Berichtsheft als Physiklaborant: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft als Physiklaborant gehört alles, was Sie im Labor und in der Werkstatt tatsächlich getan haben: Messungen physikalischer Größen, Versuchsaufbauten, das Trennen und Reinigen von Arbeitsstoffen, elektrotechnische Arbeiten, Werkstoffprüfung, Datenauswertung am Rechner und die Dokumentation Ihrer Ergebnisse. Dazu kommen die Themen aus der Berufsschule und Lehrgänge. Eine Woche passt meist in wenige Zeilen, wenn Sie Tätigkeit, Verfahren und Gerät benennen.
Stand: 21.10.2026
Was als Physiklaborant ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Physiklaboranten/zur Physiklaborantin (PhysLabAusbV). Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Schwerpunkte oder Fachrichtungen gibt es nicht, alle Auszubildenden durchlaufen dieselben Inhalte. Wird ein schulisches Berufsgrundbildungsjahr angerechnet, beginnt die betriebliche Ausbildung erst im zweiten Jahr.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Einsatz, Pflege und Instandhaltung von Arbeitsgeräten und Laborgeräten
- Bearbeiten von Werkstoffen, Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen
- Umgang mit Arbeitsstoffen sowie Vereinigen, Trennen und Reinigen von Arbeitsstoffen
- Messen physikalischer Größen und Bestimmen von Stoffkonstanten
- Mechanische, wärmetechnische und optische Arbeiten
- Elektrotechnische und elektronische Arbeiten
- Röntgen- und Kernstrahlungsmesstechnik, Werkstoffprüfung
- Instrumentelle Analytik und verfahrenstechnische Arbeiten
- Leittechnik, informationstechnische Arbeiten und Qualitätssicherung
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Sicherheitsunterweisung im Labor wiederholt, Messschieber und Bügelmessschraube geprüft, Messreihe an Probekörpern aufgenommen | 8 |
| Dienstag | Aluminiumprofil nach Zeichnung gesägt, gefeilt und entgratet, Maße kontrolliert und im Protokoll festgehalten | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Größen und Einheiten, Grundlagen der Mechanik, Technische Mathematik | 8 |
| Donnerstag | Schlauchverbindungen an einem Versuchsaufbau hergestellt und auf Dichtheit geprüft, Laborwaagen gereinigt | 8 |
| Freitag | Gemisch durch Filtrieren und Destillieren getrennt, Ausbeute bestimmt, Ergebnisse im Laborbuch eingetragen | 8 |
Beispielwoche im vierten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Messreihe zur Wärmeleitfähigkeit mehrerer Werkstoffproben aufgebaut, Temperaturfühler kalibriert, Messunsicherheit abgeschätzt | 8 |
| Dienstag | Messdaten mit Tabellenkalkulation und Auswerteprogramm ausgewertet, Ausgleichskurve erstellt, Diagramm für den Prüfbericht angefertigt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Wirtschafts- und Sozialkunde, Technologie, Wiederholung zur Abschlussprüfung | 8 |
| Donnerstag | Zugversuch an Kunststoffproben vorbereitet und durchgeführt, Bruchflächen unter dem Mikroskop begutachtet | 8 |
| Freitag | Spektrometer in Betrieb genommen, Prüfplan für eine Qualitätskontrolle ergänzt, Ergebnisse mit dem Ausbilder besprochen | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Physiklaboranten
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Mechanik der Flüssigkeiten, Optik, Elektrotechnik oder Technische Mathematik. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Physiklaborant
| Statt | Besser |
|---|---|
| Im Labor gemessen | Dichte von drei Flüssigkeiten mit dem Pyknometer bestimmt und Werte mit Tabellenwerten verglichen |
| Versuch aufgebaut | Versuchsaufbau zur Brechung von Licht an einer optischen Bank justiert und Brechungswinkel gemessen |
| Geräte gewartet | Analysenwaage mit Prüfgewichten kontrolliert und Justierung im Gerätebuch dokumentiert |
| Proben geprüft | Zugproben aus Stahl in der Prüfmaschine bis zum Bruch belastet und Zugfestigkeit berechnet |
| Daten ausgewertet | Messwerte in einer Tabellenkalkulation ausgewertet, Mittelwert und Standardabweichung berechnet, Diagramm erstellt |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Physiklaboranten werden in Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, Prüflaboren und Hochschulen ausgebildet. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Zwischenprüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Praktisch bearbeiten Sie in höchstens 15 Stunden zwei Arbeitsproben, etwa elektrotechnische Arbeiten, die Bestimmung physikalischer Größen und physikalisch-chemische Versuche, sowie ein Prüfungsstück zur rechnergestützten Messdatenauswertung. Schriftlich werden Technologie, Labortechnik, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft; Technologie zählt dabei doppelt. Eine mündliche Ergänzung ist möglich.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Physiklaboranten/zur Physiklaborantin (PhysLabAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
1. Berufliche Grundbildung20 Positionen
1 Berufsbildungwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluß, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
- c)Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebs-verfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
3 Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutzwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- b)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
- c)Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes sowie der zuständigen Berufsgenossenschaft und der Gewerbeaufsicht erläutern
- d)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Arbeitsschutzgesetze nennen
4 Arbeitssicherheit und Arbeitshygienewährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)Auswahl und Einsatz persönlicher Schutzausrüstungen beschreiben
- b)persönliche Schutzausrüstungen handhaben
- c)Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz bedienen und ihre Wirksamkeit erhalten
- d)Einrichtungen zur Brandbekämpfung handhaben
- e)Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
- f)Verhaltensregeln im Brandfall anwenden
- g)Explosionsgefahren beschreiben und über Maßnahmen zum Explosionsschutz Auskunft geben
- h)Gefahren beim Umgang mit und durch Einwirkung von Arbeitsstoffen beschreiben
- i)Regeln der Arbeitshygiene beachten und Maßnahmen der Arbeitshygiene ergreifen
- k)Maßnahmen der Ersten Hilfe einleiten
5 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)über mögliche Umweltbelastungen und Maßnahmen zu deren Vermeidung und Verminderung Auskunft geben
- b)berufsbezogene Regelungen des Umweltschutzes nennen
- c)Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen ergreifen
- d)Abfälle und Reststoffe unter Beachtung von Abfallbeseitigungsvorschriften sammeln und lagern
6 Einsetzen von Energieträgern und rationelle Energienutzungwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Energiearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwirkungs- und Beobachtungsbereich anführen
- b)Einsatz und Wirkungsweise der Energieträger und der jeweiligen Geräte beschreiben
- c)Methoden des Wärmetausches unterscheiden
- d)mit Energieträgern heizen, kühlen, temperieren und die entsprechenden Geräte bedienen; Energien ökonomisch einsetzen
- e)Gleichungen der mechanischen, thermischen und elektrischen Energie unter Verwendung der SI-Einheiten und SI-Größen anwenden
- f)Gefahren im Umgang mit Energieträgern beschreiben
7 Einsetzen, Pflegen und Instandhalten von Arbeitsgeräten
7.1 stationäre Einrichtungen2 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)die Notwendigkeit von Be- und Entlüftungseinrichtungen beschreiben
- b)Belüftungs-, Entlüftungs- und Absperreinrichtungen bedienen und pflegen
- c)die Kennzeichnung von Rohrleitungen nennen
7.2 Laborgeräte4 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)über mechanische und thermische Eigenschaften von Laborgeräte-Werkstoffen sowie über ihr Verhalten gegenüber Chemikalien Auskunft geben
- b)Laborgeräte aus Glas, Porzellan, Metall, Holz, Gummi und Kunststoff zum Aufbewahren, Lagern, Trennen, Vereinigen und Reinigen von Arbeitsstoffen einsetzen
- c)Maßnahmen zum Schutz vor Korrosion und Verschleiß ergreifen
- d)Arbeitsgeräte reinigen
- e)Lupe und Mikroskop einsetzen und pflegen
8 Bearbeiten von Werkstoffen und Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen8 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)über Bearbeitungsverfahren von Werkstoffen Auskunft geben
- b)die Werkstoffe Glas, Gummi und Kunststoff bearbeiten
- c)Flächen und Volumina berechnen
- d)Schlauch- und Rohrverbindungen Einsatzgebieten zuordnen
- e)aus den Werkstoffen Glas, Gummi und Kunststoff Verbindungen herstellen, abdichten und lösen
- f)metallische und nichtmetallische Werkstoffe nach einfachen technischen Zeichnungen manuell und maschinell bearbeiten, insbesondere formen, biegen, trennen, feilen, bohren und gewindeschneiden
9 Umgehen mit Arbeitsstoffen8 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)den Aufbau der Stoffe aus Atomen und Molekülen beschreiben
- b)den Aufbau des Periodensystems aus Haupt- und Nebengruppen beschreiben
- c)Oxidation und Reduktion unterscheiden
- d)Aggregatzustände, ihre Zustandsänderungen und die dabei stattfindenden Änderungen des Energieinhalts beschreiben
- e)Stoffportionen definieren und die Zusammensetzung von Mischphasen berechnen
- f)Reaktionsgleichungen aufstellen
- g)über Gefahrensymbole und die Bezeichnung von Arbeitsstoffen Auskunft geben
- h)Arbeitsstoffe kennzeichnen
- i)Arbeitsstoffe rationell einsetzen
- k)mit Säuren, Hydroxiden und Salzen sowie deren Lösungen umgehen
- l)die Umsetzung konzentrierter und verdünnter Säuren und Laugen mit Metallen durch Reaktionsgleichungen darstellen
- m)mit organischen Lösemitteln umgehen
- n)Aufbau und Einsatz von Reduzierventilen beschreiben
- o)Gase entnehmen und Reduzierventile handhaben
- p)den Einfluß von Druck und Temperatur auf das Volumen von Gasen beschreiben
- q)Gase nachweisen und bestimmen
10 Vereinigen, Trennen und Reinigen von Arbeitsstoffen
10.1 physikalische Methoden7 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)physikalische Methoden der Stofftrennung, -Vereinigung und -reinigung nennen
- b)Flüssigkeiten und Feststoffe vereinigen
- c)Feststoffe zerkleinern und sieben
- d)Feststoffe von Flüssigkeiten durch Sedimentieren, Dekantieren, Filtrieren und Eindampfen trennen
- e)Feststoffe durch Umkristallisieren und Flüssigkeiten durch Destillieren reinigen
- f)Feststoffe und organische Lösemittel trocknen
10.2 chemische Methoden5 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)chemische Methoden der Stofftrennung, -Vereinigung und -reinigung nennen
- b)qualitative Einzelnachweise von Kationen und Anionen durchführen sowie Reaktionen durch Gleichungen darstellen
- c)gravimetrische und volumetrische Bestimmungen durchführen sowie Reaktionen durch Gleichungen darstellen
- d)Massenanteil, Massenkonzentration und Stoffmengenkonzentration berechnen
11 Messen physikalischer Größen, Bestimmen von Stoffkonstanten und elektrotechnische Arbeiten
11.1 physikalische Größen3 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)Meßgeräte und -einrichtungen beschreiben und Einsatzbereichen zuordnen
- b)Länge, Volumen und Masse bestimmen
- c)Aufbau und Funktionsweise von Druckmeßgeräten beschreiben
- d)den Druck von Luft und Gasen bestimmen
- e)Aufbau, Funktionsweise und Einsatzbereiche von Temperaturmeßgeräten beschreiben
- f)die Temperatur von festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen messen
- g)den pH-Wert bestimmen
11.2 Stoff-Konstanten4 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)die Bestimmung der Dichte von Feststoffen und Flüssigkeiten beschreiben
- b)die Dichte von Feststoffen und Flüssigkeiten bestimmen
- c)Apparaturen zur Bestimmung von Schmelz- und Siedepunkt beschreiben
- d)Schmelz- und Siedepunkte bestimmen
- e)die Bedeutung von Stoffkonstanten beschreiben
11.3 elektrotechnische Arbeiten5 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)elektrische Einheiten nennen und den Zusammenhang zwischen elektrischen Größen beschreiben
- b)Spannung, Widerstand und Stromstärke messen
- c)Widerstände mit der Wheatstoneschen Brücke bestimmen
- d)einfache elektrische Schaltpläne lesen und erstellen
- e)Schaltungen anfertigen und Geräte montieren
12 Anwenden mikrobiologischer Arbeitstechniken3 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)über Stoffwechsel, Reizbarkeit, Fortpflanzung, Wachstum und Bewegung als Kennzeichen des Lebens Auskunft geben
- b)den grundlegenden Zellaufbau beschreiben
- c)über Bakterien und Pilze und deren Bedeutung in der Natur zum Stoffabbau, in der Biotechnik, bei der Herstellung von Nahrungs- und Arzneimitteln, im Umweltschutz sowie als Krankheitserreger Auskunft geben
- d)Keime in der Umwelt anhand von Luft- und Wasserproben sowie von Fingerabdrücken nachweisen
- e)Anzahl, Form und Farbe von Kolonien auf Fangplatten bestimmen
- f)zur Anwendung kommende Impftechniken beim Nachweis von Keimen unterscheiden
- g)über Wachstumsbedingungen von Keimen Auskunft geben
- h)Sterilisation und Desinfektion unterscheiden
- i)die Wirkung von Sterilisations- und Desinfektionsmethoden nachweisen
- k)eine Gärung durchführen und ein Gärungsprodukt nachweisen
13 Dokumentieren von Arbeitsabläufen und -ergebnissen3 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- a)Dokumentationsarten unterscheiden und den Dokumentationswert beschreiben
- b)Arbeitsabläufe und -ergebnisse protokollieren
- c)Hilfsmittel zur Dokumentation einsetzen
II. Berufliche Fachbildung17 Positionen
1 mechanische Arbeiten
1.1 Mechanik von Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen7 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)die Mechanik von Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen charakterisieren
- b)Kräfte bestimmen und berechnen
- c)elastische Größen bestimmen
- d)die Oberflächenspannung messen und Berechnungen durchführen
- e)die Viskosität nach verschiedenen Methoden bestimmen und berechnen
- f)Gesetzmäßigkeiten bei strömenden Flüssigkeiten und Gasen überprüfen und Berechnungen durchführen
- g)Vakuumapparaturen beschreiben und handhaben
1.2 schwingende Systeme einschließlich Akustik2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Messungen an schwingenden Systemen durchführen
- b)Meßgrößen und -methoden unterscheiden und einfache akustische Messungen durchführen
2 wärmetechnische Arbeiten9 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 4 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Messungen und Berechnungen zur Wärmeausdehnung durchführen
- b)Wärmekapazität, spezifische Wärmekapazität, Umwandlungswärmen bei Phasenumwandlungen kalorimetrisch bestimmen und Berechnungen durchführen
- c)Wirkungsgrade bei Energieumwandlungen bestimmen
- d)Luftfeuchte messen und berechnen
- e)Gesetzmäßigkeiten zum Wärmeübergang und zur Wärmeisolierung sowie zur Wärmeleitung und Wärmestrahlung erklären
- f)die relative molare Masse bestimmen und Berechnungen durchführen
3 optische Arbeiten5 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 4 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)fotometrische Größen und ihre Einheiten zuordnen sowie Beleuchtungsstärke messen und berechnen
- b)Anwendung optischer Verfahren in der Meßtechnik zuordnen
- c)Messungen zur geometrischen Optik durchführen
- d)über Untersuchungsverfahren in der Farbmetrik Auskunft geben
- e)Versuche zur Beugung und Interferenz durchführen
- f)Bestimmungen und Messungen mit dem Mikroskop durchführen
- g)fotografische und elektronische Abbildungen herstellen und bearbeiten
4 elektrotechnische und elektronische Arbeiten7 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 9 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 5 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)elektrische und elektronische Schaltpläne und die dazu notwendigen Schaltzeichen lesen
- b)elektrotechnische und elektronische Bauteile und Grundschaltungen anwenden und Berechnungen durchführen
- c)elektrotechnische Grundlagen von Meß- und Untersuchungsverfahren beschreiben sowie elektrotechnische Größen bestimmen und berechnen
- d)elektrische Parameter im Wechselstromkreis bestimmen und Berechnungen durchführen
- e)Frequenzverhalten von RC-Gliedern bestimmen und Berechnungen durchführen
5 Röntgen- und Kernstrahlungsmeßtechnik1 Woche im 3. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)Entstehung, Eigenschaften und Nachweis von Röntgen- und Kernstrahlung sowie Methoden der Messung beschreiben
- b)Sicherheitsmaßnahmen zum Strahlenschutz beschreiben und anwenden
- c)Kernstrahlungsmessungen und -berechnungen durchführen
6 Werkstoffe und Werkstoffprüfung2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Metalle, Kunststoffe, Keramik und Glas hinsichtlich ihres atomaren und molekularen Aufbaues sowie in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden
- b)Methoden und physikalische Grundlagen der zerstörenden und zerstörungsfreien Werkstoffprüfung beschreiben und verschiedene Werkstoffe nach einer zerstörenden Methode prüfen
7 instrumentelle Analytik3 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 7 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 4 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Analysengeräten beschreiben
- b)qualitative und quantitative Analysen und Messungen mittels elektrischer, optischer und chromatographischer Verfahren durchführen und unter Berücksichtigung von Fehlerquellen auswerten
- c)Infrarot-, Massen- und Kernresonanzspektroskopie sowie Kristallstrukturanalyse als Methoden der Strukturaufklärung unterscheiden und Anwendungsmöglichkeiten zuordnen
- d)einfache Messungen zur Strukturaufklärung durchführen und auswerten
8 verfahrenstechnische Arbeiten2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)thermische und mechanische Verfahren beschreiben und Einsatzgebieten zuordnen
- b)eine homogene Flüssigkeitsmischung rektifizieren
- c)ein heterogenes Gemisch zentrifugieren
9 Leittechnik
9.1 Sensortechnik4 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Funktionsweise von Sensoren erklären und die Umwandlung von Meßsignalen beschreiben
- b)Sensoren Aufgabengebieten zuordnen und anwenden
- c)Meßgeräte auf Funktion prüfen, kalibrieren und anwenden
9.2 Steuerungstechnik3 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)über Elemente der Steuerungstechnik Auskunft geben
- b)einen einfachen Funktionsplan mit logischen Verknüpfungen erstellen und ein Fließbild entwickeln
- c)eine einfache Ablaufsteuerung aufbauen und ihre Funktion an der entsprechenden Apparatur überprüfen
- d)Anwendungen der Steuerungstechnik unterschiedlichen Einsatzgebieten zuordnen
9.3 Regelungstechnik3 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)Prinzip und Ziel des Regelns beschreiben
- b)Regler nach Art, Bedeutung und Wirkungsweise unterscheiden
- c)über das zeitliche Verhalten von Regelstrecken Auskunft geben
- d)Regelkreis mit Proportional-Regler aufbauen, in Betrieb nehmen und optimieren
10 informationstechnische Arbeiten5 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 6 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 4 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)über Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten der Informatik und Digitaltechnik im Laborbereich Auskunft geben
- b)über praktische Möglichkeiten der Datenerfassung, -Verarbeitung und -ausgabe im Labor Auskunft geben
- c)Funktionspläne entwickeln
- d)Funktion von Schnittstellen beschreiben
- e)Rechner zur Lösung labortechnischer Aufgaben, insbesondere zur Steuerung, Meßdatenerfassung und -auswertung sowie zur Kommunikation, einsetzen
11 Dokumentieren von Arbeitsabläufen und -ergebnissen4 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- a)Versuchs- und Untersuchungsergebnisse sowie Meßwerte dokumentieren
- b)die Aussagekraft von Meßwerten und Ergebnissen beurteilen
- c)Tabellenwerke und Fachliteratur nutzen
12 Maßnahmen zur Qualitätssicherung2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 1 Woche im 4. Ausbildungsjahr
- a)Aufgaben der Qualitätssicherung für Produkte und Dienstleistungen beschreiben und über das Qualitätssicherungssystem Auskunft geben
- b)Bedeutung und Prinzip der Probennahme und Probenvorbereitung zur Gehalts- und Qualitätskontrolle beschreiben
- c)über statistische Methoden der Qualitätssicherung Auskunft geben
- d)Instrumente der Qualitätssicherung anwenden
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Physiklaboranten?
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Ein schulisches Berufsgrundbildungsjahr kann angerechnet werden, dann beginnt die betriebliche Ausbildung im zweiten Jahr. Ihr Berichtsheft führen Sie über die gesamte Zeit.
Muss ich Messwerte und Versuchsergebnisse im Berichtsheft angeben?
Nein, im Berichtsheft genügt die Beschreibung der Tätigkeit mit Verfahren und Gerät. Die Messdaten selbst gehören in Laborbuch und Protokoll. Wie ausführlich Fachberichte sein sollen, geben Kammer und Betrieb vor.
Wer führt das Berichtsheft und wer prüft es?
Sie führen den Nachweis selbst (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG). Ihr Ausbilder sieht ihn regelmäßig durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Planen Sie dafür feste Zeiten in der Woche ein, damit nichts liegen bleibt.
Was kommt für Berufsschultage in den Nachweis?
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Optik, Wärmelehre oder Technische Mathematik. Das entspricht der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses. Die Reihenfolge der Lernfelder legt Ihre Berufsschule fest.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Physiklaboranten/zur Physiklaborantin (PhysLabAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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