bei der Erstellung von Bedienungs- und Wartungsanleitungen für Produktionsanlagen mitwirken
5.4 Organisieren von Logistikprozessen
- a)technische Funktionen der Logistikkette für erforderliche Werkstoffe, Arbeitsstoffe, Werkzeuge und Spannmittel sicherstellen
- b)Daten der Bewegungs- und Lagerungsvorgänge erfassen, verarbeiten und ausgeben
- c)Logistik der Entsorgung der Reststoffe und für das Recycling sicherstellen
Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten17 Positionen
1 Der Ausbildungsbetrieb
1.1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
1.2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen der Brandbekämpfung ergreifen
1.4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
2 Information, Kommunikation und Organisation
2.1 Betriebliche Kommunikation und Teamarbeit
- a)Informationsquellen, insbesondere Dokumentationen, Handbücher, Fachberichte und Firmenunterlagen, in deutscher und englischer Sprache recherchieren, Datenbankabfragen durchführen, Informationen auswerten
- b)Informationen bewerten, Sachverhalte darstellen, Grafiken erstellen
- c)schriftliche Kommunikation in Deutsch und Englisch durchführen
- d)IT-gestützte Kommunikationssysteme nutzen
- e)Dokumentationen in deutscher und englischer Sprache zusammenstellen und ergänzen
- f)Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht und zielorientiert führen
- g)Aufgaben im Team planen und abstimmen, Entscheidungen im Team erarbeiten, Konflikte im Team lösen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
- h)Teambesprechungen organisieren und moderieren, Daten und Sachverhalte sowie Lösungsvarianten visualisieren und präsentieren, Gesprächsergebnisse dokumentieren, deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
2.2 Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen
- a)Betriebs- und Gebrauchsanleitungen, Montage- und Wartungspläne, Zeichnungen, Fließbilder und Schaltungsunterlagen in deutscher und englischer Sprache anwenden
- b)Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch in Englisch, auswerten und anwenden
- c)technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten und anwenden
- d)technische Skizzen und Zeichnungen erstellen
- e)Datensätze handhaben und anpassen
- f)Daten IT-gestützt auswerten und visualisieren
2.3 Kundenorientierte Kommunikation
- a)Kommunikation mit vor- und nachgelagerten Bereichen und externen Partnern sicherstellen
- b)Übergabeprozesse abstimmen
- c)Reklamationen annehmen
2.4 Planen der Arbeit
- a)Auftragsunterlagen sowie technische Durchführbarkeit von Aufträgen prüfen und mit den betrieblichen Möglichkeiten abstimmen
- b)Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung des betrieblichen Gesamtzusammenhangs planen, Arbeitsschritte festlegen und erforderliche Abwicklungszeiten einschätzen
- c)erforderliche Materialien, Verschleißteile, Werkzeuge sowie Betriebsmittel für den Arbeitsablauf feststellen, auswählen und bereitstellen
- d)Ist-Zustand ermitteln und analysieren, Ursachen-Wirkungszusammenhänge ermitteln,
- e)Lösungsvarianten entwickeln und bewerten, Lösungen erproben und optimieren
- f)Lösung implementieren und organisatorisch absichern
2.5 Projektmanagement
- a)Produktionsaufgaben analysieren
- b)Abläufe strukturieren und Arbeitspläne erstellen
- c)Arbeitspakete unter Beachtung rechtlicher, wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben definieren
- d)Netzpläne lesen und erstellen, Meilensteine festlegen, Prioritäten setzen
- e)IT-Systeme zum Projektmanagement anwenden
3 Produktionsmanagement
3.1 Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement
- a)betriebliches Qualitätsmanagementsystem anwenden
- b)betriebliches Umweltmanagementsystem anwenden
- c)Arbeitssicherheitsvorschriften und ergonomische Vorgaben bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen beachten
- d)bei Gefährdungsbeurteilungen mitwirken sowie Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssicherheit erarbeiten
3.2 IT-Systeme und Vernetzung
- a)Standard-, Hilfs- und Testprogramme installieren, konfigurieren und nutzen
- b)Daten und Dokumente pflegen, schützen, sichern und archivieren, Vorschriften zum Datenschutz anwenden
- c)bei der Einbindung von Produktionsanlagen in IT-Netzwerke mitwirken
3.3 Produkt- und Prozessdatenmanagement
- a)datenbankgestützte Produktdaten zur Prozessoptimierung nutzen
- b)Konfigurationsmanagement und Änderungsmanagement nutzen und pflegen, Kundenapplikationen berücksichtigen
- c)Produkt- und Prozessdaten nutzen und pflegen
- d)technische Dokumentationen abrufen und einstellen
4 Produktionstechnologien und -prozesse
- a)Fertigungsverfahren hinsichtlich der zu erzielenden Qualität der Teilebeschaffenheit, insbesondere Werkstoffeigenschaften, Maß-, Form- und Oberflächengenauigkeit, sowie hinsichtlich der Flexibilität, Mengenausbringung, Kosten und Ressourcenschonung beurteilen
- b)Werkstoffverhalten beurteilen, insbesondere bezüglich der Produktionsverfahren und der geforderten Qualität
- c)Produktionsmaschinen beurteilen, insbesondere hinsichtlich Funktion, Aufbau, Antrieb, Kinematik und Steuerung sowie hinsichtlich Flexibilität, Mengenausbringung und Kosten
- d)Roboter oder andere Handhabungssysteme beurteilen, insbesondere hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten, Aufbau, Kinematik und Steuerung
- e)Werkzeuge beurteilen, insbesondere hinsichtlich Werkstoff, Geometrie, Komposition, Standzeiten, Kühlung und Schmierung sowie Kosten
- f)Spannmittel beurteilen, insbesondere hinsichtlich Werkstoffeigenschaften und Form der Werkstücke, Belastung durch die Bearbeitung sowie Flexibilität des Einsatzes
- g)Montageverfahren beurteilen, insbesondere hinsichtlich Anzahl der zu fügenden Teile, Mengen, Kosten, Flexibilität und Qualität
- h)Werkstoffe hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit beurteilen, insbesondere Lagerfähigkeit, Oberflächenschutz und Korrosion
5 Arbeitsorganisation und Produktionssysteme
- a)Produktionsorganisationstypen, insbesondere Werkstatt- und Fließfertigung, Lager- und Auftragsproduktion, identifizieren
- b)Produktionstypen, insbesondere Einzel-, Serien- und Massenproduktion, identifizieren
- c)zentrale und dezentrale sowie vorbeugende und ereignisgesteuerte Instandhaltung in Produktionsanlagen unterscheiden
- d)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsdefizite nutzen sowie unterschiedliche Lerntechniken anwenden
- e)Arbeitsorganisationsformen, insbesondere Einzelarbeit und Gruppenarbeit, prozessorientierte und funktionsorientierte Organisationen, Projektorganisation, unterscheiden und zuordnen
- f)Methoden und Verfahren der Programmplanung, Produktionsplanung, Materialsteuerung und Fertigungssteuerung anwenden
Zeitliche Gliederung
Abschnitt 1
Der Ausbildungsbetrieb4 Positionen
während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- a)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen der Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
Abschnitt 2
Erstes bis drittes Ausbildungshalbjahr
(Zeitrahmen 1: Betreiben von Produktionsanlagen)6 Positionen
1 Planen und Vorbereiten von Produktionsaufträgen
- a)Informationen über technische und technologische Bedingungen sowie über Vorgaben der Produktionsplanung, insbesondere Stückzahlvorgaben, beschaffen
- b)auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen, Aktualität von Prozessvorschriften kontrollieren
- c)die Bereitstellung benötigter Werkzeuge, Prüfeinrichtungen, Vorrichtungen und Arbeitsstoffe sichern
- d)Werkzeuge, Prüfeinrichtungen und Vorrichtungen auf Einsatzfähigkeit prüfen
- e)Produktionsanlagen entsprechend den Prozessvorschriften einstellen, Prozessparameter abrufen, eingeben und sichern, Produktionsfähigkeit herstellen
2 Durchführen von Produktionsaufträgen6 bis 8 Wochen
- a)Werkstoffe und Bauteile abrufen, bereitstellen und hinsichtlich Qualität beurteilen
- b)Produktionsanlagen beschicken und bedienen, Stückzahlvorgaben sicherstellen
- c)Qualität der Produkte überwachen
- d)Produkte gegen Beschädigungen schützen, transportieren und lagern
- e)überzählige und fehlerhafte Produkte sowie Reststoffe entsprechend den betrieblichen Vorgaben leiten
- f)Störungen im Prozess erkennen, Maßnahmen zur Fehlervermeidung einleiten, Anlagenverfügbarkeit sicherstellen
3 Abschließen von Produktionsaufträgen
- a)Produkte übergeben, Abnahmeprotokolle und Prüfprotokolle erstellen
- b)Leistungen und Aufwendungen dokumentieren
- c)IT-Systeme zur Auftragsverfolgung nutzen
4 Betriebliche Kommunikation und Teamarbeit
- a)Informationsquellen, insbesondere Dokumentationen, Handbücher, Fachberichte und Firmenunterlagen, in deutscher und englischer Sprache recherchieren, Datenbankabfragen durchführen, Informationen auswerten
- b)IT-gestützte Kommunikationssysteme nutzen
5 Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen
Betriebs- und Gebrauchsanleitungen, Montage- und Wartungspläne, Zeichnungen, Fließbilder und Schaltungsunterlagen in deutscher und englischer Sprache anwenden
6 Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement
- a)betriebliches Qualitätsmanagementsystem anwenden
- b)betriebliches Umweltmanagementsystem anwenden
(Zeitrahmen 2: Einrichten und Warten von Produktionsanlagen)8 Positionen
1 Umrüsten und Wiederinbetriebnehmen von Produktionsanlagen
- a)Anlagenteile sowie Bearbeitungsprogramme an geänderte Prozessabläufe und unterschiedliche Produkte anpassen
- b)Funktionsprüfungen durchführen
- c)Änderungen und Prüfungen der Produktionsanlagen dokumentieren
2 Beurteilen der Sicherheit von Produktionsanlagen
- a)Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit prüfen
- b)Arbeitsmittel einschließlich elektrischer Betriebsmittel und Anlagen prüfen
- c)wiederkehrende Prüfungen nach Vorschriften und technischen Bestimmungen sowie betriebsspezifischen Vorgaben durchführen, Prüfprotokolle anfertigen
3 Prüfen und Inspizieren von Produktionsanlagen
- a)Produktionsanlagen nach Vorgaben inspizieren
- b)Bauteile und Signale an Schnittstellen prüfen, Test- und Diagnosesoftware einsetzen
- c)Störungen feststellen und beschreiben, Fehlersuche durchführen
- d)vorbeugende Wartung unter Berücksichtigung spezifischer Produktionsbedingungen durchführen
4 Betriebliche Kommunikation und Teamarbeit4 bis 6 Wochen
- a)Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht und zielorientiert führen
- b)Aufgaben im Team planen und abstimmen, Entscheidungen im Team erarbeiten, Konflikte im Team lösen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
- c)Teambesprechungen organisieren und moderieren, Daten und Sachverhalte sowie Lösungsvarianten visualisieren und präsentieren, Gesprächsergebnisse dokumentieren, deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
5 Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen
- a)Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch in Englisch, auswerten und anwenden
- b)technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten und anwenden
- c)technische Skizzen und Zeichnungen erstellen
6 Planen der Arbeit
- a)Auftragsunterlagen sowie technische Durchführbarkeit von Aufträgen prüfen und mit den betrieblichen Möglichkeiten abstimmen
- b)Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung des betrieblichen Gesamtzusammenhangs planen, Arbeitsschritte festlegen und erforderliche Abwicklungszeiten einschätzen
- c)erforderliche Materialien, Verschleißteile, Werkzeuge sowie Betriebsmittel für den Arbeitsablauf feststellen, auswählen und bereitstellen
- d)Ist-Zustand ermitteln und analysieren, Ursachen- Wirkungszusammenhänge ermitteln
- e)Lösungsvarianten entwickeln und bewerten, Lösungen erproben und optimieren
- f)Lösung implementieren und organisatorisch absichern
7 Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement
Arbeitssicherheitsvorschriften und ergonomische Vorgaben bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen beachten
8 IT-Systeme und Vernetzung
- a)Standard-, Hilfs- und Testprogramme installieren, konfigurieren und nutzen
- b)Daten und Dokumente pflegen, schützen, sichern und archivieren, Vorschriften zum Datenschutz anwenden
- c)bei der Einbindung von Produktionsanlagen in IT-Netzwerke mitwirken
(Zeitrahmen 3: Konfigurieren von Produktionsanlagen)5 Positionen
1 Ermitteln, Testen und Einstellen von Prozessparametern
- a)Produkte im Hinblick auf Produktionsprozesse analysieren
- b)Produktionsverfahren, Prozessschritte, Produktionsanlagen, Werkzeuge, Spannmittel, Vorrichtungen, Arbeitsstoffe und Fertigungsparameter auswählen
- c)Testreihen fahren, Prozessparameter anpassen, Ergebnisse dokumentieren sowie zur Erstellung und Optimierung von Prozessvorschriften nutzen
- d)Prüfverfahren und -mittel auswählen, Messungen und Prüfungen planen, Anweisungen zur Probennahme sowie Prüfpläne erstellen
2 Strukturieren und Programmieren von technischen Abläufen5 bis 7 Wochen
- a)technische Abläufe analysieren, strukturieren und darstellen
- b)Steuerungsprogramme erstellen sowie eingeben, testen, ändern und optimieren
- c)Muster und Prototypen testen
3 Betriebliche Kommunikation und Teamarbeit
- a)Informationen bewerten, Sachverhalte darstellen, Grafiken erstellen
- b)schriftliche Kommunikation in Deutsch und Englisch durchführen
- c)Dokumentationen in deutscher und englischer Sprache zusammenstellen und ergänzen
4 Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen
- a)Datensätze handhaben und anpassen
- b)Daten IT-gestützt auswerten und visualisieren
5 Produkt- und Prozessdatenmanagement
- a)datenbankgestützte Produktdaten zur Prozessoptimierung nutzen
- b)Konfigurationsmanagement und Änderungsmanagement nutzen und pflegen, Kundenapplikationen berücksichtigen
- c)Produkt- und Prozessdaten nutzen und pflegen
- d)technische Dokumentationen abrufen und einstellen
Viertes bis sechstes Ausbildungshalbjahr
(Zeitrahmen 4: Anfahren von Produktionsanlagen)7 Positionen
1 Aufstellen von Produktionsanlagen
- a)Aufstellung von Produktionsanlagen unterstützen, vorgegebene Aufstellungsbedingungen sicherstellen
- b)technische Prüfungen veranlassen
2 Einrichten der Eingangs- und Ausgangslogistik
- a)Transport- und Lagersysteme einrichten
- b)Handhabungs- und Materialflusssysteme einrichten
- c)Materialfluss organisieren, Materialien, Bauteile und erstellte Produkte nach logistischen und Qualitätskriterien lagern
- d)Arbeitsstoffe für den Produktionsprozess kennzeichnen, nach logistischen, Haltbarkeits-, Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltkriterien den Vorschriften entsprechend lagern, bereitstellen und auf Einsatzfähigkeit prüfen
3 Erproben von Produktionsabläufen
- a)Produktionsverfahren und Prozessschritte, logistische Abläufe sowie Werkzeuge, Spannmittel, Vorrichtungen, Arbeitsstoffe und Fertigungsparameter erproben
- b)Prozesse kontrollieren, überwachen und protokollieren, prozessbegleitende Maßnahmen der Qualitätssicherung durchführen
- c)Prozessabläufe durch Nutzung von Eingriffsmöglichkeiten in die Prozesskette sichern
- d)Probebetrieb unter Nenn- und Grenzbedingungen sowie Dauertests durchführen
- e)Prozessvorschriften an die Ergebnisse der Erprobung anpassen
4 Übergeben oder Übernehmen von Produktionsanlagen
- a)in Pflichtenheften vereinbarte Referenzprozesse fahren
- b)Fehler und Mängel dokumentieren und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
- c)Arbeits- und Wartungsanweisungen erstellen
- d)Übernahmen dokumentieren
5 Kundenorientierte Kommunikation5 bis 7 Wochen
- a)Kommunikation mit vor- und nachgelagerten Bereichen und externen Partnern sicherstellen
- b)Übergabeprozesse abstimmen
- c)Reklamationen annehmen
6 Projektmanagement
- a)Produktionsaufgaben analysieren
- b)Abläufe strukturieren und Arbeitspläne erstellen
- c)Arbeitspakete unter Beachtung rechtlicher, wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben definieren
- d)Netzpläne lesen und erstellen, Meilensteine festlegen, Prioritäten setzen
- e)IT-Systeme zum Projektmanagement anwenden
7 Produktionstechnologien und -prozesse
- a)Fertigungsverfahren hinsichtlich der zu erzielenden Qualität der Teilebeschaffenheit, insbesondere Werkstoffeigenschaften, Maß-, Form- und Oberflächengenauigkeit, sowie hinsichtlich der Flexibilität, Mengenausbringung, Kosten und Ressourcenschonung beurteilen
- b)Werkstoffverhalten beurteilen, insbesondere bezüglich der Produktionsverfahren und der geforderten Qualität
- c)Produktionsmaschinen beurteilen, insbesondere hinsichtlich Funktion, Aufbau, Antrieb, Kinematik und Steuerung sowie hinsichtlich Flexibilität, Mengenausbringung und Kosten
- d)Roboter oder andere Handhabungssysteme beurteilen, insbesondere hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten, Aufbau, Kinematik und Steuerung
- e)Werkzeuge beurteilen, insbesondere hinsichtlich Werkstoff, Geometrie, Komposition, Standzeiten, Kühlung und Schmierung sowie Kosten
- f)Spannmittel beurteilen, insbesondere hinsichtlich Werkstoffeigenschaften und Form der Werkstücke, Belastung durch die Bearbeitung sowie Flexibilität des Einsatzes
- g)Montageverfahren beurteilen, insbesondere hinsichtlich Anzahl der zu fügenden Teile, Mengen, Kosten, Flexibilität und Qualität
- h)Werkstoffe hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit beurteilen, insbesondere Lagerfähigkeit, Oberflächenschutz und Korrosion
(Zeitrahmen 5: Gestalten und Sichern von Produktionsprozessen)7 Positionen
1 Analysieren von Produktionsprozessen
- a)Prüfergebnisse analysieren und mit Werkzeugen der statistischen Qualitätskontrolle auswerten
- b)Produktrückläufe analysieren
- c)Produktionsprozesse anhand von Kennziffern vergleichen und beurteilen
- d)Bestände, Liege- und Transportzeiten, Rüstzeiten sowie ungerichtete Abläufe in Produktionslinien erfassen und analysieren
- e)interne und externe Leistungserbringung unter terminlichen und kalkulatorischen Gesichtspunkten vergleichen
- f)Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Produktionsanlagen feststellen, Ausfälle und Störungen von Produktionseinrichtungen analysieren
- g)Ergebnisse von Analysen dokumentieren, Ergebnisse unter Berücksichtigung vor- und nachgelagerter Prozesse und Bereiche bewerten
2 Simulieren von Produktionsprozessen
- a)Produktionsprozesse hinsichtlich der Ablauffolge, Vollständigkeit und Qualität überprüfen
- b)technische Abläufe modellhaft nachbilden oder rechnergestützt simulieren sowie Abläufe erproben, optimieren und dokumentieren
- c)Verhalten von Werkstoffen unter Prozessbeanspruchungen überprüfen und erproben
3 Optimieren von Produktionsprozessen11 bis 13 Wochen
- a)anhand von Qualitätskennzahlen und Prüfergebnissen auf Prozessfehler und auf zu verändernde Prozessabläufe und Prozessparameter schließen
- b)Versuche zur Optimierung vorbereiten, durchführen, dokumentieren und auswerten
- c)Vorschläge zur Verbesserung der IT-Unterstützung bereichsübergreifender Prozesse erarbeiten
- d)Verbesserungsmaßnahmen mit Produkt- und Prozessentwicklern, mit Produktionsmittelzulieferern und dem Produktionsteam besprechen und umsetzen
- e)Bedienpersonal über Prozessänderungen unterrichten und einweisen
- f)bei der Erstellung von Bedienungs- und Wartungsanleitungen für Produktionsanlagen mitwirken
4 Organisieren von Logistikprozessen
- a)technische Funktionen der Logistikkette für erforderliche Werkstoffe, Arbeitsstoffe, Werkzeuge und Spannmittel sicherstellen
- b)Daten der Bewegungs- und Lagerungsvorgänge erfassen, verarbeiten und ausgeben
- c)Logistik der Entsorgung der Reststoffe und für das Recycling sicherstellen
5 Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement
bei Gefährdungsbeurteilungen mitwirken sowie Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssicherheit erarbeiten
6 Produktionstechnologien und -prozesse
- a)Montageverfahren hinsichtlich Anzahl der zu fügenden Teile, Mengen, Kosten, Flexibilität und Qualität beurteilen
- b)Werkstoffe hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit, insbesondere Lagerfähigkeit, Oberflächenschutz und Korrosion, beurteilen
7 Arbeitsorganisation und Produktionssysteme
- a)Produktionsorganisationstypen, insbesondere Werkstatt- und Fließfertigung, Lager- und Auftragsproduktion, identifizieren
- b)Produktionstypen, insbesondere Einzel-, Serien- und Massenproduktion, identifizieren
- c)zentrale und dezentrale sowie vorbeugende und ereignisgesteuerte Instandhaltung in Produktionsanlagen unterscheiden
- d)Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsdefizite nutzen sowie unterschiedliche Lerntechniken anwenden
- e)Arbeitsorganisationsformen, insbesondere Einzelarbeit und Gruppenarbeit, prozessorientierte und funktionsorientierte Organisationen, Projektorganisation, unterscheiden und zuordnen
- f)Methoden und Verfahren der Programmplanung, Produktionsplanung, Materialsteuerung und Fertigungssteuerung anwenden
Häufige Fragen
Wie oft muss ich als Produktionstechnologe das Berichtsheft führen?
Auszubildende führen den Ausbildungsnachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG). Wie häufig Einträge verlangt werden, legen Betrieb und Kammer fest, üblich ist ein Eintrag pro Woche. Fragen Sie Ihren Ausbilder nach der Vorgabe.
Wer sieht mein Berichtsheft durch?
Ihr Ausbilder sieht den Nachweis durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Er zeichnet die Einträge regelmäßig ab. Bei der Zulassung zur Abschlussprüfung legen Sie den Nachweis der Kammer vor.
Wie schreibe ich einen betrieblichen Auftrag ins Berichtsheft?
Nennen Sie, was Sie geplant, eingerichtet und produziert haben, mit Stückzahl, Parametern und Prüfergebnissen. Ein Satz wie Anlage umgerüstet, Parameter ermittelt, 20 Teile gemessen ist konkreter als Auftrag bearbeitet. Kundennamen lassen Sie weg.
Gehört die Berufsschule ins Berichtsheft?
Ja, tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Steuerungstechnik oder Qualitätssicherung. Das entspricht der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses. Die genauen Themen gibt Ihre Berufsschule vor.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin (ProdTechAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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