Berichtsheft als Kaufmann für Dialogmarketing: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft als Kaufmann oder Kauffrau für Dialogmarketing gehören die Tätigkeiten, die Sie im Betrieb und in der Berufsschule tatsächlich ausgeführt haben: Gespräche mit Kundinnen und Kunden am Telefon und schriftlich, Kundenbetreuung und Neukundengewinnung, die Arbeit mit Kundendatenbanken und Telefonanlagen, die Vorbereitung und Auswertung von Projekten, die Planung des Personaleinsatzes sowie Angebote und Vertrieb von Dienstleistungen. Tragen Sie jede Woche kurz und konkret ein, was Sie getan und gelernt haben.
Stand: 21.10.2026
Was als Kaufmann für Dialogmarketing ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing und zur Kauffrau für Dialogmarketing (DialogmKfAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Schwerpunkte oder Fachrichtungen gibt es in diesem Beruf nicht, alle Auszubildenden lernen dasselbe Berufsbild. Ausgebildet wird vor allem in Callcentern, Dienstleistungsunternehmen für Kundenkommunikation und in Kundenservice-Abteilungen größerer Unternehmen.
Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:
- Der Ausbildungsbetrieb: Stellung, Rechtsform und Struktur, Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, Umweltschutz
- Das Dienstleistungsangebot des Betriebs
- Arbeitsorganisation, Zusammenarbeit und Teamarbeit
- Betriebliche Prozessorganisation und Maßnahmen der Qualitätssicherung
- Dialogprozesse: mündliche und schriftliche Kommunikation, Kundenbetreuung, Kundenbindung und Kundengewinnung
- IT-Systeme: Software, Netze und Dienste, Datenbanken, Datenschutz und Datensicherheit
- Projekte: Vorbereitung, Durchführung und Controlling
- Personal und Personaleinsatz
- Kaufmännische Steuerung und Kontrolle: Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling
- Verkauf und Marketing: Angebote, Vertrieb und Vermarktung von Dienstleistungen
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Einweisung in die Telefonanlage und das Kundendatenbank-System, Mithören bei Servicegesprächen eines erfahrenen Kollegen, Notizen zum Gesprächsaufbau | 8 |
| Dienstag | Erste eigene Anrufe zur Terminbestätigung nach Gesprächsleitfaden, Ergebnisse in der Datenbank erfasst, Rückmeldung vom Teamleiter eingeholt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Kommunikation mit Kunden, Aufbau des Ausbildungsbetriebs, Rechte und Pflichten in der Ausbildung | 8 |
| Donnerstag | Bearbeitung eingehender E-Mail-Anfragen nach Textbausteinen, Datenschutzunterweisung zum Umgang mit Kundendaten, Pause- und Schichtplan kennengelernt | 8 |
| Freitag | Mitarbeit in der Qualitätssicherung: Gesprächsmitschnitte nach Bewertungsbogen angehört, Auswertung mit der Ausbilderin besprochen, Wochenbericht geschrieben | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Planung einer Outbound-Kampagne für einen Kunden: Zielgruppe aus der Datenbank selektiert, Gesprächsleitfaden abgestimmt, Zeitplan erstellt | 8 |
| Dienstag | Einsatzplanung für die Kampagne: Bedarf an Telefonistinnen und Telefonisten je Tagesabschnitt berechnet, Schichtplan mit der Teamleitung abgestimmt | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Projektmanagement im Dialogmarketing, Kosten- und Leistungsrechnung, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Zwischenauswertung der Kampagne: Erreichbarkeits- und Abschlussquote ermittelt, Abweichungen vom Plan notiert, Maßnahmen zur Nachsteuerung vorgeschlagen | 8 |
| Freitag | Angebot für eine Servicehotline kalkuliert, Gespräch mit dem Vertrieb, Vorbereitung auf das Fachgespräch der Abschlussprüfung mit der Ausbilderin geübt | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Kaufmanns für Dialogmarketing
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Gesprächsführung, Kundenbindung, Datenschutz, Kalkulation oder Projektplanung. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Kaufmann für Dialogmarketing
| Statt | Besser |
|---|---|
| Telefoniert | Zwölf Servicegespräche zu Rechnungsfragen geführt und die Ergebnisse in der Kundendatenbank dokumentiert |
| Kunden betreut | Reklamationen per E-Mail bearbeitet, Lösungsvorschläge nach Rücksprache mit dem Teamleiter versendet |
| Bei einer Kampagne geholfen | Adressselektion für eine Outbound-Kampagne vorbereitet und den Gesprächsleitfaden mitgestaltet |
| Statistik gemacht | Erreichbarkeitsquote und Abschlussquote der Woche berechnet und in der Teambesprechung vorgestellt |
| Im Büro mitgearbeitet | Schichtplan für die kommende Woche nach Personalbedarf erstellt und mit der Teamleitung abgestimmt |
Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle
Ausgebildet wird in Dienstleistungsunternehmen für Kundenkommunikation, Callcentern und Service-Abteilungen anderer Branchen. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Abschlussprüfung umfasst vier Prüfungsbereiche: Gestaltung und Vertrieb von Dienstleistungen, Projektmanagement im Dialogmarketing, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie ein fallbezogenes Fachgespräch. Die ersten drei Bereiche werden schriftlich geprüft, das Fachgespräch mündlich. Beim Fachgespräch wählen Sie aus zwei Aufgaben eine aus und bereiten sich kurz darauf vor. Der Bereich Projektmanagement im Dialogmarketing zählt im Gesamtergebnis doppelt.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing/zur Kauffrau für Dialogmarketing (DialogmKfAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Positionen des Rahmenplans28 Positionen
1 Der Ausbildungsbetrieb
1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur
- a)Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes und seine Stellung am Markt beschreiben
- b)Aufbau- und Ablauforganisation sowie Zuständigkeiten im Ausbildungsbetrieb erläutern
- c)Rechtsform des Ausbildungsbetriebes darstellen
- d)Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Behörden, Gewerkschaften und Berufsvertretungen beschreiben
1.2 Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften
- a)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
- b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
- c)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung beschreiben
- d)arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Ausbildungsbetrieb geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
- e)wesentliche Inhalte und Bestandteile eines Arbeitsvertrages darstellen
- f)lebensbegleitendes Lernen für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen; berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
1.4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
2 Dienstleistungsangebot
- a)Bedeutung und Funktion des Dialogmarketings in den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang einordnen
- b)Leistungen der Dialogmarketing-Branche unterscheiden
- c)das Leistungsspektrum des Ausbildungsbetriebes darstellen
3 Arbeitsorganisation, Kooperation, Teamarbeit
- a)Entscheidungsprozesse und Informationswege im Ausbildungsbetrieb und die Zusammenarbeit zwischen den Funktionsbereichen berücksichtigen
- b)Arbeitsaufträge erfassen, die eigene Arbeit strukturieren, Arbeitsschritte mit den Beteiligten abstimmen
- c)mit internen und externen Partnern kooperieren, Besprechungen planen, vorbereiten und durchführen
- d)Termine planen und überwachen, bei Terminabweichungen erforderliche Maßnahmen ergreifen
- e)Arbeits- und Organisationsmittel sowie Lern- und Arbeitstechniken einsetzen
- f)den eigenen Arbeitsplatz gestalten, ergonomische Regeln bei der Arbeit sowie Schutzvorschriften für Bildschirmarbeitsplätze und Empfehlungen, insbesondere der Berufsgenossenschaften, für Arbeitsplätze in Call Centern beachten
- g)Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und Arbeitsplatzgestaltung im eigenen Arbeitsbereich vorschlagen
- h)Aufgaben im Team bearbeiten
- i)neue Mitarbeiter bei der Einarbeitung unterstützen
- j)Konflikte vermeiden und zur Konfliktlösung beitragen
4 Betriebliche Prozessorganisation, qualitätssichernde Maßnahmen
- a)dialogorientierte Organisationseinheiten in die Wertschöpfungskette einordnen
- b)bei Auftragsbearbeitung und Informationsweitergabe Schnittstellen berücksichtigen, bei Problemen Maßnahmen ergreifen
- c)Arbeitsabläufe an veränderte Anforderungen anpassen
- d)Prozessablauf analysieren, bewerten und bei Problemen Lösungsmöglichkeiten vorschlagen
- e)Zusammenhang zwischen Prozessqualität und Kundenzufriedenheit berücksichtigen
- f)qualitätssichernde Maßnahmen umsetzen
5 Dialogprozesse
5.1 Sprachliche und schriftliche Kommunikation
- a)Texte zielgerichtet und den Kommunikationsmitteln angepasst formulieren, gliedern und gestalten
- b)rhetorische Mittel einsetzen
- c)Sprachverhalten und Kundentyp bei der Gesprächsführung berücksichtigen
- d)Gesprächsführungstechniken situationsgerecht einsetzen
- e)Gespräche auch in einer Fremdsprache annehmen und weiterleiten
- f)Inbound- und Outbound-Gespräche führen
- g)Maßnahmen zur Stimmbildung ergreifen
- h)Maßnahmen des Stressmanagements anwenden
5.2 Kundenbetreuung
- a)Kundenwünsche analysieren und bearbeiten
- b)Kunden- und Auftragsdaten während des Gesprächs erfassen und abrufen
- c)Vorgaben des Auftraggebers berücksichtigen
5.3 Kundenbindung
- a)produkt- oder dienstleistungsbezogene Beratungen durchführen
- b)Zufriedenheitsbefragungen durchführen
- c)Haltegespräche nach Kündigungen durchführen
- d)Lieferungs- und Zahlungstermine disponieren, Bonität des Kunden überprüfen
- e)Beschwerden und Reklamationen bearbeiten, Beschwerdemanagement als Instrument zur Kundenbindung nutzen
- f)Instrumente der Kundenbindung anwenden
5.4 Kundengewinnung
- a)neue Kunden akquirieren
- b)Bedarf des Kunden ermitteln
- c)Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, Verträge im Namen des Auftraggebers abschließen, Rechtsvorschriften beachten
- d)andere und höherwertige Produkte oder Dienstleistungen anbieten
6 Informations- und Kommunikationssysteme
6.1 Software, Netze und Dienste
- a)Kommunikationsanlagen nutzen
- b)Betriebssysteme, Standardsoftware und betriebsübliche Software anwenden
- c)Informationsnetze und -dienste nutzen
- d)branchenspezifische Kommunikationssysteme nach Leistungsfähigkeit, Einsatzbereichen und Wirtschaftlichkeit unterscheiden
- e)fremdsprachige Informationsquellen nutzen
- f)Kommunikationstarife und -kosten vergleichen
6.2 Datenbanken, Datenschutz und Datensicherheit
- a)Aufbau einer relationalen Datenbank erläutern
- b)Datenbanken nutzen
- c)Daten eingeben, pflegen und sichern
- d)Notwendigkeit der Datensicherung begründen, rechtliche und betriebliche Regelungen zum Datenschutz anwenden
- e)Notwendigkeit des Schutzes vor schadenstiftenden Programmen erläutern, Schutzmaßnahmen ergreifen
7 Projekte
7.1 Projektvorbereitung
- a)Projektpläne aus Projektzielen ableiten
- b)Teilaufgaben entwickeln
- c)Informations- und Kommunikationsstrukturen für die Projektarbeit einrichten und nutzen
- d)Gesprächsleitfäden für Projekte erarbeiten
7.2 Projektdurchführung
- a)Ablaufpläne umsetzen
- b)Projektaufgaben mit Beteiligten koordinieren
- c)betriebsbedingte Abweichungen im Projektablauf melden, an der Entwicklung von Lösungsalternativen mitwirken
- d)Projektabläufe an veränderte Anforderungen von Auftraggebern anpassen
- e)Arbeitszeitkonten führen
7.3 Projektcontrolling
- a)Projektabläufe und -ergebnisse dokumentieren
- b)Kennzahlen von Projekten erfassen, für die Auftragsabrechnung aufbereiten und weiterleiten
- c)Projektstatistiken erstellen
- d)Kosten ermitteln und erfassen
- e)an der Erstellung des Abschlussberichtes mitwirken
8 Personal
- a)an der Personalplanung und Teambildung mitwirken
- b)bei Maßnahmen der Personalbeschaffung mitwirken, Bewerbervorauswahl durchführen
- c)neue Mitarbeiter einführen
- d)Personaleinsatz auftragsorientiert planen, dabei insbesondere arbeitszeitrechtliche Vorschriften und Mitarbeiterbedürfnisse berücksichtigen, Schichtpläne erstellen
- e)Motivationsinstrumente einsetzen, Vorschläge zu Konzepten für Anreizmodelle entwickeln
- f)Vorschläge für Schulungs- und Fortbildungskonzepte entwickeln, Mitarbeiterschulungen organisieren, Mitarbeiter-Briefing durchführen
9 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
9.1 Kosten- und Leistungsrechnung
- a)Rechnungswesen als Instrument kaufmännischer Steuerung und Kontrolle begründen
- b)Kosten überwachen
- c)Leistungen kalkulieren
- d)Kosten und Erlöse erbrachter Leistungen errechnen und bewerten
- e)Leistungsabrechnungen erstellen
9.2 Controlling
- a)betriebliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente anwenden, dabei branchenspezifische Kennzahlen ermitteln und aufbereiten
- b)Statistiken auswerten, Entscheidungen vorbereiten, Berichte erstellen
10 Qualitätssicherung der Auftragsdurchführung
- a)qualitätssichernde Maßnahmen organisieren, durchführen und auswerten sowie für den Auftraggeber dokumentieren
- b)Projektabläufe überwachen und mit Mitarbeitern sowie Auftraggebern rückkoppeln, Beschwerden berücksichtigen, Projektabläufe optimieren, Schlussfolgerungen für neue Projekte ziehen
11 Vertrieb und Marketing
11.1 Angebotserstellung und Verkauf
- a)Dialogmarketing-Markt beobachten, Informationen auswerten und nutzen
- b)Dienstleistungen und Konditionen von Wettbewerbern vergleichen
- c)Vorschläge zur Ausgestaltung und Verbesserung des Dienstleistungsangebotes entwickeln
- d)Auftraggeberwünsche ermitteln
- e)Angebote erstellen
- f)Verträge anbahnen und Vertragsabschlüsse vorbereiten
- g)rechtliche Vorschriften beachten und allgemeine Geschäftsbedingungen anwenden
11.2 Vermarktung von Dienstleistungen
- a)über Dienstleistungen informieren, Dienstleistungen anbieten und präsentieren, auch in einer Fremdsprache
- b)Projektkonzepte erarbeiten
- c)Verkaufsargumente für Dienstleistungsangebote entwickeln
- d)Auftraggeber-Briefing beachten
- e)bei der Planung verkaufsfördernder Maßnahmen mitwirken, verkaufsfördernde Maßnahmen umsetzen
Zeitliche Gliederung
Erstes Ausbildungsjahr
(1) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 1.1Stellung, Rechtsform und Struktur,
- 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele a bis d,
- 1.3Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
- 1.4Umweltschutz,
- 2.Dienstleistungsangebot,
- 5.1Sprachliche und schriftliche Kommunikation,
- 6.1Software, Netze und Dienste, Lernziele a und b,
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 3.Arbeitsorganisation, Kooperation, Teamarbeit, Lernziele e und f,
- 5.2Kundenbetreuung,
- 6.1Software, Netze und Dienste, Lernziel c,
- 6.2Datenbanken, Datenschutz und Datensicherheit, Lernziele b und c,
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 3.Arbeitsorganisation, Kooperation, Teamarbeit, Lernziele a und b,
- 5.3Kundenbindung,
- 6.2Datenbanken, Datenschutz und Datensicherheit, Lernziele d und e,
zu vermitteln.
Zweites Ausbildungsjahr
(1) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 5.4Kundengewinnung,
- 6.1Software, Netze und Dienste, Lernziele d bis f,
- 6.2Datenbanken, Datenschutz und Datensicherheit, Lernziel a,
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele e und f,
- 3.Arbeitsorganisation, Kooperation, Teamarbeit, Lernziele g bis j,
- 4.Betriebliche Prozessorganisation, qualitätssichernde Maßnahmen
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 3.Arbeitsorganisation, Kooperation, Teamarbeit, Lernziele c und d,
- 7.1Projektvorbereitung,
- 7.2Projektdurchführung,
- 7.3Projektcontrolling,
- 9.1Kosten- und Leistungsrechnung, Lernziel a,
zu vermitteln.
Drittes Ausbildungsjahr
(1) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition
- 8.Personal
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 9.1Kosten- und Leistungsrechnung, Lernziele b bis e,
- 9.2Controlling,
- 10.Qualitätssicherung der Auftragsdurchführung
zu vermitteln und im Zusammenhang damit die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition
- 4.Betriebliche Prozessorganisation, qualitätssichernde Maßnahmen, Lernziel d,
zu vertiefen.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
- 11.1Angebotserstellung und Verkauf,
- 11.2Vermarktung von Dienstleistungen
zu vermitteln und im Zusammenhang damit die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition
- 5.4Kundengewinnung, Lernziel c,
zu vertiefen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing?
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Eine Aufteilung in Fachrichtungen oder Schwerpunkte gibt es nicht. Ihr Berichtsheft führen Sie über die gesamte Ausbildungszeit.
Was trage ich bei Telefonaten mit Kunden ins Berichtsheft ein?
Schreiben Sie auf, worum es in den Gesprächen ging und was Sie dabei geübt haben, etwa Terminbestätigungen, Servicefragen oder Reklamationen. Nennen Sie Anzahl und Art der Gespräche, aber keine Kundennamen. Das hält den Eintrag konkret und datenschutzgerecht.
Wer prüft mein Berichtsheft?
Sie führen den Nachweis selbst (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG), Ihre Ausbilderin oder Ihr Ausbilder sieht ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG). Wie oft das geschieht, legt der Betrieb fest. Zeichnen Sie die Einträge regelmäßig gegen.
Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung bewertet?
Nein, nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis nicht bewertet. Er ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Die Industrie- und Handelskammer prüft, ob er vorliegt.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing/zur Kauffrau für Dialogmarketing (DialogmKfAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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