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Berichtsheft als Mathematisch-technischer Softwareentwickler: Beispiele und Tipps

Ins Berichtsheft gehört, was Sie in der Woche tatsächlich getan und gelernt haben: mathematische Modelle aufstellen und in Code umsetzen, Anforderungen analysieren, Programme entwerfen, schreiben und testen, Daten und Datenbanken modellieren, Ergebnisse dokumentieren und interpretieren sowie Unterrichtsthemen der Berufsschule. Die folgenden Beispielwochen und Formulierungen zeigen, wie sich das knapp und nachvollziehbar eintragen lässt.

Stand: 21.10.2026

Was als Mathematisch-technischer Softwareentwickler ins Berichtsheft gehört

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Mathematisch-technischen Softwareentwickler und zur Mathematisch-technischen Softwareentwicklerin (SoftwareentwAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Schwerpunkte oder Fachrichtungen gibt es nicht, alle Auszubildenden lernen nach demselben Berufsbild.

Der Ausbildungsrahmenplan ordnet die Inhalte nach Berufsbildpositionen. Ihre Einträge lassen sich diesen Bereichen zuordnen:

Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr

Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.

TagTätigkeitenStunden
MontagEinrichtung der Entwicklungsumgebung, Versionsverwaltung kennengelernt, erste kleine Python-Funktion zur Mittelwertberechnung geschrieben8
DienstagSortieralgorithmus in Pseudocode skizziert, in Java umgesetzt und mit drei Testfällen geprüft8
MittwochBerufsschule: Mengenlehre und Funktionen, Grundlagen der Programmierung8
DonnerstagDatenstruktur für Messwerte entworfen, Eingabedaten aus einer CSV-Datei eingelesen und Ausreißer markiert8
FreitagFunktion kommentiert, Kurzdokumentation im Wiki ergänzt, Wochenbesprechung mit der Ausbilderin8

Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr

TagTätigkeitenStunden
MontagAnforderungen für ein Simulationsmodul mit der Fachabteilung abgestimmt, Lösungsansatz und Zeitplan im DV-Konzept festgehalten8
DienstagNumerisches Verfahren zur Lösung eines Gleichungssystems umgesetzt, Laufzeit und Genauigkeit gegen ein Referenzergebnis geprüft8
MittwochBerufsschule: Wirtschafts- und Sozialkunde, Wiederholung Stochastik8
DonnerstagDatenbankabfragen optimiert, automatisierte Tests ergänzt, Fehler in der Randwertbehandlung behoben8
FreitagErgebnisse grafisch aufbereitet und interpretiert, Benutzerdokumentation geschrieben, Übergabe an das Team vorbereitet8

Berufsschule im Berichtsheft des Mathematisch-technischen Softwareentwicklers

Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel Ableitungen, Matrizenrechnung, Wahrscheinlichkeitsverteilungen, objektorientierte Modellierung oder SQL. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon wann dran sind, legt Ihre Berufsschule fest.

Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.

Formulierungen für den Beruf Mathematisch-technischer Softwareentwickler

StattBesser
ProgrammiertAlgorithmus zur Nullstellensuche nach dem Newton-Verfahren in Java umgesetzt und an fünf Testfunktionen geprüft
GetestetUnit-Tests für die Matrixmultiplikation geschrieben, Grenzfälle mit leeren und nicht passenden Matrizen abgedeckt
An Datenbank gearbeitetTabellenmodell für Messreihen entworfen und Abfrage für Tagesmittelwerte formuliert
Dokumentation gemachtVerfahren und Annahmen des Modells beschrieben und die Ergebnisgrafik erläutert
Meeting gehabtAnforderungen an die Auswertung mit der Fachabteilung besprochen und Rückfragen im Protokoll festgehalten

Fachberichte, Lehrgänge und zuständige Stelle

Ausgebildet wird in Softwarehäusern, Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und Entwicklungsabteilungen größerer Unternehmen. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer. Ob Fachberichte, Skizzen oder Fotos verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.

Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Kundennamen und Auftragsnummern brauchen Sie im Nachweis nicht.

Abschlussprüfung und Zulassung

Die Abschlussprüfung hat vier Prüfungsbereiche. Zwei schriftliche Bereiche behandeln mathematische Modelle und Methoden sowie Softwareentwurf und Programmierung. Im Bereich Entwicklung eines Softwaresystems, der mit 50 Prozent am stärksten gewichtet ist, bearbeiten Sie eine schriftliche Aufgabe, erstellen ein Prüfungsprodukt und führen ein auftragsbezogenes Fachgespräch. Hinzu kommt Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.

Ausbildungsrahmenplan

Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Mathematisch-technischen Softwareentwickler/zur Mathematisch-technischen Softwareentwicklerin (SoftwareentwAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.

Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten20 Positionen

1 Entwurf, Anwendung und programmtechnische Umsetzung mathematischer Methoden, Modelle und Algorithmen
1.1 Mathematische Modellierung8 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)betriebliche Aufgabenstellungen, insbesondere naturwissenschaftliche, wirtschaftliche oder technische, in interdisziplinärer Kooperation analysieren
  • b)betriebliche Aufgabenstellungen unter Anleitung auf mathematische Modelle übertragen
1.2 Methoden, Modelle und Algorithmen der Diskreten Mathematik9 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)logische Probleme in die formalisierte Schreibweise überführen und gemäß den Gesetzen der elementaren Aussagenlogik modellieren und auswerten
  • b)in verschiedenen Zahlenräumen und in verschiedenen Stellenwertsystemen rechnen sowie Gleichungen analytisch und iterativ lösen
  • c)Problemstellungen mit Hilfe von Mengen modellieren und Operationen auf Mengen durchführen
  • d)betriebliche und alltägliche Sachverhalte zu Abbildungen oder Relationen abstrahieren
  • e)Mengen und auf ihnen definierte Operationen als Gruppen und Körper identifizieren und darin rechnen
  • f)Aufgabenstellung der Kombinatorik lösen und die Mächtigkeit von Mengen bestimmen
  • g)Fehlerarten bei der Verarbeitung von Messdaten unterscheiden und beachten
1.3 Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Analysis22 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)kontinuierliche Vorgänge mit Hilfe von Funktionen modellieren, darstellen und auswerten
  • b)stetige und unstetige Vorgänge unterscheiden und behandeln
  • c)diskrete Vorgänge mit Hilfe von Folgen und Reihen untersuchen und Grenzwerte ermitteln
  • d)Änderungsverhalten von Vorgängen mit Differentialrechnung beschreiben und berechnen
  • e)betriebliche Problemstellungen, die auf funktionalen Zusammenhängen auch mehrerer Größen beruhen, erkennen, grafisch darstellen und optimieren
  • f)Reihendarstellung von Funktionen berechnen
  • g)Messwertreihen interpolieren und und approximieren
  • h)Problemstellungen, insbesondere Wachstums- und Zerfallprozesse, die sich durch lineare explizite Differentialgleichungen erster Ordnung beschreiben lassen, mit Richtungsfeldern visualisieren, analytisch und mit dem Euler-Cauchy-Verfahren numerisch lösen
  • i)Integrale analytisch und numerisch berechnen
1.4 Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Linearen Algebra10 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)im dreidimensionalen Vektorraum rechnen, dabei Winkel, Flächen und Volumen berechnen sowie Lagebeziehungen und Abstände von Geraden und Ebenen ermitteln
  • b)Erkenntnisse auf betriebsspezifische Fälle von Vektorräumen höherer Dimensionen übertragen
  • c)lineare Zusammenhänge mit Matrizen modellieren
  • d)lineare Gleichungssysteme auf Lösbarkeit prüfen und durch Gauß- Elimination mit Spaltenpivotwahl lösen
  • e)iterative Lösungsverfahren rechnergestützt anwenden
1.5 Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Stochastik10 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Methoden der beschreibenden Statistik anwenden
  • b)Wahrscheinlichkeiten berechnen
  • c)diskrete und stetige zufallsabhängige Vorgänge mit Zufallsvariablen modellieren, Wahrscheinlichkeiten und Momente berechnen
  • d)Simulationen von Zufallsexperimenten mit Hilfe von Zufallszahlengeneratoren für unterschiedliche Verteilungen programmieren
  • e)Grundgesamtheit und Stichprobe unterscheiden, Punkt- und Konfidenzschätzungen für Erwartungswerte werte und Streuungen berechnen
  • f)Tests anhand eines Testverfahrens durchführen, Fehler erster und zweiter Art unterscheiden
  • g)Regressionsparameter zu zufallsabhängigen Messgrößen in linearen Modellen nach der Methode der kleinsten Fehlerquadrate berechnen und testen
  • h)Korrelationskoeffizienten als Maß für den linearen Zusammenhang von Messgrößen berechnen
2 Software-technische Analyse und Planung von Softwarelösungen
2.1 Bedarfsanalyse6 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Anforderungen und Kundenaufträge analysieren und Lastenhefte auswerten
  • b)Ist-Analysen durchführen und dokumentieren
  • c)Soll-Konzepte entwickeln
2.2 Datenschutz, Datensicherheit und Urheberrecht2 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)rechtliche und betriebliche Regelungen zum Datenschutz anwenden
  • b)Vorgaben und Vorschriften zur Datensicherheit, Datensicherung und Archivierung beim Umgang mit Daten beachten
  • c)Vorschriften zum Urheberrecht anwenden
  • d)kryptografische Methoden anwenden
2.3 DV-Konzept4 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Objektmodellierungen durchführen, insbesondere mit einer standardisierten Beschreibungssprache
  • b)Lösungsansätze entwickeln und mit standardisierten Methoden beschreiben
  • c)betriebliche Vorgaben zur programmtechnischen Implementierung beachten
  • d)Qualitätsanforderungen berücksichtigen sowie Versionskontrolle planen
2.4 Algorithmen10 Wochen im Ausbildungsjahr

Algorithmen bei der Umsetzung von Pflichtenheften auswählen, insbesondere

  • a)die Grundkonstrukte wie Sequenz, Selektion und Iteration berücksichtigen
  • b)iterative und rekursive Algorithmen einsetzen
  • c)Komplexität von Algorithmen bezüglich Laufzeit und Speicherplatz sowie ihre Fehleranfälligkeit analysieren und den Programmieraufwand beurteilen
  • d)die Algorithmen Binäres Suchen, Textsuche, Breiten- und Tiefensuche, Backtracking und Hash-Verfahren anwenden
  • e)Sortierverfahren in Abhängigkeit von Datenmengen und -struktur auswählen
  • f)parallele Algorithmen einsetzen
2.5 Datenmodellierung über Datenstrukturen und in Datenbanken10 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Objektmodelle in die elementaren Datentypen und die zusammengesetzten Datenstrukturen umsetzen, hinsichtlich der Speicherungsarten beurteilen sowie Zugriffsmethoden anwenden
  • b)relationale oder objektorientierte Datenbankmodelle entwickeln
  • c)ein Datenbankmanagementsystem und eine Datenbanksprache anwenden
2.6 Systemkomponenten für die Software-entwicklung6 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Systemkomponenten für die Softwareentwicklung einsetzen
  • b)Eigenschaften der genutzten Betriebssysteme berücksichtigen
  • c)die Client-Server-Architektur beachten
  • d)Protokolle gemäß dem Schichtenmodell bei Datenkommunikationsanwendungen nutzen
  • e)Modelle und Protokolle zur Prozesskommunikation nutzen
3 Softwareerstellung
3.1 Programmiersprachen14 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Programmiersprachen einordnen und unterscheiden
  • b)in einer objektorientierten Sprache programmieren, Programme dokumentieren
  • c)eine Entwicklungsumgebung zur Programmierung anwenden
  • d)eine Skriptsprache anwenden
3.2 Programmsysteme6 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Vorgehensmodelle des Softwareengineering einsetzen und Verfahren der Dokumentation, Planung und Organisation anwenden
  • b)Modularisierung und Komponentenbildung durchführen
  • c)Softwarekomponenten auswählen
  • d)Versionsverwaltung durchführen
  • e)Werkzeuge zum automatisierten Erzeugen von Programmen aus Quelltexten anwenden
3.3 Softwarequalität und Test6 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Prüf- und Testmethoden planen und anwenden, Testwerkzeuge einsetzen
  • b)Maßnahmen zur Qualitätssicherung im eigenen Arbeitsbereich planen und anwenden
  • c)Qualitätskriterien bei der Entwicklung von Software anwenden
4 Softwareübergabe und Support
4.1 Softwaredokumentation und Benutzerunterstützung3 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Benutzerdokumentationen erstellen
  • b)Entwicklerdokumentationen erstellen
  • c)Benutzer beraten
  • d)beim Softwareeinsatz auftretende Fragen systematisieren, Antworten kundengerecht aufbereiten
4.2 Mathematische Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse5 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)numerische Ergebnisse mit grafischen Mitteln veranschaulichen, Grafiktypen der Statistik verwenden
  • b)Auftraggeber bei der mathematischen Interpretation der Ergebnisse unterstützen und mathematische Problemstellungen und Resultate interdisziplinär kommunizieren
  • c)betriebliche Werkzeuge zum Formalsatz einsetzen

Abschnitt B Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten12 Positionen

1 Der Ausbildungsbetriebwährend der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln
1.1 Stellung, Rechtsform und Strukturwährend der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln
  • a)Aufgaben, Aufbau und Entscheidungsstrukturen des Ausbildungsbetriebes erläutern
  • b)Rechtsform des Ausbildungsbetriebes beschreiben
  • c)die Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Behörden beschreiben
  • d)Zielsetzung und Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes und seine Stellung am Markt erläutern
1.2 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrechtwährend der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln
  • a)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis beachten
  • b)den betrieblichen Ausbildungsplan mit dem Ausbildungsrahmenplan vergleichen
  • c)arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen, für das Unternehmen wichtige tarifvertragliche Regelungen, Dienst- und Betriebsvereinbarungen sowie Mitbestimmungsrechte beachten
  • d)wesentliche Inhalte des Arbeitsvertrages nennen
  • e)Bereitschaft zu lebensbegleitendem Lernen entwickeln und berufsgezogene Fortbildungsmöglichkeiten ermitteln
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatzwährend der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln
  • a)Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
  • b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
  • c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
  • d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
1.4 Umweltschutzwährend der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln

Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

  • a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
  • b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
  • c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
  • d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
2 Geschäftsprozesse
2.1 Leistungsprozesse
  • a)den Prozess der Leistungserstellung im Ausbildungsbetrieb beschreiben
  • b)Wirtschaftlichkeit betrieblicher Leistungen beurteilen
  • c)die Rolle von Kunden und Lieferanten für die Leistungserstellung erläutern
2.2 Betriebliche Organisation
  • a)Zuständigkeiten für die unterschiedlichen Aufgaben im Ausbildungsbetrieb unterscheiden und die eigene Tätigkeit in Geschäftsprozesse einordnen
  • b)die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationseinheiten beschreiben, insbesondere Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse darstellen
3 Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken
3.1 Information und Kommunikation2 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)fachbezogene, auch englischsprachige, Informationsquellen auswerten
  • b)Gespräche situationsgerecht führen und Informationen aufgabenbezogen bewerten, Protokolle anfertigen
  • c)Daten und Sachverhalte adressatengerecht präsentieren
  • d)betriebsspezifische Dokumentationswerkzeuge auswählen und anwenden
  • e)Präsentationswerkzeuge und -techniken einsetzen
  • f)betriebsspezifische Fachterminologie anwenden
  • g)Ergebnisse des Softwareentwicklungsprozesses präsentieren
3.2 Arbeitsplanung2 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte für den eigenen Arbeitsbereich festlegen, Termine planen und abstimmen
  • b)den eigenen Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben und ergonomischer Aspekte gestalten
  • c)Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsgestaltung vorschlagen
  • d)Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich einsetzen
3.3 Teamarbeit, Projektmanagement5 Wochen im Ausbildungsjahr
  • a)Aufgabenanalyse durchführen und über die Form der Arbeitsorganisation entscheiden
  • b)Aufgaben planen und im Team bearbeiten, Ergebnisse abstimmen und auswerten
  • c)Methoden des Projektmanagements anwenden
  • d)Zusammenarbeit aktiv gestalten, Möglichkeiten zur Konfliktregelung anwenden

Lfd. Nr. 2.1, 2.2 zusammen: 2 Wochen im Ausbildungsjahr

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Mathematisch-technischen Softwareentwickler?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Eine Aufteilung in Schwerpunkte oder Fachrichtungen gibt es nicht, alle lernen nach demselben Ausbildungsberufsbild.

Wer führt das Berichtsheft, und wer sieht es durch?

Sie als Auszubildende führen den Nachweis (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG). Ihr Ausbilder sieht ihn durch (§ 14 Absatz 2 BBiG), regelmäßig und mit Unterschrift.

Was trage ich für Programmieraufgaben ein?

Nennen Sie, was Sie umgesetzt haben, mit welcher Sprache oder Methode und wie Sie das Ergebnis geprüft haben, zum Beispiel einen Algorithmus samt Testfällen. Quelltext gehört nicht ins Heft, Stichworte genügen. Interne Projektnamen oder Kundendaten lassen Sie weg.

Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung bewertet?

Nein, nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses fließt der Nachweis nicht in die Bewertung ein. Er ist aber Voraussetzung für die Zulassung (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG), und er hilft Ihnen bei der Vorbereitung des Fachgesprächs, weil Sie darin Ihre Projekte nachlesen können.

Quellen

Das Berichtsheft digital führen

heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick

Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen

*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen

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