Berichtsheft als Personaldienstleistungskaufmann: Beispiele und Tipps
Ins Berichtsheft eines Personaldienstleistungskaufmanns gehören die Arbeiten der Woche rund um Personalgewinnung, Personaleinsatz, Auftragsakquisition und Personalsachbearbeitung sowie die Themen der Berufsschule. Je Tag genügen Stichworte mit Tätigkeit und Stunden. Zwei Beispielwochen aus dem ersten und dem dritten Ausbildungsjahr zeigen, wie solche Einträge aussehen.
Stand: 21.10.2026
Was als Personaldienstleistungskaufmann ins Berichtsheft gehört
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann und zur Personaldienstleistungskauffrau (PersDLKfmAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wahlqualifikationen oder Schwerpunkte als Fachrichtung gibt es nicht. Welche Aufgaben Sie im Betrieb übernehmen, hängt davon ab, ob Ihr Betrieb vor allem Zeitarbeit, Personalvermittlung oder beides anbietet.
Das Ausbildungsberufsbild nennt unter anderem diese Positionen. Ihre Einträge lassen sich ihnen zuordnen:
- Personalgewinnung: Personalanwerbung, Bewerberberatung, Personalauswahl, Personaleinstellung und Personalvermittlung
- Personaleinsatz: Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Personalführung und Personalbetreuung, Personalsachbearbeitung, Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen
- Berufsfelderschließung
- Auftragsakquisition und Auftragsdurchführung, Marketing: Arbeitsplatzanalyse und Personalbedarfsanalyse, Kundenbindung und Kundenbetreuung, Angebotskalkulation und Verträge, Kontrolle der Vertragserfüllung
- Kommunikation und Kooperation: Kommunikation, Teamarbeit, Konfliktmanagement
- Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
- Berufsbezogene Rechtsanwendungen
- Dazu der Ausbildungsbetrieb (Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz), Arbeitsgestaltung (Lern- und Arbeitstechniken, Qualitätssicherung, Informations- und Kommunikationssysteme, Datenschutz und Datensicherheit) und das Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
Beispielwoche im ersten Ausbildungsjahr
Die Einträge sind Beispiele; Ihre Woche sieht anders aus. Die Stunden richten sich nach Ihrem Ausbildungsvertrag.
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Kennenlernen der Abteilungen Disposition, Vermittlung und Personalabrechnung, Unterweisung zu Datenschutz und Arbeitssicherheit, Aufbau des Betriebes besprochen | 8 |
| Dienstag | Stellenanzeige für eine Lagerhelferposition nach Vorgabe der Disponentin entworfen, Anzeige in der Jobbörse eingestellt, eingegangene Bewerbungen im Bewerbermanagement erfasst | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Personaldienstleistungen, Wirtschafts- und Sozialkunde, Deutsch | 8 |
| Donnerstag | Telefonische Erstgespräche mit Bewerbern unter Anleitung mitgehört, Gesprächsnotizen ergänzt, Einstellungsunterlagen auf Vollständigkeit geprüft, Arbeitsverträge für die Unterschrift vorbereitet | 8 |
| Freitag | Stundennachweise der Mitarbeiter im Einsatz gesammelt und im System geprüft, Fehlende Nachweise angefordert, Ablage nach Datenschutzvorgaben sortiert | 8 |
Beispielwoche im dritten Ausbildungsjahr
| Tag | Tätigkeiten | Stunden |
|---|---|---|
| Montag | Personalbedarf eines Kunden aus dem Gespräch mit dem Vertrieb analysiert, Anforderungsprofil erstellt, passende Bewerber in der Datenbank vorselektiert | 8 |
| Dienstag | Vorstellungsgespräche mit zwei Bewerbern geführt, Eignung anhand des Anforderungsprofils bewertet, Bewerber für den Kundeneinsatz vorgeschlagen, Absagen formuliert | 8 |
| Mittwoch | Berufsschule: Auftragsgewinnung und Auftragssteuerung, Personalwirtschaft, Wirtschafts- und Sozialkunde | 8 |
| Donnerstag | Angebot für einen Kunden kalkuliert, Verrechnungssatz aus Lohnkosten und Zuschlägen berechnet, Arbeitnehmerüberlassungsvertrag auf Vollständigkeit geprüft, Einsatz eines Mitarbeiters beim Kunden vorbereitet | 8 |
| Freitag | Einsatzbetreuung: Rückmeldungen von Kunden und Mitarbeitern aufgenommen, Konflikt über Einsatzzeiten mit der Disponentin geklärt, Entgeltabrechnung vorbereitet, Kündigungsunterlagen für ein auslaufendes Beschäftigungsverhältnis zusammengestellt | 8 |
Berufsschule im Berichtsheft des Personaldienstleistungskaufmanns
Tragen Sie die Unterrichtsthemen als Stichworte ein, zum Beispiel „Arbeitnehmerüberlassung und Equal Pay“ oder „Kalkulation von Verrechnungssätzen“. Die Themen finden Sie im Heft oder im Stundenplan. Der Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz gliedert den Unterricht in Lernfelder; welche davon in welchem Jahr dran sind, legt Ihre Berufsschule fest. Bei Blockunterricht notieren Sie für die Schulwochen die Unterrichtsthemen statt der Arbeit im Betrieb.
Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses gehören die Themen des Berufsschulunterrichts in den Ausbildungsnachweis.
Formulierungen für den Beruf Personaldienstleistungskaufmann
| Statt | Besser |
|---|---|
| Bewerber bearbeitet | Bewerbungen im Bewerbermanagement erfasst, Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft, Rückmeldung an die Bewerber vorbereitet |
| Beim Gespräch dabei | Vorstellungsgespräch mitgehört, Gesprächsnotizen angefertigt und Eignung anhand des Anforderungsprofils eingeschätzt |
| Verträge gemacht | Arbeitsvertrag nach Vorlage ausgefüllt und auf Vollständigkeit geprüft, Unterschriftsmappe vorbereitet |
| Abrechnung gemacht | Stundennachweise geprüft, Zuschläge erfasst und Daten für die Entgeltabrechnung vorbereitet |
| Kundentelefonat | Personalbedarf eines Kunden aufgenommen, Anforderungen und Einsatzdauer in der Auftragsakte festgehalten |
Fachberichte, Datenschutz und zuständige Stelle
Personaldienstleistungskaufleute werden in Zeitarbeits- und Personalvermittlungsunternehmen ausgebildet. Zuständige Stelle ist die IHK. Ob Fachberichte verlangt werden, geben Kammer und Betrieb vor. Fragen Sie Ihren Ausbilder.
Im Betrieb arbeiten Sie mit Bewerber- und Beschäftigtendaten. Schreiben Sie ins Berichtsheft keine Namen, Anschriften, Gehälter oder Bewerbungsinhalte, sondern nur die Tätigkeit, etwa „Bewerbungsunterlagen geprüft“. Auch Kundennamen und Verrechnungssätze brauchen Sie im Nachweis nicht. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Lehrgänge außerhalb der Ausbildungsstätte tragen Sie mit Thema, Ort und Stunden ein. Der Betrieb stellt Sie dafür frei (§ 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 BBiG). Das Berichtsheft führen Sie während der Ausbildung (§ 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG).
Abschlussprüfung und Zulassung
Die Ausbildung enthält eine Zwischenprüfung etwa zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres im Bereich Personaldienstleistungsmarkt und Personalsachbearbeitung. Die Abschlussprüfung hat vier Prüfungsbereiche: Personalwirtschaftliche Prozesse, Auftragsgewinnung, -bearbeitung und -steuerung, Personal- und Kundenberatung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. In zwei Bereichen gibt es ein fallbezogenes Fachgespräch.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird der Nachweis in der Prüfung nicht bewertet.
- Berichtsheft schreiben: Anleitung
- Berichtsheft Vorlage
- Berichtsheft Beispiele nach Beruf
- Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1: Was gilt in meinem Beruf?
- Berichtsheft und Abschlussprüfung: Was gilt für die Zulassung?
Ausbildungsrahmenplan
Was der Betrieb in der Ausbildung vermittelt, legt der Ausbildungsrahmenplan fest, eine Anlage der Ausbildungsordnung. Hier steht er im Wortlaut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/zur Personaldienstleistungskauffrau (PersDienstLAusbV), abgerufen von gesetze-im-internet.de am 25.10.2026. Verweise auf Paragrafen der Verordnung sind in den Überschriften weggelassen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; maßgeblich ist die amtliche Fassung.
Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten23 Positionen
1 Personalgewinnung
1.1 Personalanwerbung
- a)Personalbeschaffungsmarkt beobachten und auswerten
- b)Anwerbungsmöglichkeiten, insbesondere Medien, Veranstaltungen, Netzwerke, Institutionen und Organisationen nutzen
- c)Direktansprache bei potentiellen Bewerbern anwenden
1.2 Bewerberberatung
- a)Einstellungs- und Vermittlungsvoraussetzungen von Bewerbern prüfen
- b)eigenes Unternehmen vorstellen
- c)Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven aufzeigen
- d)über Arbeitsbedingungen und Vergütung informieren
- e)auf Qualifizierungsmöglichkeiten hinweisen
1.3 Personalauswahl
- a)Potenzialanalysen durchführen
- b)Auswahlinstrumente einsetzen
- c)Bewerberprofile ermitteln und dokumentieren
- d)Anforderungs- und Bewerberprofile abgleichen
- e)Auswahlentscheidungen treffen und begründen
1.4 Personaleinstellung und Personalvermittlung
- a)Vertragsunterlagen und Einstellungsdokumente zusammenstellen
- b)Verträge abschließen
2 Personaleinsatz
2.1 Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung
- a)Personaleinsatz disponieren
- b)Mitarbeiter auf Unternehmen und Arbeitsplätze vorbereiten
- c)Mitarbeiter über Rechte und Pflichten aufklären
2.2 Gewährleistung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
- a)Gefährdungsanalysen an Arbeitsplätzen durchführen und dokumentieren
- b)Hinweise zu Unfall- und Gesundheitsprävention geben und Maßnahmen zur Beseitigung von Gefährdungen einleiten und kontrollieren
2.3 Personalführung und Personalbetreuung
- a)kontinuierliche Rückkopplung zu Mitarbeitern gestalten
- b)Personaleinsatz anforderungsbezogen dokumentieren
- c)Teambildungsprozesse unterstützen
- d)Zielvereinbarungen vornehmen, Entwicklungsgespräche führen und Mitarbeiterbeurteilung durchführen
- e)Personal entwickeln und Weiterbildung planen
2.4 Personalsachbearbeitung
- a)Personalakten führen
- b)Arbeitsnachweise, Fehlzeiten und Urlaubsplanung dokumentieren
- c)Entgeltabrechnungen erstellen
- d)Mitarbeiter über arbeits-, sozial- und steuerrechtliche Bedingungen informieren
- e)Personalstatistiken führen
2.5 Beendigung von Beschäftigungs- verhältnissen
- a)Möglichkeiten der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen unterscheiden
- b)Maßnahmen im Rahmen der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen umsetzen
3 Berufsfelderschließung
- a)unternehmensrelevante Berufe, deren Kompetenzanforderungen und Einsatzfelder unterscheiden
- b)Informationen über Berufe und Tätigkeiten beschaffen und auswerten
- c)Entwicklungen des Arbeitsmarktes beobachten und Veränderungen von Berufsfeldern und Berufen erfassen
4 Auftragsakquisition und Auftragsdurchführung, Marketing
4.1 Auftragsspezifische Arbeitsplatzanalyse und Personalbedarfsanalyse
- a)Unternehmensprofile erstellen
- b)Arbeitsabläufe, Produktions- und Dienstleistungsketten analysieren
- c)arbeitsplatzbezogene Anforderungsprofile erstellen
- d)qualitativen und quantitativen Bedarf ermitteln und dabei spezifische Kundenbedürfnisse berücksichtigen
4.2 Marketing, Kundenbindung und Kundenbetreuung
- a)Maßnahmen zur Kundenbindung durchführen
- b)Marketingmaßnahmen durchführen
- c)Kundenstamm betreuen und Kundenzufriedenheit sicherstellen
- d)Marktentwicklungen beobachten und Ergebnisse auswerten
- e)Auftragsakquisition durchführen
4.3 Angebotskalkulation und Verträge
- a)Entscheidungsträger identifizieren
- b)Leistungsbeschreibungen erstellen
- c)kundengerechte Angebote entwickeln
- d)Vertragstypen auswählen
- e)Angebote unterbreiten und Vertragsverhandlungen führen
4.4 Kontrolle der Vertragserfüllung
- a)Umsetzung der Vertragsvereinbarungen mit dem Kunden kontrollieren
- b)Maßnahmen bei Vertragsstörungen einleiten
5 Kommunikation und Kooperation
5.1 Kommunikation
- a)Gespräche adressatengerecht führen
- b)Wertschätzung und Vertrauensbildung als Grundlage erfolgreicher Kommunikation begreifen und umsetzen
- c)konstruktive Kritik annehmen, umsetzen und äußern
5.2 Teamarbeit und Kooperation
- a)Aufgaben im Team planen und durchführen
- b)Informationen über Arbeitsergebnisse austauschen und nutzen
- c)interne Informationsprozesse gestalten
5.3 Konfliktmanagement
- a)Konfliktsituationen analysieren, versachlichen und dabei emotionale Momente berücksichtigen
- b)Konfliktlösungsstrategien anwenden
- c)eigene Handlungsmöglichkeiten einschätzen und Einbeziehung externer Unterstützung prüfen
6 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
- a)Rechnungswesen und Controlling als kaufmännische Informations- und Steuerungsinstrumente begründen
- b)Kosten erfassen und Aufträge nachkalkulieren
- c)betriebliche Leistungen kalkulieren und bewerten
- d)Leistungsabrechnungen erstellen, Maßnahmen bei Zahlungsverzug einleiten
- e)Statistiken für Controlling erstellen und auswerten, Maßnahmen für das Unternehmen ableiten, Berichte erstellen
7 Berufsbezogene Rechtsanwendungen
- a)Rechtliche Vorschriften im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen beachten
- b)Vertragstypen der Personaldienstleistung unterscheiden
- c)Vorschriften zur Arbeitnehmerüberlassung und Arbeitsvermittlung anwenden
Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten11 Positionen
1 Der Ausbildungsbetrieb
1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes
- a)Stellung des Ausbildungsbetriebes im Rahmen der Gesamtwirtschaft erklären
- b)Bedeutung des Personaldienstleistungsbereiches erläutern
- c)Rechtsform und Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes erklären
- d)Einflüsse marktwirtschaftlicher Größen auf den Ausbildungsbetrieb unterscheiden
1.2 Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften
- a)Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben
- b)betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen
- c)Bedeutung lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung sowie für den Betrieb darstellen; berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
- d)gesetzliche, tarifliche und betriebliche Arbeitszeitregelungen beachten
- e)Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte betriebsverfassungsrechtlicher Organe erklären
- f)Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- a)Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
- b)berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
- c)Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
- d)Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
1.4 Umweltschutz
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
- a)mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
- b)für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
- c)Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
- d)Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
2 Arbeitsgestaltung
2.1 Lern- und Arbeitstechniken
- a)Lernformen der beruflichen Bildung beschreiben und Lernstrategien anwenden
- b)Arbeits- und Organisationsmittel ökonomisch einsetzen
- c)Vorgangsbearbeitung dokumentieren
- d)Möglichkeiten funktionaler und ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung nutzen
- e)die eigene Arbeit systematisch und qualitätsbewusst planen, durchführen und kontrollieren
- f)Instrumente der Projektarbeit anwenden
2.2 Qualitätssicherung betrieblicher Arbeitsabläufe
- a)bei Auftragsvergabe und Informationsweitergabe Schnittstellen berücksichtigen
- b)Einflussfaktoren auf die Qualität an der eigenen Prozesskette analysieren und qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitskontext durchführen
- c)betriebliche Prozessabläufe analysieren und bewerten
- d)Vorschläge zur Qualitätsentwicklung erarbeiten
- e)Bedeutung von Qualitätssicherung und Kundenzufriedenheit erläutern
2.3 Informations- und Kommunikationssysteme
- a)Informations- und Kommunikationsmedien auswählen und nutzen
- b)Standardsoftware und betriebsspezifische Software anwenden
2.4 Datenschutz und Datensicherheit
- a)Daten erfassen, sichern und pflegen
- b)Regelungen des Datenschutzes einhalten
3 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
- a)fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
- b)im Ausbildungsbetrieb übliche fremdsprachige Informationen auswerten
- c)einfache Auskünfte in einer Fremdsprache erteilen und einholen
Zeitliche Gliederung
Während der gesamten Ausbildungszeit sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition aus
- Abschnitt B Nr. 3Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
zu vermitteln.
Erstes Ausbildungsjahr
(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.1Personalanwerbung, Lernziele a und b,
- Abschnitt A Nr. 1.2Bewerberberatung, Lernziel b,
- Abschnitt A Nr. 3Berufsfelderschließung, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 5.1Kommunikation, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 5.2Teamarbeit und Kooperation, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 6Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Lernziel b,
- Abschnitt B Nr. 1.1Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes,
- Abschnitt B Nr. 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele a bis c,
- Abschnitt B Nr. 1.3Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
- Abschnitt B Nr. 1.4Umweltschutz,
- Abschnitt B Nr. 2.3Informations- und Kommunikationssysteme
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.4Personaleinstellung und Personalvermittlung, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 2.4Personalsachbearbeitung, Lernziele a und b,
- Abschnitt A Nr. 4.2Marketing, Kundenbindung und Kundenbetreuung, Lernziele a und b,
- Abschnitt A Nr. 4.3Angebotskalkulation und Verträge, Lernziel d,
- Abschnitt B Nr. 2.1Lern- und Arbeitstechniken, Lernziele a bis d,
- Abschnitt B Nr. 2.4Datenschutz und Datensicherheit
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.2Bewerberberatung, Lernziele a und d,
- Abschnitt A Nr. 2.3Personalführung und Personalbetreuung, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 2.4Personalsachbearbeitung, Lernziele c und d,
- Abschnitt A Nr. 2.5Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 4.1Auftragsspezifische Arbeitsplatzanalyse und Personalbedarfsanalyse, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 5.2Teamarbeit und Kooperation, Lernziel b,
- Abschnitt A Nr. 7Berufsbezogene Rechtsanwendungen, Lernziel b,
- Abschnitt B Nr. 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziel f,
zu vermitteln.
Zweites Ausbildungsjahr
(1) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.1Personalanwerbung, Lernziel c,
- Abschnitt A Nr. 2.1Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung, Lernziele b und c,
- Abschnitt A Nr. 2.4Personalsachbearbeitung, Lernziel e,
- Abschnitt A Nr. 5.1Kommunikation, Lernziel c,
- Abschnitt A Nr. 7Berufsbezogene Rechtsanwendungen, Lernziele a und c,
- Abschnitt B Nr. 1.2Berufsbildung, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele d und e,
- Abschnitt B Nr. 2.1Lern- und Arbeitstechniken, Lernziel e,
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 2.2Gewährleistung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
- Abschnitt A Nr. 2.3Personalführung und Personalbetreuung, Lernziele b und c,
- Abschnitt A Nr. 3Berufsfelderschließung, Lernziel b,
- Abschnitt A Nr. 4.2Marketing, Kundenbindung und Kundenbetreuung, Lernziel c,
- Abschnitt A Nr. 5.3Konfliktmanagement
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.3Personalauswahl, Lernziele a bis d,
- Abschnitt A Nr. 4.1Auftragsspezifische Arbeitsplatzanalyse und Personalbedarfsanalyse, Lernziel b,
- Abschnitt A Nr. 4.2Marketing, Kundenbindung und Kundenbetreuung, Lernziele d und e,
- Abschnitt A Nr. 4.3Angebotskalkulation und Verträge, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 6Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Lernziele a, c und d,
- Abschnitt B Nr. 2.2Qualitätssicherung betrieblicher Arbeitsabläufe, Lernziele a bis c,
zu vermitteln.
Drittes Ausbildungsjahr
(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.3Personalauswahl, Lernziel e,
- Abschnitt A Nr. 2.1Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung, Lernziel a,
- Abschnitt A Nr. 4.1Auftragsspezifische Arbeitsplatzanalyse und Personalbedarfsanalyse, Lernziele c und d,
- Abschnitt A Nr. 4.4Kontrolle der Vertragserfüllung,
- Abschnitt A Nr. 5.2Teamarbeit und Kooperation, Lernziel c,
- Abschnitt A Nr. 6Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Lernziel e,
- Abschnitt B Nr. 2.2Qualitätssicherung betrieblicher Arbeitsabläufe, Lernziele d und e,
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.2Bewerberberatung, Lernziele c und e,
- Abschnitt A Nr. 2.3Personalführung und Personalbetreuung, Lernziele d und e,
- Abschnitt A Nr. 2.5Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen, Lernziel b,
- Abschnitt A Nr. 3Berufsfelderschließung, Lernziel c,
- Abschnitt A Nr. 5.1Kommunikation, Lernziel b,
- Abschnitt B Nr. 2.1Lern- und Arbeitstechniken, Lernziel f,
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
- Abschnitt A Nr. 1.4Personaleinstellung und Personalvermittlung, Lernziel b,
- Abschnitt A Nr. 4.3Angebotskalkulation und Verträge, Lernziele b, c und e,
zu vermitteln.
Häufige Fragen
Was schreibe ich als Personaldienstleistungskaufmann ins Berichtsheft?
Die Arbeiten der Woche, etwa Stellenanzeigen, Bewerberauswahl, Einsatzplanung, Angebotskalkulation und Personalsachbearbeitung, mit Stunden je Tag, dazu die Themen der Berufsschule. Stichworte genügen, zum Beispiel „Anforderungsprofil erstellt, Bewerber vorselektiert“.
Gibt es beim Personaldienstleistungskaufmann Schwerpunkte?
Nicht als Fachrichtung oder Wahlqualifikation. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Welche Aufgaben im Vordergrund stehen, hängt vom Betrieb ab, etwa Zeitarbeit oder Personalvermittlung.
Darf ich Namen von Bewerbern und Kunden ins Berichtsheft schreiben?
Das ist nicht nötig und nicht ratsam. Beschreiben Sie die Tätigkeit ohne Namen, Gehälter und Bewerbungsinhalte. Auszubildende müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren (§ 13 Satz 2 Nummer 6 BBiG).
Wird das Berichtsheft in der Abschlussprüfung gebraucht?
Ja, als Voraussetzung für die Zulassung. Zugelassen wird, wer den Ausbildungsnachweis vorgelegt hat (§ 43 Absatz 1 Nummer 2 BBiG). Nach der Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses wird er in der Prüfung nicht bewertet.
Quellen
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/zur Personaldienstleistungskauffrau (PersDLKfmAusbV), abgerufen am 21.10.2026
- IHK Bayreuth: Personaldienstleistungskaufmann/-frau, abgerufen am 21.10.2026
- Empfehlung Nr. 156 des BIBB-Hauptausschusses zum Ausbildungsnachweis, abgerufen am 21.10.2026
Das Berichtsheft digital führen
heftwerk ist ein Berichtsheft-Tool für den digitalen Ausbildungsnachweis. Auszubildende tragen ihre Woche am Telefon oder am Rechner ein, der Ausbilder gibt sie frei, und der Nachweis steht als PDF bereit. Für Auszubildende ist heftwerk kostenlos, den Zugang richtet der Ausbildungsbetrieb ein. heftwerk im Überblick
Ausbildungsnachweis nach BBiG, Freigabe durch den Ausbilder, Export als PDF. Ab 41,25 € im Monat* für bis zu fünf Auszubildende, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Preis und häufige Fragen
*Mit dem Code IHK2026: bis einschließlich 31.12.2026 kostenfrei (bei Abschluss ab 2027: 30 Tage), danach zum halben Preis, bei jährlicher Zahlung 41,25 € im Monat (495 € im Jahr), netto. Preis fest bis Ende 2030, danach bis 2045 nur Inflationsausgleich nach dem Verbraucherpreisindex. Abschluss bis 31.03.2027. *Aktionsbedingungen
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