Berichtsheft als Uhrmacher: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft als Uhrmacher gehört, was Sie in der Woche praktisch gelernt und gearbeitet haben: Feilen, Sägen, Drehen und Fräsen im ersten Jahr, später das Zerlegen, Reinigen, Ölen und Regulieren von mechanischen Uhren, der Batteriewechsel und die Prüfung von Quarzuhren, die Wartung von Uhrenanlagen sowie Kundenberatung und Annahme im Ladengeschäft. Dazu kommen die Themen aus der Berufsschule und Lehrgänge außerhalb des Betriebs. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie das ordnen und formulieren.
Stand: 21.10.2026
Was als Uhrmacher ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Uhrmacher/zur Uhrmacherin (UhrmAusbV 2001). Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Es gibt keine Schwerpunkte oder Fachrichtungen, alle Auszubildenden durchlaufen dasselbe Berufsbild. Der Beruf gehört zum Handwerk, zuständig ist die Handwerkskammer.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Prüfen, Anreißen und Messen
- Manuelles und maschinelles Spanen, auch an numerisch gesteuerten oder konventionellen Werkzeugmaschinen
- Fügen sowie Behandeln und Schützen von Oberflächen
- Wärmebehandlung und Werkstoffprüfung
- Messen und Prüfen elektrischer Größen
- Instandhalten mechanischer und elektronischer Uhren, Uhrenanlagen und deren Komponenten
- Montieren und Demontieren
- Kundenservice und -beratung
- Beschaffung, Lagerung und Verkauf sowie Kostenrechnung und Kalkulation
- Instandhalten von industriell gefertigtem Schmuck
- Was ist der Ausbildungsrahmenplan und wo finden Betriebe ihn?
- Digitales Berichtsheft im Handwerksbetrieb
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Werkstück aus Messing nach Zeichnung angerissen, gesägt und mit der Feile auf Maß gebracht, Maße mit Messschieber und Bügelmessschraube geprüft | 8 |
| Dienstag | Zapfen an der Drehmaschine abgedreht, Durchmesser auf 0,02 Millimeter genau kontrolliert, Grat entfernt und Oberfläche poliert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Technische Zeichnungen lesen, Toleranzen und Passungen, Werkstoffkunde Messing und Stahl | 8 |
| Donnerstag | Taschenuhr mit Handaufzug unter Anleitung zerlegt, Teile in Reinigungsgläsern sortiert, Zustand der Zapfen unter der Lupe beurteilt | 8 |
| Freitag | Werkstatt aufgeräumt, Pinzetten und Schraubendreher nachgeschliffen, Batteriewechsel an drei Quarzuhren durchgeführt und Dichtungen erneuert | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Automatikuhr mit Gangabweichung vollständig zerlegt, gereinigt, Unruh und Hemmung geprüft, Werk nach Plan geölt und wieder aufgebaut | 8 |
| Dienstag | Gangwerte auf der Zeitwaage gemessen, Abweichung in drei Lagen durch Regulieren verringert, Gangergebnis im Auftrag notiert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Kalkulation von Reparaturaufträgen, Kundenberatung, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Kundin zur Reparatur einer Armbanduhr beraten, Kostenvoranschlag erstellt, Wasserdichtheit einer Taucheruhr im Prüfgerät kontrolliert | 8 |
| Freitag | Turmuhr-Zifferblatt in einem Gemeindehaus mit dem Gesellen gewartet, Uhrenanlage mit Nebenuhren auf Gleichlauf geprüft, Wartungsprotokoll geführt | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Uhrmachers
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Toleranzen und Passungen“, „Gangregelung mechanischer Uhren“ oder „Kalkulation eines Reparaturauftrags“. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Uhrmacher
| Statt | Besser |
|---|---|
| Uhr repariert | Armbanduhr mit Handaufzug zerlegt, gereinigt, geölt und Zugfeder erneuert, Gangwerte danach gemessen |
| An der Drehbank gearbeitet | Zapfen aus Stahl auf Maß gedreht und mit der Bügelmessschraube kontrolliert |
| Batterien gewechselt | Quarzwerk geprüft, Batterie getauscht, Stromaufnahme gemessen und Dichtung erneuert |
| Kunden beraten | Kundin zu Reparatur und Kosten ihrer Taschenuhr beraten und Auftrag aufgenommen |
| Werkstatt geholfen | Werkzeuge gewartet, Ersatzteile eingelagert und Bestand im Lager abgeglichen |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Ausgebildet wird in Uhrmacherwerkstätten und Fachgeschäften, zuständige Stelle ist die Handwerkskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Gesellenprüfung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil führen Sie eine kundenauftragsähnliche Arbeitsaufgabe von höchstens 20 Stunden durch, dokumentieren sie und sprechen darüber in einem Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Im zweiten Teil gibt es schriftliche Prüfungsbereiche zu Uhrentechnik, Service und Instandhaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Eine Zwischenprüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Zur Gesellenprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 36 Absatz 1 Nummer 2 HwO). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Uhrmacher/zur Uhrmacherin (UhrmAusbV 2001), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Positionen des Rahmenplans23 Positionen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrechtwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
- b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
- c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
- d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
- e)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
- b)Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklären
- c)Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
- d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweisen der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildung zu vermitteln
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse4 Wochen* im 1. Ausbildungsjahr, 4 Wochen* im 3. Ausbildungsjahr
- a)Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorgaben mitgestalten, insbesondere Verbesserungen der Arbeitsumgebung unter Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte anregen
- b)Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben planen und abstimmen
- c)Werkzeuge, Prüf- und Messmittel festlegen und betriebsbereit machen
- d)Bearbeitungsmaschinen und technische Einrichtungen betriebsbereit machen und überprüfen sowie Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung ergreifen
- e)mit den Funktionsbereichen des Betriebes zusammenarbeiten, betriebliche Informationsflüsse nutzen und bei betrieblichen Entscheidungsprozessen mitwirken
- f)Arbeitsschritte unter Berücksichtigung funktionaler, konstruktiver, fertigungstechnischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte festlegen
- g)Arbeitsergebnisse zusammenführen, erbrachte Leistungen kontrollieren und anhand der Vorgaben bewerten sowie dokumentieren
6 betriebliche und technische Kommunikation5 Wochen* im 1. Ausbildungsjahr, 2 Wochen* im 2. Ausbildungsjahr, 4 Wochen* im 3. Ausbildungsjahr
- a)technische Zeichnungen erstellen und anwenden
- b)Mess- und Prüfdaten lesen und dokumentieren
- c)Arbeitsabläufe protokollieren
- d)Informationen beschaffen und auswerten, Informations- und Kommunikationstechniken, insbesondere EDV-Anlagen, nutzen; Daten sichern und schützen
- e)Skizzen, Stücklisten, Konstruktionen und technische Zeichnungen manuell und rechnergestützt anfertigen und anwenden
- f)Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen, deutsche und fremdsprachliche Fachausdrücke anwenden
- g)Kommunikation mit vorausgehenden und nachfolgenden Arbeitsbereichen sicherstellen
- h)technische Unterlagen, insbesondere Kataloge, Service- und Betriebsanleitungen, Tabellen, Schaltpläne, Diagramme, Handbücher, Bedienungshinweise und einschlägige Normen, auswerten und anwenden
- i)Entwürfe nach Gestaltungsprinzipien anfertigen
- k)branchenübliche Standardsoftware anwenden
7 Qualitätsmanagement3 Wochen* im 1. Ausbildungsjahr, 2 Wochen* im 2. Ausbildungsjahr, 3 Wochen* im 3. Ausbildungsjahr
Normen und Spezifikationen zur Qualitätssicherung der Produkte beachten sowie Qualität bei der Auftragserledigung unter Beachtung vor- und nachgelagerter Bereiche sichern, insbesondere
- a)Qualität als Schlüsselfaktor im Wettbewerb beachten
- b)Qualität fertiger, vorbehandelter und vorbearbeiteter Produkte beachten
- c)zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im eigenen Arbeitsbereich beitragen
- d)Prüfarten und Prüfmittel auswählen, Einsatzfähigkeit der Prüfmittel feststellen und dokumentieren, Prüfpläne und betriebliche Prüfvorschriften anwenden
- e)Qualität in Verbindung mit technischen Unterlagen, insbesondere Normen und Spezifikationen, beurteilen
- f)Ursachen von Fehlern, Problemen und Qualitätsmängeln systematisch suchen, beseitigen und dokumentieren
- g)qualitätsbewusst im Ausbildungsbetrieb handeln und zur Qualitätssicherung beitragen
8 Prüfen, Anreißen und Messen5 Wochen* im 1. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr
- a)Messzeuge zum Prüfen von Längen und Winkeln auswählen und unter Beachtung systematischer und zufälliger Messfehler handhaben
- b)Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse an Werkstücken unter Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften und nachfolgender Bearbeitung anreißen und körnen
- c)Flächen nach dem Lichtspaltverfahren auf Ebenheit, Winkligkeit und Formgenauigkeit prüfen
- d)Maß-, Form- und Lagetoleranznormen anwenden, Oberflächenbeschaffenheit von Fügeflächen prüfen, Oberflächenqualität durch Sichtprüfen beurteilen
- e)Teile auf Rundlauf und Seitenschlag prüfen, Unwuchten feststellen
9 Warten von Betriebsmitteln3 Wochen* im 1. Ausbildungsjahr
- a)Bearbeitungsmaschinen, Werkzeuge, Messgeräte und technische Einrichtungen warten, pflegen und vor Korrosion schützen
- b)Störungen an Bearbeitungsmaschinen, Messgeräten und technischen Einrichtungen feststellen, Maßnahmen zur Instandsetzung ergreifen
- c)Betriebsstoffe, insbesondere Reinigungsmittel und Schmierstoffe nach Betriebs-, Gefahrstoff-, Umwelt- und Gesundheitsvorschriften wechseln und auffüllen
- d)Werkzeuge nach Verwendungszweck schärfen
10 Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen4 Wochen im 1. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr
- a)Werkstoffe, insbesondere Eisen-, Nichteisenmetalle und Kunststoffe, hinsichtlich ihrer Eigenschaften unterscheiden
- b)Hilfsstoffe, insbesondere gefährliche Arbeitsstoffe, unterscheiden und anwenden
- c)Werkstoffe unter Beachtung der Eigenschaften lagern
- d)Gefahren beim Lagern, Verwenden und Beseitigen gefährlicher Arbeitsstoffe, insbesondere von Reinigungs-, Lösungs- und Schmiermittel beachten, Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung ergreifen
- e)metallische Werkstücke und Halbzeuge nach Form, Zusammensetzung und Bearbeitbarkeit unterscheiden, auswählen und ihrem Verwendungszweck zuordnen
11 Wärmebehandlung und Werkstoffprüfung3 Wochen im 2. Ausbildungsjahr
- a)Eigenschaften von Werkstoffen unter Beachtung der Zusammensetzung durch Wärmebehandeln ändern, insbesondere durch Glühen, Härten und Anlassen, Ergebnisse prüfen
- b)Eigenschaften von Werkstücken und Halbzeugen prüfen
- c)Edelmetalle und Edelmetall-Legierungen prüfen und bestimmen
12 manuelles und maschinelles Spanen
12.1 manuelles Spanen
- a)Geräte, Maschinen und Werkzeuge unter Berücksichtigung der Verfahren und Werkstoffe auswählen
- b)Werkstücke aus Eisen- und Nichteisenmetallen sowie Kunststoffen nach Anriss sägen
- c)Flächen und Formen an Werkstücken eben, winklig und parallel nach Allgemeintoleranzen auf Maß feilen, entgraten
- d)zylindrische und kegelige Bohrungen unter Beachtung des Werkstoffes mit Handreibahlen auf Passgenauigkeit reiben
12.2 Programmieren und Handhaben von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Spanen mit konventionellen Werkzeugmaschinen5 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 5 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Spannzeuge unter Beachtung der Werkstückstabilität und des Oberflächenschutzes auswählen und einsetzen, insbesondere Werkstücke auf der Lackscheibe fixieren, Werkstücke auf der Planscheibe und im Stufenfutter spannen
- b)Kühl- und Schmierstoffe nach dem jeweiligen Verwendungszweck auswählen und einsetzen
- c)Bohrungen durch Bohren ins Volle, Aufbohren, Profilsenken und Planeinsenken herstellen
- d)Bohrungen mit einer Maßgenauigkeit von mindestens IT 7 maschinell durch Reiben herstellen
- e)Werkstücke mit einer Oberflächenbeschaffenheit Rz zwischen 2,2 und 8 mym durch Außen- und Innendrehen herstellen
- f)Werkstücke mit Handdrehmeißel lang-, plan-, kegel-, exzenter- und formdrehen
- g)Innen- und Außengewinde herstellen
- h)Maschinengravuren herstellen
- i)Werkstücke mit einer Oberflächenbeschaffenheit Rz zwischen 6,3 und 40 mym durch Fräsen herstellen
- k)Teilungen an Werkstücken herstellen, Uhrenzahnräder durch Fräsen nach dem Teilverfahren herstellen
- l)Programme an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen erstellen, eingeben, testen, ändern, optimieren und anwenden oder Werkzeugmaschinen einrichten
- m)Werkzeugkorrekturwerte bestimmen und einstellen
- n)Werkstücke auf numerisch gesteuerten oder konventionellen Maschinen bearbeiten, Passungen herstellen
13 Fügen3 Wochen im 1. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr
- a)Verbindungen durch Schrauben, Muttern und Scheiben unter Beachtung der Oberflächenform und -beschaffenheit herstellen
- b)Werkstücke unter Beachtung der Flügeflächen verstiften
- c)Werkzeuge, Lot- und Flussmittel auswählen sowie Lötverbindungen durch Weich- und Hartlöten herstellen
- d)Werkstücke aus Eisen-, Nichteisenmetallen und Kunststoffen kleben
- e)Kaltnietverbindungen, insbesondere Räder mit Trieben und Unruhen mit Unruhwellen, herstellen
- f)Werkstücke und Bauteile aus Metall durch Schweißen verbinden
14 Behandeln und Schützen von Oberflächen3 Wochen im 1. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 2. Ausbildungsjahr
- a)Schleif- und Poliermittel sowie Werkzeuge und Verfahren nach herzustellender Oberflächenqualität auswählen und anwenden
- b)Oberflächen manuell und maschinell schleifen, bürsten, polieren und strahlen
- c)Oberflächen, insbesondere nach gestalterischen Vorgaben, mattieren und strukturieren
- d)Druckpolituren an Werkstücken und Bauteilen anbringen
- e)Werkstücke, Bauteile und Gehäuse zur Oberflächenbehandlung, insbesondere durch Reinigen, vorbereiten
- f)Oberflächen nach Anforderungen schützen, insbesondere galvanisch und chemisch
15 Messen und Prüfen elektrischer Größen4 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Prüf- und Messgeräte auswählen und aufbauen
- b)Spannung, Strom, Widerstand und Leistung im Gleichstromkreis messen
- c)Amplitude und Periodendauer der Schwingungen mit Oszilloskopen messen
- d)Prüf- und Messergebnisse dokumentieren und auswerten
- e)Funktionsfähigkeit von Baugruppen durch Einstellen mechanischer und elektrischer Werte nach Vorgaben herstellen
16 Instandhalten von mechanischen und elektronischen Uhren, Uhrenanlagen und deren Komponenten9 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 12 Wochen im 3. Ausbildungsjahr, 8 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
Wartung und Inspektion
- a)Wartungsarbeiten zur Bewahrung des Sollzustandes nach betrieblichen oder herstellerspezifischen Wartungsplänen durchführen
- b)Aufbau, Funktion und Zusammenwirken von mechanischen und elektronischen Baugruppen zur Feststellung des Ist-Zustandes überprüfen
- c)mechanische Beanspruchungen und Funktionsfehler feststellen, Instandsetzungsmaßnahmen festlegen und dokumentieren
- d)Ganggenauigkeit überprüfen
- e)Störungen durch systematische Messkontrollen feststellen, eingrenzen und dokumentieren
- f)Wasserdichtheit nach Norm überprüfen
- g)Gangreserve bei Kleinuhren überprüfen
Instandsetzung
- h)Lager und Zapfen mit produktspezifischen Werkzeugen instand setzen
- i)Hemmung, Schlag-, Weck- und Zusatzeinrichtungen instand setzen und justieren
- k)Scharniere, Schlösser, Applikationen und Gehäuse instand setzen
- l)Abnahme durchführen sowie Instandsetzungsmaßnahmen dokumentieren
- m)Gehäuseteile an Kleinuhren instand setzen und ersetzen
- n)Schwingsysteme dynamisch und statisch auswuchten
- o)elektrische und elektronische Baugruppen und Bauelemente justieren, instand setzen und ersetzen sowie Funktionsprüfung durchführen
- p)Batterien unter Berücksichtigung der Stromaufnahme von Antriebssystemen ersetzen
- q)Gangkorrekturen nach Vorgabe durchführen
17 Montieren und Demontieren5 Wochen im 1. Ausbildungsjahr, 9 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 8 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Bauteile und Baugruppen identifizieren und unter Beachtung ihrer Funktion nach technischen Unterlagen zur Montage und Demontage vorbereiten
- b)Montagewerkzeuge und -hilfsmittel auswählen und einsetzen
- c)Bauteile und Baugruppen unter Beachtung teilespezifischer Montagebedingungen funktionsgerecht montieren und sichern
- d)Bauteile und Baugruppen, insbesondere nach technischen Unterlagen, demontieren
- e)Uhren und Uhrenanlagen in Betrieb nehmen, Endkontrolle durchführen
- f)Kleinuhren, insbesondere nach Vorgaben, aus- und einschalen
- g)Stoßsicherungen und automatische Aufzugsmechanismen nach Vorgaben montieren und demontieren
- h)Uhrwerke nach Vorgaben manuell und mit Ultraschall reinigen
- i)Großuhren und deren Zusatzeinrichtungen nach betrieblichen Vorschriften oder nach Herstellerempfehlungen schmieren
- k)Uhrwerke mit Reinigungsmaschinen reinigen
- l)Baugruppen und Bauteile epilamisieren
- m)Kleinuhrwerke, insbesondere Stoßsicherungen, Automatikfederhäuser und Aufzugsmechanismen, nach Vorgaben schmieren
- n)Gehäuse abdichten
18 Kundenservice und -beratung2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Service zum Kundennutzen und zum wirtschaftlichen Betriebserfolg umsetzen, kostenbewusst handeln
- b)Vorstellungen und Wünsche des Kunden ermitteln, Kunden über Produkte und Dienstleistungen beraten
- c)Aufträge im Zusammenwirken mit Kunden festlegen und dokumentieren
- d)Kundengespräche situationsgerecht führen
- e)Werkstattaufträge einplanen und überwachen, Reklamationen entgegennehmen, Mängel erfassen, dokumentieren und Durchführung veranlassen
19 Beschaffung, Lagerung und Verkauf2 Wochen im 1. Ausbildungsjahr, 3 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 4 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Waren unter Beachtung der Lagerorganisation lagern und pflegen
- b)Bezugsmöglichkeiten für Ersatzteile ermitteln und nutzen
- c)Waren nach Beschaffenheit, Art, Menge und Preis überprüfen, Lieferscheine und Rechnungen vergleichen, Mängel beurteilen und dokumentieren; Reklamationen durchführen
- d)Sortiment und Verkaufsangebot mitgestalten, Waren auszeichnen und präsentieren
- e)Bestand und Bedarf an Waren, Ersatzteilen und Betriebsmitteln feststellen und dokumentieren, Dispositionen für Wareneinkauf durchführen
- f)Waren, Produkte und Dienstleistungen verkaufen, Vertragsrecht anwenden
- g)Regeln und Modalitäten des Zahlungsverkehrs, insbesondere Kredit, Skonto, Eigentumsvorbehalt, Gerichtsstand, Liefertermin, Versand-, Verpackungs- und Transportkosten beachten und anwenden
20 Kostenrechnung und Kalkulation2 Wochen im 2. Ausbildungsjahr, 2 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- a)Kosten und Ertragsrechnung unterscheiden
- b)Verkaufspreis ermitteln
- c)Angebote und Kostenvoranschläge nach Vorgaben erstellen
- d)Instandsetzungs- und Verkaufabrechnungen nach Vorgaben erstellen und dem Kunden erläutern
21 Instandhalten von industriell gefertigtem Schmuck4 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
Schmuck aufarbeiten, instand setzen und umarbeiten, insbesondere Ringweiten ändern und Schmuckteile löten
Lfd. Nr. 12.1, 12.2 zusammen: 7 Wochen im 1. Ausbildungsjahr
- *)Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.
Häufige Fragen
Muss ich als Uhrmacher ein Berichtsheft führen?
Ja. Auszubildende führen den Nachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG), Ausbildende sehen ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Die Handwerkskammer verlangt ihn zur Zulassung zur Gesellenprüfung.
Wie genau muss ich Reparaturen beschreiben?
Nennen Sie die Uhrenart, die Arbeitsschritte und die Messwerte, zum Beispiel Zerlegen, Reinigen, Ölen, Regulieren und die Gangwerte danach. Kundennamen und Auftragsnummern lassen Sie weg. Stichworte genügen, wenn Ablauf und Ergebnis erkennbar sind.
Gehören Werkstücke aus dem ersten Jahr ins Berichtsheft?
Ja. Feilen, Sägen, Drehen und Messen gehören zum Berufsbild und zur Zwischenprüfung. Tragen Sie Werkstück, Werkstoff, Werkzeug und Maßkontrolle ein, damit der Fortschritt über die 3 Jahre sichtbar wird.
Wie trage ich die Berufsschule ein?
Schreiben Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte an dem Tag ein, an dem sie stattfanden, und rechnen Sie die Stunden ein. Bei Blockunterricht tragen Sie jede Woche des Blocks mit ihren Themen ein.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Uhrmacher/zur Uhrmacherin (UhrmAusbV 2001), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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