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Berichtsheft als Bankkaufmann: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft einer Bankkauffrau oder eines Bankkaufmanns gehören die Aufgaben aus Kontoführung, Zahlungsverkehr, Kundenberatung, Kredit und Wertpapieren sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Kundenbezogene Angaben haben im Nachweis nichts verloren. Zwei Beispielwochen zeigen den Aufbau für das erste und das dritte Ausbildungsjahr.

Stand: 20.10.2026

Was als Bankkaufmann ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann und zur Bankkauffrau (Bankkaufleuteausbildungsverordnung), in Kraft seit dem 1. August 2020. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wahlqualifikationen sieht die Verordnung nicht vor; alle Auszubildenden lernen dieselben Inhalte.

Der Ausbildungsrahmenplan nennt berufsprofilgebende und integrativ vermittelte Berufsbildpositionen, darunter:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagServicebereich: Kundenanliegen aufgenommen und an die Kollegen weitergeleitet, Selbstbedienungsgeräte befüllt, Unterweisung zu Datenschutz und Bankgeheimnis8
DienstagZahlungsverkehr: Überweisungsaufträge erfasst und im Vier-Augen-Prinzip kontrolliert, Daueraufträge nach Vorgabe geändert, Rücklastschriften gesichtet8
MittwochBerufsschule: Kontoführung, Buchen von Geschäftsvorfällen, Rechtsgeschäfte8
DonnerstagKontoeröffnung unter Anleitung: Legitimationsprüfung nach Vorgabe, Antragsunterlagen auf Vollständigkeit geprüft, Konto im System angelegt8
FreitagSortenverkehr und Kassenabschluss mit der Kollegin, Produktunterlagen zu Sparformen sortiert, Beratungsgespräch beobachtet und Ablauf notiert8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagKreditsachbearbeitung: Unterlagen zu einem Konsumentenkredit auf Vollständigkeit geprüft, Haushaltsrechnung nach Vorgabe erstellt, Vorlage für den Sachbearbeiter vorbereitet8
DienstagBeratungsgespräch zur Geldanlage unter Aufsicht des Beraters geführt: Ziele und Anlagehorizont erfragt, Produkte erklärt, Gesprächsnotiz angefertigt8
MittwochBerufsschule: Baufinanzierung, Wertpapiere, Wirtschafts- und Sozialkunde8
DonnerstagBaufinanzierung: Objektunterlagen und Sicherheiten auf Vollständigkeit geprüft, Finanzierungsbaustein in der Berechnungssoftware durchgespielt, Rückfragen mit dem Ausbilder geklärt8
FreitagProjekt in der Filiale: Kundenaktion zum Girokonto geplant, Ablauf und Zeitplan beschrieben, Zwischenstand vorgestellt, Kennzahlen der Abteilung ausgewertet8

Berufsschule im Berichtsheft

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Zinsrechnung und Tilgungsplan“ oder „Aufbau eines Kaufvertrags“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; die Reihenfolge legt Ihre Berufsschule fest. Bei Blockunterricht notieren Sie für die Schulwochen die Unterrichtsthemen statt der Arbeit im Betrieb.

Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis. Für den Berufsschulunterricht stellt der Betrieb Sie frei (§ 15 BBiG).

Formulierungen für die Bank

StattBesser
Am Schalter gearbeitetBareinzahlungen und Auszahlungen nach Vorgabe bearbeitet, Kassenbestand mit dem Kassensystem abgestimmt
Überweisungen gemachtÜberweisungsaufträge erfasst, Angaben mit dem Beleg abgeglichen, Aufträge zur Freigabe weitergegeben
Kunden beratenBeratungsgespräch zur Geldanlage mit dem Berater geführt, Kundenziele erfragt, Produktmerkmale erklärt, Gesprächsnotiz erstellt
Konto eröffnetKontoeröffnung durchgeführt: Legitimation geprüft, Unterlagen vervollständigt, Konto angelegt
Kreditsachen bearbeitetUnterlagen für einen Kreditantrag auf Vollständigkeit geprüft, Haushaltsrechnung erstellt, Vorlage vorbereitet

Bankgeheimnis, Fachberichte und zuständige Stelle

In der Bank arbeiten Sie mit Konto-, Kredit- und Vermögensdaten. Im Berichtsheft steht nichts Kundenbezogenes: keine Namen, keine Kontonummern, keine Beträge einzelner Kunden, keine Angaben zu Produkten, an denen sich ein Kunde erkennen lässt. Schreiben Sie „Kontoeröffnung durchgeführt“ oder „Kreditunterlagen geprüft“, ohne den Fall zu beschreiben. Auszubildende müssen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG). Das Heft kann von Ausbilder, Berufsschule und Prüfungsausschuss gelesen werden.

Zuständige Stelle ist die IHK. Ob zusätzlich Fachberichte verlangt werden, bestimmt Ihr Betrieb oder die IHK; fragen Sie Ihren Ausbilder.

Abschlussprüfung und Zulassung

Die Abschlussprüfung hat nach der Ausbildungsordnung zwei Teile. Eine Zwischenprüfung nennt die Verordnung nicht. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, umfasst die Inhalte der ersten 15 Ausbildungsmonate und prüft schriftlich „Konten führen und Anschaffungen finanzieren“. Teil 2 liegt am Ende der Ausbildung und hat die Prüfungsbereiche „Vermögen aufbauen und Risiken absichern“, „Finanzierungsvorhaben begleiten“, „Kunden beraten“ sowie „Wirtschafts- und Sozialkunde“.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Über die Zulassung zu jedem Teil wird gesondert entschieden (§ 44 Absatz 1 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann und zur Bankkauffrau (BankkflAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten12 Positionen

1 Serviceleistungen anbieten12 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Kunden willkommen heißen und in den Mittelpunkt stellen
  • b)Auskünfte auch in einer Fremdsprache erteilen
  • c)Kommunikation service- und kundenorientiert, verkaufsfördernd und situationsgerecht gestalten, dabei die Bedürfnisse besonderer Personengruppen sowie soziokulturelle Aspekte berücksichtigen
  • d)Kundenanliegen mittels analoger oder digitaler Kommunikationsformen und -wege aufnehmen und Kundenwünsche ermitteln
  • e)Kundenfragen beantworten, Kundenaufträge bearbeiten
  • f)Kundenanliegen zur Bearbeitung und Beantwortung an zuständige Stellen weiterleiten
  • g)Kunden bei der Nutzung analoger oder digitaler Zugangskanäle zu Bankgeschäften unterstützen, Nutzen für den Kunden herausstellen und sicherheitsrelevante Informationen geben
  • h)Kundenreklamationen entgegennehmen und bearbeiten, dabei kundenorientiert handeln und die betrieblichen Vorgaben einhalten
  • i)eigenes Verhalten als Beitrag zur Kundenzufriedenheit und zur Kundenbindung reflektieren und Schlussfolgerungen daraus ziehen
  • j)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • k)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
2 Kunden ganzheitlich beraten12 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Bedeutung eines ganzheitlichen Beratungsprozesses als Grundlage für dauerhafte Kundenbeziehungen aufzeigen
  • b)Kundenbestand unter Nutzung betrieblicher Systeme auf Beratungsanlässe prüfen, Kunden zur Beratung auswählen, einladen und Nutzen für den Kunden erläutern
  • c)Kundengespräche systematisch und kundenorientiert vorbereiten
  • d)im Kundengespräch durch wertschätzenden Umgang positive Atmosphäre schaffen und Gesprächsrahmen abstimmen
  • e)Kundensituation ganzheitlich analysieren, aktuelle und künftige Bedarfe ermitteln
  • f)kundengerechte Lösungen unter Nutzung analoger oder digitaler vertriebs- und beratungsunterstützender Hilfsmittel erarbeiten, anbieten und erläutern, auf Fragen und Einwände eingehen, über Konditionen informieren sowie einen Abschluss erreichen
  • g)Gesprächsverlauf mit dem Kunden reflektieren, auch mit dem Ziel, vom Kunden weiterempfohlen zu werden
  • h)Kundengespräche systematisch nachbereiten, insbesondere Gesprächsergebnisse dokumentieren, und Abschlüsse umsetzen
  • i)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • j)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
3 Kunden gewinnen und Kundenbeziehungen intensivieren10 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Gewinnung von Neukunden zielgruppenorientiert vorbereiten, durchführen und bewerten
  • b)Kundendaten erheben, zielgerichtet aufbereiten und mit Hilfe digitaler Medien verarbeiten und pflegen
  • c)eigene Produkte und Lösungen mit denen der Mitbewerber vergleichen
  • d)Methoden der aktiven Kundenansprache und des Kundendialogs auswählen und einsetzen, dabei analoge oder digitale Kommunikationskanäle nutzen
  • e)Maßnahmen zur Kundengewinnung unter Einsatz geeigneter Werbemittel und -träger durchführen sowie bei der Erfolgskontrolle mitwirken
  • f)Methoden der aktiven Kundenansprache hinsichtlich ihrer Zielsetzung reflektieren und Verbesserungsmaßnahmen ableiten
  • g)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • h)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
4 Liquidität sicherstellen14 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Kunden zu Kontoarten und -modellen, Verfügungsberechtigungen sowie Vollmachten beraten und passende Lösungen anbieten
  • b)Kunden über die Besonderheiten der digitalen Nutzung der Konten aufklären und sicherheitsrelevante Informationen geben
  • c)Kunden zu Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs im Inland aus Sicht des Zahlungspflichtigen und des Zahlungsempfängers beraten und passende Lösungen anbieten
  • d)verschiedene Formen des Zahlungsverkehrs abwickeln
  • e)zu Überziehungsmöglichkeiten und Dispositionskrediten beraten und passende Lösungen anbieten
  • f)Konten eröffnen, führen und schließen
  • g)Kunden zu Möglichkeiten des internationalen Zahlungsverkehrs beraten und passende Lösungen anbieten
  • h)Kunden die Risiken im Zusammenhang mit Fremdwährungen und die Möglichkeiten der bankmäßigen Absicherung in Grundzügen erläutern
  • i)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • j)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
5 Vermögen bilden mit Sparformen16 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Kunden zu Anlagemöglichkeiten auf Konten, einschließlich der Sonderformen, beraten
  • b)Kunden zu Bausparverträgen beraten und beim Abschluss mitwirken
  • c)Kunden zu Verfügungsberechtigungen und Vollmachten beraten
  • d)Kunden über Zinsgutschriften und über deren steuerliche Auswirkungen informieren
  • e)Kunden über staatliche Fördermöglichkeiten informieren
  • f)Anlagekonten eröffnen, führen und schließen
  • g)Kunden über die Besonderheiten der digitalen Nutzung der Konten aufklären und sicherheitsrelevante Informationen geben
  • h)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • i)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
6 Vermögen bilden mit Wertpapieren26 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Kunden über Anlagemöglichkeiten, insbesondere über Anlage in Aktien, Renten, Fonds und Zertifikaten, informieren
  • b)Kunden über Kursnotierungen und Preisfeststellungen Auskunft geben
  • c)Chancen und Risiken der Anlage in Wertpapieren einschätzen und erläutern
  • d)kursbeeinflussende Faktoren beschreiben
  • e)Kunden zu allen mit der Anlage verbundenen Kosten beraten und Kundenanfragen zu Wertpapierabrechnungen beantworten
  • f)Kunden zu Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren beraten
  • g)Kunden über Ertragsgutschriften und deren steuerliche Auswirkungen informieren
  • h)Finanzderivate und deren Risiken in Grundzügen beschreiben
  • i)bei der Abwicklung von Wertpapierorders mitwirken
  • j)Kunden über digitalen Wertpapierhandel aufklären und sicherheitsrelevante Informationen geben
  • k)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • l)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
  • m)Risiken und Anzeichen des Marktmissbrauchs darstellen und Marktmissbrauch entgegenwirken
7 Zu Vorsorge und Absicherung informieren8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Grundzüge sozialer Sicherungssysteme veranschaulichen und die Bedeutung von privater Vorsorge und Absicherung herausstellen
  • b)Produkte zur Vorsorge und Absicherung und deren Verwendungsmöglichkeiten unterscheiden
  • c)Kunden anlassbezogen über Möglichkeiten und Produkte der Vorsorge, Absicherung und Kapitalanlage informieren
  • d)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • e)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
8 Konsumentenkredite anbieten und Abschlüsse vorbereiten16 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Kreditarten und deren Verwendungsmöglichkeiten unterscheiden
  • b)Anlässe, mit Kunden über Finanzierungen zu sprechen, erkennen und nutzen
  • c)Kreditgespräche vorbereiten und führen
  • d)Kunden über Finanzierungsmöglichkeiten informieren
  • e)Kosten und Provisionen für die einzelnen Kreditarten berechnen und darlegen
  • f)Sicherheiten unterscheiden, deren Sicherungswert und Risiken erklären sowie den Einsatz der Sicherheiten kundengerecht begründen
  • g)persönliche, wirtschaftliche und rechtliche Voraussetzungen für Kreditaufnahmen prüfen und unter Berücksichtigung der Risiken Entscheidungen vorbereiten
  • h)Geschäftsvorgänge im Zusammenhang mit Kreditengagements und Kreditrückführungen bearbeiten
  • i)Signale für Gefährdungen von laufenden Finanzierungen erkennen und Maßnahmen zur Abwehr der Gefährdungen prüfen und einleiten
  • j)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • k)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
9 Baufinanzierungen vorbereiten und bearbeiten12 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)verschiedene Elemente einer Baufinanzierung, deren Verwendungsmöglichkeiten und die in diesem Rahmen möglichen Kreditarten unterscheiden
  • b)Anlässe, mit Kunden über Baufinanzierungen zu sprechen, erkennen und nutzen
  • c)Anfragen für Baufinanzierungen bearbeiten und Beratungsgespräche vorbereiten
  • d)Verfahren des Immobilienerwerbs erläutern und einzureichende Unterlagen für Baufinanzierungen kundengerecht erklären
  • e)Methoden der Grundstücks- und Gebäudebewertung anwenden und erläutern
  • f)bei Baufinanzierungsgesprächen mitwirken
  • g)Aufbau, Inhalt und Funktion des Grundbuchs in Grundzügen erklären
  • h)persönliche, wirtschaftliche und rechtliche Voraussetzungen für Kreditaufnahmen prüfen, Sicherheiten auswählen und unter Berücksichtigung der Risiken Entscheidungen vorbereiten
  • i)Geschäftsvorgänge im Zusammenhang mit Kreditengagements und Kreditrückführungen bearbeiten
  • j)Signale für Gefährdungen von laufenden Finanzierungen erkennen und Maßnahmen zur Abwehr der Gefährdungen prüfen und einleiten
  • k)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • l)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
10 An gewerblichen Finanzierungen mitwirken12 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Rechtsformen bei gewerblichen Kunden und deren Vertretung unterscheiden
  • b)Finanzierungsarten für gewerbliche Kunden und deren Verwendungsmöglichkeiten unterscheiden
  • c)Unterlagen, insbesondere Ergebnisse aus Kundenbilanzen, und wesentliche Kennzahlen zur Vorbereitung der Kreditwürdigkeitsprüfung einschätzen
  • d)Wertverluste und Abschreibungen sowie deren Auswirkungen berücksichtigen
  • e)persönliche, wirtschaftliche und rechtliche Voraussetzungen für Kreditaufnahmen bewerten
  • f)Sicherheiten unterscheiden, deren Sicherungswert und Risiken erklären sowie den Einsatz der Sicherheiten kundengerecht begründen
  • g)Signale für die Gefährdung von Finanzierungen nennen
  • h)Kunden über vertragliche Bedingungen informieren, rechtliche Regelungen, insbesondere zum Zivil- und Aufsichtsrecht, einhalten
  • i)rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
11 Instrumente der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle nutzen4 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Zweck und Aufbau der betrieblichen Kosten- und Leistungsrechnung darstellen
  • b)Auswirkungen von Geschäftsvorfällen auf den Betriebserfolg bewerten und bei Entscheidungen berücksichtigen
  • c)Gegenüberstellung der Kosten und Erlöse von Geschäftsverbindungen mit Kunden bewerten und für die Gestaltung der Konditionen nutzen
  • d)statistische Daten aufbereiten und auswerten
  • e)Aufgaben des Controllings als Informations- und Steuerungsinstrument beschreiben
12 Projektorientiert arbeiten6 Wochen im 1. bis 15. Monat
  • a)Projekte von Linienaufgaben unterscheiden
  • b)Grundlagen der Projektarbeit beschreiben
  • c)projektorientierte Arbeitsweisen anwenden, Abläufe und Ergebnisse dokumentieren und reflektieren

Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten5 Positionen

1 Prozesse und Wechselwirkungen einschätzen8 Wochen im 16. bis 36. Monat
  • a)Nutzen von definierten Prozessen und regelmäßiger Prozessoptimierung beschreiben
  • b)Zusammenhang zwischen Prozessqualität und Kundenzufriedenheit berücksichtigen
  • c)Prozessabläufe in der Prozessdokumentation nachvollziehen
  • d)Organisationseinheiten in die Wertschöpfungskette einordnen und Bedeutung von Schnittstellen beschreiben
  • e)Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung im Interesse sachbezogener Ergebnisse anwenden
  • f)digitale oder analoge Prozesse analysieren und bewerten sowie Ideen zur Verbesserung vorschlagen
  • g)über Aufgaben interner Revisionen und externer Prüfungen berichten
  • h)Aufgaben von Kontrollen beschreiben und bei Kontrollarbeiten mitwirken
2 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • a)wesentliche Inhalte und Bestandteile des Ausbildungsvertrages darstellen, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
  • b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
  • c)wesentliche Bestandteile eines Arbeitsvertrages nennen
  • d)wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge nennen
  • e)Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden
  • f)Bedeutung des lebensbegleitenden Lernens, insbesondere der beruflichen Fortbildung, für die eigene Entwicklung einschätzen
3 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebeswährend der gesamten Ausbildung
  • a)die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie Zusammenhänge zwischen den Geschäftsprozessen erläutern
  • b)Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
  • c)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
4 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeitwährend der gesamten Ausbildung
  • a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
5 Umweltschutz

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen

Häufige Fragen

Was schreibe ich als Bankkaufmann ins Berichtsheft?

Die Aufgaben der Woche, zum Beispiel Zahlungsverkehr, Kontoführung, Kontoeröffnung, Beratung unter Aufsicht und Kreditunterlagen, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte mit konkreter Handlung sind besser als „Schalterdienst“.

Darf ich Kundennamen oder Beträge ins Berichtsheft schreiben?

Nein, das ist nicht nötig und sollte unterbleiben. Beschreiben Sie die Tätigkeit ohne Namen, Kontonummern und Beträge einzelner Kunden. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).

Gibt es bei Bankkaufleuten Wahlqualifikationen?

Nein. Die Verordnung nennt berufsprofilgebende und integrativ vermittelte Inhalte, aber keine Wahlqualifikationen. Ihr individueller Ausbildungsplan zeigt, wann welche Inhalte im Betrieb dran sind.

Muss ich das Berichtsheft schon zu Teil 1 der Abschlussprüfung vorlegen?

Ja, die Zulassungsvoraussetzungen gelten nach § 44 Absatz 2 BBiG auch für Teil 1. Dazu gehört der Ausbildungsnachweis nach § 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG. Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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