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Berichtsheft als Automatenfachmann: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft als Automatenfachmann oder Automatenfachfrau gehören die Tätigkeiten, die Sie im Betrieb und in der Berufsschule ausgeführt haben: Automaten befüllen und reinigen, Waren bewirtschaften, Einnahmen abrechnen und auswerten, Aufstellplätze betreuen, Verkaufsaktionen planen und, je nach Fachrichtung, Automaten warten und instand setzen oder Kunden und Geschäftsprozesse betreuen. Wichtig sind kurze, konkrete Einträge mit Datum, Tätigkeit und Stunden.

Stand: 21.10.2026

Was als Automatenfachmann ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Automatenfachmann und zur Automatenfachfrau (AutomAusbV). Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Es gibt zwei Fachrichtungen: Automatenmechatronik und Automatendienstleistung. In der Automatendienstleistung kommen zwei Wahlqualifikationen hinzu, Kaufmännische Geschäftsprozesse und Kundenbetreuung.

Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagTourenplan besprochen, Lieferwagen mit Waren für 6 Getränke- und Snackautomaten beladen, Mindesthaltbarkeit geprüft8
DienstagAutomaten am Aufstellplatz befüllt, Warenentnahme notiert, Geldkassetten gewechselt und Außenflächen gereinigt8
MittwochBerufsschule: Warenkunde, Kalkulation von Verkaufspreisen, Grundlagen des Arbeitsschutzes8
DonnerstagEinnahmen im Lager gezählt, mit der Verkaufsanzeige verglichen und die Abrechnung im Warenwirtschaftssystem erfasst8
FreitagBestand im Lager kontrolliert, Nachbestellung für die kommende Woche vorbereitet, Leergut sortiert8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagStörungsmeldung eines Kaffeeautomaten aufgenommen, Fehlerspeicher ausgelesen, Mahlwerk und Brühgruppe geprüft und gereinigt8
DienstagDefektes Münzprüfermodul getauscht, Automat in Betrieb genommen, Probeverkäufe durchgeführt und Wartungsprotokoll ausgefüllt8
MittwochBerufsschule: Netzwerktechnik, Elektrotechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde8
DonnerstagUmsatzzahlen von 12 Aufstellplätzen ausgewertet, schwach laufende Standorte mit dem Betriebsleiter besprochen, Sortimentsänderung vorgeschlagen8
FreitagKundengespräch beim Aufsteller vor Ort geführt, Beschwerde über Ausfälle aufgenommen, Angebot für eine Zahlungsterminal-Nachrüstung vorbereitet8

Berufsschule im Berichtsheft des Automatenfachmanns

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Kalkulation von Verkaufspreisen“ oder „Fehlersuche in elektrischen Schaltungen“. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.

Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.

Formulierungen für den Beruf Automatenfachmann

StattBesser
Automaten gemacht8 Snackautomaten befüllt, Preisschilder kontrolliert und Warenentnahme in der Tourenliste notiert
Geld abgerechnetMünz- und Scheinkassetten gezählt, Soll-Ist-Abgleich mit der Verkaufsanzeige erstellt, Differenz von 2,40 Euro dokumentiert
Reparatur geholfenDefekten Münzprüfer ausgebaut, Ersatzteil eingebaut und Funktionstest mit Probemünzen durchgeführt
Lager aufgeräumtWareneingang geprüft, nach Mindesthaltbarkeit sortiert und Bestandsliste im System aktualisiert
Kunden betreutReklamation eines Aufstellers aufgenommen, Ursache am Automaten geklärt und Rückruf mit Lösung vereinbart

Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle

Automatenfachleute werden bei Automatenaufstellern, Betreibern von Verpflegungs- und Unterhaltungsautomaten und in der Gastronomie- und Freizeitbranche ausgebildet. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.

Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.

Abschlussprüfung und Zulassung

Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen. Teil 1 findet möglichst zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und umfasst die Bereiche Automatenbetreuung (Arbeitsproben und ein situatives Fachgespräch) und Automatenbewirtschaftung (schriftlich). Teil 2 am Ende der Ausbildung hängt von der Fachrichtung ab: In der Automatenmechatronik werden Instandsetzungs- und Wartungstechnik, Netzwerke und Elektrotechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft, in der Automatendienstleistung Automatenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Automatenfachmann und zur Automatenfachfrau (AutomAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt A: fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten6 Positionen

1 Automatenservice18 Wochen im 1. bis 18. Monat, 6 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Automaten nach Aufbau, Funktion und Art ihrer Dienstleistung unterscheiden
  • b)Zahlungssysteme unterscheiden und auslesen
  • c)Füllstände prüfen und Automaten bedarfsgerecht befüllen und leeren
  • d)Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchführen
  • e)Sicht- und Funktionskontrollen an Automaten durchführen
  • f)technische Unterlagen, Stücklisten, Tabellen, Diagramme, Handbücher und Betriebsanleitungen anwenden
  • g)Störungen, Qualitätsmängel und deren Ursachen erkennen, vor Ort beheben und dokumentieren
  • h)Maßnahmen zum Manipulationsschutz ergreifen
  • i)Kunden die Funktion von Automaten erklären und sie in die Bedienung einweisen
  • j)Explosionszeichnungen, Funktions-, Aufbau- und Anschlusspläne sowie Blockschaltbilder anwenden
  • k)Verschleißteile erneuern, mechanische Baugruppen und Bauteile austauschen
  • l)betriebsfertige Automaten aufstellen und mit vorhandenen Anschlüssen verbinden
  • m)Maßnahmen zur Verkehrssicherheit am Aufstellplatz der Automaten ergreifen
2 Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Informationssysteme nutzen, Software einsetzen und Peripheriegeräte anschließen
  • b)Daten eingeben, pflegen und sichern und Vorschriften des Datenschutzes beachten
  • c)Informationen beschaffen, auswerten und dokumentieren
  • d)branchenspezifische Software anwenden
  • e)digitale und analoge technische Prüf- und Messdaten lesen, auswerten, protokollieren und Berichte anfertigen
3 Warenbewirtschaftung12 Wochen im 1. bis 18. Monat
  • a)automatengerechte Produkte unterscheiden
  • b)Bedarf an Waren und Ersatzteilen ermitteln und nach Verwendungszwecken zusammenstellen
  • c)Waren übernehmen, auf Vollständigkeit, Vollzähligkeit und Unversehrtheit prüfen
  • d)Warenbestände und Warenzustand prüfen, Ablauffristen berücksichtigen und Fehlbestände ergänzen
  • e)Waren und Ersatzteile lagern, abrufen und rückführen
  • f)Lagerbestände kontrollieren
  • g)Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen
  • h)Bestellungen durchführen und Liefertermine überwachen
  • i)Materialien und Gebrauchsgüter kostenbewusst einsetzen
4 Abrechnung und Auswertung von Automatenaufstellplätzen10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Kassierungen durchführen, Kassenbestände auslesen und dokumentieren und Zahlungsmittel prüfen
  • b)Automatenabrechnungen, Kassenabschlüsse und Soll-Ist-Vergleiche durchführen
  • c)Geldbewegungen dokumentieren
  • d)Statistiken und betriebliche Kennziffern auswerten
  • e)Automateneinsätze bewerten, Nachkalkulationen durchführen, Schlussfolgerungen ableiten und Optimierungen vorschlagen
5 Verkaufsförderung12 Wochen im 1. bis 18. Monat, 3 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Gespräche, insbesondere mit Kunden oder Geschäftspartnern, führen und dabei kulturelle Besonderheiten und Verhaltensregeln berücksichtigen
  • b)verkaufsfördernde Maßnahmen zur Kundenbindung und zur Kundengewinnung unterscheiden, vorbereiten und umsetzen
  • c)über Leistungsangebote informieren und präsentieren und Kundenwünsche ermitteln
  • d)Informations- und Beratungsgespräche führen
  • e)Verbesserungen des Leistungsangebotes vorschlagen
  • f)Beschwerden und Reklamationen entgegennehmen und bearbeiten
6 Rechtliche Rahmenbedingungen für die Automatenwirtschaft10 Wochen im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)branchenbezogene Rechtsvorschriften beachten und anwenden
  • b)Sicherheitsbestimmungen und Unfallverhütungsvorschriften beachten
  • c)jugendschutzrechtliche Bestimmungen beachten und umsetzen
  • d)hygienerechtliche Bestimmungen einhalten, umsetzen und Maßnahmen dokumentieren
  • e)branchenbezogene Präventionsvorschriften beachten und Maßnahmen umsetzen
  • f)datenschutzrechtliche Bestimmungen beachten und umsetzen
  • g)steuerrechtliche Vorschriften beachten
  • h)ordnungsrechtliche Vorschriften bei der Automatenaufstellung einhalten

Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Automatenmechatronik4 Positionen

1 Vorbereiten und Installieren von Automaten12 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Betriebsmittel unter Beachtung ihrer mechanischen und elektrischen Sicherheit auswählen
  • b)einschlägige Bestimmungen des Verbandes der Elektrotechnik (VDE-Bestimmungen) und Unfallverhütungsvorschriften für Arbeiten an elektrischen Anlagen anwenden
  • c)Schutz gegen direktes und indirektes Berühren von spannungsführenden Teilen prüfen und sicherstellen
  • d)Bauteile und Werkstoffe manuell und maschinell bearbeiten
  • e)Anschlussteile, insbesondere Kabelschuhe, Aderendhülsen und Stecker an elektrischen Leitern, anbringen
  • f)elektrische Leiter durch Löten, Klemmen und Stecken anschließen und verbinden
  • g)Baugruppen und Geräte mit unterschiedlichen Anschlusstechniken verbinden und konfigurieren
  • h)Leitungen und deren Schutzeinrichtungen, insbesondere hinsichtlich Belastbarkeit, beurteilen und Leitungen und Verlegesysteme auswählen und zurichten
  • i)Versorgungsanschlüsse, insbesondere zur Energieversorgung, prüfen
  • j)mechanische und elektrische Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit prüfen
  • k)Geräte und Einrichtungen auf Funktion und Dichtheit prüfen, Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen und Änderungen dokumentieren
  • l)Messverfahren und Messgeräte auswählen, handhaben und Ergebnisse dokumentieren
2 Montage und Inbetriebnahme von Automaten12 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Arbeits- und Sicherheitsregeln beim Transport und beim Heben von Hand und mit Hebezeugen anwenden
  • b)Automaten zum Transport anschlagen und sichern, Hebezeuge und Rollen handhaben und Transport durchführen
  • c)Aufstellort und Befestigungsart nach den automatenspezifischen Erfordernissen und Beanspruchungen auswählen
  • d)Automaten aufstellen, montieren oder nachrüsten, Funktionsfähigkeit herstellen, elektromagnetische Verträglichkeit beachten und Standsicherheit gewährleisten
  • e)Sensoren und Aktoren prüfen und einstellen, Isolationswiderstände messen und beurteilen
  • f)Funktions- und Sicherheitsprüfungen durchführen, insbesondere Messen der elektrischen Spannungen und Ströme, Messen der Schleifenimpedanz, sowie Prüfen des Drehfeldes und der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen und Ergebnisse dokumentieren
  • g)Automaten durch Sichtkontrolle prüfen und in Betrieb nehmen
3 Wartung und Instandhaltung von Automaten24 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchführen und dokumentieren und Diagnose- und Wartungssysteme nutzen
  • b)Störungen am Automaten feststellen, analysieren und beseitigen
  • c)Baugruppen und -teile demontieren, reinigen, instand setzen und montieren und Verschleißteile austauschen
  • d)elektrische Pläne, Funktions-, Aufbau- und Anschlusspläne anwenden
  • e)mechanische Schutzeinrichtungen prüfen
  • f)elektrische Verbindungen, insbesondere an Anschlüssen, auf Beschädigungen prüfen
  • g)Systemparameter bei der Inbetriebnahme ermitteln und Soll-Ist-Werte vergleichen, beurteilen, einstellen und dokumentieren
  • h)Funktionsprüfungen durchführen
4 Informations- und Kommunikationstechnik4 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Datensysteme nutzen, Vorschriften des Datenschutzes beachten und Daten pflegen und sichern
  • b)branchenspezifische Betriebssysteme nutzen und Softwarekomponenten auswählen, installieren, testen, anpassen und dokumentieren
  • c)IT-Systeme in Netzwerke einbinden, Datenübertragung und Netzwerke prüfen und Störungen beheben
  • d)Testprogramme einsetzen und Hardwarekomponenten auswählen, prüfen und austauschen
  • e)Kompatibilität von Hardwarekomponenten sowie Systemvoraussetzungen für Software prüfen

Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Automatendienstleistung2 Positionen

1 Marketing13 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Markt- und Standortanalysen durchführen
  • b)Automaten nach Standortgesichtspunkten auswählen
  • c)Marketingmaßnahmen entwickeln, durchführen und kontrollieren und Ergebnisse bewerten
  • d)Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durchführen
2 Personalwirtschaft13 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Personaleinsatzplanung durchführen
  • b)Instrumente der Personalbeschaffung und -auswahl anwenden
  • c)Vorgänge der Personalverwaltung, auch in Verbindung mit Beginn und Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen sowie Arbeits- und Fehlzeiten, unter Beachtung arbeits- und tarifrechtlicher Bestimmungen bearbeiten
  • d)Personalentwicklungsmaßnahmen planen und umsetzen
  • e)Entgeltabrechnungen vorbereiten und deren Positionen erklären

Abschnitt D: Wahlqualifikationen in der Fachrichtung Automatendienstleistung2 Positionen

1 Kaufmännische Geschäftsprozesse26 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Preise kalkulieren und gestalten und Reparatur- und Serviceleistungen planen, anbieten und organisieren
  • b)Standortkalkulationen erstellen und Standortinvestitionen planen
  • c)Bonitätsprüfungen durchführen
  • d)Finanzierungsarten auswählen und Finanzierungskosten ermitteln
  • e)Verträge vorbereiten und allgemeine Geschäftsbedingungen anwenden
  • f)Rechnungen erstellen und Vorgänge des Zahlungsverkehrs und des Mahnwesens bearbeiten
  • g)Eingangsrechnungen bearbeiten
  • h)Geschäftsvorgänge buchen
  • i)Kosten und Erlöse ermitteln und analysieren und betriebliche Erfolgsrechnungen vorbereiten
  • j)Statistiken erstellen und auswerten und Daten für kaufmännische Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben aufbereiten
  • k)vorbereitende Arbeiten für Abschlüsse durchführen
2 Kundenbetreuung26 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Arbeiten kundenorientiert durchführen und Einhaltung von Kundenanforderungen kontrollieren
  • b)Ursachen von Konflikten analysieren und zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen
  • c)sprachliche und nichtsprachliche Ausdrucksformen situationsgerecht anwenden
  • d)Kunden über das Angebot an Dienstleistungen und Produkten informieren
  • e)Kundenwünsche ermitteln und Kunden unter Berücksichtigung ihrer Wünsche beraten
  • f)Reklamationen entgegennehmen, bearbeiten und Lösungen aufzeigen
  • g)Auswirkungen des persönlichen Erscheinungsbildes und Verhaltens auf Kunden erkennen und beachten
  • h)Mitteilungen und Aufträge entgegennehmen und weiterleiten

Abschnitt E: fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten7 Positionen

1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrechtwährend der gesamten Ausbildung
  • a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung
  • b)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
  • c)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
  • d)wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
  • e)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
  • a)Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • b)Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Angebot, Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
  • c)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
  • d)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung
  • a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden und Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
4 Umweltschutz

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden und Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Arbeitsorganisation und Kommunikation8 Wochen im 1. bis 18. Monat, 4 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Aufgaben im Team planen und bearbeiten
  • b)Arbeitsschritte unter Berücksichtigung personalrechtlicher und wirtschaftlicher Gesichtspunkte planen und Arbeitsmittel festlegen
  • c)Gespräche mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Vorgesetzten situationsgerecht führen und Sachverhalte darstellen
  • d)betriebliche Abläufe beurteilen und planen
  • e)Termine planen und kontrollieren
  • f)Arbeitsvorgänge im eigenen Arbeitsbereich analysieren und Maßnahmen zur Verbesserung umsetzen
  • g)Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung terminlicher, ergonomischer, ökologischer, wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Gesichtspunkte planen
  • h)Arbeitsabläufe zeitlich und personell planen
  • i)Kommunikationstechniken anwenden
  • j)Standardsoftware anwenden und Daten eingeben, sichern und pflegen
  • k)fremdsprachliche Fachbegriffe anwenden
6 Unternehmerisches Handeln3 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Selbständigkeit als Perspektive der Berufs- und Lebensplanung erläutern
  • b)Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken unternehmerischen Handelns aufzeigen
  • c)rechtliche und finanzielle Bedingungen für die Gründung eines Unternehmens erläutern und Rechtsformen unterscheiden
7 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen4 Wochen im 1. bis 18. Monat, 2 Wochen im 19. bis 36. Monat
  • a)Aufgaben und Ziele des Qualitätsmanagements anhand betrieblicher Beispiele unterscheiden und zur Verbesserung der Arbeit im eigenen Arbeitsbereich beitragen
  • b)qualitätssichernde Maßnahmen anwenden
  • c)Zwischen- und Endkontrollen anhand des Arbeitsauftrages durchführen, auswerten und Ergebnisse dokumentieren
  • d)Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch suchen, beseitigen und dokumentieren
  • e)Qualität von Teilen und Produkten prüfen und sichern
  • f)Abnahme- oder Übergabeprotokoll erstellen

Häufige Fragen

Wie oft muss ich als Automatenfachmann das Berichtsheft führen?

Das legt Ihr Ausbildungsbetrieb fest, üblich sind wöchentliche Einträge. Auszubildende führen den Nachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG), Ihr Ausbilder sieht ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Planen Sie dafür feste Zeit im Betrieb ein.

Muss ich Touren und Standorte im Berichtsheft einzeln nennen?

Nein. Es genügt die Art der Tätigkeit, etwa „6 Getränkeautomaten befüllt und abgerechnet“. Kundennamen, genaue Standorte und Auftragsnummern brauchen Sie nicht, zumal Sie damit Betriebsinterna weitergeben würden.

Wie unterscheiden sich die Einträge in den beiden Fachrichtungen?

In der Automatenmechatronik stehen Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Fehlersuche im Vordergrund. In der Automatendienstleistung tragen Sie eher Marketing, Personalwirtschaft, Kundenbetreuung und kaufmännische Geschäftsprozesse ein. Die gemeinsamen Inhalte wie Befüllen, Warenbewirtschaftung und Abrechnung kommen in beiden vor.

Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung bewertet?

Nein. Der Nachweis ist Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG), wird aber nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses nicht benotet. Führen Sie ihn trotzdem regelmäßig, denn er hilft Ihnen bei der Vorbereitung auf das Fachgespräch.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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